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Spielberichte Punktspiele 2019/20

11. Spieltag, 07.10.2019, 19 Uhr
FC Würzburger Kickers – TSV 1860 München 2:1 (1:0)

Löwen verlieren 1:2 bei den Würzburger Kickers.
Traf nach einer Viertelstunde nur den Pfosten des Kickers-Tors: Benjamin Kindsvater. 
 
Die Löwen verloren das Montagsspiel bei den Würzburger Kickers mit 1:2. Dave Gnaase hatte die Unterfranken in Führung gebracht (24.), 90 Sekunden nach Wiederanpfiff glich Sascha Mölders aus (47.). Einen katastrophalen Abwehrschnitzer in der 1860-Hintermannschaft nutzte Fabio Kaufmann zum Siegtreffer (62.).

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste in Würzburg verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Sehnenriss), Efkan Bekiroglu (Muskelverletzung) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten. Erik Weeger, Marco Raimondo-Metzger, Noel Niemann, Kristian Böhnlein und Tom Kretzschmar spielten tags zuvor in der U21 bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Ismaning. Nicht im 18er-Kader standen Simon Seferings und Herbert Paul. Im Vergleich zum letzten Spiel gegen Kaiserslautern gab es keine Veränderungen in der Startelf.

TRAINERSTIMMEN Bierofka: „Wir haben uns selbst geschlagen!“

Spielverlauf: Erstmals musste Hendrik Bonmann in der 4. Minute eingreifen, als Robert Herrmann einen Freistoß von der rechten Seite mit links scharf aufs Löwen-Tor zog. Doch der Keeper war mit den Fäusten zur Stelle, entschärfte die Situation. Eine Linksflanke wehrte Leon Klassen genau auf Fabio Kaufmann ab. Der nahm die Kugel mit der Brust an, zog gleich aus 14 Metern direkt ab, zielte jedoch weit links am Tor vorbei (13.). Einen Freistoß aus dem zentralen Halbfeld von Herrmann konnte Tim Rieder gerade noch per Kopf vor Sebastian Schuppan klären. Bonmann nahm den Ball auf, leitete sofort den Gegenangriff ein. Benjamin Kindsvater ließ rechts im Strafraum Herrmann aussteigen, kam mit links aus zehn Metern zum Abschluss, traf den linken Pfosten. Die Kugel sprang zu ihm zurück, den Nachschuss setzte der Löwen-Stürmer ans Außennetz des kurzen Ecks (15.). Einen Freistoß von rechts durch Daniel Wein nahm Timo Gebhart am zweiten Pfosten aus neun Metern direkt, der Ball ging aber weit am Kasten vorbei (23.). Im Gegenzug gelang den Kickers die Führung. Herrmann kam auf der linken Seite zum Flanken, die Kugel rutschte an Freund und Feind vorbei, Dave Gnaase war mit dem Kopf zur Stelle, beförderte sie zum 1:0 ins lange Eck (24.). In der 30. Minute verhinderte Bonmann bei einem Schuss von Patrick Sontheimer von der Strafraumgrenze das 2:0. Der 1860-Keeper tauchte ab, kratzte die Kugel aus dem linken unteren Eck. Nach einer Linksflanke von Fabian Greilinger wurde der Ball vor die Füße von Wein im Würzburger Strafraum abgewehrt, doch der Mittelfeldspieler traf bei seiner Direktabnahme aus 15 Metern in halbrechter Position die Kugel nicht richtig, zielte weit am Kickers-Tor vorbei (37.). In der 43. Minute passte Kaufmann von rechts in den Rücken der 1860-Abwehr, Sontheimer kam aus 15 Metern in zentraler Position zum Abschluss, brachte aber den Körper nicht über den Ball, so dass der Schuss über die Querlatte ging. Es war die letzte Chance vor dem Pausenpfiff.

90 Sekunden nach Wiederanpfiff glichen die Löwen aus. Marius Willsch setzte sich auf der rechten Seite durch, seine Hereingabe verlängerte Gebhart auf Sascha Mölders, der aus sieben Metern dem 19-jährigen Vincent Müller im Kickers-Tor zum 1:1 überwand (47.). Besser hätte der Auftakt kaum sein können! Ein Abwehrfehler brachte Würzburg in der 62. Minute erneut in Front. Einen Pass von Simon Rhein wollte Leon Klassen auf Bonmann klären, die Kopfball-Rückgabe geriet aber zu kurz, Kaufmann kam von der Seite angesprintet, überlief den Löwen-Keeper an der Strafraumgrenze und schob zum 2:1 ins leer Tor. Beinahe hätte Fabian Greilinger fünf Minuten später direkt gekontert. Erneut war es Willsch, der sich auf der rechten Seite durchsetzte, der 19-jährige Greilinger grätschte am Fünfmeterraum in die Hereingabe, setzte die Kugel aber neben den rechten Pfosten (67.). Drei Minuten später kam Mölders nach Willsch-Flanke aus sechs Metern zum Kopfball, Müller kratzte den Ball aus dem rechten Torwinkel (70.). Nach einer Freistoßflanke von Herrmann war Schuppan halbrechts im Strafraum vollkommen frei, kam aber nicht zum Abschluss, so dass Bonmann die Kugel aufnehmen konnte (75.). In der 80. Minute musste Luca Pfeiffer vom Feld. Erst foulte er Tim Rieder, dann wischte er ihm ins Gesicht. Für beide Aktionen zeigte ihm Schiedsrichter Robert Kampka jeweils Gelb, also Gelb-Rot. Die Sechzger versuchten in der Schlussphase alles, drängten die Unterfranken in ihre eigene Hälfte. In der 89. Minute legte der eingewechselte Stefan Lex im Strafraum auf Mölders ab, der scheiterte halblinks aus elf Metern an Müller. In der 4. Minute der Nachspielzeit versuchte es Markus Ziereis aus spitzem Winkel, brachte die Kugel aber nicht am Kcikers-Keeper vorbei. Somit blieb es bei der 1:2-Niederlage für die Löwen.

STENOGRAMM, 11. Spieltag, 07.10.2019, 19 Uhr

FC Würzburger Kickers – TSV 1860 München 2:1 (1:0)

FWK: 40 Müller (Tor) – 34 Ronstadt, 22 Hägele, 27 Schuppan, 38 Herrmann – 8 Gnaase, 30 Rhein – 7 Kaufmann, 12 Sontheimer, 10 Vrenezi – 16 Pfeiffer.
Ersatz: 33 Verstappen (Tor) – 5 Kwadwo, 14 Hansen, 20 Breitkreuz, 21 Hemmerich, 25 Meisel, 31 Widemann.

1860: 39 Bonmann (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 22 Berzel, 33 Klassen – 17 Wein, 23 Rieder – 16 Kindsvater, 10 Gebhart, 11 Greilinger – 9 Mölders,.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 7 Lex, 13 Erdmann, 14 Dressel, 21 Owusu, 24 Ziereis, 36 Steinhart.

Wechsel: Breitkreuz für Sontheimer (83.), Hansen für Gnaase (85.), Hemmerich für Kaufmann (90.) – Ziereis für Gebhart (72.), Lex für Greilinger (72.), Owusu für Kindsvater (80.).

Tore: 1:0 Gnaase (24.), 1:1 Mölders (47.), 2:1 Kaufmann (62.).
Gelbe Karten: Schuppan, Gnaase – Willsch, Berzel, Rieder, Weber.
Gelb-Rote Karte: Pfeiffer (80.).
Zuschauer: 8.346 Flyeralarm Arena.
Schiedsrichter: Robert Kampka (Mainz); Assistenten: Philipp Reitermayer (Karlsruhe), Mario Hildenbrand (Wertheim).


10. Spieltag, 28.09.2019, 14 Uhr
TSV 1860 München – 1. FC Kaiserslautern 3:1 (1:0)


Wiesnheimsieg! Die Löwen bezwingen Lautern mit 3:1

Geschafft: Die Löwen bejubeln einen 3:1-Heimsieg gegen Lautern im Wiesntrikot. 
 
Die Löwen bezwangen in einem mitreißenden Wiesnheimspiel den 1. FC Kaiserslautern mit 3:1. Unter kräftiger Mithilfe der Pfälzer gelangen nach Abschlüssen von Sascha Mölders (7.) und Benjamin Kindsvater (48.) die ersten beiden Treffer. Letzlich waren es Eigentore von Dominik Schad und Ndongo Matuwila. Nach dem Anschlusstreffer von Carlo Sickinger (51.) stellte Timo Gebhart postwendend den alten Abstand wieder her (52.). 

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Wiesnheimspiel gegen Kaiserslautern verletzungsbedingt auf Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Sehnenriss), Semi Belkahia (Kreuzbandriss) und Herbert Paul (Knieprobleme) verzichten, Phillipp Steinhart fehlte wegen einer Gelb-Roten Karte. Kurzfristig fiel wegen einer Oberschenkelverletzung auch Stefan Lex aus. Erik Weeger und Marco Raimondo-Metzger sammelten tags zuvor bei der 0:2-Niederlage in Wasserburg in der U21 Spielpraxis. Nicht im Kader standen Noel Niemann und Niklas Lang. Gleich vier Veränderungen gab es in der Startelf gegenüber der 1:2-Auswärtsniederlage in Duisburg: Aaron Berzel, Timo Gebhart, Fabian Greilinger und Benjamin Kindsvater kamen für Steinhart, Lex, Dennis Dressel und Prince Owusu zum Einsatz.

