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Spielberichte Punktspiele 2021/22
 

9. Spieltag, 18.09.2021, 14 Uhr
1860 München – FSV Zwickau 0:2 (0:1)
 

Kein Befreiungsschlag: Löwen unterliegen mit 0:2 dem FSV Zwickau.

Um jeden Ball wurde gefightet, hier der Zwickauer Lars Lokotsch (li.) und der Löwe Daniel Wein (re.). 
 
Erneut entführte der FSV Zwickau beim 2:0 die Punkte aus München, feierte zudem den ersten Saisonsieg. Trotz optischer Dominanz scheiterten die Löwen ein ums andere Mal im Abschluss. Wesentlich effektiver waren die Westsachsen, die durch Johan Gomez (25.) und Yannik Möker (63.) in Drangphasen der Sechzger ihre Treffer erzielten.

Personal: Trainer Michael Köllner musste im Heimspiel gegen Zwickau auf Marcel Bär (Schulterverletzung), Kevin Goden (COVID-19) und Marius Willsch (Aufbautraining nach Schambeinentzündung) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Johann Ngounou Djayo, Nathan Wicht, Marco Mannhardt und Milos Cocic. Vier Veränderungen gab es in der Startelf im Vergleich zum 1:1 beim Halleschen FC: Für Niklas Lang, Fabian Greilinger, Erik Tallig und Bär rückten Yannick Deichmann, Phillipp Steinhart, Daniel Wein und Merveille Biankadi ins Team.

STIMMEN Köllner enttäuscht: „Es ist ein ekelhaftes Gefühl!“

Spielverlauf: Die Löwen machten vom Anpfiff weg Druck. In der 4. Minute hatte Patrick Göbel im Strafraum den Ball an der Hand, doch Schiedsrichter Tom Bauer entschied – sehr zum Unmut der Löwen – auf Stürmer-Foul. Auf der anderen Seite kam Johan Gomez aus 20 Metern zum Schuss, zielte aber knapp rechts am 1860-Tor vorbei (9.). Eine Hereingabe von rechts durch Merveille Biankadi versprang Sascha Mölders bei der Annahme am ersten Pfosten, so dass die Zwickauer Abwehr klären konnte (12.). In der 14. Minute ein gelungener Angriff über die linke Seite. Dennis Dressel steckte auf Stefan Lex durch, der flankte in die Mitte, wo Max Reinthaler per Kopf vor Mölders am Ball war, die Situation bereinigte. Drei Minuten später kam Richy Neudecker am Elfmeterpunkt zum Abschluss, nachdem Mölders vor ihm gestrauchelt war, konnte den Ball aber nicht aufs Tor drücken. Wenig später war es Biankadi, der halblinks aus 15 Metern abschloss, doch Johannes Brinkies war unten, holte den Schuss aus dem rechten Eck (17.). Eine Flanke von Biankadi faustete Brinkies mit einer Hand im Fünfmeterraum vor Mölders weg (20.). Etwas unbedacht agierten die Löwen in der 24. Minute in der Defensive. Lars Lokotsch kam am linken Torraumeck zum Flanken, seine Hereingabe grätschte Gomez aufs Tor, Marco Hiller war aber zur Stelle, konnte den Einschlag verhindern (24.). Eine Minute später war er machtlos. Lokotsch hatte den Ball in Richtung Strafraum geköpft, wo Gomez sich gegen Belkahia durchsetzte. Allein vor Hiller traf er rechts unten zum 1:0 ins rechte Eck (25.). Damit war das Spiel auf den Kopf gestellt. Drei Minuten später war Steffen Nkansah mit dem Kopf nach einer Ecke von links durch Can Coskun zur Stelle, köpfte aber übers 1860-Tor (28.). Nach einem Freistoß von Neudecker kam der Abpraller zu Biankadi, der schoss aber aus neun Metern Nkansah an (32.). In der 36. Minute kam Deichmann nach einer Kopfball-Ablage von Neudecker halbrechts aus zwölf Metern zum Schuss, aber wieder war ein Bein der Gäste dazwischen. Sechs Minuten später stand Mölders nach Neudecker-Zuspiel frei vor Brinkies, schoss aber links vorbei. Der Treffer hätte ohnehin nicht gezählt, weil Assistent Fabian Knoll in dieser Szene eine Abseitsposition gesehen haben wollte. In der 45. Minute musste Hiller eine Rechtsflanke von Marco Schikora wegfausten und kurz danach einen Schuss von Manfred Starke parieren. Kurz vor Halbzeitpfiff nochmals ein Aufreger, als Maximilian Jansen im Zweikampf an der Mittellinie Neudecker den Ellenbogen ins Gesicht rammte, aber von Schiedsrichter Bauer nur die Gelbe Karte sah (45.+1). Einmal mehr konnten sich die Löwen in den ersten 45 Minuten für ihre Dominanz nicht belohnen.

FSV-Trainer Joe Enochs ließ Jansen in der Pause gleich in der Kabine, wusste, dass es eigentlich ein Platzverweis hätte sein müssen. Zwickau stand noch tiefer. Nach einer Ecke von rechts durch Daniel Wein erwischte Stephan Salger den Ball nicht richtig mit dem Kopf, dann scheiterte Belkahia am linken Pfosten aus kurzer Distanz an Brinkies (56.). Nach einer Biankadi-Hereingabe von rechts in der 59. Minute wurde es turbulent, als Mölders und Lex nacheinander am Fünfmeterraum nicht zum Abschluss kamen. Das Tor fiel auf der anderen Seite. Keiner griff den eingewechselten Yannik Möker an, der zog halbrechts aus 22 Metern ab, vom Innenpfosten sprang der Ball zum 2:0 ins Netz (63.). Nach Zuspiel von Deichmann stand Lex plötzlich frei vor Brinkies, doch der Keeper hatte mit dem Abschluss des Löwen wenig Mühe (69.). Im Anschluss an eine Rechtsflanke von Deichmann wehrte Brinkies den Ball zu kurz ab, doch Phillipp Steinhart konnte per Kopf die Kugel nicht aufs leere FSV-Tor drücken (78.). Einen gut platzierten 23-Meter-Freistoß von Neudecker holte Brinkies in der 81. Minute aus dem rechten unteren Eck. Fünf Minuten später wurde ein Freistoß aus ähnlicher Distanz, ebenfalls von Neudecker getreten, zur Ecke abgefälscht (86.). Die Löwen rannten bis zum Schlusspfiff an, ein Tor wollte an diesem Nachmittag aber nicht gelingen. Damit stand die erste Heimniederlage in der aktuellen Saison fest!

STENOGRAMM, 9. Spieltag, 18.09.2021, 14 Uhr

1860 München – FSV Zwickau 0:2 (0:1)

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 27 Belkahia, 6 Salger, 36 Steinhart – 17 Wein – 7 Lex, 31 Neudecker, 14 Dressel, 19 Biankadi – 9 Mölders.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 5 Moll, 8 Tallig, 11 Greilinger, 18 Knöferl, 22 Linsbichler, 23 Staude, 32 Gresler.

FSV: 1 Brinkies (Tor) – 23 Hauptmann, 25 Nkansah, 14 Reinthaler, 22 Coskun – 6 Jansen, 21 Schikora – 31 Göbel, 18 Gomez, 10 Starke – 9 Lokotsch.
Ersatz: 29 Kamenz (Tor) – 7 Voigt, 11 Willms, 13 Könnecke, 15 König, 17 Susac, 19 Frick, 20 Horn, 27 Möker.

Wechsel: Tallig für Wein (57.), Moll für Belkahia (69.), Linsbichler für Biankadi (69.), Staude für Lex (69.) – Könneke für Göbel (22.), Möker für Jansen (46.), König für Lokotsch (65.), Horn für Gomez (65.), Frick für Starke (76.).

Tore: 0:1 Gomez (25.), 0:2 Möker (63.).
Gelbe Karten: Steinhart – Jansen, Starke, König.
Zuschauer: 10.000 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Tom Bauer (Mainz); Assistenten: Jan Dennemärker (Saarwellingen), Fabian Knoll (Bexbach).

Bildergalerie:  https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2506.htm
Highlights:      https://www.facebook.com/watch/?v=334660968443773


8. Spieltag, 12.09.2021, 13 Uhr
Hallescher FC – 1860 München 1:1 (1:0)

Löwen verpassen beim Hallescher FC in Überzahl den Sieg.

Sascha Mölders verschoss in der 30. Minute den Elfmeter nach Handspiel und Roter Karte gegen Terrence Boyd. 

Am Ende wusste niemand bei den Löwen so recht, ob er sich über den Punkt beim 1:1 in Halle freuen sollte. Der HFC war durch Jan Löhmannsröben früh in Führung gegangen (13.). In der 29. Minute wehrte Terrence Boyd mit dem Oberarm einen Schuss auf der Linie ab, sah Rot und die Sechzger bekamen Elfmeter, den Sascha Mölders verschoss (30.). Gegen zehn Mann gelang den Sechzgern durch Daniel Wein nur noch der Ausgleich (65.).

Personal: Verletzungsbedingt fehlten in Halle Kevin Goden (COVID-19) und Marius Willsch (Aufbautraining nach Schambeinentzündung). Aufgrund der Infektion von Goden mussten die nicht geimpften Spieler in Quarantäne. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torhüter György Szekely, Quirin Moll, Yannick Deichmann, Johann Ngounou Djayo, Kevin Staude, Marco Mannhardt, Maxim Gresler und Phillipp Steinhart. Im Vergleich zum letzten Punktspiel gegen Meppen gab es zwei Veränderungen in der Startelf. Für Deichmann rückte Niklas Lang ins Team, für Steinhart Fabian Greilinger.

