Home

Facebook
Wir über uns, Konto, Satzung und Beiträge, Mitgliedsantrag
News

Historie und Aktuelles

Spielberichte Test-Pokal-Punktspiele
Ehrenmitglieder
In Memoriam
Unser neues Gästebuch
Unser altes Gästebuch
Fanclubshop
Links
Impressum

gratis Counter by GOWEB
Gratis Counter by GOWEB
 


Würzburg Radio - 24 Std. On Air. Unser Präsi Alf moderiert in seiner Freizeit den Mainfranken Rock im Würzburg Radio



Unser Mitglied Jürgen hat den Fanclub AC*DC-Löwen
gegründet. Für Infos bitte den Button anklicken.

 


Test- und Pokalspiele 2016-17


Testspiel, 24.03.2017, 16 Uhr

1860 München – FC Wacker Innsbruck 2:0 (2:0)


Ribamar & Lacazette treffen beim 2:0 gegen Innsbruck.

Wie eine Befreiung war für Lucas Ribamar sein Treffer gegen Wacker Innsbruck zur 1:0-Führung. 
Die Löwen gewannen das Testspiel gegen Wacker Innsbruck mit 2:0. Beide Treffer waren sehenswert. Die Führung erzielte Lucas Ribamar in der 16. Minute. Eine Viertelstunde später traf Romuald Lacazette zum Endstand (31.). Auch im zweiten Durchgang hatten die Sechzger noch eine Vielzahl an Chancen, doch zu einem Tor reichte es nicht.

Verzichten musste Löwen-Coach Vitor Pereira in Heimstetten auf Maximilian Engl, Felix Uduokhai und Florian Neuhaus, die mit der deutschen U20-Nationalmannschaft unterwegs sind, sowie auf Filip Stojkovic (Montenegro), Fanol Perdedaj (Kosovo) und Frank Boya (Kamerun). Torhüter Jan Zimmermann fehlte wegen eines Hexenschusses.

Die Löwen begannen wie von Trainer Pereira gefordert mit einer hohen Intensität. Es dauert aber bis zur 13. Minute, ehe die Löwen erstmals gefährlich vorm Tor der Tiroler auftauchten. Christian Gytkjaer schickte mit einem Pass in die Gasse Lucas Ribamar auf die Reise, doch der Brasilianer kam nicht zum Abschluss. Zwei Minuten später scheiterte Gytkjaer im Eins-gegen-Eins an Wacker-Schlussmann Lukas Wiedl (15.). Kurz darauf trat Ribamar im Mittelfeld schnell an, wurde nicht konsequent angegriffen. Aus 20 Metern nahm sich der 19-Jährige ein Herz, traf genau ins linke untere Eck zum 1:0 (16.). Für den Brasilianer war es eine Befreiung, wie sein Jubel deutlich machte! In der 23. Minute hätte Michael Liendl beinahe das 2:0 erzielt. Einen 25-Meter-Freistoß aus dem Zentrum setzte er nur um Zentimeter neben den linken Pfosten. Besser machte es Romuald Lacazette. Der Franzose hielt aus 20 Metern einfach drauf, traf perfekt ins linke Kreuzeck (31.). In der 40. Minute vergab Amilton die Chance zum 3:0, als er sich den Ball einen Tick zu weit vorlegte. Aber auch die Innsbrucker hatten eine Möglichkeit, als Stefan Ortega einen Schuss nach vorne abprallen ließ, Thomas Pichlmann aus kurzer Distanz abzog, doch diesmal parierte der Löwen-Keeper per Fußabwehr exzellent, lenkte den Ball neben den Pfosten (43.). Kurz danach war Pause.

Direkt nach Wiederanpfiff hatte Ivica Olic das 3:0 auf dem Fuß. Nachdem er Torhüter Wedl bereits ausgespielt hatte, brachte er aus spitzem Winkel den Ball nicht mehr aufs Tor (48.). Nach einer Liendl-Ecke kam Adoulaye Ba aus zehn Metern zum Schuss, hatte aber zu viel Rücklage und setzte die Kugel weit über den Querbalken (51.). Im Anschluss an einen Wacker-Eckball konterten die Löwen, Stefan Aigner passte nach links raus auf Levent Aycicek, der aus 13 Metern aufs lange Eck zielte, aber das Tor um Zentimeter verpasste (56.). Die Tiroler hätten in der 59. Minute nach einer Nachlässigkeit in der Löwen-Defensive beinahe verkürzt. Armin Hamzic konnte ungestört vorm 1860-Strafraum queren, chipte den Ball über Ortega hinweg, der ihm nur noch hinterherschauen konnte. Zum Glück ging das Spielgerät knapp am Tor vorbei. Freistehend setzte Ayciek auf der anderen Seite die Kugel neben den Kasten (65.). In der 83. Minute zeigt Routinier Olic sein ganzes Können. Erst narrte der Kroate zwei Innsbrucker, dann zielte er aufs Kreuzeck. Jedoch traf der 37-Jährige damit nur das Aluminium. Nach einem Schuss von Olic war Wacker-Keeper Wedl bereits geschlagen, doch ein Team-Kollege klärte für ihn auf der Linie (87.). So blieb es beim 2:0 für die Löwen.

TRAINERSTIMME Sonderlob für Ribamar von Trainer Pereira.

STENOGRAMM: Testspiel, 24.03.2017, 16 Uhr

1860 München – FC Wacker Innsbruck 2:0 (2:0)

1860, 1. Halbzeit: 24 Ortega - 6 Boenisch, 2 Mauersberger, 4 Bülow - 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor - 12 Ribamar, 9 Gytkjaer, 30 Amilton.

1860, 2. Halbzeit: 24 Ortega (88., 45 Kretzschmar) - 25 Ba, 2 Mauersberger (61., 47 Weber), 3 Wittek - 16 Busch (61., 26 Jakob), 10 Liendl (61., 48 Hursan), 11 Adlung, 7 Claasen - 29 Aigner, 33 Aycicek, 40 Olic.

Tore: 1:0 Ribamar (16.), 2:0 Lacazette (31.).
Zuschauer: 400 im Sportpark Heimstetten
Schiedsrichter: Christian Dietz; Lothar Ostheimer, Philipp Eisenmann.


Bildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2014.htm
 

DFB-Pokal, Achtelfinale, 08.02.2017, 18.30 Uhr

Sportfreunde Lotte – 1860 München 2:0 (1:0)
 

Endstation Lotte im Pokal für die Löwen.

Amilton, hier verfolgt von Tim Gorschlüter, war in der 1. Halbzeit er auffälligste Löwen-Spieler. 
Für die Löwen ist der DFB-Pokalwettbewerb 2016/2017 nach dem Achtelfinale beendet. Mit 0:2 verlor das Team von Vitor Pereira bei den Sportfreunden Lotte. Jaroslaw Lindner hatte den Drittligist in der 28. Minute in Führung gebracht, Kevin Freiberger traf aus stark abseitsverdächtiger Position zum Endstand (58.). In der Nachspielzeit sah Ribamar noch die Rote Karte.