STIMMEN Bierofka: „Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft!“

Spielverlauf: Ausgerechnet aus einem Ballverlust von Tim Rieder, der im Mittelfeld auflief, resultierte die erste FCK-Chance, aber Rieder selbst war es, der den 14-Meter-Schuss von Florian Pick aus halblinker Position am Torraum zur Ecke weggrätschte (3.). Ein Pass von Aaron Berzel aus der eigenen Hälfte in die Schnittstelle der Gäste-Abwehr sorgte auf anderen Seite in der 6. Minute für Gefahr, aber Lennart Grill war vor Benjamin Kindsvater am Ball (6.). Kurz danach gab es einen Eckball von der rechten Seite durch Daniel Wein. Die Kugel flog durch den Torraum an Freund und Feind vorbei, Sascha Mölders war zur Stelle, sein Schuss konnte Grill zwar parieren, aber von seinem Mitspieler Dominik Schad prallte die Kugel zum 1:0 über die Linie (7.). Ein optimaler Auftakt! Ein Konter in 3:2-Überzahl der Pfälzer unterband Berzel kurz vorm Strafraum mit einem Foul an Carlo Sickinger. Dafür sah der Löwe Gelb (14.). Der anschließende 19-Meter-Freistoß von Simon Skarlatidis aus dem Zentrum landete in der Mauer (15.). In der 24. Minute hielt Christian Kühlwetter von halblinks von der Strafraumkante einfach mal drauf, sein Schuss rauschte knapp am kurzen Pfosten vorbei. Rieder war es sechs Minuten später, der einen Doppelpass im 1860-Strafraum zwischen Kühlwetter und Pick im letzten Moment auf Kosten einer Ecke unterband (30.). In der 32. Minute lief Mölders, bedrängt von Kevin Kraus und Sickinger, in eine Hereingabe von Wein aus dem rechten Halbfeld, doch Grill konnte den Ball gerade noch um den Pfosten lenken. Der Löwen-Stürmer forderte in dieser Szene sogar Elfmeter, den Schiedsrichter Robert Schröder aber nicht gab. Kurz danach war es Rieder, der sich auf der linken Seite durchsetzte, Mölders kam aber in der Mitte einen Schritt zu spät, um seine Hereingabe zu verwerten (35.). Bei einer weiten Flanke von rechts verschätzte sich Hendrik Bonmann etwas, seine Abwehr mit einer Hand am zweiten Pfosten landete bei Pick, dessen Schuss aus spitzem Winkel wurde zur Ecke abgefälscht. Im Anschluss an diese legte Kühlwetter den Ball für Pick ab. Anstatt aus acht Metern sofort abzuschließen, schlug der FCK-Linksaußen nochmals einen Haken, seinen anschließenden Schuss klärte Leon Klassen kurz vor der Linie mit dem Kopf erneut ins Tor-Aus (37.). Die Gäste versuchten zwar weiter, noch vor der Pause den Ausgleich zu erzielen, doch die Sechzger-Abwehr stand sicher, nahm die 1:0-Führung mit in die Kabine.

Kurz nach Wiederanpfiff kam Skarlatidis aus 17 Metern zum Abschluss, sein Schuss schrammte nur hauchdünn am linken Pfosten vorbei (46.). Das Tor fiel auf der anderen Seite und das reichlich kurios. Kindsvater hatte vom linken Strafraumeck abgezogen. Den harmlosen Schuss wollte Ndongo Matuwila wegschlagen, der Ball rutschte ihm aber über den Spann, hoppelte am verdutzten Grill vorbei zum 2:0 ins eigene Netz (48.). Doch die Pfälzer kamen bereits drei Minuten später zum Anschlusstreffer. Pick hatte einmal mehr den Abschluss im Strafraum versäumt, der Abpraller kam zu Sickinger, der aus 17 Metern abzog und zum 1:2 ins rechte Eck am machtlosen Bonmann vorbei traf (51.). Doch die Freude darüber währte nicht lange, bereits im Gegenzug stellte Timo Gebhart den alten Abstand wieder her. Grill hatte eine Greilinger-Flanke vom linken Flügel nach vorne abprallen lassen. Die Kugel fiel dem Allgäuer vor die Füße, der nur noch einschieben musste (52.). Was für ein Auftakt in die 2. Halbzeit! Einen 18-Meter-Freistoß nach Gebhart-Foul fast aus dem Zentrum setzte Wein in die Mauer (67.). Die Löwen kämpften, jede gelungene Aktion, auch in der Defensive, wurde von den Fans frenetisch beklatscht. In der 79. Minute hatte Kühlwetter den erneuten Anschluss auf dem Fuß, doch nach Sickinger-Flanke scheiterte der Stürmer an Bonmann, der auch wenig später gegen den eingewechselten Hendrick Zuck im Eins-gegen-Eins Sieger blieb (84.). In der Schlussminute scheiterten Kindsvater und der eingewechselte Markus Ziereis mit Schüssen von der Strafraumgrenze an Grill. Somit brachten die Löwen den Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit, können nun ihren Erfolg auf dem Oktoberfest feiern.

STENOGRAMM, 10. Spieltag, 28.09.2019, 14 Uhr

TSV 1860 München – 1. FC Kaiserslautern 3:1 (1:0)

1860: 39 Bonmann (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 22 Berzel, 33 Klassen – 17 Wein, 10 Gebhart, 23 Rieder – 16 Kindsvater, 9 Mölders, 11 Greilinger
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 8 Seferings, 13 Erdmann, 14 Dressel 21 Owusu, 24 Ziereis, 34 Böhnlein.

FCK: 1 Grill (Tor) – 20 Schad, 5 Kraus, 4 Matuwila, 3 Sternberg – 26 Bachmann, 25 Sickinger, 17 Hemlein, 10 Skarlatidis, 11 Pick – 24 Kühlwetter.
Ersatz: 30 Spahic (Tor) – 7 Starke, 8 Fechner, 9 Thiele, 18 Röser, 21 Zuck, 38 Jonjic.

Wechsel: Owusu für Gebhart (77.), Ziereis für Mölders (87.), Dressel für Kindsvater (90.) – Thiele für Hemlein (60.), Zuck für Skarlatidis (69.), Röser für Bachmann (78.).

Tore: 1:0 Schad (7., Eigentor), 2:0 Matuwila (48., Eigentor), 2:1 Sickinger (51.), 3:1 Gebhart (52.).
Gelbe Karten: Berzel – Hemlein, Kraus, Sternberg, Zuck.
Zuschauer: 15.000 Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover); Assistenten: Jan Neitzel-Petersen (Hamburg), Fabian Porsch (Hamburg).
 

Bildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2288.htm

9. Spieltag, 21.09.2019, 14 Uhr
MSV Duisburg – TSV 1860 München 2:1 (1:1)

Trotz früher Führung: Löwen verlieren 1:2 in Duisburg.

Ex-Löwe trifft auf aktuellen Löwen: Duisburgs Kapitän Moritz Stoppelkamp (li.) im Zweikampf mit Leon Klassen (re.). 
 
Die Löwen schafften es nicht, die bisher blütenweiße Weste der Duisburger im heimischen Stadion zu beflecken. Dabei begann es optimal. Prince Owusu traf nach 41 Sekunden zum 1:0, doch Vincent Vermeij (15.) und Lukas Daschner (52.) drehten die Partie zum 2:1-Erfolg für den MSV. In der 82. Minute sah Phillipp Steinhart nach einem taktischen Foul noch die Gelb-Rote Karte.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Heimspiel gegen Jena nach der Länderspielpause verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Traningsrückstand nach Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Sehnenriss), Efkan Bekiroglu (Muskelverletzung), Semi Belkahia (Kreuzbandriss) und Herbert Paul (Knieprobleme) verzichten. Kurzfristig fiel Dennis Erdmann mit einer Grippe aus. Niklas Lang, Marco Raimondo-Metzger, Noel Niemann und Kristian Böhlein standen nicht im 18er-Kader. Drei Veränderungen in der Startelf gab es im Vergleich zum letzten Spiel gegen Jena (3:1). Für Bekiroglu kam Dennis Dressel ins Team, für Benjamin Kindsvater stürmte Stefan Lex und Prince Owusu nahm den Platz von Markus Ziereis ein.

STIMMEN Bierofka: „Wir haben nicht 90 Minuten konzentriert verteidigt!“ 

Spielverlauf: Was für ein Auftakt. Nach 41 Sekunden lag der Ball im Duisburger Tor. Dennis Dressel hatte mit einem Heber aus dem Mittelfeld Sascha Mölders bedient, der passte von der linken Strafraumseite die Kugel flach in die Mitte, wo Prince Owusu eingelaufen war und aus sechs Metern zum 1:0 einschob (1.). Was für ein Einstand für den aus Bielefeld ausgeliehenen Stürmer, der erstmals in dieser Saison für die Löwen zum Einsatz kam. In der 15. Minute fiel der Ausgleich mit der ersten Chance der Gastgeber. Vincent Vermeij legte die Kugel aus dem Zentrum nach links raus auf Migel-Max Schmeling, der flankte in die Mitte, wo der Niederländer Vermeij unbedrängt zum Kopfball hochstieg, aus sieben Metern Hendrik Bonmann im 1860-Tor zum 1:1 überwand. Fünf Minuten später kam der Duisburger Mittelstürmer nach Rechtsflanke von Joshua Bitter erneut aus sieben Metern zum Kopfball, mit einer Glanzparade kratzte Bonmann die Kugel aus dem linken Eck (20.). Einen gefährlichen 19-Meter-Schuss von Maximilian Jansen aus halblinker Position konnte der Löwen-Keeper wenig später nur nach vorne abwehren, Moritz Stoppelkamp reagierte am schnellsten, brachte den Abpraller aber nicht an Bonmann vorbei, ehe Tim Rieder gegen Tim Albutat endgültig zur Ecke klären konnte (21.). Die Sechzger schafften nur wenig Entlastung in dieser Phase. Trotzdem wäre in der 24. Minute beinahe die erneute Führung gelungen. Stefan Lex legte von der rechten Grundlinie zurück auf Leon Klassen, dessen Zwölf-Meter-Schuss wurde jedoch von einem Duisburger geblockt (24.). Im Anschluss an eine Stoppelkamp-Ecke von links kam Bitter am ersten Pfosten zum Kopfball, Bonmann stand goldrichtig, hatte damit keine Mühe (29.). Einen 20-Meter-Freistoß, leicht vom Zentrum nach rechts versetzt, schoss Phillipp Steinhart mit links aufs lange Eck, doch MSV-Keeper Leo Weinkauf war schnell unten, lenkte die Kugel um den Pfosten (30.). Kurz vor der Pause schlug Bitter aus dem rechten Halbfeld eine Flanke in den Strafraum, doch die Kugel rutschte Vermeij über den Scheitel (44.). In der Szene danach konnte sich Felix Weber nach einer Kontersituation nur mit einem Foul gegen Stoppelkamp direkt vorm linken Strafraumeck helfen. Den Freistoß führte der Ex-Löwe selbst aus, stellte damit aber Bonmann vor keine Probleme (45.). Somit ging es mit 1:1 in die Kabine.