STIMMEN Gorenzel: „Uns fehlt im Moment etwas die Überzeugung!“

Spielverlauf: Erstmals wurde es in der 2. Minute für die Löwen gefährlich, als Terrence Boyd aus stark abseitsverdächtiger Position startete, Fabian Greilinger den weiteren Weg auf der rechten Seite hatte, aber Semi Belkahia ihn am Torraum entscheidend stören konnte. Vier Minuten später trieb Marcel Bär über die linke Seite den Ball nach vorn, spielte in die Tiefe auf den gestarteten Erik Tallig, der aus der Drehung zurück an den Elfmeterpunkt passte, aber keinen Adressaten fand (6.). Nach einem hohen Ball in die Spitze legte Sascha Mölders für Richy Neudecker ab, doch HFC-Keeper Sven Müller war vor dem Löwen am Ball (11.). Zwei Minuten später war es auf der anderen Seite passiert. Jonas Nietfeld drehte eine Ecke von links mit rechts an den ersten Pfosten, Jan Löhmannsröben war eingelaufen, verlängerte die Hereingabe mit dem Kopf zum 1:0 ins lange Eck (13.). Nach Zuspiel von Stefan Lex schloss Bär am rechten Strafraumeck ab, sein Schrägschuss konnte Müller im Nachfassen festhalten (17.). In der 19. Minute dribbelte Neudecker vom Zentrum nach links, flankte dann nach einem Doppelpass auf Lex, der volley ins rechte Tordreieck traf, aber Neudecker stand zuvor knapp im Abseits. Auf der anderen Seite nahm Löhmannsröben eine Ecke von Niklas Kreuzer volley, zielte aber deutlich übers Tor von Marco Hiller (20.). In der 24. Minute holte Boyd einen langen Ball von Löhmannsröben akrobatisch aus der Luft und bugsierte ihn am Boden liegend mit der Fußspitze an Hiller vorbei ans Außennetz. Belkahia wäre aber noch auf der Linie gewesen. Nach knapp einer halben Stunde rettete Boyd nach einem Kopfball von Salger auf der Linie mit dem Oberarm, Schiedsrichter Dr. Robin Braun pfiff Elfmeter und zeigte dem Stürmer folgerichtig die Rote Karte. Mölders lief an, Müller tauchte früh in die linke Ecke ab und hielt den Schuss des 1860-Kapitäns (30.). Nach einer gelungenen Kombination hatte Bär im Strafraum freie Bahn, schloss aber nicht direkt ab, so dass Jan Shcherbakovski von der Seite ihm den Ball noch wegspitzeln konnte (38.). In der Nachspielzeit gab’s noch einen Freistoß für die Löwen auf der linken Strafraumseite. Neudecker schnippelte den Ball an den ersten Pfosten, wo Niklas Lang vollkommen frei zum Kopfball kam, aber die Kugel nicht aufs Tor drücken konnte (45.+3). Danach war Pause.

Halle stellte im zweiten Durchgang auf eine Fünferkette um, rührte Beton an und suchte sein Heil im Kontern. In der 52. Minute fiel Bär auf die Schulter, musste behandelt werden, konnte aber zunächst weiterspielen. Kurz danach traf der eingewechselte Kebba Badjie das Außennetz (55.). Im Gegenzug passte Lex in die Tiefe auf Bär, der halbrechts aus zwölf Metern zum Abschluss kam, Müller wehrte jedoch den Schuss per Fußparade zur Ecke ab. Das war auch die letzte Aktion von Bär, der durch Merveille Biankadi ersetzt werden musste (57.). nach einer Ecke des eingewechselten Daniel Wein kam Lang am ersten Pfosten zum Kopfball, brachte aber die Kugel genau auf den Körper von Müller, der sie fangen konnte (62.). Eine Direktabnahme von Wein aus 20 Metern blockte Niklas Kastenhofer ab (63.). In der 65. Minute der Ausgleich. Badjie hatte den Ball aus dem eigenen Strafraum geköpft, Wein nahm in direkt per Dropkick aus 19 Metern traf durch die Beine von Nietfeld genau ins linke untere Eck zum 1:1 (65.). Fast im Gegenzug die Chance für Halle. Badjie setzte sich auf der linken Seite durch, seine scharfe Hereingabe verpasste Michael Eberwein in der Mitte, rutschte mit gestrecktem Fuß in Hiller rein, sah dafür noch nicht einmal Gelb (67.). Die Löwen erhöhten den Druck, Biankadi jagte die Kugel aus halblinker Position in der 70. Minute ans Außennetz. Ein Distanzschuss von Lex ging knapp am rechten Pfosten vorbei (80.). Im Anschluss an eine Wein-Flanke von rechts verlängerte Lex den Ball aufs Tor, doch Neudecker ging mit der Fußspitze dazwischen, stand dadurch im Abseits (84.). Auch Mölders setzte eine Rechtsflanke von Wein in der 2. Minute der Nachspielzeit per Kopf über den Querbalken. Kurz vor dem Ende gab’s nochmals vorm linken Strafraumeck einen Freistoß für die Löwen, doch der Schuss von Neudecker stellte Müller vor keine Probleme (90.+4). Damit blieb es bei der Punkteteilung.

STENOGRAMM, 8. Spieltag, 12.09.2021, 13 Uhr

Hallescher FC – 1860 München 1:1 (1:0)

HFC: 1 Müller (Tor) – 8 Kreuzer, 33 Nietfeld, 3 Kastenhofer, 31 Landgraf – 2 Löhmannsröben, 23 Herzog –11 Shcherbakovski, 10 Eberwein, 7 Derstroff – 13 Boyd.
Ersatz: 18 Schreiber (Tor) – 4 Otto, 15 Bierschenk, 16 Halangk, 17 Griebsch, 19 Löder, 20 Badjie, 24 Guttau, 26 Titsch Rivero.

1860: 1 Hiller (Tor) – 3 Lang, 27 Belkahia, 6 Salger, 11 Greilinger, – 14 Dressel – 7 Lex, 31 Neudecker, 8 Tallig, 15 Bär – 9 Mölders.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 17 Wein 18 Knöferl, 19 Biankadi, 22 Linsbichler, 24 Wicht, 30 Cocic, 39 Morgalla.

Wechsel: Guttau für Derstroff (46.), Badjie für Shcherbakovski (46.), Titsch Rivero für Herzog (87.), Otto für Eberwein (90.+2) – Biankadi für Bär (57.), Wein für Tallig (57.), Linsbichler für Lang (84.), Knöferl für Lex (88.)

Tore: 1:0 Löhmannsröben (13.), 1:1 Wein (65.).
Gelbe Karten: Kastenhofer, Guttau – Mölders, Tallig, Neudecker.
Rote Karte: Boyd (29., Handspiel).
Bes. Vorkommnis: Müller hält Handelfmeter von Mölders (30.).
Zuschauer: 6.466 im LEUNA-CHEMIE-STADION.
Schiedsrichter: Dr. Robin Braun (Wuppertal); Assistenten: Asmir Osmanagic (Stuttgart), Manuel Bergmann (Laupheim).

Bildergalerie: https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2504.htm

Höhepunkte: https://www.br.de/mediathek/video/3-liga-8-spieltag-hallescher-fc-tsv-1860-muenchen-av:613e4ace386cc400073cb23a


7. Spieltag, 04.09.2021, 14Uhr
1860 München – SV Meppen 1912 1:1 (1:1)
 

Vielzahl an Chancen: Löwen spielen gegen Meppen 1:1.

Kurz vor der Pause erzielte Marcel Bär mit seinem zweiten Saisontreffer den wichtigen Ausgleich zum 1:1. 
 
Die Löwen konnten zwar gegen den SV Meppen beim 1:1 ihren Heimnimbus wahren, zum Sieg reichte es aber dennoch nicht. Die Gäste gingen in der 18. Minute mit ihrer ersten Chance durch René Guder in Führung, Marcel Bär konnte noch vor der Pause ausgleichen (40.). Im zweiten Durchgang hatten beide Teams die Chancen zur Führung, doch es blieb beim Remis.

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner gegen Meppen auf Marius Willsch (Schambeinentzündung) und Semi Belkahia (Kapselverletzung im Sprunggelenk) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Johann Ngounou Djayo, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Zwei Veränderungen gab es in der Startelf im Vergleich zum 1:1 bei Eintracht Braunschweig. Quirin Moll rückte für Niklas Lang in die Innenverteidigung, Stefan Lex begann für Merveille Biankadi.