Personal: Verletzungsbedingt fehlten Vitor Pereira in Lotte Sascha Mölders (Schambeinentzündung), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Nico Karger (Sprunggelenksverletzung), Florian Neuhaus (Knöchelverletzung) und Victor Andrade (Kreuzbandriss). Frank Boya kehrt erst vom Africa-Cup zurück und Karim Matmour, Daniel Adlung, Maron Busch, Felix Uduokhai und Rodnei blieben in München, Daylon Claasen und Max Engl, die mit ins Tecklenburger Land gefahren waren, schafften ebenfalls nicht den Sprung in den 18er-Kader. Gegenüber der 1:2-Niederlage in Bielefeld nahm Pereira vier Änderungen vor. Für Uduokhai verteidigte Jan Mauersberger in der Dreier-Kette, für Romuald Lacazette und Adlung rückten Filip Stojkovic und Michael Liendl ins Mittelfeld. Und vorne ersetzte Stefan Aigner Ivica Olic.

STIMMEN Vitor Pereira: „Ich bin enttäuscht und traurig.“

Spielverlauf: Die Sportfreude Lotte hatten tagsüber viel zu tun, um nach nächtlichem Schneefall den Platz von der weißen Pracht zu befreien. Erst 90 Minuten vor Spielbeginn gab Schiedsrichter Christian Dingert grünes Licht. Trotzdem war der ohnehin nicht in einem guten Zustand befindliche Rasen schwer zu bespielen. Die erste gute Szene des Spiels hatten die Löwen nach einem Freistoß aus dem linken Halbfeld. Michael Liendl schlug den Ball an den Torraum, im Luftkampf konnte Alexander Langlitz vor Sebastian Boenisch gerade noch auf Kosten einer Ecke klären (3.). In der 9. Minute segelte Lotte-Keeper Benedikt Fernandez unter einer Freistoß-Flanke von Liendl hindurch, aber kein Löwen-Spieler war am Fünfmeterraum zur Stelle. Der schnelle Amilton zog in der 17. Minute mit dem Ball am Fuß unwiderstehlich an, hatte nur noch Matthias Rahn vor sich, der sich ihm in den Weg warf und dafür Gelb sah. An den anschließenden Freistoß von Liendl kam Jan Mauersberger mit dem Kopf dran, brachte die Kugel bedrängt aber nicht aufs Tor (18.). Mit der ersten Chance gingen die Westfalen in Führung. Kevin Freiberger kam halbrechts im Strafraum zum Schuss, Stefan Ortega wehrte zur Seite ab. Der heranbrausende Jaroslaw Lindner hämmerte die Kugel am langen Eck aus spitzem Winkel aus fünf Meter unter die Latte zum 1:0 (28.). Acht Minuten später war es erneut Freiberger, der Mauersberger rechts entwischt war, sein Schuss ging knapp am langen Eck vorbei (36.). Nach einer Ecke von Liendl war Abdoulaye Ba mit dem Kopf zur Stelle, setzte die Kugel aber neben den linken Pfosten (39.). Nach einem von Sebastian Boenisch am eigenen Torraum abgewehrten Freiberger-Schuss kam Bernd Rosinger im Zentrum zum Abschluss, sein Schuss aus 17 Metern ging knapp über die Querlatte (43.).

Zur 2. Halbzeit brachte Pereira für den glücklosen Aigner Levent Aycicek in die Partie. Kurz danach tauchte Freiberger im Löwen-Strafraum auf, ließ mit einem Haken zwei Löwen ins Leere laufen, passte dann auf Salou Sané. Dessen Schuss aus acht Meter konnte geblockt werden, der Ball kam zu Rosinger, der ihn an den linken Außenpfosten setzte (48.). Nach einer Kontersituation war Aycicek zu eigensinnig, als er den Abschluss suchte anstatt den mitgelaufenen Amilton zu bedienen. Sein Schuss aus zwölf Metern wurde geblockt (53.). Plötzlich tauchte Sané frei im Strafraum auf, verstolperte aber vor Ortega die Kugel (57.). Eine Minute später lag der Ball im Kasten der Löwen. Gorschlüter hatte aus der eigenen Hälfte das Spielgerät nach vorne geschlagen, Freiberger startete aus Abseitsposition, doch der Assistent ließ die Fahne unten. Ortega eilte dem Stürmer entgegen, kam aber nicht an die Kugel. Freiberger zog an ihm vorbei und schob zum 2:0 ins leere Tor (58.). Nach einer Kopfballablage von Mauersberger nahm Amilton in der Drehung den Ball mit, seinen Schuss aus zwölf Metern lenkte Fernandez um den Pfosten (64.). In der 68. Minute traf Ayicek an der Strafraumkante nach einer Ablage die Kugel nicht voll, sodass Fernandez damit kein Problem hatte. Ein gefährlicher Distanzschuss von André Dej fischte Ortega in der 78. Minute aus dem linken unteren Eck. Die Löwen versuchten es mit der Brechstange, rannten immer wieder an, fanden aber keine Lücke gegen die gut verteidigenden Sportfreunde. In der Nachspielzeit sah Lucas Ribamar nach einem Frustfoul noch die Rote Karte. Zwangsläufig endete der DFB-Pokalwettbewerb 2016/2017 mit einer 0:2-Niederlage. Lotte eliminierten nach Werder Bremen und Bayer Leverkusen nun auch die Löwen.

STENOGRAMM: DFB-Pokal, Achtelfinale, 08.02.2017, 18.30 Uhr

Sportfreunde Lotte – 1860 München 2:0 (1:0)

Lotte: 30 Fernandez – 23 Langlitz, 5 Rahn, 4 Nauber, 16 Neidhart – 20 Pires-Rodrigues, 8 Dej, 6 Gorschlüter – 19 Freiberger, 10 Rosinger, 24 Lindner.
Ersatz: 1 Buchholz (Tor) – 9 Sané, 11 Tankulic, 15 Heyer, 17 Granatowski, 27 Brock, 31 Kaffenberger.

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 2 Mauersberger – 22 Stojkovic, 3 Wittek, 10 Liendl, 28 Lumor – 30 Amilton, 9 Gytkjaer, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann, (Tor) – 4 Bülow, 5 Perdedaj, 12 Ribamar, 33 Aycicek, 38 Lacazette, 40 Olic.

Wechsel: Sané für Lindner (46.), Heyer  für Gorschlüter (66.), Brock für Rosinger (88.) – Aycicek fürAigner (46.), Ribamar für Stojkovic (71.), Perdedaj für Mauersberger (71.).