Beinahe wäre Duisburg nach Wiederanpfiff die schnelle Führung gelungen. Eine Rechtsflanke verlängerte Albutat am kurzen Eck mit dem Kopf aus neun Metern, traf aber nur den rechten Pfosten des 1860-Tores (47.). Fünf Minuten später war es passiert. Stoppelkamp setzte sich am rechten Flügel gegen Rieder durch, seine Flanke brauchte Lukas Daschner völlig frei aus fünf Metern nur noch einzunicken (52.). In der 59. Minute legte der eingewechselte Leroy-Jacques Mickels von der linken Strafraumseite quer, Steinhart in der Mitte konnte gerade noch gegen den einschussbereiten Stoppelkamp klären. Mit einem Doppelwechsel in der 66. Minute – Timo Gebhart und Benjamin Kindsvater kamen für Mölders und Klassen – belebte Löwen-Trainer für die Schlussphase nochmals die Offensive. Frech zielte Mickels in der 70. Minute aus spitzem Winkel nach Stoppelkamp-Zuspiel von links aufs Torwart-Eck, der Ball ging knapp über die Querlatte. Nach einem Freistoß von Steinhart aus dem Halbfeld kam Weber am zweiten Pfosten zum Kopfball, Weinkauf musste sich strecken, pflückte die Bogenlampe aber sicher aus der Luft (72.). Dennis Dressel zog nach einer Kopfballabwehr direkt aus 24 Metern ab, sein Drehschuss kam aber zu zentral auf Weinkauf, der die Kugel abfing (82.). Kurz danach sah Steinhart nach einem taktischen Foul gegen Mickels die Gelb-Rote Karte (82.). Kurz danach kam der Gefoulte aus 18 Metern zum Abschluss, Bonmann wischte den Schuss mit einer Hand über die Querlatte (83.). Auch in Unterzahl versuchten die Löwen bis zum Schluss alles, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen. Doch die Abwehr des MSV stand sicher, brachte die knappe Führung souverän über die Zeit und feierte einschließlich DFB-Pokal den fünften Heimsieg in Folge.

STENOGRAMM, 9. Spieltag, 21.09.2019, 14 Uhr

MSV Duisburg – TSV 1860 München 2:1 (1:1)

MSV: 1 Weinkauf (Tor) – 23 Bitter, 33 Boeder, 5 Compper, 8 Schmeling – 14 Albutat, 28 Ben Balla 13 Daschner, 21 Jansen, 10 Stoppelkamp – 24 Vermeij.
Ersatz: 22 Brendieck (Tor) – 2 Brügmann, 9 Engin, 19 Karweina, 20 Mickels, 25 Sliskovic, 26 Gembalies.

1860: 39 Bonmann (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 23 Rieder, 36 Steinhart – 17 Wein, 14 Dressel – 7 Lex, 33 Klassen – 9 Mölders, 21 Owusu.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 16 Kindsvater, 22 Berzel, 24 Ziereis.

Wechsel: Mickels für Jansen (46.), Brügmann für Albutat (75.), Karweina für Stoppelkamp (87.) – Gebhart für Mölders (66.), Kindsvater für Klassen (66.), Ziereis für Lex (80.). 

Tore: 0:1 Owusu (1.), 1:1 Vermeij (15.), 2:1 Daschner (52.).
Gelbe Karten: –.
Gelb-Rote Karte: Steinhart (82., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 15.505 in der Schauinsland-Reisen-Arena.
Schiedsrichter: Eric Müller (Bremen); Assistenten: Simon Rott (Bremen), Yannick Rath (Bremen).

Bildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2286.htm


8. Spieltag, 14.09.2019, 14 Uhr
TSV 1860 München – FC Carl Zeiss Jena 3:1 (2:0)

Löwen legen nach: 3:1-Sieg über Jena – Doppeltorschütze Weber.

Mit diesem Kopfballtreffer zum 1:0 brachte Felix Weber die Löwen in Front. Später traf der Kapitän erneut. 
 
Seit langer Zeit konnten die Löwen wieder zwei Siege in Folge feiern. Dabei sah es lange nach einem ruhigen Nachmittag aus. Löwen-Kapitän Felix Weber erzielte durch einen Doppelpack die 2:0-Halbzeitführung (16. und 35.). Nach dem Anschlusstreffer von Maximilian Rohr begann nochmals das Zittern (68.), aber Efkan Bekiroglu sorgte nach einem Konter mit dem 3:1-Endstand für klare Verhältnisse.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Heimspiel gegen Jena nach der Länderspielpause verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Traningsrückstand nach Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Sehnenriss), Semi Belkahia (Kreuzbandriss) Aaron Berzel und Herbert Paul (beide Knieprobleme) verzichten. Niklas Lang, Marco Raimondo-Metzger, Simon Seferings, Noel Niemann und Kristian Böhlein spielten am Abend zuvor beim 1:0-Sieg der U21 gegen Pullach. Von den zwei Neuverpflichtungen zum Ende der Transferperiode stand Tim Rieder gleich in der Startelf. Prince Owusu nahm auf der Bank Platz, Benjamin Kindsvater kehrte nach Schulterverletzung zurück. Er nahm den Platz von Fabian Greilinger ein. Für den verletzten Berzel rückte Rieder in die Innenverteidigung, Markus Ziereis ersetzte Dennis Dressel.

STIMMEN Doppeltorschütze Weber: „Ich habe nur meinen Körper hingehalten!“

Spielverlauf: Jena attackierte die Löwen in der Anfangsphase überraschend früh. Doch diese ließen sich davon nicht aus ihrem Konzept bringen. Die erste Chance der Heimmannschaft bereitete Debütant Tim Rieder vor. Der gebürtige Dachauer lupfte den Ball in den Lauf von Sascha Mölders, der halblinks im Strafraum aus zehn Metern zum Abschluss kam, aber mit seinem Schuss aus spitzem Winkel an Jo Coppens scheiterte (4.). Zwei Minuten später dribbelte Youngster Leon Klassen durch den Strafraum, sein Abschluss wurde aber entscheidend geblockt (6.). Eine flache Hereingabe von rechts durch Benjamin Kindsvater wehrte in der 10. Minute Dominik Bock am Torraum vor dem hinter ihm lauernden Mölders ab. Kurz danach bediente der Löwen-Routinier den gestarteten Klassen, dessen Ablage aber keinen Adressaten fand (11.). Glück hatten die Löwen, als nach einer Ecke Jena in 3:2-Überzahl konterte, Hendrik Bonmann den Schuss von Anton Donkor aus 16 Metern nach vorne abwehrte und Phillipp Steinhart gerade noch den Nachschuss per Grätsche verhindern konnte (13.). Zwei Minuten später bediente Mölders im Strafraum Markus Ziereis, der nahm aber erst den Ball an, anstatt direkt abzuschließen. So konnte ein Jenaer Spieler den Schuss blocken (15.). Kurz danach zappelte die Kugel im Netz der Thüringer. Eine Ecke von Klassen wurde abgewehrt, der Ball kam zu Efkan Bekiroglu, der ihn von links in den Strafraum flankte. Am langen Pfosten war Felix Weber eingelaufen, köpfte überlegt über Coppens hinweg zum 1:0 ins Gäste-Tor (16.). Es war der erste Saisontreffer des Löwen-Kapitäns. Eine flache Hereingabe von Kindsvater nahm Klassen am Elfmeterpunkt direkt, scheiterte aber an Coppens (20.). In der 23. Minute prüfte Julian Günther-Schmidt mit einem gefährlichen Aufsetzer aus 18 Metern Bonmann im 1860-Tor, der den Schuss aber souverän um den rechten Pfosten lenkte. Nach einem Zuspiel von Daniel Wein stand Bekiroglu halbrechts im Strafraum vollkommen frei, sein Flachschuss aufs lange Eck konnte Coopens gerade noch um den Pfosten lenken (27.). Im Anschluss an die darauffolgende Ecke traf Rieder aus acht Metern nur den linken Außenpfosten (28.). Dafür machte Kapitän Weber in der 35. Minute seinen zweiten Treffer. Nach einer Freistoßflanke von Steinhart an den zweiten Pfosten war der Ohlstädter mit dem Fuß zur Stelle, traf aus elf Metern zum 2:0 ins lange Eck. Bei einem Hammer-Linksschuss von Mölders aus 20 Metern zeigte sich Coppens erneut auf dem Posten, lenkte ihn mit den Fingern um den rechten Pfosten (43.). Im Anschluss an die Ecke von Daniel Wein war Rieder mit dem Kopf zur Stelle, setzte die Kugel aber links neben den Kasten (44.). So ging es mit 2:0 für die Löwen in die Kabine.

Facebook-Stream von der PK.

Die erste gefährliche Szene des zweiten Durchgangs gehörte Jena. Patrick Schorr hatte aus dem linken Halbfeld in den Strafraum geflankt, wo Daniele Gabriele nur um Zentimeter die Hereingabe verpasste (53.). Ansonsten konnten die Löwen die Gäste gut von ihrem Tor weghalten, ihre Offensivbemühungen verhindern. Leichtfertig vergaben die Sechzger in der 57. Minute eine 4:3-Konterchance. Die Flanke von Marius Willsch von der linken Grundlinie, wehrte Bock im Fünfmeterraum Richtung eigenes Tor ab, wo Coppens aber auf dem Pfosten war und die Situation bereinigte. Vier Minuten später nahm Mölders eine Hereingabe von rechts durch Wein aus elf Metern volley, aber erneut war der Fuß eines Gästespielers dazwischen (61.). Unter großem Applaus durfte der Doppeltorschütze Weber in der 67. Minute seinen Arbeitstag beenden. Für ihn kam Dennis Erdmann. Kurz danach erzielten die Thüringer aus dem Nichts den Anschlusstreffer. Nach einer Hereingabe von rechts durch Raphael Obermair konnte Bonmann die Kugel nur nach vorne abwehren, Maximilian Rohr war zur Stelle, schob unbedrängt aus sechs Metern ins rechte untere Eck ein (68.). Im Anschluss an eine Ecke von rechts durch Ole Käuper kam Meris Skenderovic am zweiten Pfosten aus sieben Metern zum Schuss, doch Bonmann war auf dem Posten (79.). Im direkten Gegenzug traf Bekiroglu zum 3:1 (79.). Ein langer Ball von Steinhart aus der eigenen Hälfte hatte Mölders angenommen und weitergeleitet, das Geburtstagskind lief alleine auf Coppens zu, ließ dem FCC-Keeper keine Chance. In der 85. Minute konnte Marius Grösch gerade noch gegen Mölders das 4:1 verhindern, als er im Strafraum ihm beim Schuss den Ball vom Fuß grätschte. Damit blieb es beim 3:1, mit dem die Löwen seit langem wieder zwei Siege in Folge feierten und einen wichtigen Schritt in Richtung Tabellenmittelfeld gingen.