STIMMEN Köllner: „Das war nach der Meppener Führung eine Herkulesaufgabe!“

Spielverlauf: Meppen stand zunächst gut, die Löwen taten sich schwer, Druck zu erzeugen. In der 9. Minute lag der Ball dann doch im Tor der Gäste. Stefan Lex hatte für Yannick Deichmann durchgesteckt, der erreichte die Kugel kurz vor der Grundlinie. Seine Flanke verlängerte Sascha Mölders mit dem Kopf in die Mitte, wo der kleine Richard Neudecker einköpfte. Doch das Schlitzohr hatte mit einem kleinen Schubser zuvor seinen Gegenspieler Markus Ballmert aus dem Wege geräumt, Schiedsrichter Tobias Welz versagte zu Recht die Anerkennung des Treffers. Kurz danach steckte Marcel Bär den Ball auf Lex im Strafraum durch, der 1860-Stürmer kam zu Fall, doch der Unparteiische ließ weiterspielen (10.). Einen klasse Steckpass von Richy Neudecker erreichte Bär halblinks, doch er brachte aus sechs Metern nicht mehr den Ball an dem aus seinem Tor herausstürmenden Eric Domaschke vorbei (15.). Das Tor fiel drei Minuten später auf der anderen Seite. Nach einem Chipball von Willi Evseev zögerte Marco Hiller, René Guder entgegen zu gehen. Er blieb in seinem Strafraum und wurde von dem Meppener zum 1:0 überlupft (18.). Drei Minuten später beinahe der Ausgleich. Mölders hatte den Ball mit der Brust angenommen, drehte sich und zog sofort ab, doch Domaschke war unten, parierte den Schuss (21.). Richy Neudecker setzte sich auf der rechten Strafraumseite durch, versuchte es mit einem Linksschuss aufs lange Eck, verfehlte aber knapp das Tor (26.). Auf der anderen Seite wurde ein Schuss von Guder im Strafraum abgefälscht, doch zum Glück für die Löwen kam kein Meppener an den Abpraller (28.). Nach einer Neudecker-Ecke setzte Stephan Salger zum Kopfball an, aber Ballmert wehrte, ebenfalls per Kopf, vor der Linie ab (29.). In der 40. Minute der Ausgleich. Erneut war der Ausgangspunkt eine Ecke von links durch Neudecker. Phillipp Steinhart verpasst am kurzen Pfosten, aber der hinter ihm eingelaufene Bär verlängert die Kugel mit dem Kopf zum 1:1 ins lange Eck (40.). Ein 23-Meter-Schuss von Bär mit dem Innenrist aufs rechte untere Eck gezogen, ließ Domaschke nach vorne abprallen, aber es war kein Löwe zur Stelle, der den Fauxpas des Keepers hätte ausnutzen können (44.). Im Gegenzug klärte Hiller in höchster Not gegen den frei vor ihm auftauchenden Luca Tankulic mit einem Reflex. Morgan Faßbender kam an den Abpraller, köpfte ihn bedrängt von Quirin Moll aus fünf Metern am langen Eck des leeren Tores vorbei (45.+1). Danach war Pause.

Gleich zu Wiederbeginn landete der Ball an der Latte des Meppener Tores. Nach einer Deichmann-Flanke knallte Sascha Mölders die Kugel an die Unterkante des Querbalken s von dort sprang sie aber wieder heraus (46.). auf die Linie. Wenig später war es Yannick Deichmann, der frei im Strafraum mit links aus 14 Metern zum Abschluss kam, aber sein Schuss war zu schwach, um Domaschke vor ernsthafte Probleme zu stellen (48.). Einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld grätschte Steinhart am langen Eck vor Ballmert gerade noch ins Tor-Aus (52.). Nach einem Freistoß brachten die Löwen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Hiller musste einen Schuss von Steffen Puttkammer aus elf Metern aus dem langen Eck kratzen (58.). Im Gegenzug verpasste Mölders eine Hereingabe von links durch Bär in der Mitte, dann fand das Zuspiel von Lex in den Fünfmeterraum keinen Adressaten. Da hätte er besser selbst draufgehalten (59.)! Nach einer Flanke von rechts durch Ballmert kam Tankulic aus fünf Metern zum Kopfball, setzte die Kugel aber übers Tor (62.). Eine Direktabnahme von Fassbender aus 13 Metern ging in der 65. Minute nur knapp über den Querbalken. Beide Teams drängten auf das 2:1, lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Eine Hereingabe von Neudecker nach Diagonalpass von Bär klärte Lars Bünning im Fünfmeterraum (67.). Nach Flanke von Keanu Staude legte Neudecker per Kopf den Ball in die Mitte, aber Bünning klärte mit der Brust zu seinem Torhüter (75.). Ab der 86. Minute gab Tim Linsbichler sein Profidebüt. Nach einem Missverständnis in der 1860-Hintermannschaft kam der eingewechselte Lukas Krüger aus kurzer Distanz zum Schuss, Hiller parierte. Im Anschluss an die folgende Ecke war es Bünning, der aber aus kurzer Distanz den Löwen-Schlussmann anköpfte (89.). Am Ende war es ein gerechtes Unentschieden in einem Spiel, in dem beide Teams genügend Möglichkeiten hatten, die Partie für sich zu entscheiden.

STENOGRAMM, 7. Spieltag, 04.09.2021, 14Uhr

1860 München – SV Meppen 1912 1:1 (1:1)

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 5 Moll, 6 Salger, 36 Steinhart – 14 Dressel – 7 Lex, 31 Neudecker, 8 Tallig, 15 Bär – 9 Mölders.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 3 Lang, 11 Greilinger, 16 Goden, 17 Wein, 18 Knöferl, 19 Biankadi, 22 Linsbichler, 23 Staude.

SVM: 32 Domaschke (Tor) – 15 Ballmert, 22 Puttkammer, 19 Bünning, 30 Dombrowka – 6 Käuper, 31 Blacha – 18 Guder, 14 Evseev, 11 Faßbender – 10 Tankulic.
Ersatz: 12 Harsman (Tor) – 3 Jesgarzewski, 9 Koruk, 16 Egerer, 17 Hemlein, 21 Ametov, 23 Krüger, 25 Al-Hazaimeh, 34 Dombrowa.

Wechsel: Staude für Tallig (46.), Biankadi für Lex (71.), Lang für Salger (86.), Linsbichler für Bär (86.) – Krüger für Fassbender (73.), Hemlein für Guder (73.), Egerer für Käuper (73.), Al-Hazaimeh für Evseev (82.), Koruk für Tankulic (87.).

Tore: 0:1 Guder (18.), 1:1 Bär (40.).
Gelbe Karten: Neudecker, Köllner – Dombrowka, Guder, Bünning.
Zuschauer: 6.274 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Tobias Welz (Wiesbaden); Assistenten: Marcel Schütz (Worms), Christoph Rübe (Kassel).

Bildergalerie: https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2501.htm

Die Tore (bis zum 04.10. 2021): https://www.ndr.de/sport/fussball/1860-Muenchen-SV-Meppen-Die-Tore,meppen2658.html


6. Spieltag, 28.08.2021, 14.03 Uhr
Eintracht Braunschweig – 1860 München 1:1 (0:0)

Kein Sieger im Löwen-Duell – 1860 spielt 1:1 in Braunschweig

Merveille Biankadi machte gegen Eintracht Braunschweig erneut viel Betrieb. 
 
Das Duell zwischen den Braunschweiger und Münchner Löwen endete 1:1. Dabei stand die Partie bis zur 88. Minute 0:0, dann überschlugen sich die Ereignisse. Erst verwandelte Sascha Mölders einen Handelfmeter zur 1860-Führung (89.). In der 2. Minute der Nachspielzeit glich Brian Behrendt per Kopf aus in einer rassigen und nie langweiligen Partie.

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner in Braunschweig auf Quirin Moll (Wadenverletzung), Daniel Wein (Trainingsrückstand), Marius Willsch (Schambeinentzündung) und Semi Belkahia (Kapselverletzung im Sprunggelenk) verzichten. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torhüter György Szekely, Johann Ngounou Djayo, Tim Linsbichler, Milos Cocic und Maxim Gresler. Im Vergleich zum 3:0-Sieg gegen Viktoria Köln gab es zwei Veränderungen. Für den verletzten Moll rückte Erik Tallig in die Startelf, für Stefan Lex durfte der Ex-Braunschweiger Marcel Bär von Beginn an ran.

Spielverlauf: Die erste Chance des Spiels hatten die Braunschweiger Löwen. Enrique Pena Zauner hatte sich auf der linken Strafraumseite durchgesetzt, seine Hereingabe an den zweiten Pfosten erreichte zwar Maurice Multhaup, konnte die Direktabnahme aus acht Metern aber nicht aufs 1860-Tor bringen (5.). Einen Freistoß aus dem linken Halbfeld brachte Richy Neudecker gefährlich in den Strafraum, Niklas Lang und Marcel Bär waren eingelaufen, Jasmin Fejzic kam aus seinem Tor, faustete die Kugel weg, traf dabei die Sechzger, die behandelt werden mussten (10.). Es ging aber für beide weiter. Ein hohes Zuspiel von Neudecker legte Sascha Mölders per Kopf auf Merveille Biankadi ab, der kam zwar halblinks zum Abschluss aus 14 Metern, doch der Winkel war für ihn zu spitz, sein Schuss wurde zur Ecke geblockt (16.). Drei Minuten später erreichte Marcel Bär ein Zuspiel von Phillipp Steinhart noch vor der Grundlinie, mit seiner Hereingabe fand er den Kopf von Mölders, aber Gegenspieler Brian Behrendt stieg mit dem 1860-Torjäger hoch, klärte zur Ecke (19.). Eine Flanke durch Steinhart von links fand in der 20. Minute Stephan Salger, dessen Kopfball aus sieben Metern ging aber deutlich über die Querlatte. Ein 20-Meter-Schuss von Pena Zauner stellte Marco Hiller vor keine allzu großen Probleme, weil der Ball genau in die Tor-Mitte kam (25.). Auf der anderen Seite zog Erik Tallig knapp hinter der Strafraumgrenze ab, doch auch hier kam die Kugel genau auf den Körper von Fejzic (26.). Die beste Chance dann in der 30. Minute. Ein Lupfer von Neudecker erreichte Marcel Bär im Strafraum, der Ex-Braunschweiger zog sofort per Drop-Kick aus zehn Metern mit links ab, doch die Unterkante der Latte rettete für den geschlagenen Fejzic. Mölders kam im Anschluss noch zum Kopfball, brachte die Kugel aber nicht aufs Tor. In der 36. Minute griff kein 1860-Verteidiger Multhaup konsequent an, der von halblinks nach innen gezogen war. Aber sein Rechtsschuss aus 17 Metern ging deutlich übers lange Eck. Dennis Dressel setzte sich auf der linken Seite durch, kam bis zur Grundlinie, legte die Kugel zurück auf Mölders, doch dessen Drehschuss aus 13 Metern landete in den Beinen der Braunschweiger Abwehr (42.). So blieb es torlos in der 1. Halbzeit, in der die Sechzger die beste Chance durch Bär hatten und ein Eckenverhältnis von 6:1 zu ihren Gunsten.