Tore: 1:0 Lindner (28.), 2:0 Freiberger (58.).
Gelbe Karten: Rahn, Gorschlüter – Aigner, Boenisch, Stojkovic, Amilton, Lumor, Wittek, Perdedaj, Ba. 
Rote Karte: Ribamar (90., grobes Foulspiel).
Zuschauer: 10.056 im FRIMO-Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle); Assistenten: Tobias Christ (Münchweiler an der Rodalb), Markus Schüller (Korschenbroich); Vierter Offizieller: Christof Günsch (Marburg).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1999.htm


Testspiel:

Stefan Mugosa trifft: 1:0 im Test gegen CD Cova da Piedade.

Stefan Mugosa sorgte mit seinem Treffer in der 84. Minute für einen erfolgreichen Abschluss des Trainingslagers. 
Die Löwen gewannen den letzten von vier Tests im Trainingslager in Tróia mit 1:0 gegen den portugiesischen Zweitligisten CD Cova da Piedade. Den Siegtreffer erzielte der eingewechselte Stefan Mugosa in der 84. Minute. Erfreulich: In allen Partien 2017 blieb das Team von Trainer Vitor Pereira ohne Gegentor.

Die Löwen begannen druckvoll, hatten ihre erste gute Offensivszene in der 4. Minute. Einen Eckball von Michael Liendl verpasste zunächst Daylon Claasen, Lucas Ribamar grätschte in die Hereingabe, brachte den Ball aber nicht im Tor unter. Einen Freistoß zirkelte Karim Matmour wenig später über die Mauer, aber genau in die Arme des portugiesischen Torhüters (7.). In der 17. Minute forderten die Löwen lautstark Elfmeter, als ein Verteidiger von Cova da Piedade mit der Hand das Spielgerät berührte, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen. Nach einem Freistoß von Liendl war Claasen mit dem Kopf zur Stelle, setzte die Kugel aber knapp neben den rechten Pfosten (26.). Viel mehr passierte bis zum Seitenwechsel nicht mehr. Nur kurz vor der Pause war 1860-Keeper Stefan Ortega gefordert. Mit einem beherzten Zugreifen am Torraum verhinderte er die Führung für den Clube Desportivo (44.).

Die erste Chance im zweiten Durchgang hatte der eingewechselte Goran Sukalo. Der 35-Jährige stieg nach einer Liendl-Ecke am höchsten, sein Kopfball wurde aber sichere Beute des portugiesischen Schlussmanns (50.). Nach einer sehenswerten Kombination kam Daniel Adlung an der Strafraumgrenze zum Abschluss, doch wieder parierte der Keeper (56.). Eine Minute später war Claasen auf und davon, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins (57.). Nur das rechte Außennetz traf Marnon Busch mit seinem Schuss in der 75. Minute. Im Anschluss an eine Ecke von Levent Aycicek herrschte Chaos im Strafraum der Portugiesen, Kai Bülow kam aus dem Getümmel zum Abschluss, traf aber mit seinem Schrägschuss nur die Latte (80.). Besser machte es vier Minuten später Stefan Mugosa. Nach einer flachen Hereingabe von Aycicek war der Montenegriner zur Stelle, traf zum 1:0 ins linke Eck (84.). Wenig später scheiterte noch Kilian Jakob nach Mugosa-Zuspiel mit seinem Schuss am gegnerischen Keeper (85.). Dann war Schluss. Die Löwen feierten gegen den portugiesischen Zweitligisten den dritten Sieg im vierten Test, blieben während des Trainingslagers in Tróia ohne Gegentreffer.

Löwen-Chefcoach Vitor Pereira sah sein Team gut organisiert, die Vorgaben entsprechen umgesetzt. „Das waren die Dinge, die ich gefordert habe. Wir haben uns gute Chancen erspielt, müssen uns aber weiter im Torabschluss verbessern. Erneut sind wir ohne Gegentor geblieben“, so der 48-Jährige. „Das ist ein gutes Signal.“ Bereits am Sonntag startet der Portugiese in München mit der Trainingsvorbereitung auf das erste Rückrundenspiel gegen Greuther Fürth.

TSV 1860 München – Clube Desportivo Cova da Piedade 1:0 (0:0)

Folgende Spieler kamen bei 1860 zum Einsatz:  Jan Mauersberger (bis 60.), Fanol Perdedaj (bis 46./ab 66.), Daylon Claasen (bis 60.), Karim Matmour, Michael Liendl, Daniel Adlung (bis 66.), Lucas Ribamar (bis 46.), Rodnei, Filip Stojkovic (bis 60.), Stefan Ortega, Kilian Jakob, Stefan Mugosa (ab 46.), Goran Sukalo (ab 46.), Marnon Busch (ab 60.), Kai Bülow (ab 60.),  Levent Aycicek (ab 60.).

Tor: 1:0 Mugosa (84.).
Zuschauer: 100 im One Tróia José Mourinho Training Centre.
 


Testspiel:

0:0 gegen Setúbal - Zimmermann pariert Elfmeter.

Kapitän Stefan Aigner vergab in der Anfangsphase per Kopf die Chance zur Führung. 
Die Löwen spielten gegen den portugiesischen Erstligisten Vitória Futebol Clube Setúbal beim dritten Test in Tróia 0:0. Dabei versäumte es das Team von Trainer Vitor Pereira, die Überlegenheit in Tor umzumünzen. Die größte Chance des Spiels hatten aber die Portugiesen, als Jan Zimmermann in der 26. Minute einen Elfmeter parierte .

Nach den beiden 3:0-Siegen gegen Real Sport Clube und Sporting Lissabon B im Trainingslager in Tróia stand gegen Vitória Futebol Clube Setúbal, den Tabellenzehnten der portugiesischen Liga, ein ernsthafter Härtetest für die Löwen auf dem Programm. Das Team von Trainer Vitor Pereira zeigte von Beginn weg, dass es auch diese Partie gewinnen wollte. Nach einer Flanke von Ivica Olic kam Kapitän Stefan Aigner halblinks im Strafraum ungehindert zum Kopfball, setzte die Kugel aber knapp über die Querlatte (5.). Zwei Minuten später die nächste Möglichkeit. Der gefährliche Distanzschuss von Romuald Lacazette wurde gerade noch zur Ecke geblockt (7.). In der 21. Minute starteten die Löwen einen schnellen Angriff über die linke Seite. Von Sebastian Boenisch kam der Ball zu Aigner, der Levent Aycicek bediente. Doch der 22-Jährige scheiterte mit seinem 19-Meter-Schuss an Torhüter Pedro Trigueira. Wie aus heiterem Himmel die Chance zur Führung für die Portugiesen. Boenisch brachte mit einer Bogenlampe Kai Bülow in Bedrängnis, der foulte seinen Gegenspieler. Elfmeter! Doch Jan Zimmermann im Löwen-Tor parierte den fälligen Strafstoß (26.). Die Sechzger zeigten sich wenig beeindruckt und hatten zwei Minuten später die nächste Möglichkeit. Marnon Busch passte von rechts in die Mitte, Aycicek nahm die Hereingabe direkt, aber Trigueira parierte erneut (28.). Nach einem Foul an Lacazette gab es Freistoß. Ayciceks Versuch aus 18 Metern landete in der Mauer (33.). Trotz optischer Überlegenheit schafften es die Löwen nicht, mit einer Führung in die Kabine zu gehen.