STENOGRAMM, 8. Spieltag, 14.09.2019, 14 Uhr

TSV 1860 München – FC Carl Zeiss Jena 3:1 (2:0)

1860: 39 Bonmann (Tor) – 25 Willsch, 4 Weber, 23 Rieder, 36 Steinhart – 17 Wein, 20 Bekiroglu – 16 Kindsvater, 24 Ziereis, 33 Klassen – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 7 Lex, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 13 Erdmann, 14 Dressel, 21 Owusu.

FCC: 22 Coppens – 14 Bock, 30 Maranda, 15 Grösch, 21 Schorr – 31 Obermair, 26 Zejnullahu, 3 Rohr, 27 Günther-Schmidt – 7 Gabriele 11 Donkor.
Ersatz: 1 Niemann (Tor) – 6 Käuper, 9 Eckardt, 10 Hammann 20 Kircher, 23 Skenderovic, 28 Pagliuca.

Wechsel: Lex für Kindsvater (52.), Erdmann für Weber (67.), Dressel für Ziereis (77.) – Käuper für Donkor (46.), Skenderovic für Gabriele (64.), Hammann für Bock (84.).

Tore: 1:0 Weber (16.), 2:0 Weber (35.), 2:1 Rohr (68.), 3:1 Bekiroglu (79.).
Gelbe Karten: –.
Zuschauer: 15.000 Grünwalder Stadion (ausverkauft)..
Schiedsrichter: Lukas Benen (Nordhorn); Assistenten: Marius Schlüwe (Laatzen), Daniel Fleddermann (Nordhorn).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2283.htm


7. Spieltag, 30.08.2019, 18 Uhr
Chemnitzer FC – TSV 1860 München 0:1 (0:0)


Negativserie beendet: Löwen siegen 1:0 in Chemnitz.

Ein herrlich herausgespielter Treffer von Leon Klassen (li). Sascha Mölders (Mitte) und Marius Willsch (re.) hatten das Tor vorbereitet. 

Die Löwen haben beim Chemnitzer FC Wiedergutmachung für die beiden deutlichen Auswärtsniederlagen in Mannheim und Magdeburg betrieben. Das „Tor des Tages“ erzielte Startelf-Debütant Leon Klassen in der 77. Minute. Es war der erste Sieg in der Fremde seit dem 9. März dieses Jahres.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Auswärtsspiel in Chemnitz verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Traningsrückstand nach Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Benjamin Kindsvater (Schulterverletzung), Nico Karger (Sehnenriss), Semi Belkahia (Kreuzbandriss) und Herbert Paul (Kreislaufprobleme) verzichten. Niklas Lang und Marco Raimondo-Metzger spielten in der U21. Nicht im 18er-Kader standen Kristian Böhnlein und der dritte Torhüter Tom Kretzschmar. Gleich fünf Änderungen in der Startelf gab es im Vergleich zum Spiel in Magdeburg: Marius Willsch begann für Paul, Felix Weber für Dennis Erdmann, Dennis Dressel für Timo Gebhart, Leon Klassen für Stefan Lex und Fabian Greilinger für Kindsvater. Für Klassen war es überhaupt der erste Einsatz von Beginn an.

STIMMEN Torschütze Klassen: „Das ist ein unbeschreibliches Gefühl!“

Spielverlauf: Die Löwen attackierten die Gastgeber früh in der eigenen Hälfte. Erstmals gefährlich wurden die Sechzger nach etwas mehr als drei Minuten. Eine Kopfballverlängerung von Leon Klassen nahm Sascha Mölders an der Strafraumkante direkt, sein Schuss kam aber zu zentral, so dass Jakub Jakubov im Tor der Himmelblauen keine Probleme damit hatte (4.). Wenig später verpasste Mölders eine Hereingabe von Phillipp Steinhart aus dem linken Halbfeld am Fünfmeterraum nur um Zentimeter (5.). Chemnitz zog sich tief zurück, überließ den Sechzgern die Initiative und verlegte sich aufs Kontern. In der 17. Minute hätte diese Taktik beinahe zum Erfolg geführt, als Tarsis Bonga im Zentrum frei aufs Tor zusteuerte, aber von Steinhart von den Beinen geholt wurde. Der Löwen-Verteidiger sah dafür die Gelbe Karte. Den anschließenden Freistoß aus 20 Metern in zentraler Position setzte Dejan Bozic nur haarscharf über die Querlatte des von Hendrik Bonmann gehüteten 1860-Tores (19.). Ein Drehschuss von Mölders im Strafraum wurde in der 23. Minute geblockt. Kurz danach versuchte es Fabian Geilinger mit einem Linksschuss aus halbrechter Position, aber Jakubov tauchte ab, holte die Kugel aus dem kurzen Eck (24.). Nach einem schnellen Konter über die linke Seite passte Paul Milde von der Grundlinie in die Mitte, Bonga konnte jedoch seine Hereingabe nicht verwerten (27.). Ein Kopfball von Mölders nach Linksflanke von Steinhart landete neben dem rechten Pfosten im Tor-Aus (30.). In der 32. Minute flipperte die Kugel durch den CFC-Strafraum, am Ende foulte Rafael Garcia zwei Meter vor dem Strafraum Efkan Bekiroglu. Der Gefoulte lief selbst an, platzierte den Ball halbhoch neben den linken Pfosten, aber Jakubov war zur Stelle, parierte den Schuss zur Ecke (33.). Durch eine schnelle Drehung nach innen hatte Bekiroglu in der 42. Minute plötzlich viel Platz, doch der Ball rutschte ihm bei seinem Schuss aus 21 Metern über den Spann, so dass er deutlich links neben dem Tor landete (42.). Damit blieb es beim 0:0 zur Pause.

Der CFC begann die 2. Halbzeit offensiver. Bei einer Hereingabe von links durch Milde musste sich Bonmann in seinem Fünfmeterraum strecken, um Schlimmeres zu verhindern (48.). Ein 25-Meter-Freistoß von Steinhart aus halbrechter Position mit links getreten landete in der Chemnitzer Mauer (57.). In der 62. Minute kam Garcia nach einer Einzelaktion halblinks aus 22 Metern mit rechts zum Schuss, der Ball ging aber deutlich über den Kasten von Bonmann vorbei. Nach einer Milde-Ecke von rechts stieg Niklas Hoheneder zum Kopfball hoch, setzte die Kugel aber deutlich neben das Löwen-Tor (64.). Mit einem Doppelwechsel – Timo Gebhart und Stefan Lex kamen für Bekiroglu und Greilinger– stärkte Löwen-Trainer Daniel Bierofka nochmals die Offensive für die Schlussphase. Die nächste Chance hatten aber die Gastgeber. Der eingewechselte Davud Tuma kam halbrechts aus 21 Metern zum Schuss, Bonmann tauchte ab, holte die Kugel aus dem kurzen Eck (72.). Auf der anderen Seite konnte Hoheneder nur mit einem Foul Gebhart vier Meter vor dem Strafraum bremsen. Die Kugel kam nach einer schnell ausgeführten Variante zu Gebhart, dessen Schuss aus 14 Metern wurde jedoch geblockt (74.). Ausgerechnet der Startelf-Debütant Leon Klassen erzielte in der 77. Minute den Führungstreffer. Nach einer sehenswerten Kombination auf der rechten Seite nahm Marius Willsch den Ball nach Hackentrick von Mölders aus vollem Lauf mit, passte von der Grundlinie zurück auf den 19-Jährigen, der blieb aus neun Metern cool, traf zum 1:0 ins linke Eck. Sechs Minuten später musste Bonmann nach einer Direktabnahme von Garcia nach Flanke Tuma am linken Torraumeck seine ganze Klasse zeigen, um den Schuss aus dem langen Eck zu wischen (83.). In der 89. Minute klappte die Abseitsfalle der Löwen nicht, der eingewechselte Erik Tallig lief frei auf Bonamnn zu, scheiterte jedoch im Eins-gegen-Eins am glänzend reagierenden 1860-Kepper. Schon zwei Minuten vor dem Ende der Nachspielzeit ging CFC-Keeper Jakubov bei einem Eckball mit nach vorne, kam aber nicht an die Kugel. Das war die letzte Offensivaktion der Gastgeber. Damit brachten die Sechzger das knappe 1:0 über die Zeit, gewannen nach neun sieglosen Partien wieder einmal in der Fremde.

STENOGRAMM, 7. Spieltag, 30.08.2019, 18 Uhr

Chemnitzer FC – TSV 1860 München 0:1 (0:0)

CFC: 1 Jakubov (Tor) – 20 Itter, 3 Hoheneder, 4 Sarmov, 25 Reddemann, 31 Milde – 32 Bonga, 29 Langer, 18 Bohl, 16 Garcia – 33 Bozic.
Ersatz: 22 Mroß (Tor) – 7 Tuma, 13 Schoppenhauer, 14 Campulka, 17 Tallig, 19 Blumberg, 23 Doyle.

1860: 39 Bonmann (Tor) –25 Willsch, 4 Weber, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein – 14 Dressel, 20 Bekiroglu – 11 Greilinger, 9 Mölders, 33 Klassen.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 7 Lex, 8 Seferings, 10 Gebhart, 13 Erdmann, 19 Niemann, 24 Ziereis.

Wechsel: Tuma für Bozic (65.), Tallig für Bohl (80.), Blumberg für Bonga (87.) – Gebhart für Bekiroglu (71.), Lex für Greilinger (71.), Ziereis für Mölders (80.).

Tor: 0:1 Klassen (77.).
Gelbe Karten: Bohl – Berzel, Steinhart, Willsch, Klassen.
Zuschauer: 4.566 im Stadion An der Gellertstraße.
Schiedsrichter: Franz Bokop (Vechta); Assistenten: Christian Meermann (Vechta), Konrad Oldhafer (Hamburg).


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6. Spieltag, 24.08.2019, 14 Uhr
1. FC Magdeburg – TSV 1860 München 5:1 (4:0)

Magdeburg deklassiert Löwen mit 5:1.

Schmerzhafte Rückkehr für Dennis Erdmann (Mitte) an alte Wirkungsstätte. 
 
Die Löwen kassierten beim 1:5 in Magdeburg ihre höchste Niederlage in der 3. Liga. Ein Eigentor von Aaron Berzel eröffnete den Torreigen für den Zweitliga-Absteiger (14.), der alle vier Treffer vor der Pause über die rechte Angriffsseite vorbereitete. Christian Beck (28. und 41.), Sören Bertram (39.) und Björn Rother (74.) trafen für die Gastgeber. In der letzten Minute gelang Markus Ziereis wenigstens noch der Ehrentreffer für die Sechzger.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Auswärtsspiel in Magdeburg verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Traningsrückstand nach Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Sehnenriss) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten. Niklas Lang und Marco Raimondo-Metzger spielten in der U21. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften Simon Seferings, Kristian Böhnlein, Leon Klassen und der dritte Torhüter Tom Kretzschmar. Zwei Änderungen gab es im Vergleich zum Meppen-Spiel: Stefan Lex startete für Fabian Greilinger, Dennis Erdmann für Felix Weber.