Danilo Wiebe setzte nach Zuspiel von Pena Zauner seine Rechtsflanke etwas zu hoch an, sonst hätte es für das Tor von Hiller gleich nach Wiederanpfiff richtig gefährlich werden können (47.). Nach einer Balleroberung auf der rechten Angriffsseite steckte Neudecker auf Mölders durch. Der Torjäger schloss halbrechts selbst ab, anstatt den besser postierten Tallig in der Mitte anzuspielen, und scheiterte aus kurzer Distanz an Fejzic (51.). In der 56. Minute traf Multhaup halblinks aus 14 Metern nur das Außennetz des 1860-Tores. Dem Ganzen war ein Ballverlust in der Vorwärtsbewegung vorausgegangen. Ein 18-Meter-Schuss von Bär ging auf der anderen Seite nur knapp am langen Eck vorbei (60.). Nach Zuspiel von neudecker versuchte Mölders mit links an der Strafraumgrenze den Abschluss. Der Schuss wurde geblockt, den Abpraller nahm der 36-Jährige aus der Drehung direkt mit rechts, doch der Ball ging gut einen Meter über die Querlatte (68.). Neudecker lief wenig später nach einem Konter über links in den Strafraum ein, doch der eingewechselte Stefan Lex stand beim Zuspiel im Fünfmeterraum im Abseits (69.). In der 72. Minute musste Hiller seine ganze Klasse unter Beweis stellen, um den Rückstand zu verhindern. Pena Zauner hatte von rechts geflankt, Niki Lang wollte klären, köpfte aber aufs eigene Tor, doch Hiller wischte die Kugel mit einem Wahnsinnsreflex am Tor vorbei. Zwei Minuten später tauchte Pena Zauner allein vor Hiller auf, aber wieder war der Keeper zur Stelle, verhinderte den Gegentreffer (74.). Auf der Gegenseite bediente Neudecker den gestarteten Mölders, der halbrechts versuchte Fejzic aus zwölf Metern zu überlupfen, aber mit dem Ball nur aufs Tordach traf (76.). Ein Eckball von links durch Lex wurde von einem Braunschweiger gefährlich aufs kurze Eck abgefälscht, aber Fejzic griff sich die Kugel (81.). In der 88. Minute gab es einen Handelfmeter. Nach einem Pass in die Tief wollte Neudecker von rechts flanken, Michael Schultz warf sich in den Ball, berührte ihn mit dem Arm. Schiedsrichter Harm Osmers zeigte sofort auf den Punkt. Mölders lief an, versetzte Fejzic und lupfte die Kugel zum 1:0 in die Tor-Mitte (89.). Braunschweig wechselte nochmals, brachte Martin Kobylanski . Der hatte gleich eine Freistoßchance vorm linken Strafraumeck, aber Hiller kratzte die Kugel aus dem linken Eck (90.+2). Die anschließende Ecke von Kobylanski kam von links in die Mitte, Behrendt am ersten Pfosten köpfte die Kugel zum 1:1 wuchtig ins lange Eck zum Ausgleich. Das war auch der Endstand.

STENOGRAMM, 6. Spieltag, 28.08.2021, 14.03 Uhr

Eintracht Braunschweig – 1860 München 1:1 (0:0)

EBS: 16 Fejzic (Tor) – 23 Wiebe, 30 Behrendt, 2 Schultz, 27 Kijewski – 39 Krauße, 4 Nikolaou – 22 Pena Zauner, 17 Otto, 7 Multhaup – 20 Lauberbach.
Ersatz: 1 Bangsow (Tor) – 3 Schlüter, 8 May, 10 Kobylanski, 14 Görlich, 21 Consbruch, 25 Kischka, 34 Kleeberg, 37 Stumpe.

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart – 14 Dressel – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 8 Tallig, 15 Bär – 9 Mölders.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 7 Lex,11 Greilinger, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude, 24 Wicht, 28 Mannhardt, 39 Morgalla.

Wechsel: Schlüter für Pena Zauner (80.), Consbruch für Otto (80.), Stumpe für Kijewski (90.), May für Wiebe (90.), Kobylanski für Krauße (90.) – Lex für Tallig (66.), Staude für Bär (76.), Goden für Deichmann (90.).

Tore: 0:1 Mölders (89., Handelfmeter), 1:1 Behrendt (90.+2).
Gelbe Karten: Otto, Behrendt – Deichmann, Mölders.
Zuschauer: 10.000 im Eintracht-Stadion
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover); Assistenten: Timo Daniel (Vechta), Elias Tiedeken (Neusäß).

Bildergalerie: https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2500.htm

Das Spiel in voller Länge bis zum 04.09.21 online: https://www.br.de/mediathek/video/blickpunkt-sport-eintracht-braunschweig-gegen-tsv-1860-muenchen-in-voller-laenge-av:612a4705ed2242000777c973


5. Spieltag, 24.08.2021, 18.60 Uhr
1860 München – FC Viktoria Köln 3:0 (1:0)

Reaktion gezeigt: Löwen bezwingen Viktoria Köln mit 3:0.

Richy Neudecker erzielte mit diesem Schuss in der 41. Minute das 1:0. Der Klärungsversuch von Aaron Berzel kommt zu spät. 
 
Die Löwen haben nach der 0:3-Niederlage auf dem Betzenberg die passende Reaktion gezeigt und Viktoria Köln mit 3:0 bezwungen. Nach Chancen auf beiden Seiten war es Richy Neudecker, der die Sechzger mit einer sehenswerten Einzelaktion in Führung brachte (40.). Nach Wiederanpfiff erhöhte Dennis Dressel gegen mittlerweile dezimierte Gäste – Maximilian Rossmann hatte Gelb-Rot gesehen (44.) – auf 2:0 (55.). Den Schlusspunkt setzte Merveille Biankadi (82.).

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner gegen die Kölner Viktoria auf Daniel Wein (Trainingsrückstand), Marius Willsch (Schambeinentzündung) und Semi Belkahia (Kapselverletzung im Sprunggelenk) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Johann Ngounou Djayo, Tim Linsbichler, Marco Mannhardt, Milos Cocic und Maxim Gresler. Gleich vier Wechsel gab’s in der Startelf. Für Kevin Goden kehrte Yannick Deichmann auf die Rechtsverteidiger-Position zurück, Erik Tallig, Keanu Staude und Marcel Bär wurden durch Quirin Moll, Richard Neudecker und Stefan Lex ersetzt.

STIMMEN Köllner zufrieden: „Entscheidend war die Reaktion der Mannschaft.“

Spielverlauf: Die Löwen drückten von Anpfiff weg aufs Gas, wollten Wiedergutmachung betreiben. Doch die Fünfer-Abwehrreihe der Kölner stand zunächst sicher. Trotzdem hatten die Sechzger in der 8. Minute die Riesenchance zur Führung. Merveille Biankadi hatte an der rechten Außenlinie auf Höhe der Mittellinie steil nach vorne geschlagen, Sascha Mölders lief alleine auf Torhüter Moritz Nicolas zu, aber sein Abschluss aus 17 Metern war zu schwach, um den Keeper ernsthaft vor Probleme zu stellen. Ein Eckball von der linken Seite durch Richy Neudecker landete zwar auf dem Kopf von Phillipp Steinhart, der brachte die Kugel aber aus acht Metern nicht aufs Tor (10.). Im Anschluss an einen Freistoß von Neudecker konnte Stefan Lex sich den Abpraller erobern, setzte sich anschließend gegen Maximilian Rossmann durch, seine Ablage fand aber im Zentrum keinen Adressaten (13.). Erstmals wurden die Gäste in der 16. Minute gefährlich. Marcel Risse flankte von rechts an den zweiten Pfosten, Daniel Buballa brachte die Kugel per Kopf in die Mitte, wo er aber keinen Abnehmer fand. Kurz danach stoppte Youssef Amyn eine Risse-Hereingabe von rechts und schoss aufs kurze Eck, aber Marco Hiller hatte aufgepasst, konnte parieren (16.) Ein weiter Ball von Steinhart aus der eigenen Hälfte fand Neudecker, der wäre frei durch gewesen, doch die Kugel sprang ihm bei der Annahme zu weit vom Fuß, sodass Torhüter Nicolas klären konnte (18.). An eine scharfe Hereingabe von rechts durch Biankadi kam Lex im Vollsprint zwar noch dran, brachte den Ball aber aus zehn Metern nicht aufs Tor (21.). In der 24. Minute spielten die Löwen nach einem Steckpass von Risse auf Abseits, doch die Fahne von Linienrichter Julius Martenstein blieb unten. Hiller klärte zunächst mit weit ausgebreiteten Armen an der Strafraumgrenze die Situation gegen den frei vor ihm auftauchenden Amyn, die Kugel landete bei Seokju Hong, der aus 15 Metern halbrechts nur das Außennetz traf. Das war knapp! Fünf Minuten später musste Niklas Lang für seinen geschlagenen Keeper klären. Nach einer schönen Seitenverlagerung ließ Buballa auf der linken Seite mit einer Finte Hiller ins Leere laufen, indem er nach innen zog und mit rechts abschloss, doch der Löwen-Verteidiger stand im kurzen Eck, wehrte den Schuss ab (29.). Das Tor erzielte dann ausgerechnet Neudecker, der zuletzt in der Kritik stand. Mölders hatte abgelegt, Neudecker wurde im Zentrum nicht angegriffen, zog aus 20 Metern ab und traf ins linke Kreuzeck zum 1:0 (40.). Ab der 44. Minute waren die Löwen dann sogar ein Mann mehr auf dem Spielfeld. Rosssmann, der in der 40. Minute bereits Gelb gesehen hatte, brachte als letzter Mann Lex zu Fall, womit das Spiel für den Kölner vorzeitig beendet war. Kurz danach hätte Mölders eigentlich auf 2:0 erhöhen müssen. Biankadi hatte von der rechten Grundlinie in den Rückraum gelegt, der Torjäger kam aus neun Metern unbedrängt zum Abschluss, schoss aber genau in die Arme von Nicolas (45.+1). Kurz danach war Pause.