Unverändert starten die Sechzger in den zweiten Durchgang, hatten auch gleich die erste Chance. Florian Neuhaus bediente Aigner, der Kapitän legte auf Ivica Olic ab, doch dessen Schuss ging deutlich am Tor der Portugiesen vorbei (51.). Nach etwas mehr als einer Stunde wechselte Vitor Pereira gleich vier Mal, brachte Jan Mauersberger, Filip Stojkovic, Lucas Ribamar und Daylon Claasen in die Partie (62.). In der 75. Minute hatte Lacazette die Führung auf dem Fuß. Nach einem Freistoß von Youngster Neuhaus sprang der Franzose am Torraumeck in die Hereingabe, sein Schuss aus spitzem Winkel landete aber nur am linken Außennetz. Eine Flanke von Maximilian Wittek, die immer länger wurde, strich nur knapp über die Querlatte (80.). Aber auch die Portugiesen hatten in der 2. Halbzeit ihre Chance, doch den gefährlichen Freistoß von der Strafraumgrenze konnte Boenisch in der Mauer entscheidend blocken (80.). Somit blieb es beim 0:0. Positiv: Die Löwen blieben in den bisherigen drei Testspielen in Tróia ohne Gegentor.

Vitor Pereira zeigte sich zufrieden mit dem Test: „Wir haben uns viele Chancen erarbeitet. Mir gefällt, wie sich die Mannschaft präsentiert. Aber um auf eine höhere Stufe zu erreichen, müssen wir uns weiter in vielen Bereichen verbessern.“ Damit sprach der 48-Jährige Abstimmungsmängel, das Verhalten in Eins-gegen-Eins-Situationen sowie die Chancenverwertung an. „Einige Spieler sind müde. Das ist aber in dieser Phase des Trainingslagers normal.“ Eine Stammformation habe er noch nicht: „Jeder hat weiterhin die Möglichkeit sich zu präsentieren. Alle können sich im Training anbieten.“

TSV 1860 München – Vitória Futebol Clube Setúbal 0:0

Folgende Spieler kamen bei 1860 zum Einsatz: Maximilian Wittek, Kai Bülow (bis 62.), Sebastian Boenisch, Marnon Busch (bis 62.), Felix Uduokhai, Florian Neuhaus, Jan Zimmermann, Stefan Aigner, Levent Aycicek (bis 62.), Romuald Lacazette, Ivica Olic (bis 62.), Jan Mauersberger (ab 62.), Filip Stojkovic (ab 62.), Lucas Ribamar (ab 62.), Daylon Claasen (ab 62.).

Tore: -.
Bes. Vorkommnis: Zimmermann hält Elfmeter (26.).
Zuschauer: 100 im One Tróia José Mourinho Training Centre.
 


Testspiel:
Löwen besiegen den Real Sport Clube 3:0 beim Ribamar-Debüt.

Lucas Ribamar bei seinem halbstündigen Debüt im Löwen-Trikot gegen den Real Sport Clube. 

Auch gegen den Drittligisten Real Sport Clube aus Massamá feierten die Löwen - wie am Vormittag gegen Sporting Lissabon B - einen 3:0-Erfolg. Viel wichtiger als das Ergebnis war jedoch das halbstündige Debüt von Lucas Ribamar. Die Treffer erzielten Rodnei und Michael Liendl vor der Pause sowie Karim Matmour kurz nach Wiederanpfiff.

Endlich! Zum ersten Mal stand Lucas Ribamar in einem Spiel auf dem Platz. Sein Debüt endete, wie von Trainer Vitor Pereira angekündigt, nach einer halben Stunde. Seine beste Szene hatte der Brasilianer in der 25. Minute, als er sich im Strafraum durchsetzte und anschließend Stefan Aigner bediente. Der Kapitän setzte den Ball aber am Tor vorbei. In der 31. Minute machte das 19-jährige Sturmtalent dann Platz für Florian Neuhaus.

Die erste gute Chance des Spiels hatten die Sechzger in der 12. Minute nach einer Linksflanke von Kilian Jakob. Stefan Aigner traf mit seinem Kopfball aber nur die Querlatte. Wie schon im ersten Spiel am Vormittag gingen die Löwen durch einen Standard in Führung: Michael Liendls Eckball-Flanke vollendete Rodnei mit einem wuchtigen Kopfball zur Führung (20.). Kurz vor der Pause konnte der Drittligist aus der Nähe von Lissabon Karim Matmour im Strafraum nur durch ein Foul bremsen (40.). Michael Liendl trat an, verwandelte wie bereits bei den fünf Elfmetern in der Liga sicher zum 2:0 (41.). Kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs erzielte Matmour nach einer Hereingabe von links durch Jakob per Kopf das 3:0 (49.). Bis zum Schluss blieb es bei diesem Ergebnis.

Kapitän Stefan Aigner fand den Test für den Stand der Vorbereitung „in Ordnung. Die Spritzigkeit fehlt uns noch, da muss man schon den inneren Schweinehund überwinden. Aber das ist normal im Trainingslager.“

Cheftrainer Vitor Pereira sprach dagegen von „mehr Intensität“ im ersten Spiel. „Heute Nachmittag lief alles etwas langsamer und mit weniger Laufbereitschaft im Pressing. Positiv ist, dass wir kein Gegentor kassiert und drei Tore geschossen haben. Deshalb bin ich dennoch zufrieden.“ Der 48-Jährige sieht noch einiges an Verbesserungspotential: „Daran arbeiten wir Tag für Tag im Training.“ Dagegen dämpfte der Portugiese etwas die Erwartungen an Lucas Ribamar, der nach einem halben Jahr bei den Löwen erstmals in einem Testspiel auf dem Platz stand. „Wir müssen ihn nach solch einer langen Verletzungspause Schritt für Schritt heranführen, dürfen dabei kein Risiko eingehen. Mit seiner Leistung heute bin ich zufrieden.“

TSV 1860 München – Real Sport Clube 3:0 (2:0)

Folgende Spieler kamen bei 1860 zum Einsatz: Fanol Perdedaj, Kai Bülow, Karim Matmour, Michael Liendl, Lucas Ribamar (bis 31.), Goran Sukalo, Rodnei, Jan Zimmermann, Kilian Jakob, Stefan Aigner, Milos Degenek, Florian Neuhaus (ab 31. bis 63.), Filip Stojkovic (ab 63.).