STIMMEN Bierofka: „Diese Niederlage ist schwer zu verdauen!“

Spielverlauf: Beide Teams neutralisierten sich in der Anfangsphase. Magdeburg versuchte Druck zu machen, die Löwen standen aber kompakt in der Defensive. Aus dem Nichts dann die Führung für die Gastgeber. Sören Bertram hatte auf der rechten Seite gegen Phillipp Steinhart fast von der Grundlinie geflankt, Aaron Berzel am ersten Pfosten wollte klären, köpfte die Kugel ins eigene Netz (14.). Viel unglücklicher hätte es für die Sechzger nicht laufen können! Der erste Torschuss der Löwen in der 21. Minute. Ein 28-Meter-Freistoß von Efkan Bekiroglu aus dem Zentrum kam aber zu zentral auf Torhüter Alexander Brunst, der trotz der tiefstehenden Sonne keine Mühe mit dem Schuss hatte. Eine Minute später steckte Timo Gebhart die Kugel perfekt auf Benjamin Kindsvater auf halbrechts durch. Der legte den Ball aber etwas zu weit vor, so dass Brunst die Situation am Fünfmeterraum klären konnte (24.). Kurz danach flankte Bekiroglu einen Freistoß aus über 30 Metern auf Sascha Mölders, der zum Kopfball hochstieg, jedoch die Kugel rechts neben das Tor setzte (25.). In die Drangphase der Sechzger hinein fiel der Treffer auf der anderen Seite. Ein weiter Ball auf die rechte Seite erlief sich Dominik Ernst, seine Hereingare nahm der vollkommen blank stehend Christian Beck per Seitfallzieher, traf aus acht Metern zum 2:0 ins rechte Eck (28.). In der 39. Minute sogar das 3:0 für die Magdeburger. Erneut kam die Flanke von rechts durch Ernst, Bertram wuchtete aus sieben Metern am zweiten Pfosten die Kugel per Kopf ins rechte Eck zum 3:0. Es kam aber noch schlimmer. Zwei Minuten später flankte Bertram von rechts mit dem linken Fuß, Beck kam zwischen Dennis Erdmann und Berzel aus sieben Metern zum Kopfball, setzte das Spielgerät unhaltbar zum 4:0 ins Netz (41.). In der Nachspielzeit verhinderte Bonmann im Eins-gegen-Eins das 5:0 gegen Bertram (45.+1). Es war die erste Parade des Löwen-Keepers in der 1. Halbzeit. Zum Glück war kurz danach Pause.

Wenige Minuten nach Wiederanpfiff die nächste magdeburger Chance. Mario Kvesic hatte im Strafraum, erneut von rechts, quer auf Beck gelegt, der FCM-Torjäger schloss aus sechs Metern ab, doch Bonmann parierte den Schuss aus spitzem Winkel (49.). Nach einem Ball in die Tiefe steuerte Bertram über halbrechts aufs Löwen-Tor zu. Im letzten Moment konnte Berzel durch beherztes Eingreifen auf Kosten einer Ecke Schlimmeres verhindern (56.). Obwohl der Zweitliga-Absteiger deutlich das Tempo aus der Partie herausgenommen hatte, schafften es die Löwen nicht, sich Chancen zu erarbeiten und zumindest Ergebniskosmetik zu betreiben. So erhöhte der kurz zuvor eingewechselte Björn Rother sogar auf 5:0. Nach einem Pass in die Tiefe lieferte Erdmann halbrechts nur Begleitschutz, Rother chipte die Kugel über Bonmann hinweg, traf mit Hilfe des linken Innenpfostens ins 1860-Tor (74.). Zehn Sekunden vor Ende der 90 Minute gelang Markus Ziereis wenigstens noch der Ehrentreffer. Mölders Schuss aus 17 Metern konnte Brunst noch abwehren, Ziereis war zur Stelle, staubte zum 1:5 ab. Direkt nach dem Anstoß pfiff der Schiedsrichter die Partie ab.

STENOGRAMM, 6. Spieltag, 24.08.2019, 14 Uhr

1. FC Magdeburg – TSV 1860 München 5:1 (4:0)

FCM: 1 Brunst (Tor) – 2 Ernst, 5 Müller, 8 Jacobsen 29 Perthel – 10 Gjasula, 23 Laprevotte, 21 Preißinger, 16 Kvesic, 20 Bertram – 11 Beck.
Ersatz: 12 Behrens (Tor) – 4 Koglin, 6 Rother, 7 Roczen, 17 Conteh, 22 Osei Kwadwo, 24 Chahed.

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 13 Erdmann, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein –10 Gebhart, 20 Bekiroglu – 16 Kindsvater, 9 Mölders, 7 Lex.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 4 Weber, 11 Greilinger 14 Dressel, 19 Niemann, 24 Ziereis, 25 Willsch..

Wechsel: Rother für Laprevotte (60.), Conteh für Jacobsen (65.), Roczen für Beck (78.) – Willsch für Kindvater (28.), Dressel für Lex (46.), Ziereis für Gebhart (59.).

Tore: 1:0 Berzel (14., Eigentor), 2:0 Beck (28.), 3:0 Bertram (39.), 4:0 Beck (41.), 5:0 Rother (74.), 5:1 Ziereis (90.).
Gelbe Karten: Preißinger, Jacobsen, Perthel – Berzel.
Zuschauer: 16.614 in der MDCC-Arena.
Schiedsrichter: Tobias Reichel (Stuttgart); Assistenten: Timo Klein (Wiebelskirchen), Bastian Börner (Iserlohn).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2280.htm


5. Spieltag, 17.08.2019, 14 Uhr
TSV 1860 München – SV Meppen 1912 0:0

Löwen spielen trotz Chancen-Vielzahl nur 0:0 gegen Meppen.

Timo Gebhart hatte bei seinem ersten Startelf-Einsatz nach seiner Rückkehr in der 37. Minute das vermeintliche 1:0 erzielt, das aber nicht gegeben wurde. 
 
Zwei nicht gegebene Treffer und zwei heikle Strafraumszenen, bei denen die Löwen Elfmeter forderten, prägten das Bild der 1. Halbzeit. Trotz einer Vielzahl an Chancen, brachten die Sechzger beim 0:0 gegen den SV Meppen den Ball nicht im Gästetor unter. Am Ende hatten sie noch Glück, dass die Emsländer nicht zum Siegtreffer kamen.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im dritten Heimspiel verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Traningsrückstand nach Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Sehnenriss) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten. Dennis Erdmann fehlte wegen einer Mandelentzündung. Niklas Lang und Marco Raimondo-Metzger spielten in der U21. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften Simon Seferings, Kristian Böhnlein und der dritte Torhüter Tom Kretzschmar. Im Vergleich zum letzten Punktspiel in Mannheim gab es drei Änderungen: Für Erdmann verteidigte Aaron Berzel, für Marius Willsch rückte Fabian Greilinger in die Startelf und für Dennis Dressel spielte erstmals Timo Gebhart von Beginn an. Stefan Lex saß nach seiner Verletzung und seinem Einsatz im Toto-Pokal erstmals wieder nach knapp vier Monaten auf der Bank.

STIMMEN Bierofka: „Wir müssen uns an die eigene Nase fassen!“

Spielverlauf: In der 3. Minute wurde es erstmals gefährlich vorm Gästetor. Nach einer Kopfballverlängerung von Timo Gebhart kam Sascha Mölders halblinks aus neun Metern zum Abschluss, sein Schuss wurde aber von einem Meppener Abwehrspieler gerade noch geblockt. Vier Minuten später musste Hendrik Bonmann aus seinem Strafraum, um nach einem Konter der Emsländer den Ball mit dem Kopf vor Julius Düker zu klären (7.). Wenig später kam nach einem Gestochere am Torraum Max Kremer aus acht Metern zum Schuss, Bonmann tauchte blitzschnell nach unten ab, fischte die Kugel aus dem linken Eck (9.). Im Gegenzug rannte Benjamin Kindsvater von halblinks Richtung Tor, wurde von Markus Ballmert mit nicht ganz fairen Mitteln im Strafraum abgedrängt. Sehr zum Leidwesen der Löwenfans blieb die Pfeife von Schiedsrichter Benedikt Kempkes stumm (10.). Eine Ecke von rechts durch Willi Evseev faustete Bonmann in der 21. Minute sicher aus der Gefahrenzone. Nach einem Zuspiel von Efkan Bekiroglu hatte Kindesvater halblinks freie Bahn, stoppte aber nochmals ab, ließ seinen Gegenspieler Yannick Osee ins Leere laufen, schoss dann aus acht Metern hoch aufs kurze Eck, aber Eric Domaschke im Meppener Tor wehrte den Ball mit einer Hand zur Seite ab (23.). Eine Direktabnahme von Bekiroglu nach Ablage Mölders aus 22 Metern blockte Osse zur Ecke (30.). Diese segelte von rechts in den Strafraum, Mölders war mit dem Kopf zur Stelle, setzte die Kugel aber knapp neben das Tor (30.). Erneut kam Kindsvater nach einem Zweikampf mit Marcus Piossek im Strafraum zu Fall, wieder gab es keinen Elfmeter für die Sechzger (31.). Fabian Greilinger legte wenig später von der rechten Grundlinie zurück auf Bekiroglu, dessen 14-Meter-Schuss wischte Domaschke aus dem rechten unteren Eck (31.). Mittlerweile wäre die Löwen-Führung längst verdient gewesen. Kurz danach lag der Ball im Meppener Tor. Eine Freistoßflanke von Daniel Wein aus dem rechten Halbfeld versuchte Mölders in der Mitte zu erreichen, prallte mit dem herauslaufenden Domaschke außerhalb des Fünfmeterraums zusammen. Timo Gebhart stand am zweiten Pfosten völlig frei, köpfte ins leere Tor, aber Schiri Kempkes versagte den Treffer, entschied auf Foul gegen den Meppener Keeper (37.). Ein Schuss aus 14 Metern von Gebhart nach Hereingabe von Herbert Paul von der rechten Grundlinie wurde in der 42. Minute geblockt. In der Nachspielzeit lag der Ball erneut im Meppener Tor. Diesmal war es der Linienrichter, der nach Freistoß von Wein und Kopfball von Aaron Berzel die Fahne hob. Abseits (45. +1)! Somit ging es mit einem schmeichelhaften 0:0 für Meppen und lautstarken Pfiffen gegen das Schiedsrichtergespann in die Kabine.