Nach Wiederanpfiff tauchte Mölders im Strafraum auf, stolperte allerdings bei der Ballannahme und fiel in aussichtsreicher Position aufs Hinterteil. Die Fans nahmen ihm das nicht krumm, sondern skandierten aufmunternd seinen Namen (49.). In der 53. Minute musste Hiller sein ganzes Können aufbieten., als Jeremias Lorch ihn aus 23 Metern mit einem gefährlichen Schuss Richtung rechtes Kreuzeck prüfte. Nach einem Freistoß von Quirin Moll stand Steinhart im Rücken der Abwehr, legte den Ball auf Dressel im Zentrum ab. Der nahm aus 15 Metern Maß, traf ins rechte untere Eck zum 2:0 (55.). In der 57. Minute legte Lex eine Flanke per Kopf in den Fünfmeterraum auf Mölders, der aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Nicolas scheiterte (57.). Nach einem Risse-Eckball von rechts kommt der einlaufende Lorch zum Kopfball, setzt die Kugel aber knapp über die Querlatte (71.). In der 78. Minute kam der eingewechselte David Philipp aus 17 Metern zum Abschluss, setzte die Kugel nur knapp neben den rechten Pfosten. Fast im Gegenzug scheiterte Neudecker nach schnellem Umschaltspiel mit seinem Schuss aus 15 Metern an Nicolas, der ihm entgegen gekommen war und somit geschickt den Winkel verkürzt hatte (79.). Zwei Minuten später war es der eingewechselte Erik Tallig. Der erste Schussversuch wurde geblockt, den zweiten setzte er knapp am langen Pfosten vorbei (81.). Die endgültige Entscheidung in der 82. Minute. Nach einer Ecke schloss Biankadi flach aus dem Rückraum ab. Der prallte wie eine Billard-Kugel an den Beinen der Gäste ab und landet unhaltbar zum 3:0 im Viktoria-Tor. Dann durfte auch noch der 17-jährige Nathan Wicht sein Drittliga-Debüt geben. Er kam für Moll in die Partie. Am Ende gewannen die Löwen mit dem gleichen Ergebnis, mit dem sie drei Tag zuvor noch verloren hatten. Das nennt man Wiedergutmachung.

STENOGRAMM, 5. Spieltag, 24.08.2021, 18.60 Uhr

1860 München – FC Viktoria Köln 3:0 (1:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart – 5 Moll – 19 Biankadi, 14 Dressel, 31 Neudecker, 7 Lex – 9 Mölders.
Ersatz: 40 Kretzschmar (beide Tor) – 8 Tallig 11 Greilinger, 15 Bär, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude, 24 Wicht, 39 Morgalla.

VIK: 22 Nicolas (Tor) – 7 Handle, 3 Rossmann, 20 Berzel 15 Greger, 5 Buballa – 18 Klefisch, 4 Lorch – 31 Risse, 27 Amyn – 38 Hong.
Ersatz: 25 Bördner (Tor) – 6 Sontheimer 10 Philipp, 23 Fritz, 26 Vieting, 34 Hemcke, 35 Hompesch, 36 Altuntas, 37 May.

Wechsel: Staude für Lex (66.), Goden für Deichmann (66.), Tallig für Dressel (79.), Bär für Mölders (79.), Wicht für Moll (86.)– Philippp für Amyn (61.), Sontheimer für Klefisch (61.), Vieting für Hong (61.), May für Risse (74.), Fritz für Berzel (83.).

Tore: 1:0 Neudecker (40.), 2:0 Dressel (55.), 3:0 Biankadi (82.).
Gelbe Karten: Deichmann, Mölders – Klefisch, Berzel.
Gelb-Rote Karte: Rossmann (44.).
Zuschauer: 4.225 im Grünwalder Stadion.

Bildergalerie: https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2499.htm

Höhepunkte:  https://www.facebook.com/watch/?v=572305143797892


4. Spieltag, 21.08.2021, 14.03 Uhr
1. FC Kaiserslautern – 1860 München 3:0 (2:0)

 

    TRINKPAUSE BRINGT BRUCH INS SPIEL: LÖWEN VERLIEREN 0:3 IN KAISERSLAUTERN.

Kein Durchkommen für Keanu Staude und Marcel Bär gegen die dichtgestaffelte Lauterer Abwehr. 

Die Löwen kassierten auf dem Betzenberg ihre erste Saisonniederlage. Dabei begann die Partie für das Team um Kapitän Sascha Mölders gut, aber die erste Trinkpause brachte ein Bruch ins Spiel der Sechzger. Kurz danach traf René Klingenburg zur Führung für den 1. FC Kaiserslautern (27.), Bereits sechs Minuten später erhöhte Muhammed Kiprit auf 2:0 (33.). In der Endphasse setzte Mike Wunderlich den Schlusspunkt zum 3:0-Endstand (87.).

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner in Kaiserslautern auf Daniel Wein (Trainingsrückstand), Marius Willsch (Schambeinentzündung) und Semi Belkahia (Kapselverletzung im Sprunggelenk) verzichten. Yannick Deichmann fehlte wegen seiner Gelb-Roten Karte aus dem Türkgücü-Spiel. Nicht im 20er-Kader standen der dritte Torhüter György Szekely, Johann Ngounou Djayo, Tim Linsbichler, Milos Cocic und Maxim Gresler. Sie sammelten zeitgleich in der U21 Spielpraxis. Erstmals im Profikader stand der noch 16-jährige Leandro Morgalla. Im Vergleich zum letzten Punktspiel gab es gleich drei Veränderungen: Kevin Goden verteidigte für den gesperrten Deichmann, Erik Tallig und Kevin Staude rückten für Quirin Moll und Stefan Lex in die Startelf.

SPIELBERICHT Köllner moniert „viele einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung“.

Spielverlauf: Die erste Chance des Spiels hatten die Löwen. Sascha Mölders steckte halblinks für Keanu Staude durcht, der scheiterte mit seinem Schrägschuss aus 14 Metern an Matheo Raab (4.). Im Gegenzug kamen die Pfälzer zu ihrer ersten Möglichkeit. Dominik Schad passte auf links zum gestarteten Kenny Prince Redondo, der legte flach quer in die Mitte auf Jean Zimmer, der aus kurzer Distanz den Ball nicht am glänzend reagierenden Marco Hiller vorbeibrachte (5.). In der 10. Minute die nächste Großchance für die Sechzger. Merveille Biankadi hatte für Mölders durchgesteckt, der kam mit der Fußspitze im Strafraum zum Abschluss, setzte die Kugel aber um Zentimeter am linken Pfosten vorbei. Der Löwen-Kapitän forderte Elfmeter, weil er von Schad umgegrätscht worden war. Auf der anderen Seite wurde eine Direktabnahme von Hikmet Ciftci aus 20 Metern sichere Beute von Hiller (12.). Ein Schuss von Erik Tallig nach einem Dribbling in der Mitte aus 18 Metern kam zu zentral auf Raab, der den Ball aufnehmen konnte (13.). Raab musste in der 17. Minute bei einem Löwen-Konter aus seinem Strafraum, um den Ball im letzten Moment vor Biankadi zu klären. In der 22. Minute schickte Dressel nach einer Balleroberung Phillipp Steinhart auf der linken Seite, dessen Hereingabe kam aber nicht bei dem in der Mitte lauernden Biankadi an, weil ein Lauterer dazwischen funkte (22.). Im Anschluss an die Trinkpause fiel die Pfälzer Führung. Nach einem Löwen-Einwurf kam Zimmer auf der rechten Seite an den Ball, konnte unbedrängt flanken. Im Zentrum nahm René Klingenburg die Hereingabe volley, versenkte sie unhaltbar für Hiller zum 1:0 (27.). Sechs Minuten später gar das 0:2 aus Löwen-Sicht. Klingenburg eroberte im Zentrum gegen Dressel mit einem klaren Foulspiel den Ball, Schiedsrichter Frank Willenborg ließ aber weiterspielen. Zimmer kam im Anschluss auf der rechten Seite an die Kugel, legte sie diagonal nach hinten ab, wo Muhammed Kiprit aus zehn Metern per Direktabnahme das 2:0 erzielte (33.). In der 42. Minute rutschte erneut eine Hereingabe durch Philipp Hercher von rechts durch, Niklas Lang schlug im Fünfmeterraum ein Luftloch, aber zum Glück für die Sechzger kam kein Lauterer an den Ball. Somit blieb es zur Pause beim Zwei-Tor-Rückstand für die Löwen.