Tore: 1:0 Rodnei (20.), 2:0 Liendl (41., Foulelfmeter), 3:0 Matmour (49.).
Zuschauer: 100 im One Tróia José Mourinho Training Centre.
 


Testspiel:
Löwen besiegen Sporting B 3:0 bei Pereira-Premiere.

Romuald Lacazette, der bereits das erste Tor vorbereitet hatte, erzielte den Treffer zum 3:0-Endstand per Kopf selbst. 
 
Die Löwen haben ihr erstes Testspiel 2017 in Tróia gegen den portugiesischen Zweitligisten Sporting Lissabon B mit 3:0 (1:0) gewonnen. Die Tore erzielten Jan Mauersberger in der 1. Halbzeit und Ivica Olic sowie Romuald Lacazette nach der Pause.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase gingen die Löwen nach einem Standard in Führung. Den Eckball von Levent Aycicek verlängerte Romuald Lacazette per Kopf auf Jan Mauersberger, der am höchsten stieg und aus kurzer Distanz zur Führung traf (26.). Es war das erste Tor der Sechzger 2017! Nach der Pause erhöhte Ivica Olic per Foulelfmeter, nachdem Felix Uduokhai im Strafraum gefoult worden war. Der Kroate ließ anschließend Sporting-Keeper Pedro Silva keine Chance, verwandelte sicher zum 2:0 ins rechte untere Eck (60.). Den Schlusspunkt setzte Lacazette. Der Franzose verwertete eine Flanke von Aycicek per Kopf zum 3:0-Endstand (84.).

Cheftrainer Vitor Pereira zeigte sich zufrieden: „Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Das Team war bis zum Ende gut organisiert. Mich freut besonders, dass die Spieler das umgesetzt haben, woran wir täglich im Training arbeiten.“ Am Nachmittag im Spiel gegen Real Sport Clube soll dann Lucas Ribamar sein Debüt im Löwen-Trikot geben. „Ich denke, er wird eine halbe Stunde zum Einsatz kommen. Wir müssen vorsichtig sein, denn er hat eine lange Verletzungszeit hinter sich“, so Pereira.

TSV 1860 München – Sporting Lissabon B 3:0 (1:0)

Folgende Spieler kamen bei 1860 zum Einsatz: Jan Mauersberger, Sebastian Boenisch (bis 65.), Daylon Claasen, Marnon Busch, Felix Uduokhai, Florian Neuhaus, Filip Stojkovic, Stefan Ortega, Levent Aycicek, Romuald Lacazette, Ivica Olic (bis 65.), Stefan Mugosa (ab 65.), Milos Degenek (ab 65.).

Tore: 1:0 Mauersberger (26.), 2:0 Olic (60., Foulelfmeter), 3:0 Lacazette (84.).
Zuschauer: 100 im  One Tróia José Mourinho Training Centre.


Testspiel, 15.11.2016, 18.30 Uhr

SV Heimstetten - 1860 München 2:3 (1:0)

Aiges ist zurück: Kapitän trifft beim 3:2 in Heimstetten.

Erzielte bei seinem Comeback den Anschlusstreffer: Kapitän Stefan Aigner. 
Im Test bei Bayernligist SV Heimstetten lagen die Löwen nach 54 Minuten überraschend mit 0:2 zurück. Lukas Riglewski hatte per Doppelpack getroffen (16. und 54.). Dann kam die langersehnte Rückkehr von Stefan Aigner, der nach 65-tägiger Verletzungspause sein Comeback feierte. in der 55. Minute erzielte der Kapitän den Anschlusstreffer, Filip Stojkovic glich aus (61.). Daniel Adlung traf zum 3:2-Endstand  (78.).

Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic musste bei dem Test in Heimstetten auf Milos Degenek (WM-Qualifikationsspiel mit Australien) und die langzeitverletzten Lucas Ribamar, Krisztian Simon sowie Victor Andrade verzichten.

Alles andere als optimal begann die Partie für die Löwen. Nach einer Viertelstunde ging der Bayernligist in Führung. Dominik Schmitt hatte für  Riglewski durchgesteckt. Der Stürmer schlenzte den Ball unhaltbar für Jan Zimmermann zum 1:0 in den Winkel (16.). Die Löwen taten alles, um möglichst schnell den Ausgleich zu erzielen, doch Levent Aycicek (24.) und Stefan Mugosa (26.) scheiterten jeweils knapp. In der 38. Minute setzte sich Sebastian Boenisch auf der linken Seite durch, seine Flanke erreichte Michael Liendl mit dem Kopf, doch Heimstettens Keeper Marijan Krasnic fischte den Ball aus dem Winkel. Fünf Minuten später stand der SVH-Torhüter erneut im Blickpunkt: Einen 16-Meter-Schuss aufs lange Eck parierte er. Und auch beim Nachschuss von Nicholas Helmbrecht blieb er Sieger (43.). So nahmen die Löwen den Rückstand mit in die Kabine.

Insgesamt wechselte Coach Kosta Runjaic zur Pause neun Mal. Nach neun Wochen Verletzungspause gab auch Kapitän Stefan Aigner sein langersehntes Comeback. Aber auch in der 2. Halbzeit waren es die Gastgeber, die zuerst ins Tor trafen. Erneut war es Riglewski, der einen Freistoß aus 18 Metern unhaltbar für Vitus Eicher zum 2:0 ins Kreuzeck schlenzte (54.). Doch dann kam der große Auftritt von Aigner. Sascha Mölders hatte von links in die Mitte gepasst, der 29-Jährige lief in die Hereingabe, drückte den Ball zum 1:2 über die Linie (55.). Sechs Minuten später bereitete der Kapitän den Ausgleich selbst vor. Zuerst passte er von der Grundlinie auf Filip Stojkovic. Der legte quer auf Mölders, der aus kurzer Distanz am eingewechselten Keeper Maximilian Riedmüller scheiterte. Der Abpraller kam zu Stojkovic, der aus halblinker Position zum 2:2 traf (61.). In der 77. Minute war der Auftritt von Aigner wieder beendet. Ebenso wie Boenisch verließ er das Spielfeld. Kurz danach sorgte Daniel Adlung wenigstens noch für den Löwen-Sieg. Per Freistoß traf er zum 3:2-Endstand (78.).