Die Pressekonferenz im Stream.

Kurz nach Wiederanpfiff kam Wein am ersten Pfosten nach Steinhart-Ecke von links zum Kopfball, die Kugel landete aber genau in den Armen von Domaschke (47.). Ein flaches Zuspiel von links durch Bekiroglu nahm Gebhart halblinks an der Strafraumkante direkt, doch sein Schuss kam zu zentral auf den SVM-Keeper, der damit keine Probleme hatte (51.). Domaschke hatte in der 59. Minute Mühe, einen 26-Meter-Freistoß von Bekiroglu um den linken Pfosten zu lenken. Ein ungenauer und überhasteter Pass von Kindsvater auf Mölders im Zwei-gegen-Eins verhinderte in der 68. Minute die Führung nach einem schnellen Konter. Bei einem ansatzlosen Schuss von Piossek aus 28 Metern musste Bonmann sein ganzes Können aufbieten, um den Ball über die Latte zu lenken (73.). Mittlerweile taten sich Riesenlücken in der Defensive der Meppener auf, aber die Löwen spielten es zu kompliziert und zu inkonsequent, konnten so die Kontermöglichkeiten nicht nutzen. Beinahe sogarNach Zuspiel des eingewechselten David Vrzogic stand plötzlich Deniz Undav frei vor Bonmann, brachte aber aus vier Metern den Ball nicht am glänzend reagierenden Löwen-Keeper vorbei (81.). Kurz danach setzte Luka Tankulic einen 14-Meter-Schuss an die Unterkante der Latte, zum Glück für die Sechzger sprang der Ball nach vorne weg (83.). In der 2. Minute der nachspielzeit war es erneut Domaschke, der nach einem Bekiroglu-Zuspiel und Direktabnahme von Mölders aus 13 Metern den Siegtreffer für die Sechzger verhinderte. Am Ende blieb es trotz einer Vielzahl an Chancen beim 0:0.

STENOGRAMM, 5. Spieltag, 17.08.2019, 14 Uhr

TSV 1860 München – SV Meppen 1912 0:0

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 22 Berzel, 36 Steinhart – 17 Wein –11 Greilinger, 10 Gebhart, 20 Bekiroglu, 16 Kindsvater – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 7 Lex, 14 Dressel, 19 Niemann, 24 Ziereis, 25 Willsch, 33 Klassen.

SVM 32 Domaschke (Tor) – 15 Ballmert, 22 Puttkammer, 6 Komenda, 4 Osee – 18 Guder, 11 Piossek, 14 Evseev, 17 Kremer – 26 Düker, 9 Undav.
Ersatz: 12 Harsman (Tor) – 3 Jesgarzewski, 10 Tankulic, 25 Andermatt, 27 Vrzogic, 29 El-Helwe, 30 Tattermusch.

Wechsel: Lex für Greilinger (69.), Willscildergalerie: für Kindsvater (76.), Dressel für Gebhart (86.) – Tankulic für Düker (61.), Vrzogic für Kremer (78.).

Tore: –.
Gelbe Karten: Steinhart – Evseev, Osee, Kremer.
Zuschauer: 14.500 Grünwalder Stadion.
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür); Assistenten: Niklas Dardenne (Nettersheim), Kevin Domnick (Duisburg).

Bildegalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2278.htm


4. Spieltag, 05.08.2019, 19 Uhr
SV Waldhof Mannheim – 1860 München 4:0 (1:0)

Löwen unterliegen Waldhof Mannheim deutlich mit 0:4.

Löwe Dennis Erdmann im Zweikampf mit Waldhofs Valmir Sulejmani. 
 
Die Löwen unterlagen bei Waldhof Mannheim deutlich mit 0:4. In eine Drangphase der Sechzger hatte Michael Schultz im Anschluss an einen Freistoß die Führung für die Gastgeber erzielt (32.). Nach Wiederanpfiff sorgte Gian-Luca Korte mit einem Doppelschlag innerhalb von vier Minuten für die Entscheidung (49. und 53.). Dorian Diring setzte in der 89. Minute den Schlusspunkt.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im Auswärtsspiel bei Aufsteiger Mannheim auf Eric Weeger (Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Marco Raimondo-Metzger (Aufbautraining), Stefan Lex (Aufbautraining nach Syndesmoseriss), Nico Karger (Sehnenriss) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten, Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften Timo Lang, Leon Klassen, Kristian Böhnlein und der dritte Torhüter Tom Kretzschmar. Eine Änderung gab’s in der Startelf: Felix Weber kehrte nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre für Aaron Berzel zurück.

STIMMEN Bierofka: „Uns hat Klarheit & Konsequenz gefehlt!“

Spielverlauf: Erstmals wurden die Löwen in der 2. Minute gefährlich. Phillipp Steinhart hatte auf der linken Seite in die Tiefe auf Marius Willsch gepasst, dessen Hereingabe konnten die Mannheimer zwar klären, doch Dennis Dressel kam an die Kugel, sein 20-Meter-Schuss aus dem Zentrum wurde geblockt. Drei Minuten später führte Efkan Bekiroglu einen Freistoß aus dem Halbfeld schnell aus, Sascha Mölders kam halblinks zum Schuss im Strafraum, aber erneut war ein Waldhöfer Bein dazwischen (5.). Glück hatten die Löwen bei der ersten gelungenen Aktion der Gastgeber. Jan Hendrik Marx hatte von rechts geflankt, der Kopfballaufsetzer von Maurice Deville im Fünfmeterraum ging über die Latte (7.). Ein 21-Meter-Schuss von Bekiroglu landete etwa einen Meter neben dem linken Pfosten (9.). Beide Teams fighteten verbissen um jeden Ball. In der 22. Minute kam Dressel im Zentrum aus 20 Metern zum Abschluss, rutschte aber bei seinem Schuss weg, so dass Präzision und Geschwindigkeit fehlten. Ein Pass von Herbert Paul in die Tiefe erlief Benjamin Kindsvater auf der rechten Seite, zog anschließend nach innen, schloss mit links ab, doch der Ball wurde ins Tor-Aus abgefälscht (24.). Nach der anschließenden Ecke kam Steinhart an der Strafraumkante aus der Drehung zum Abschluss, der schwache Schuss wurde aber sichere Beute von Markus Scholz im Waldhof-Tor (25.). Einen 22-Meter-Schuss von Marius Willsch fischte Scholz wenig später aus dem rechten unteren Eck (28.). Ein Standard brachte in die Drangphase der Sechzger die Waldhöfer in Führung. Dorian Diring hatte aus dem zentralen Halbfeld den Ball hoch halblinks vors Tor geflankt, Michael Schultz kam aus sieben Metern relativ unbedrängt zum Kopfball, traf zum 1:0 für die Gastgeber ins rechte Eck (32.). Auf der anderen Seite scheiterte erst Mölders nach Bekiroglu-Pass mit einem 14 Meter-Schuss aus zentraler Position an Scholz, den Abpraller nahm Kindsvater aus zwölf Metern direkt aus der Luft, hämmerte die Kugel aber über die Querlatte (34.). Nach Zuspiel von Mölders schlenzte Bekiroglu aus 19 Metern die Kugel Richtung rechtes Kreuzeck, setzte den Schuss aber etwas zu hoch an (39.). Damit blieb es zur Pause beim 0:1-Rückstand für die Löwen.

Die Sechzger erhöhten nach Wiederanpfiff die Schlagzahl und fingen sich prompt in der 49. Minute einen Konter ein. Deville trieb über die rechte Seite den Ball nach vorne, passte in die Mitte auf Valmir Sulejmani. Der scheiterte mit seinem Schuss am glänzend reagierenden Hendrik Bonmann, aber Gian-Luca Korte war zur Stelle, hämmerte die Kugel aus kurzer Distanz zum 2:0 ins leere Tor. Keine vier Minuten später lag der Ball erneut im Löwen-Tor. Deville hatte aus der Drehung auf den gestarteten Korte gepasst, der lief halbrechts alleine auf Bonmann zu, traf aus 14 Metern zum 3:0 ins lange Eck (53.). In der 56. Minute scheiterte Bekiroglu aus 20 Metern mit seinem Schuss am rechten Pfosten. Beinahe sogar das 4:0 für die Gastgeber. Nach einem Ballverlust der Löwen ging’s schnell in die andere Richtung. Sulejmani legte auf links raus zu Korte, der aber aus 16 Metern knapp am rechten Pfosten vorbeizielte (65.). Bei einem Schuss von Sulejmani vom rechten Strafraumeck war es erneut Bonmann, der mit einem Reflex Schlimmeres verhinderte (71.) Eine Volleyabnahme von Herbert Paul aus 25 Metern ging deutlich am linken Eck vorbei (76.). Bekiroglu scheiterte in der 84. Minute nach einem Dribbling mit dem Abschluss vom linken Torraumeck. Auf der anderen Seite schob Korte alleine vor Bonmann den Ball am langen Eck vorbei (85.). In der 89. Minute wurde Diring nicht von Kindsvater am Strafraum angegriffen. ER nahm das Geschenk dankend an, setzte die Kugel zum 4:0-Endstand aus 17 Metern ins rechte untere Eck. Damit war die zweite Auswärtsniederlage für die Löwen im zweiten Saisonspiel in der Fremde endgültig besiegelt.

STENOGRAMM, 4. Spieltag, 05.08.2019, 19 Uhr

SV Waldhof Mannheim – 1860 München 4:0 (1:0)

Waldhof: 25 Scholz (Tor) – 26 Marx, 23 Schultz, 5 Seegert, 4 Conrad – 21 dos Santos, 6 Schuster – 14 Deville, 17 G. Korte , 8 Diring,– 9 Sulejmani.
Ersatz: 24 Varvodic (Tor) – 3 Celik, 10 Ferati, 13 Christiansen, 15 Schwarz, 30 Koffi, 31 Hofrath.

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein – 16 Kindsvater, 14 Dressel, 20 Bekiroglu, 25 Willsch – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 19 Niemann, 22 Berzel, 24 Ziereis.

Wechsel: Christiansen für dos Santos (46.), Koffi für Sulejmani (83.), Celik für Conrad (87.) – Gebhart für Dressel (52.), Greilinger für Wilsch (52.), Ziereis für Mölders (77.).