Zur 2. Halbzeit nahm Michael Köllner gleich zwei Wechsel vor. Für Tallig und Staude brachte er Richy Neudecker und Stefan Lex, um die Offensive zu stärken. Dieser Schachzug ging zunächst auf. In der 52. Minute legte Bär auf Biankadi ab, der ging auf der rechten Seite fast bis zur Grundlinie, lupfte den Ball über Raab hinweg an den zweiten Pfosten, wo Phillipp Steinhart lauerte, aber die Hereingabe war zu hoch angesetzt, flog über den Linksverteidiger hinweg. Zwei Minuten später passte Neudecker auf den gestarteten Lex, der kurz vor dem Strafraum umgerissen wurde, doch Schiedsrichter Willenborg hatte erneut kein Foul gesehen (54.). Nach einem Ball in die Tiefe lief Redondo auf Hiller zu, Lang grätschte zwar, kam aber nicht an die Kugel. Der FCK-Stürmer kam zum Abschluss, scheiterte aber aus kurzer Distanz am 1860-Keeper (59.). Kurz danach verletzte sich Lang. Für den jungen Verteidiger ging’s nicht mehr weiter, für ihn kam Quirin Moll (61.). Eine Direktabnahme aus der Drehung von Mölders aus 14 Metern nach Flanke von rechts durch Kevin Goden aus 14 Metern kam genau auf den Körper von Raab, der dadurch keine Probleme mit dem Schuss hatte (65.). Kurz danach bekam der Löwen-Kapitän den Ellenbogen von Marvin Senger ins Gesicht, aber wieder hatte der Unparteiische nichts gesehen (66.). In der 72. Minute tauchte Bär frei vor Raab auf, lupfte den Ball über den FCK-Keeper, aber Boris Tomiak rettete vor der Linie für seinen geschlagenen Torhüter. Ein Missverständnis in der 1860-Deckung konnte Redondo zwei Minuten später nicht nutzen. Hiller war aus seinem Tor gekommen, Moll sah das nicht, legte die Kugel an ihm vorbei, Redondo setzte nach, traf aber mit seinem Schuss aus fünf Metern nur das Außennetz des leeren Tores (74.). Ein Freistoß von Neudecker aus dem Halbfeld ins Zentrum geriet zu kurz, aber der abgewehrte Ball landete bei Dressel, dessen Schuss aus 19 Metern ging knapp übers linke Kreuzeck (78.). Einen Schritt vor Mölders war Raab in der 85. Minute am Ball, als er an der Strafraumgrenze vor dem Löwen-Kapitän klärte. Den Schlusspunkt setzten die Pfälzer. Einen Freistoß von der linken Strafraumseite drehte Mike Wunderlich aufs kurze Eck, Hiller hatte sich auf eine Flanke konzentriert, kam nicht mehr an die Kugel (87.). In der 4. Minute der Nachspielzeit vergab Mölders den Ehrentreffer, als er alleine auf Raab zulief, aber nicht sonderlich platziert abschloss, so dass der Keeper den Schuss abwehren konnte. Diese Szene war symptomatisch für das gesamte Spiel der Sechzger, denen einfach die Qualität im Abschluss an diesem Nachmittag auf dem Betzenberg fehlte.

STENOGRAMM, 4. Spieltag, 21.08.2021, 14.03 Uhr

1. FC Kaiserslautern – 1860 München 3:0 (2:0)

FCK: 40 Raab (Tor) – 20 Schad, 3 Senger, 2 Tomiak, 23 Hercher – 6 Ciftci, 17 Klingenburg – 8 Zimmer, 28 Wunderlich, 11 Redondo – 9 Kiprit.
Ersatz: 31 Otto (Tor) – 4 Winkler, 16 Niehues, 19 Hanslik, 21 Zuck, 25 Stehle, 27 Gözütok, 32 Huth, 38 Gibs.

1860: 1 Hiller (Tor) – 16 Goden, 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart – 14 Dressel, 8 Tallig – 19 Biankadi, 23 Staude – 9 Mölders, 15 Bär.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 5 Moll, 7 Lex, 11 Greilinger, 18 Knöferl, 24 Wicht, 28 Mannhardt, 31 Neudecker, 39 Morgalla.

Wechsel: Niehues für Ciftci (71.), Winkler für Senger (75.), Huth für Kiprit (75.), Hanslik für Wunderlich (90.), Stehle für Zimmer (90.) – Neudecker für Tallig (46.), Lex für Staude (46.), Moll für Lang (61.), Knöferl für Biankadi (81.).

Tore: 1:0 Klingenburg (27.), 2:0 Kiprit (33.), 3:0 Wunderlich (87.).
Gelbe Karten: Zimmer, Tomiak – Lang, Neudecker, Goden.
Zuschauer: 8.900 im Fritz-Walter-Stadion.
Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück); Assistenten: Fabian Porsch (Hamburg), Tim Kohnert (Ballenstedt).

Bildergalerie: https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2498.htm

Video vom gesamten Spiel:  https://www.ardmediathek.de/video/blickpunkt-sport/1-fc-kaiserslautern-1860-muenchen-in-voller-laenge/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2JmZmVjZmQ1LWMxY2YtNDc5ZC04MzYzLTE0ZGJhMTZhNGE3YQ/


3. Spieltag, 14.08.2021, 14.03 Uhr
1860 München – Türkgücü München 1:1 (0:0)

1:1: Löwen erkämpfen sich zu Zehnt noch einen Punkt gegen Türkgücü.

Geballte Erfahrung: Löwe Marcel Bär im Zweikampf mit dem Türkgücü-Kapitän Mergim Mavraj. 
 
Die Löwen verhinderten mit Glück und Geschick und einer großen Portion Leidenschaft die erste Saisonniederlage. Bei schwüler Hitze agierten sie nach der Gelb-Roten Karte in der 38. Minute nur noch zu Zehnt. Nach der Führung der Gäste durch Sercan Sararer (60.) und einigen Aluminiumtreffern schienen die Felle davon zu schwimmen, aber Sascha Mölders gelang noch der Ausgleich zum 1:1-Endstand gegen Türkgücü München (80.).

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner gegen Türkgücü auf Daniel Wein (Trainingsrückstand), Marius Willsch (Schambeinentzündung) und Semi Belkahia (Kapselverletzung im Sprunggelenk) verzichten. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften der dritte Torhüter György Szekely, Johann Ngounou Djayo, Tim Linsbichler, Milos Cocic und Maxim Gresler. Im Vergleich zum Spiel im DFB-Pokal gab es keine Änderungen in der Startelf.

STIMMEN Köllner: „Wir sind heute über unser Grenzen gegangen!“

Spielverlauf: Riesenglück für die Löwen nach drei Minuten. Eine scharfe Hereingabe von der linken Grundlinie durch Sercan Sararer setzte Ex-Löwe Tim Rieder in vollem Tempo am langen Eck aus kurzer Distanz gegen den rechten Pfosten (4.). Wenig später schrammte Marco Hiller knapp an einer Roten Karte vorbei. Einen Pass in die Tiefe hatte er mit den Händen abgefangen, war dabei eindeutig außerhalb des Strafraums. Aber Schiedsrichter Daniel Schlager unterstellte ihm keine Absicht, beließ es beim gelben Karton (6.). Den anschließenden Freistoß aus 19 Metern setzte Albion Vrenezi knapp über die Querlatte (6.). Ein Freistoß aus dem linken Halbfeld, von Moritz Kuhn scharf vors Tor getreten, ging zunächst an Freund und Feind vorbei, Eric Hottmann brachte den Scheitel dazwischen, Paterson Chato den Fuß, ehe der Ball den rechten Pfosten touchierte (9.). In der 13. Minute sprintete Merveille Biankadi die linke Außenbahn entlang, kam bis zur Grundlinie, sein Pass landete im Rücken von Marcel Bär am langen Eck, der die Hereingabe dadurch nicht kontrolliert aufs Tor brachte. Nach einer Linksflanke kam plötzlich Bär aus 13 Metern zum Schuss, doch Mavraj stand ihm im Wege, blockte den Abschluss (16.). Im Anschluss an einen Freistoß von Phillipp Steinhart aus dem rechten Halbfeld stieg Niklas Lang am höchsten, köpfte aus 14 Metern die Kugel hoch aufs lange Eck. Diese senkte sich zwar gefährlich, leider aber nicht ins Tor (19.). Dennis Dressel schickte in der 21. Minute Stefan Lex auf der linken Außenbahn auf die Reise, dessen Hereingabe am langen Eck verpasste Bär gestört von Moritz Römling am langen Eck nur knapp. Der Löwe monierte sogar Foulspiel, aber Schlager ließ weiterspielen. Nach einem Katastrophenfehler von Filip Kusic auf der linken Seite war die komplette Flanke frei. Bär wollte auf den mitgelaufenen Sascha Mölders quer legen, aber der Pass war zu ungenau, so dass Chato dazwischen grätschen konnte, die Situation in höchster Not entschärfte (30.). Wenig später war es Rieder auf der anderen Seite, der quer auf den mitgelaufenen Albion Vrenezi legte, doch der war im Fünfmeterraum bereits einen Tick zu weit am Tor, bekam den Pass in den Rücken (32.). In der 38. Minute sah Deichmann, der schon wegen eines Handspiels Gelb vorbelastet war, die Gelb-Rote Karte, nachdem er sich vorm linken Strafraumeck verschätzt und Römling zu Fall gebracht hatte. Eine harte, aber korrekte Entscheidung! Fast im Gegenzug brachte Chato als letzter Mann Lex im Strafraum zu Fall, trotz massiver Proteste der Sechzger ließ der Unparteiische weiterspielen. So blieb es torlos bis zur Pause. Sechzig war sehr schlecht in die Partie gekommen, übernahm aber nach einer Viertelstunde die Kontrolle, ehe der Platzverweis von Deichmann die Statik erneut komplett veränderte.

Die Sechzger mit der ersten guten Möglichkeit in der 2. Halbzeit. Lex hatte auf Mölders halbrechts abgelegt, der zog nach innen, schloss mit links aus 14 Metern ab, doch ein Türkgücü-Spieler brachte den Fuß dazwischen (49.). Was für ein Glück zwei Minuten später. Eine Flanke von rechts durch Vrenezi passierte den Fünfmeterraum, aber der völlig freistehende Eric Hottmann am zweiten Pfosten war vollkommen überrascht, rutschte auch noch aus, so dass Hiller die Situation bereinigen konnte (51.). Kurz nach einem dreifach Wechsel der Gäste flankte Verenzi von rechts über die Abwehr, Sararer halblinks nahm den Ball aus 14 Metern volley aus der Luft, versenkte ihn im langen Eck zum 1:0 (60.). Beinahe hätten die Löwen den Rückstand nur wenig später gekontert, als Lex frei vor René Vollath auftauchte, aber den Ball mit dem Außenrist nicht am Keeper vorbeibrachte (62.). Die anschließende Ecke von rechts landete bei Niklas Lang , doch der köpfte genau in die Arme von Vollath (63.). In der 68. Minute verweigerte Schlager erneut den Löwen einen Elfmeter, als Mölders im Strafraum zu Fall kam. Eine Hereingabe von links durch Ex-Löwe Sebastian Hertner setzte Petar Sliskovic am Fünfmeterraum freistehend über das 1860-Tor (69.). In der 73. Minute rettete der rechte Pfosten für den geschlagenen Hiller. Nach einer Hereingabe von rechts durch Verenzi kam Sararer aus kurzer Distanz zum Schuss, scheiterte aber am Aluminium, der Nachschuss von Andrew Irving wurde auf der Torlinie geblockt. Auch vier Minuten später war es die Unterkante der Latte, die bei einem Schuss von Verenzi halbrechts aus fünf Metern rettete (77.). Besser machten es die Löwen. Auf Zuspiel des eingewechselten Keanu Staude erzielte Dennis Dressel mit einem strammen Schuss ins rechte untere Eck, den Mölders mit der Fußspitze noch abfälschte (80.). Beide Teams drängten in der Schlussphase auf die Entscheidung, aber ein Lucky Punch gelang nicht mehr.