Rückkehrer Stefan Aigner wollte das Spiel nicht überbewerten. „Solche Gegner sind immer topmotiviert“, sagte er. Für ihn war das Ergebnis ohnehin nur Nebensache. „Entscheidend war für mich, dass das Knie hält. Es ist zwar noch nicht wie vorher, aber es wird von Tag zu Tag besser“, resümierte der 29-Jährige. „Natürlich bin ich heute noch nicht mit 100 Prozent in die Zweikämpfe gegangen. Für mich war es wichtig, wieder mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen.“

STENOGRAMM: Testspiel, 15.11.2016, 18.30 Uhr

SV Heimstetten - 1860 München 2:3 (1:0)

1860: 21 Zimmermann - 16 Busch, 2 Mauersberger, 28 Weber, 6 Boenisch - 5 Perdedaj, 4 Bülow - 23 Helmbrecht, 10 Liendl, 33 Aycicek - 9 Mugosa.
Ersatz: 1 Eicher (Tor) - 3 wittek, 8 Matmour, 11 Adlung, 13 Mölders, 15 Sukalo, 17 Uduokhai, 18 Karger, 19 Neuhaus, 22 Stojkovic, 29 Aigner, 38 lacazette, 40 Olic.

Wechsel: Eicher für Zimmermann (46.), Stojkovic für Busch (46.), Uduokhai  für Mauersberger (46.), Lacazette für Helmbrecht (46.), Matmour für Perdedaj (46.), Adlung für Bülow (46.), Neuhaus für Liendl (46.), Aigner für Aycicek (46.), Mölders für Mugosa (46.), Sukalo für Weber (70.), Olic für Neuhaus (70.), Wittek für Boenisch (77.), Karger für Aigner (77.).

Tore: 1:0 Riglewski (16.), 2:0 Riglewski (54.), 2:1 Aigner (55.), 2:2 Stojkovic (61.), 2:3 Adlung (78.).
Zuschauer:  500 im Sportpark Heimstetten.:
Schiedsrichter: Julian Kreye; Assistenten: Benedikt Ölinger, Joshua Amponsah.


Bildergallerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1955.htm

DFB-Pokal, 2. Hauptrunde, 25.10.2016, 18.30 Uhr

Kickers Würzburg – 1860 München 3:4 n. E.


Löwen beißen und besiegen Würzburg im Elfmeterschießen

Verwandelte mit etwas Glück den letzten Löwen-Elfmeter: Sascha Mölders. 
Die 120 Minuten der Löwen bei Kickers Würzburg in der 2. Runde des DFB-Pokals blieben torlos. So fiel die Entscheidung vom Elfmeterpunkt.  Beim Stande von 2:1 hielt Jan Zimmermann den Elfmeter von Elias Soriano. Aber auch Filip Stojkovic scheiterte. Vor dem letzten Strafstoß führten die Sechzger mit 4:3. Nejmeddin Daghfous hämmerte die Kugel an die Latte. Damit war der Achtelfinal-Einzug der Sechzger perfekt.

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen Trainingsrückstandes musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic im Poaklspiel bei den Würzburger Kickers auf Vitus Eicher (Zahnprobleme), Sebastian Boenisch (Muskelprobleme), Lucas Ribamar, Krisztian Simon, Goran Sukalo, Milos Degenek und Ivica Olic (alle Aufbautraining) sowie Rodnei (muskuläre Probleme) verzichten. Karim Matmour, Michael Liendl, Marnon Busch und Nicholas Helmbrecht standen nicht im 18er-Kader. Felix Uduokhai gab sein Startelf-Debüt.

Spielbericht: In der 7. Minute versuchte es Daniel Adlung mit einem Linksschuss aus 17 Metern, schoss aber am linken Pfosten vorbei. Zwei Minuten später konnte Felix Uduokhai den enteilten Marco Königs nur per Foul fünf Meter vorm Strafraum bremsen. Der anschließende Freistoß von Nejmeddin Daghfous landete jedoch in der Mauer (10.). Eine Riesenchance hatten die Löwen in der 21. Minute. Maximilian Wittek passte auf Höhe der Mittellinie fast an der linken Außenlinie flach durch die Schnittstelle auf Stefan Mugosa in die Mitte. Der Montenegriner hatte freie Bahn, brachte aber den Ball nicht gleich unter Kontrolle. Sein Schlenzer hoch aufs linke Eck ging knapp über die Querlatte. Im Anschluss an einen Eckball kam Uduokhai aus acht Metern zum Kopfball, seinem Abschluss fehlte aber der Druck, so dass Keeper Jörg Siebenhandl keine Mühe damit hatte (25.). Glück hatten die Sechzger bei einem Freistoß von Daghfous aus dem linken Halbfeld. Innenverteidiger Clemens Schoppenhauer lief ein, kam mit der Fußspitze am Fünfmeterraum noch an den Ball, brachte ihn aber nicht mehr aufs Tor (30.). Bei einem 30-Meter-Freistoß für die Kickers halbrechts rechneten alle mit einer Flanke. Daghfous hielt aber aufs kurze Eck, doch Jan Zimmermann hatte aufgepasst, hechtete nach rechts und wehrte den Schuss zur Seite ab (34.). In der 43. Minute kam Daghfous im Zweikampf mit Fanol Perdedaj an der linken Strafraumseite zu Fall, Schiedsrichter Markus Schmidt ließ trotz Protesten der Würzburger weiterspielen. Torlos ging es in die Kabine.

Zur 2. Halbzeit kam Victor Andrade für den angeschlagenen Nico Karger ins Spiel. Der machte gleich mächtig Druck, überlief David Pisot. Der Würzburger nahm an der Strafraumgrenze die Hände zur Hilfe, doch auch hier ließ Schmidt Gnade vor Recht ergehen (47.). Bereits in der 54. Minute war Kosta Runjaic zum zweiten Wechsel gezwungen. Filip Stojkovic kam für den gelb-rot-gefährdeten Perdedaj in die Partie. Für Andrade war nach 20 Minuten die Partie zu Ende. Der Brasilianer verletzte sich in einem Zweikampf, Levent Aycicek ersetzte ihn. Damit war bereits in der 68. Minute das Wechselkontingent der Löwen ausgeschöpft. Chancen blieben auf beiden Seiten zunächst aus. Den ersten Torschuss gab Sascha Mölders in der 72. Minute von der Strafraumgrenze ab, ohne aber Siebenhandl ernsthaft zu prüfen. Drei Minuten später kam Daghfous links im Sechzehnmeterraum zum Flanken, doch Jan Mauersberger klärte in der Mitte vor Königs zur Ecke (75.). In der 80. Minute grätschte der eingewechselte Felix Müller im Strafraum Ayciek um, aber erneut blieb die Pfeife des Unparteiischen stumm. Viel klarer kann ein Elfmeter eigentlich nicht sein! Auf der anderen Seite klärte Stojkovic nach Daghfous-Flanke den Ball genau Rico Benatelli vor die Füße, doch im Nachsetzen konnte der Verteidiger seinen Fehler ausbügeln (82.). Romuald Lacazette stieg nach einer Aycicek-Ecke am höchsten, sein Kopfball aus acht Metern kam aber genau auf Siebenhandl, der die Kugel fangen konnte (84.). In der Nachspielzeit hatten die Franken zunächst eine Konterchance. Die Hereingabe von Ex-Löwe Valdet Rama faustete Zimmermann. Der Ball senkte sich als Kerze hinter ihm in den Torraum, ehe Stojkovic klären konnte. Im Gegenzug hätten die Sechzger alles klar mach können, aber Mölders schloss im Strafraum selbst ab, anstatt den mitgelaufenen Florian Neuhaus zu bedienen. Seinen 15-Meter-Schlenzer aufs linke Eck entschärfte Siebenhandl. So ging es in die Verlängerung.