Tore: 1:0 Schultz (32.), 2:0 G. Korte (49.), 3:0 G. Korte (53.), 4:0 Diring (89.).
Gelbe Karten: Christiansen, Schultz – Willsch, Erdmann, Weber.
Zuschauer: 14.221 im Carl-Benz-Stadion.
Schiedsrichter: Christof Günsch (Berlin); Assistenten: Julius Martenstein (Cölbe), Dennis Meinhardt (Fulda).


Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2276.htm

3. Spieltag, 31.07.2019, 19 Uhr
1860 München – FSV Zwickau 3:0 (1:0)

Löwen besiegen Zwickau 3:0 – Doppelpack von Bekiroglu.

War nach seinem wunderschönen Freistoßtor nicht mehr zu halten: Efkan Bekiroglu. 
 
Die Löwen feierten gegen den FSV Zwickau beim 3:0 ihren ersten Sieg der Saison 2019/2020. Vor heimischer Kulisse war es Efkan Bekiroglu, der mit einem Doppelschlag (33. und 60.) die Sechzger in Führung brachte. Den Schlusspunkt setzte Herbert Paul kurz vor dem Abpfiff (89.).

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im zweiten Heimspiel verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Marco Raimondo-Metzger (Aufbautraining), Stefan Lex (Aufbautraining nach Syndesmoseriss), Nico Karger (Sehnenriss) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten, Kapitän Felix Weber fehlt aufgrund seiner Gelb-Roten Karte aus dem Braunschweig-Spiel. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften Timo Lang, Kristian Böhnlein und der dritte Torhüter Tom Kretzschmar.

Spielverlauf: Erster Aufreger in der 5. Minute, als René Lange im Sechzehnmeterraum Herbert Paul in die Hacken lief, aber der Schiedsrichter Pascal Müller den Löwen einen Elfmeter verweigerte. Drei Minuten später hatten die Sechzger Glück, als Julius Reinhardt einen 18-Meter-Schuss aus dem Zentrum nur um Zentimeter neben den linken Pfosten setzte (8.). Nicht ungefährlich war in der 12. Minute ein von Lange von rechts mit links vors Tor gedrehter Eckball, aber Hendrik Bonmann war mit den Fäusten zur Stelle, faustete die Kugel aus dem Gefahrenbereich. Ansonsten wurde im Mittelfeld um jeden Ball gefightet. Vor den Toren spielte sich nur wenig ab. Eine gefährliche Hereingabe von Fabio Viteritti klärte Phillipp Steinhart im Zentrum vor dem einschussbereiten Gerrit Wegkamp am kurzen Pfosten (26.). Also musste ein Standard her. Efkan Bekiroglu wurde von Leon Jensen sechs Meter vor dem Strafraum gelegt. Der Gefoulte lief selbst an, zirkelte aus 22 Metern die Kugel in den rechten Winkel zum 1:0 (33.). Es war der erste Gegentreffer, den die Sachsen in dieser Saison kassierten. In der 40. Minute kam Elias Huth halblinks an der Strafraumkante zum Abschluss, sein noch von Aaron Berzel leicht abgefälschter Schuss schrammte über die Querlatte des 1860-Tores. Nach der anschließenden Ecke mussten die Löwen zwei brenzlige Situationen überstehen, am Ende setzte Wegkamp per Fallrückzieher den Ball neben den rechten Pfosten (41.).

Die erste gute Chance im zweiten Durchgang hatte Christopher Hanke. Der Innenverteidiger der Zwickauer kam nach einer Ecke von rechts zum Kopfball, setzte die Kugel aber am linken Pfosten vorbei (48.). Die Sachsen hatten zu Beginn der 2. Halbzeit die Schlagzahl deutlich erhöht, drängten die Löwen in ihre eigene Hälfte. Doch dann kam die 60. Minute. Einen hohen Ball an den Strafraum legte Sascha Mölders gekonnt mit dem Knie auf den durchgestarteten Bekiroglu ab, der links im Sechzehner frei vor Johannes Brinkies zum Abschluss kam und zum 2:0 am Torwart vorbei ins rechte untere Eck traf (60.). Eine Direktabnahme des eingewechselten Nils Miatka am zweiten Pfosten nach einer Rechtsflanke blockte Herbert Paul kurz vor der Linie (69.). Etwas unglücklich agierten die Löwen in der 74. Minute nach einer Zwickauer Ecke von rechts. Bonmann wurde bei Fangen des Balls von einem Mitspieler behindert, ließ ihn fallen. Die Kugel kam zu Handke, aber sein Acht-Meter-Heber aus halbrechter Position wurde von Steinhart in höchster Not geblockt. Auf der Gegenseite versuchte es Benjamin Kindsvater mit links von der rechten Strafraumkante. Sein Schuss ging haarscharf am linken Pfosten vorbei (77.). Eine flache Hereingabe des eingewechselten Timo Gebhart von der linken Seite klärte Handke vor dem hinter ihm lauernden Kindsvater zur Ecke (79.). Im Anschluss an diese war es Gebhart, der halblinks aus 17 Metern zum Abschluss kam. Sein Schuss fischte Brinkies aus dem linken unteren Eck (80.). Ab der 87. Minute feierte der 19-Jährige Leon Klassen im Bierofka-Team sein Profidebüt. Kurz danach war er es, der auf der rechten Seite den Pass zum 3:0 gab. Der Rechtsverteidiger Paul zog halbrechts aus zwölf Metern ab, traf zum 3:0 ins linke obere Eck (89.). Damit feierten die Löwen ihren ersten Dreier der Saison.

STENOGRAMM, 3. Spieltag, 31.07.2019, 19 Uhr

1860 München – FSV Zwickau 3:0 (1:0)

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 22 Berzel, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein – 16 Kindsvater, 14 Dressel, 20 Bekiroglu, 25 Willsch – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 8 Seferings, 10 Gebhart, 11 Greilinger, 19 Niemann, 24 Ziereis, 33 Klassen.

FSV: 1 Brinkies (Tor) – 2 Godinho, 19 Frick, 3 Handke, 20 Lange – 30 Reinhardt, 8 Jensen, 23 Hauptmann, 11 Viteritti – 9 Wegkamp, 32 Huth.
Ersatz: 29 Kamenz (Tor) – 4 Odabas, 5 Hehne, 15 König, 17 Schröter, 25 Härtel, 28 Miatke.

Wechsel: Gebhart für Bekiroglu (75.), Greilinger für Willsch (82.), Klassen für Kindsvater (87.) – König für Huth (61.), Schröter für Lange (66.), Miatke für Hauptmann (66.).

Tore: 1:0 Bekiroglu (33.), 2:0 Bekiroglu (60.), 3:0 Paul (89.).
Gelbe Karten: Paul – Hauptmann, Reinhardt, Jensen.
Zuschauer: 15.000 Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Pascal Müller (Löchgau); Assistenten: Manuel Bergmann (Erbach), Lars Erbst (Gerlingen).

Bildergalerie:    http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2275.htm


2. Spieltag, 27.07.2019, 14 Uhr
Eintracht Braunschweig – 1860 München 2:1 (1:1)

Löwen verlieren in Unterzahl bei Eintracht Braunschweig.

Sascha Mölders, hier einen Schritt schneller als Bernd Nehrig, erzielte in der 5. Minute die Sechzger-Führung. 
 
Die Sechzger unterlagen mit 1:2 bei Eintracht Braunschweig. Dabei zeigten sie eine fast perfekte 1. Halbzeit, gingen durch Sascha Mölders bereits in der 5. Minute in Führung. Doch Martin Kobylanski glich kurz vor dem Seitenwechsel aus dem Nichts heraus aus (43.). Nach einer völlig überzogenen Gelb-Roten Karte gegen Felix Weber (51.) kippte die Partie, Benjamin Kessel erzielte für die Niedersachsen in der 62. Minute den Siegtreffer.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im ersten Auswärtsspiel verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Marco Raimondo-Metzger (Trainingsrückstand), Stefan Lex (Aufbautraining nach Syndesmoseriss), Nico Karger (Sehnenriss) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften Timo Lang, Leon Klassen, Kristian Böhnlein sowie Tom Kretzschmar als dritter Torhüter. Zwei Veränderungen gab es gegenüber der Startelf gegen Münster: Dennis Dressel durfte von Beginn an für Simon Seferings ran, der 18-jährige Linksaußen Fabian Greilinger gab für Marius Willsch sein Startelf-Debüt.

Spielverlauf: Die erste gute Möglichkeit hatten die Sechzger. Sascha Mölders überspielte mit einem gefühlvollen Lupfer auf halbrechts die Eintracht-Kette, Benjamin Kindsvater überlief seinen Gegenspieler Niko Kijewski, scheiterte aber aus neun Metern an Jasmin Fejzic, der die Kugel ins Tor-Aus abwehrte (5.). Den anschließenden Eckball brachte Daniel Wein von rechts in die Mitte, Mölders lief der Kugel entgegen, schüttelte seinen ab und traf aus sieben Metern per Kopf zum 1:0 ins rechte Eck (5.). Beinahe in der 9. Minute das 2:0. Kindsvater dribbelte von rechts in den Strafraum, Kijewski klärte, brachte die Kugel aber genau zu Efkan Bekiroglu. Der zog direkt aus 14 Metern ab, jedoch rutschte ihm der Ball beim Abschluss über den Spann, so dass er weit übers Eintracht-Tor ging. Auch in der Folge waren die Löwen aus München das dominierende Team, standen nach hinten kompakt und wurden immer wieder durch Bälle in die Tiefe gefährlich. Eine Freistoßflanke von Martin Kobylanski in der 34. Minute fing Hendrik Bonmann sicher ab. Auf der anderen Seite kam Mölders halbrechts fast an der Strafraumgrenze zum Abschluss, Steffen Nkansah fälschte gefährlich ab, so dass Fejzic Mühe hatte, die Kugel über die Querlatte zu wischen (36.). Kurz vor der Pause erzielte Braunschweig aus dem Nichts den Ausgleich. Ein 20-Meter-Aufsetzer von Manuel Schwenk aus halblinker Position aufs lange Eck konnte Bonmann zwar abwehren, aber Kobylanski brauchte aus kurzer Distanz nur noch den Kopf hinzuhalten, nickte den Abpraller zum 1:1 über die Linie (43.). Mit diesem Ergebnis ging’s in die Pause.