STENOGRAMM, 3. Spieltag, 14.08.2021, 14.03 Uhr

1860 München – Türkgücü München 1:1 (0:0)

1860: 1 Hiller (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart – 5 Moll, 14 Dressel – 19 Biankadi, 7 Lex – 9 Mölders, 15 Bär.
Ersatz: 40 Kretzschmar (Tor) – 8 Tallig 11 Greilinger, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude, 24 Wicht, 28 Mannhardt, 31 Neudecker.

TGM: 1 Vollath (Tor) – 36 Kusic, 5 Mavraj, 15 Chato – 3 Römling, 6 Irving, 17 Rieder, 23 Kuhn – 9 Vrenezi, 24 Hottmann, 10 Sararer.
Ersatz: 26 Flückiger (Tor) – 7 Mickels, 8 Tosun, 13 Sorge, 19 Hertner, 20 Türpitz, 22 Karweina, 25 Sliskovic, 37 Gorzel.

Wechsel: Goden für Moll (40.), Staude für Lex (77.), Tallig für Mölders (85.) – Sliskovic für Hottmann (59.), Hertner für Römling (59.), Türpitz für Kuhn (59.), Mickels für Sararer (84.), Karweina für Vrenezi (84.).

Tore: 0:1 Sararer (60.), 1:1 Mölders (80.).
Gelbe Karten: Hiller, Beer, Steinhart – Chato, Mavraj, Hertner, Kusic.
Gelb-Rote Karte: Deichmann (38.)
Zuschauer: 4.225 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Hügelsheim); Assistenten: Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main), Felix Prigan (Deizisau).

Video:  https://www.ardmediathek.de/video/blickpunkt-sport/muenchner-stadtderby-in-der-3-liga/br-fernsehen/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvL2MzNTkxZjM5LWVlODMtNGQxYS1iNjVlLTkxNTY0NTczN2E1ZA/

Bildergalerie:  https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2495.htm


2. Spieltag, 31.07.2021, 14 Uhr
SV Wehen Wiesbaden – 1860 München 0:0

Löwen weiter ohne Gegentor: 0:0 beim SV Wehen Wiesbaden.

Löwen-Kapitän Sascha Mölders im Laufduell mit seinem Gegenspieler Florian Carstens. 
 
Die Löwen erkämpften sich beim SV Wehen Wiesbaden beim 0:0 einen Punkt. Während die 1. Halbzeit an die Hessen ging, steigerte sich der TSV 1860 nach der Pause und kam zu Chancen. Am Ende rettete Tom Kretzschmar mit einigen Paraden bei Kontern der Gastgeber das Unentschieden.

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner in Wiesbaden auf Daniel Wein (Trainingsrückstand), Marius Willsch (Schambeinentzündung), Semi Belkahia (Kapselverletzung im Sprunggelenk) und Milos Cocic (Trainingsrückstand) verzichten. Marco Hiller fehlte nochmals wegen seiner Roten Karte aus dem letzten Spiel der Vorsaison. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften Johann Ngounou Djayo, Tim Linsbichler und Maxim Gresler. Im Vergleich zum Saisonauftakt gab es nur einen Wechsel, der aufgrund der Verletzung von Belkahia möglich wurde: Für ihn rückte Niklas Lang in die Innenverteidigung.

STIMMEN Köllner: „Der Punkt ist ein Ergebnis der Fanarbeit auf den Rängen!“

Spielverlauf: Die Brita-Arena war schon vorm Anpfiff fest in Sechzger-Hand. Es war keine Minute gespielt, da hatten die Löwen bereits die erste Chance. Merveille Biankadi kam auf der rechten Seite bis zur Grundlinie, er passte zurück an die Strafraumkante auf Erik Tallig, dessen 14-Meter-Schuss jedoch von Sascha Mockenhaupt im letzten Moment geblockt wurde (1.). Auf der anderen Seite verschätzte sich Niklas Lang bei einem Steilpass auf Hakan Gustaf Nilsson, konnte aber im Strafraum im zweiten Versuch gegen den Stürmer der Hessen klären (5.). In der 11 Minute war es Stephan Salger nach einer Kopfballverlängerung von Nilsson, der Kevin Lankfords Abschluss im letzten Moment zur Ecke weggrätschte. Die rutschte von rechts durch, die Kugel fiel Lankford vor die Füße, doch der war zu überrascht, brachte sie aus kurzer Distanz nicht aufs Tor (11). Kurz danach konterte Wiesbaden über rechts, Thijmen Goppel legte von der Grundlinie nach hinten ab, wo Yannick Deichmann am Elfmeterpunkt einen Tick schneller als Gegenspieler Lankford war (12.). Nach einem Ballverlust von Biankadi in der gegnerischen Hälfte konterten die Gastgeber, aber Tom Kretschmar kam aus seinem Strafraum, klärte den langen Ball vor Goppel ins Seiten-Aus (21.). In der 25. Minute hatte Mehmet Kurt für Wiesbaden die Riesenchance zur Führung. Einen Einwurf von links verlängerte Nilsson mit dem Kopf, Kurt kam am Torraum zum Abschluss, aber mehrere Löwen warfen sich in den Schuss, blockten ihn. Drei Minuten später zog Goppel aus 25 Metern mit links ab, doch die Kugel kam genau auf Kretzschmar, der sie ohne Mühe herunterpflückte (28.). In der 34. Minute musste Salger im Strafraum gegen Florian Carstens klären, der alleine mit Tempo auf ihn zugelaufen war. Dier Löwen konnten sich in dieser Phase kaum vom Druck der Gastgeber befreien. Im Anschluss an eine abgewehrte Ecke kam Ex-Löwe Emanuel Taffertshofer im Rückraum zum Abschluss, setzte die Kugel aber links am 1860-Tor vorbei (39.). Kurz danach rutschte eine Hereingabe von Goppel durch, Sascha Mockenhaupt versuchte es aus vier Metern mit der Hacke, doch der Ball wurde ins Tor-Aus abgefälscht (41.). Nach Zuspiel von Mockenhaupt kam Lankford im Zentrum aus 15 Metern zum Schuss, doch Kretzschmar boxte den Ball mit einem Reflex über die Latte (45.). Damit ging es torlos in die Pause.

Löwen-Coach Michael Köllner wechselte gleich zwei Mal, um mehr Zugriff im Mittelfeld zu bekommen. Für Erik Tallig und Richy Neudecker kamen Dennis Dressel und Stefan Lex. Und bereits in der 49. Minute hatte Sascha Mölders die Führung auf dem Fuß. Lex legte auf ihn ab, der Linksschuss des Torjägers aus 19 Metern ging knapp übers linke Kreuzeck. Sechs Minuten später eroberte Mölders den Ball im Aufbau von Wiesbaden, sein pass in die Tiefe auf Lex grätschte Carstens in höchster Not weg (55.). Sekunden nach seiner Einwechslung hatte Johannes Wurtz das 1:0 auf dem Fuß. Nach Goppels flacher Hereingabe von rechts konnte, Deichmann den Wiesbadener Angreifer entscheidend beim Abschluss aus sechs Metern stören (61.). Nach einer Hereingabe von rechts durch Lex verpassten Marcel Bär und Mölders nur knapp am Fünfmeterraum (65.). In der 70. Minute blieb Kretzschmar im Eins-gegen-Eins Sieger gegen Goppel, der nach Zuspiel von Wurtz halbrechts im Strafraum frei vor dem Löwen-Keeper aufgetaucht war. Eine Hereingabe von rechts durch Lex klärte Mockenhaupt in der 85. Minute vor Mölders ins Seiten-Aus. Beide Teams drängten in der Schlussphase auf den Lucky Punch. Kurz vor dem Ende verhalf Köllner Kevin Goden zu seinem Debüt für die Löwen. In der 90. Minute tauchte Maximilian Thiel halblinks frei vor Kretzschmar auf, wieder brachte der Keeper die Hand dazwischen, der Ball trudelte Richtung Torlinie, wo Salger klärte (90.). Kurz danach kam Goppel auf der rechten Seite zum Flanken, Dominik Prokop konnte – zum Glück für die Löwen – die Kugel am Fünfmeterraum nicht kontrolliert aufs Tor bringen (90.+2). Einen Freistoß von Staude aus dem rechten Halbfeld köpfte Wurtz am zweiten Pfosten ins eigene Tor-Aus. Nach der anschließenden Ecke wurde Mölders beim Abschluss geblockt (90.+3). Somit blieb es beim 0:0.