Dort hatten die Würzburger die erste Möglichkeit. Eine Freistoßflanke von Rama aus dem linken Halbfeld mit rechts scharf vors Löwen-Tor getreten erreichte Sebastian Neumann am ersten Pfosten, sein Kopfball aus sieben Metern ging aber links am Tor vorbei (95.). Vier Minuten später rettete das Aluminium. Nach einer Daghfous-Flanke von links kam er frei aus acht Metern zum Kopfball, setzte die Kugel an die Querlatte. Mauersberger klärte den Abpraller (99.). Kurz vor dem nächsten Seitenwechsel brachte Kickers-Trainer Bernd Hollerbach mit Elias Soriano seinen torgefährlichsten Angreifer (104.). Einen Diagonalball von Neuhaus nahm halbrechts im Strafraum Stefan Mugosa mit der Brust an, sein Dropkick aus zehn Metern fischte Siebenhandl aus dem langen Eck (111.). Kurz danach wehrte der Kickers-Keeper einen Schrägschuss von Aycicek aus kurzer Distanz mit dem Fuß ab. Aycicek nahm an der Strafraumgrenze einen Abpraller direkt, zielte aber knapp über den Querbalken (119.). Auch die Verlängerung blieb torlos, so kam es nach 120 Minuten zum Elfmeterschießen.

Aycicek begann für die Löwen, verwandelte sicher, auch wenn Siebenhandl die Ecke geahnt hatte. Rama legte für die Würzburger nach, setzte den Ball frech zum 1:1 hoch in die Mitte. Nun war Youngster Uduokhai an der Reihe und traf, obwohl Siebenhandl mit der Hand die Kugel berührte. Den hart geschossenen, aber nicht platzierten Elfmeter von Soriano parierte Zimmermann. Als nächstes traf Wittek mit viel Glück. Der Ball rutschte dem Torwart unten durch. Benatelli verkürzte sicher zum 2:3. Danach war Stojkovic an der Reihe. Seinen Schuss lenkte Siebenhandl an den Pfosten. Pisot glich anschließend auf 3:3 aus. Zwar war Würzburgs Keeper erneut bei Mölders Strafstoß dran, doch der Routinier hämmerte den Ball zum 4:3 unter die Latte. Nun musste Daghfous treffen. Der Würzburger knallte die Kugel an die Latte. Damit war die Entscheidung gefallen, die Löwen zogen mit 4:3 nach Elfmeterschießen ins Achtelfinale ein.

STENOGRAMM: DFB-Pokal, 2. Hauptrunde, 25.10.2016, 18.30 Uhr

Kickers Würzburg – 1860 München 3:4 n. E.

FKW: 31 Siebenhandl – 25 Pisot, 5 Schoppenhauer, 29 Neumann, 16 Kurzweg – 21 Schröck, 4 Benatelli – 12 Junior Diaz, 23 Weihrauch, 10 Daghfous – 27 Königs.
Ersatz: 28 Wulnikowski (Tor) – 6 Lagos, 7 Müller, 8 Taffertshofer, 11 Weil, 24 Rama, 33 Soriano.

1860: 21 Zimmermann – 5 Perdedaj, 2 Mauersberger, 17 Uduokhai, 3 Wittek – 38 Lacazette, 11 Adlung –19 Neuhaus, 18 Karger – 9 Mugosa, 13 Mölders.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 4 Bülow, 7 Claasen, 22 Stojkovic, 28 Weber, 31 Andrade, 33 Aycicek.

Wechsel: Müller für Kurzweg (77.), Rama für Weihrauch (84.), Soriano für Königs (104.) – Andrade für Karger (46.), Stojkovic für Perdedaj (54.), Aycicek für Andrade (68.).

Tore: -.
Elfmeterschießen: 0:1 Aycicek, 1:1 Rama, 1:2 Uduokhai, Soriano verschießt, 1:3 Wittek, 2:3 Benatelli, Stojkovic verschießt, 3:3 Pisot, 3:4 Mölders, Daghfous verschießt.
Gelbe Karten: Junior Diaz – Uduokhai, Neuhaus, Perdedaj, Adlung. 
Zuschauer: 12.140 in der FLYERALARM Arena (ausverkauft).
Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart); Assistenten: Christof Günsch (Battenberg/Eder), Markus Sinn (Filderstadt); Vierter Offizieller: Tobias Fritsch (Frankfurt).


Testspiel, 16.10.2016

BFV-Regionalauswahl - 1860 München 0:1 (0:0)
 

1:0 für die gute Sache: Löwen besiegen BFV-Regionalauswahl

Sebastian Boenisch (li.) gab gegen die BFV-Regionalauswahl sein Debüt für die Löwen. 
Die Löwen besiegten beim Benefizspiel für die Hochwasseropfer in Niederbayern eine BFV-Regionalauswahl in Burghausen mit 1:0. Romuald Lacazette, der nach mehrmonatiger Verletzung sein Comeback feierte, erzielte in der 52. Minute den Siegtreffer. Zudem gab Neuzugang Sebastian Boenisch sein 60-minütiges Debüt im 1860-Dress.

Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic musste in Burghausen auf Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining), Goran Sukalo (Muskelbündelriss), Felix Uduokhai (Beschwerden an der Patellasehne), Filip Stojkovic (Zerrung im Oberschenkel), Stefan Aigner (Innenbandteilruptur am rechten Knie), Milos Degenek (Abriss des Innenmeniskus am Innenband), Ivica Olic (Knieprobleme) und Fanol Perdedaj sowie Stefan Mugosa (beide Länderspiel-Abstellung) verzichten.