Ab der 51. Minute waren die Löwen einen Mann weniger. Nach einem Allerweltsfoul zeigte Schiedsrichter Martin Thomsen 1860-Kapitän Felix Weber die Gelb-Rote Karte. Eine mehr als harte Entscheidung, zumal er bei einem ähnlichen Vergehen von Braunschweigs Steffen Nkansah in der 1. Halbzeit den Karton stecken ließ. Aaron Berzel kam für Greilinger, nahm Webers Position in der Innenverteidigung ein (54.). In der 56. Minute hatten die Sechzger eine Konterchance, jedoch rutschte Phillipp Steinhart beim Zuspiel auf Mölders im gegnerischen Strafraum weg. Im Anschluss an eine kurz ausgeführte Ecke flankte Kobylanski von rechts in den Torraum, Benjamin Kessel stand am langen Pfosten völlig blank, traf per Flugkopfball zum 2:1 für Braunschweig (62.). Ab der 71. Minute setzte Daniel Bierofka alles auf eine Karte, brachte für den defensiven Herbert Paul trotz Unterzahl mit Timo Gebhart eine weitere Offensivkraft, um Mölders vorne zu unterstützen. Im Anschluss an eine Ecke lupfte Gebhart die Kugel auf Dennis Edmann, der Innenverteidiger kam am Fünfmeterraum zum Kopfball, konnte sie aber nicht entscheidend aufs Tor drücken (80.). In der 84. Minute hatte Gebhart das 2:2 auf dem Fuß, eine abgefälschte Hereingabe von links durch Dennis Dressel fiel ihm vor die Füße, jedoch rutschte ihm der Schuss aus 14 Metern ab, ging deutlich rechts am Tor vorbei. Auf der Gegenseite kratzte Bonmann einen 15-Meter-Schuss von Orhan Ademi aus dem kurzen Eck (86.). Auch wenn die Löwen bis zum Schluss alles versuchten, blieb es beim – unterm Strich – glücklichen 2:1-Sieg für die Gastgeber.

STENOGRAMM, 2. Spieltag, 27.07.2019, 14 Uhr

Eintracht Braunschweig – 1860 München 2:1 (1:1)

Eintracht: 16 Fejzic (Tor) – 5 Kessel, 14 Becker, 6 Nkansah, 27 Kijewski – 7 Nehrig, 31 Pfitzner –22 Schwenk, 10 Kobylanski, 15 Bär – 33 Proschwitz.
Ersatz: 1 Engelhardt (Tor) – 9 Ademi, 11 Putaro, 17 Y. Otto, 23 Wiebe, 34 Feigenspan, 40 Ziegele.

1860: 39 Bonmann(Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein – 20 Bekiroglu, 14 Dressel – 16 Kindsvater, 9 Mölders, 11 Greilinger.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 8 Seferings, 10 Gebhart, 19 Niemann, 22 Berzel, 24 Ziereis, 25 Willsch.

Wechsel: Ademi für Nehrig (46.), Putaro für Schwenk (75.), Wiebe für Proschwitz (82.) – Berzel für Greilinger (54.), Willsch für Kindsvater (58.), Gebhart für Paul (71.).

Tore: 0:1 Mölders (5.), 1:1 Kobylanski (43.), 2:1 Kessel (62.).
Gelbe Karten: Nehrig, Becker, Schwenk, Kobylanski – Erdmann, Dressel, Steinhart, Mölders, Bekiroglu.
Gelb-Rote Karte: Weber (51., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 19.431 im Eintracht-Stadion.
Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve); Assistenten: Robin Braun (Wuppertal), Dominik Jolk (Bergisch Gladbach).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2274.htm


1. Spieltag, 19.07.2019, 19 Uhr
1860 München – SC Preußen Münster 1:1 (0:1)


Löwen-Comeback beim 1:1 gegen Preußen Münster.

Phillipp Steinhart erzielte per Foulelfmeter den wichtigen Ausgleich zum 1:1. 
 
Das Eröffnungsspiel der 3. Liga zwischen dem TSV 1860 München und Preußen Münster endete 1:1. Die glückliche Führung der Gäste durch Julian Schauerte (32) glich Phillipp Steinhart mit einem an Benjamin Kindsvater verschuldeten Foulelfmeter aus (51.). Danach drückten die Sechzger, schafften es aber trotz einer fulminanten Schlussoffensive nicht, ein zweites Mal den Ball über die Linie zu drücken.

Personal: Löwen-Cheftrainer Daniel Bierofka musste im ersten Heimspiel verletzungsbedingt auf Eric Weeger (Sehnenverletzung), Quirin Moll (Reha nach Kreuzbandriss), Marco Raimondo-Metzger (Handbruch), Stefan Lex (Aufbautraining nach Syndesmoseriss), Nico Karger (Sehnenriss) und Semi Belkahia (Kreuzbandriss) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften Timo Lang, Leon Klassen, Kristian Böhnlein und der dritte Torhüter Tom Kretzschmar.

STIMMEN Bierofka: „Das Team hat nach der Pause sein wahres Gesicht gezeigt!“

Spielverlauf: Erstmals gefährlich wurde es vor dem Löwen-Tor in der 4. Minute nach einem Freistoß – Dennis Erdmann hatte Seref Özcan halbrechts zehn Meter vor dem Strafraum von den Beinen geholt. Kurzzeitig lag der Ball nach der Hereingabe im Sechzger-Strafraum frei, aber Hendrik Bonmann warf sich beherzt auf das Spielgerät, bereinigte die Situation. Erstmals aufs Preußen-Tor flog die Kugel in der 12. Minute. Ein Freistoß von Phillipp Steinhart aus dem rechten Halbfeld war aber etwas zu lang geraten, Torhüter Max Schulze Niehues pflückte sie im Torraum sicher aus der Luft. Ansonsten blieben Strafraumszenen zunächst Mangelware. Eine gute Flanke von der rechten Seite durch Simon Seferings fand keinen Abnehmer im Zentrum, Efkan Bekiroglu kam auf der linken Strafraumseite an den Ball, zog im Vollsprint Richtung Tor, aber Ole Kittner spitzelte ihm die Kugel auf Kosten einer Ecke vom Fuß (25.). Einen 26-Meter-Freistoß setzte Heinz Mörschel in der 31. Minute weit übers Löwen-Tor. Eine Minute später lag der Ball im Löwen-Tor. Julian Schauerte blieb zunächst an Steinhart hängen, die Kugel fiel ihm aber wieder vor die Füße. Halbrechts im Strafraum zog er aus elf Metern mit links ab, Erdmann fälschte den harmlosen Schuss über Bonmann hinweg zum 1:0 für Münster ins lange Eck ab (32.). In der 36. Minute kam Marius Willsch auf der linken Seite bis zur Grundlinie, seine Hereingabe grätschte Kittner gerade noch vor Sascha Mölders ins Tor-Aus. Ansonsten blieben Strafraumszenen aus dem Spiel heraus in der ersten Hälfte auf beiden Seiten Mangelware. Umso ärgerlicher, dass die Löwen mit einem Rückstand in die Pause gingen.

PK im Facebook-Livestream

Die erste gefährliche Szene in der 2. Halbzeit führte gleich zu einem Elfmeter. Nico Brandenburger lief Benjamin Kindsvater an der rechten Strafraumgrenze in die Hacken, Schiedsrichter Harm Osmers zeigte sofort auf den Punkt. Steinhart lief an, Schulze Niehues ahnte die Ecke, aber gegen den platzierten Schuss links unten war er machtlos (51.). Kurz danach sorgte eine scharfe Flanke von Steinhart für Gefahr, doch Mölders kam nicht ganz heran, Simon Scherde klärte zunächst, aber Kindsvater kam aus dem Rückraum, bedrängt setzte er aus 13 Metern den Ball jedoch deutlich über den SCP-Kasten (54.). Nach einer Steinhart Hereingabe von links kam Marius Willsch aus der Drehung zum Abschluss, sein Zehn-Meter-Schuss fälschte Kittner aber noch zur Ecke ab (62.). Einen Lupfer von links durch Willsch klärte in der 66. Minute Scherder vor dem einschussbereiten Mölders. Wenig später verpasste Bekiroglu am Torraum nach einem Doppelpass mit Willsch das Spielgerät nur um Zentimeter (68.). In der 78. Minute gab der 18-Jährige Fabian Greilinger sein Debüt. Und 70 Sekunden später hatte er schon die erste Chance. Sein Schuss aus halblinker Position wurde aber geblockt und der Nachschuss von Dennis Dressel ging deutlich über den Querbalken (80.). Nach einer Ecke von links durch Daniel Wein verpasste Dressel am zweiten Pfosten die Kugel nur um Zentimeter (87.). Die Löwen versuchten alles, um den Lucky Punsch zu setzen. In der Nachspielzeit verlängerte Felix Weber eine Hereingabe in den Strafraum per Kopf, Mölders kam aus sieben Metern bedrängt mit links zum Abschluss, aber sein Schuss rauschte knapp über den Querbalken (90.+1). Am Ende entführte Münster einen glücklichen Punkt aus München.

STENOGRAMM, 1. Spieltag, 19.07.2019, 19 Uhr

1860 München – SC Preußen Münster 1:1 (0:1)

1860: 39 Bonmann (Tor) – 28 Paul, 4 Weber, 13 Erdmann, 36 Steinhart – 17 Wein – 16 Kindsvater, 8 Seferings, 20 Bekiroglu, 25 Willsch – 9 Mölders.
Ersatz: 1 Hiller (Tor) – 10 Gebhart, 11 Greilinger, 14 Dressel, 19 Niemann, 22 Berzel, 24 Ziereis.

SCP: 35 Schulze Niehues (Tor) – 5 Schauerte, 13 Kittner, 15 Scherder, 33 Heidemann – 25 Wagner, 6 Brandenburger – 7 Özcan 8 Litka, 37 Cueto – 21 Mörschel.
Ersatz: 1 Schnitzler (Tor) – 4 Borgmann, 9 Dadashov, 10 Rodrigues Pires, 14 Tezel, 22 Erdogan, 24 Schnellbacher.

Wechsel: Dressel für Seferings (46.), Greilinger für Willsch (78.), Gebhart für Bekiroglu (80.) – Rodrigues Pires für Brandenburger (65.), Schnellbacher für Özcan (68.), Dadashov für Litka (88.).

Tore: 0:1 Schauerte (32.), 1:1 Steinhart (51., Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Erdmann, Kindsvater, Greilinger, Dressel – Brandenburger, Heidemann.
Zuschauer: 15.000 Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Harm Osmers (Hannover); Assistenten: Thomas Gorniak (Bremen), Robert Kempter (Stockach).
 

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2273.htm