STENOGRAMM, 2. Spieltag, 31.07.2021, 14 Uhr

SV Wehen Wiesbaden – 1860 München 0:0

WIE: 16 Stritzel (Tor) – 4 Mockenhaupt, 17 Carstens, 3 Gürleyen – 6 Fechner, 5 Taffertshofer, 11 Kurt, 27 Rieble – 9 Goppel, 28 Lankford – 29 Nilsson
Ersatz: 1 Boss (Tor) – 8 Wurtz, 15 Stanic, 18 Lais, 19 Jacobsen, 22 Thiel, 24 Prokop, 25 Kempe, 40 Farouk.

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 20 Deichmann, 3 Lang, 6 Salger, 36 Steinhart –19 Biankadi, 5 Moll, 31 Neudecker, 8 Tallig – 9 Mölders, 15 Bär.
Ersatz: 12 Szekely (Tor) – 7 Lex, 11 Greilinger, 14 Dressel, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude, 24 Wicht, 28 Mannhardt.

Wechsel: Wurtz für Lankford (60.), Prokop für Nilsson (79.), Thiel für Carstens (80.), Stanic für Fechner (87.) – Dressel für Tallig (46.), Lex für Neudecker (46.), Staude für Biankadi (82.), Goden für Bär (87.).

Tore: –.
Gelbe Karten: – Salger.
Zuschauer: 2.712 in der Brita-Arena..
Schiedsrichter: Florian Badstübner (Windsbach); Assistenten: Simon Marx (Großwelzheim), Tobias Wittmann (Wendelskirchen).

Bildergalerie: https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2492.htm

Höhepunkte anschauen: https://www.sportschau.de/fussball/bundesliga3/video--liga-loewen-keeper-kretzschmar-sichert-punkt-gegen-wiesbaden-100.html


1. Spieltag, 24.07.2021, 14.03 Uhr
1860 München – FC Würzburger Kickers 1:0 (1:0)

Perfekter Saisonstart: Löwen besiegen Würzburg mit 1:0.

Neuzugang Marcel Bär brachte die Löwen in der 11. Minute gegen die Würzburger Kickers in Führung. 
 
Die Löwen starten erfolgreich in die Saison 2021/2022 mit einem 1:0-Sieg über Zweitliga-Absteiger FC Würzburger Kickers. Das „Tor des Tages“ erzielte Neuzugang Marcel Bär bereits in der 11. Minute.

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Michael Köllner zum Saisonauftakt auf Daniel Wein (Achillessehnenreizung), Marius Willsch (Schambeinentzündung) und Milos Cocic (Sprunggelenksverletzung) verzichten. Marco Hiller fehlte wegen seiner Rote4n Karte aus dem letzten Spiel der Vorsaison. Nicht den Sprung in den 20er-Kader schafften Johann Ngounou Djayo, Tim Linsbichler, Nathan Wicht und Maxim Gresler.

STIMMEN ZUM SPIEL Köllner: „Die Zuschauer haben ein Riesenspektakel gemacht!“

Spielverlauf: Direkt nach Anpfiff wurde in einer Schweigeminute den Opfern der Unwetterkatastrophe und des Attentats am Olympia-Einkaufszentrum in München vor fünf Jahren gedacht. Die Löwen versuchten, wie von Trainer Michael Köllner gefordert, sofort die Würzburger unter Druck zu setzen. Einen langen Ball aus der eigenen Hälfte verpasste Sascha Mölders knapp (4.). In der 8. Minute hatten plötzlich die Gäste die Riesenchance zur Führung, als Ex-Löwe Moritz Heinrich alleine auf Tom Kretschmar zulief. Der Keeper blieb cool, wehrte Heinrichs Schuss an der Strafraumgrenze mit dem Fuß ab. Das Tor fiel drei Minuten später auf der anderen Seite. Die Löwen eroberten im Aufbau der Würzburger den Ball, Erik Tallig spielte sofort tief auf Marcel Bär, den Gegenspieler Lars Dietz nicht mehr einholen konnte, alleine vor Hendrik Bonmann behielt er die Nerven, traf aus 16 Metern zum 1:0 ins linke untere Eck (11.). Nach einem Pass in die Tiefe kam Mölders im Strafraum zum Abschluss, sein Schuss wurde von Leon Schneider jedoch geblockt. Die Kugel fiel Merveille Biankadi vor die Füße. Aus rund 18 Metern in zentraler Position zog er ab, doch Bonmann war zur Stelle, holte den halbhohen Schuss aus dem linken Eck (24.). In der 30. Minute prüfte Christian Strohdiek mit einem Schuss aus fast 40 Metern Kretzschmar, der den Ball über die Latte boxte. Aus dieser Szene resultierten drei Eckbälle für die Mainfranken, die aber von den Löwen souverän verteidigt wurden. Erneut tauchte Bär in der 37. Minute frei vor Bonmann auf. Der Konter nahm seinen Ausgangspunkt am eigenen Sechzehnmeterraum. Tallig hatte auf Biankadi gepasst, der trug den Ball nach vorne, spielte halblinks in den Lauf von Bär, aber etwas zu sehr in den Rücken. Der Stürmer konnte die Kugel zwar mitnehmen, hatte aber nicht mehr genug Zeit, um sie platziert am FWK-Keeper vorbeizuschieben. In der 40. Minute setzte sich Mölders robust im Strafraum durch und legte zurück auf Tallig. Dessen Zwölf-Meter-Schuss wurde aber noch entscheidend geblockt, so dass Bonmann wenig Mühe damit hatte. Kurz vor der Pause musste Semi Belkahia verletzt vom Platz. Er war bei einem Kopfballduell mit Maximilian Breuning umgeknickt. Für ihn kam Niklas Lang ins Spiel. Kurz danach Schickte Schiedsrichter Franz Bokop die beiden Teams in die Kabine.

Kurz nach Anpfiff kam Biankadi nach einem Flachpass von links durch Phillipp Steinhart halblinks im Strafraum an dem Ball, sein Schuss aus elf Metern kam aber genau auf den Körper von Bonmann, der damit keine großen Probleme hatte (47.). In der 53. Minute forderten die Löwen vehement Elfmeter. Biankadi hatte sich im Strafraum gegen Leon Schneider durchgesetzt, kam anschließend zu Fall, aber Schiri Bokop ließ weiterspielen, sehr zum Unmut der Westkurve. Eine klare Fehlentscheidung, wie die TV-Bilder zeigten. Auf der anderen Seite kam Dominik Meisel aus 19 Metern nach einem Zuspiel von Marvin Pourie zum Abschluss, zielte aber deutlich übers Löwen-Tor (56.). Nach Biankadi-Zuspiel kam Steinhart halblinks im Strafraum zum Abschluss, hatte aber den Ball auf seinem schwächeren Fuß und schoss aus 13 Metern rechts vorbei (61.). In der 70. Minute gab der hilflos wirkende Unparteiische plötzlich indirekten Freistoß am Münchner Fünfmeterraum für Würzburg. Angeblich hatte Kretzschmar beim Abstoß den Ball zweimal mit der Hand berührt. Zu allem Überfluss sprühte er noch eine Linie auf die Torlinie, um den Abstand der Mauer zu signalisieren. Pourie legte die Kugel quer auf Strohdiek, der halbrechts aus acht Metern die Kugel neben den kurzen Pfosten (72.). Drei Minuten später verweigerte Bokop den Löwen den nächsten Strafstoß, als Ryan-Segon Adigo Biankadi im Strafraum umstieß (75.). Die Partie stand auf Messers Schneide. Würzburg hatte offensiv gewechselt, die Löwen verlagerten sich aufs Kontern. Nach einem Pass in die Tiefe leif Pourie plötzlich frei Richtung Tor, doch Niklas Lang und Quirin Moll stellten den FWK-Stürmer, der auch mal für die Löwen gespielt hatte, klärten im Sechzehnmeterraum die Situation (87.). Schon in der 90. Minute ging Bonmann bei einem Würzburger Freistoß mit vor. Eine Minute später der nächste Standard, auch mit dem Keeper im gegnerischen Strafraum. Die Freistoßflanke von Fanol Perdedaj köpfte Pourie aber übers 1860-Tort (90.+1).

STENOGRAMM, 1. Spieltag, 24.07.2021, 14.03 Uhr

1860 München – FC Würzburger Kickers 1:0 (1:0)

1860: 40 Kretzschmar (Tor) – 20 Deichmann, 27 Belkahia, 6 Salger, 36 Steinhart – 5 Moll – 19 Biankadi, 31 Neudecker, 8 Tallig – 9 Mölders, 15 Bär.
Ersatz: 12 Szekely (Tor) – 3 Lang, 7 Lex, 11 Greilinger, 14 Dressel, 16 Goden, 18 Knöferl, 23 Staude, 228 Mannhardt.

FWK: 1 Bonmann (Tor) – 4 Dietz, 32 Strohdiek, 5 Schneider – 2 Waidner, 29 Kopacz, 25 Meisel, 20 Perdedaj, 38 Herrmann – 10 M. Breunig, 21 Heinrich.
Ersatz: 24 Richter (Tor) – 3 Hoffmann, 6 Kraulich, 9 Pourie, 11 Sané, 14 L. Breunig, 17 Atmaca, 26 Lungwitz, 37 Adigo.

Wechsel: Lang für Belkahia (45.+1), Dressel für Neudecker (68.), Staude für Tallig (68.), Lex für Bär (88.) – Pourie für Kopacz (46.), Sané für M. Breunig (65.), Adigo für Waidner (65.), Lungwitz für Herrmann (81.), Atmaca für Heinrich (81.).

Tor: 1:0 Bär (11.).
Gelbe Karten: Lex – Schneider, Dietz, Heinrich, Strohdieck, Meisel.
Zuschauer: 3.736 im Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Franz Bokop (Vechta); Assistenten: Timo Daniel (Vechta), Felix Bickel (Wolfsburg).

Bildergalerie: https://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2490.htm

Highlights oder das kpl. Spiel: https://www.br.de/nachrichten/sport/3-liga-tsv-1860-schlaegt-wuerzburg-zum-auftakt,Se5Cppt