Der Mann der ersten 45 Minuten hieß eindeutig Michael Hofmann. Der Ex-Löwe, der bei der BFV-Regionalauswahl zwischen den Pfosten stand, hielt mit seinen 43 Jahren seinen Kasten sauber. Die Sechzger zeigten zwar Einbahnstraßenfußball - Jan Zimmermann im 1860-Tor bekam keinen einzigen Schuss auf seinen Kasten -, zu einem Treffer reichte es aber nicht. In der 12. Minute  tankte sich Maxi Wittek auf dem linken Flügel durch, seine Hereingabe kam zu Nico Karger, der an Hofmann scheiterte. Fünf Minuten später kam der schnelle Victor Andrade im gegnerischen Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Markus Huber ließ weiterspielen (17.). Nach einem Eckball von Michael Liendl stieg Jan Mauersberger am höchsten, setzte die Kugel per Kopf an die Querlatte (21.). Der agile Andrade tanzte in der 25. Minute zwei Amateure aus, zielte dann aber deutlich übers Tor. Eine Minute später lenkte Hofmann den Schuss des Brasilianers im Strafraum über die Querlatte (26.). Nach etwas mehr als einer halben Stunde sah es so aus, als ob Löwen-Keeper Zimmermann das erste Mal eingreifen müsste, doch Neu-Löwe Sebastian Boenisch klärte im letzten Moment gegen Christoph Bann (31.). Auf der anderen Seite versuchte Sascha Mölders mit einem Lupfer Hofmann zu überwinden, zielte aber deutlich über das Tor (36.). Kurz vor der Pause scheiterten Andrade und Mölders mit ihren Distanzschüssen (42. und 43.) an dem Oldie im BFV-Tor. So ging es torlos in die Kabine.

Der zur Pause eingewechselte Romuald Lacazette erzielte in der 52. Minute die längst überfällige Führung. Sein Schuss aus 18 Metern schlug unhaltbar für Miha Tetickovic rechts unten zum 1:0 ein. Den Torschrei hatten die Löwen in der 63. Minute schon auf den Lippen, doch Tetickovic lenkte den Schuss von Sascha Mölders um den rechten Pfosten. Im Anschluss an die Ecke scheiterten Daniel Adlung und Kai Bülow an dem Keeper (64.). Auch ein Drehschuss von Mölders vom Elfmeterpunkt entschärft Tetickovic (68.).Einen Zwölf-Meter-Schuss des eingewechselten Eric Weeger aus halbrechter Position konnte der Auswahlkeeper ebenfalls bwehren (76.). Zwei Minuten später zögerte Karim Matmour in guter Position mit dem Abschluss, so dass sein Schuss aus 13 Meter im letzten Moment geblockt werden konnte. In der 82. Minute war der Jubel groß, als die BFV-Regionalauswahl zur ersten Ecke kam. Im Anschluss an diese gab es auch den ersten Torschuss des Spiels durch Christoph Schulz, der aber aus 19 Metern die Kugel rechts neben das Tor setzte. Felix Bachschmid hatte die letzte Chance des Spiels. Der U21-Torjäger der Löwen kam halbrechts aus neun Metern zum Abschluss, sein Schuss wurde jedoch Beute von Tetickovic (86.). Damit blieb es beim 1:0.

Löwen-Cheftrainer Kosta Runjaic wollte den Test nicht überbewerten. „Heute ging es nur um die gute Sache. Dazu wollten wir unseren Beitrag leisten“, so der 45-Jährige. „Ich denke, es war ein gelungenes Event, bei dem die Zuschauer ihren Spaß hatten. Jeder Euro ist für die Betroffenen wichtig. Deshalb waren wir auch hier.“ Coach Kosta bedauerte, „dass wir zu wenig Tore geschossen haben“, lobte gleichzeitig die Amateure: „Der Gegner hat sehr gut verteidigt und uns Probleme bereitet. Wichtig war, dass sich bei uns keiner verletzt hat. Die Partie war gut für uns, um Spieler wie Romuald Lacazette aufzubauen und an die Mannschaft heranzuführen.“

1860-Debütant Sebastian Boenisch freute sich darüber, „dass ich endlich mal wieder den Ball am Fuß hatte. Das Spiel war wichtig für mich, um reinzukommen.“ Ansonsten ging er mit seinem Trainer unisono: „Wir wussten, worum es geht, wollten hier helfen. Ich hoffe, dass wir mit den Einnahmen aus diesem Spiel die finanziellen Schäden lindern können. Es war ein gelungener Tag, das sportliche Ergebnis sollte man dabei nicht so hoch bewerten.“

Weitere Stimmen auf der BFV-Seite.

STENOGRAMM: Testspiel, 16.10.2016

BFV-Regionalauswahl - 1860 München 0:1 (0:0)

1860: 21 Zimmermann - 16 Busch, 6 Boenisch, 2 Mauersberger, 3 Wittek - 10 Liendl - 31 Andrade, 33 Aycicek, 7 Claasen, 18 Karger - 13 Mölders. 
Ersatz: 24 Ortega (Tor) - 4 Bülow, 8 Matmour, 9 Mugosa, 11 Adlung, 19 Neuhaus, 23 Helmbrecht, 25 Weeger, 26 Marton, 38 Lacazette, 28 Bachschmid, 36 Hursan.

Wechsel: Ortega für Zimmermann (46.), Bülow für Mauersberger (46.), Lacazette für Liendl (46.), Matmour für Krager (46.), Adlung für Claasen (46.), Weeger für Busch (60.), Hursan für Boenisch (60.), Neuhaus für Andrade (60.), Helmbrecht für Aycicek (60.), Bachschmid für Mölder (74.), Marton für Wittek (74.).

Tore: 0:1 Lacazette (52.).
Zuschauer: 1.212 in der Wacker-Arena.
Schiedsrichter: Markus Huber; Assistenten: Alexander Schkarlat, Martin Mooser.

Bildergallerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1942.htm


DFB-Pokal, 1. Hauptrunde, 20.08.2016, 18.30 Uhr

1860 München  – Karlsruher SC 2:1 (0:0)

Karim Matmour setzt Lucky Punch im Pokal gegen den KSC.

Löwen-Kapitän Stefan Aigner im Zweikampf mit KSC-Verteidiger Ylli Sallahi. 
Die Löwen setzten im Pokalspiel gegen den Karlsruher SC den Lucky Punch in der Nachspielzeit. Karim Matmour verwertete eine Hereingabe von Stefan Aigner am langen Pfosten zum 2:1 (90.). Aigner, der seinen 29. Geburtstag feierte, hatte sein Team in der 60. Minute in Führung gebracht. Dimtris Diamantakos glich sieben Minuten später aus (67.). Damit stehen die Sechzger in der 2. Pokalrunde.

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen fehlender Fitness musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic im DFB-Pokal auf Ilie Sanchez (Knieverletzung), Lucas Ribamar (Trainingsrückstand), Krisztian Simon (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Goran Sukalo (Kapseleinriss im Sprunggelenk), Nico Karger (Kapseleinriss im Knie), Filip Stojkovic (Zerrung im Oberschenkel) und Romuald Lacazette (Mittelfußbruch) verzichten. Moritz Heinrich und Sertan Yegenoglu sammelten Spielpraxis in der U21 gegen SpVgg Greuther Fürth II. Vitus Eicher als dritter Torhüter, Marnon Busch, Florian Neuhaus, Rodnei und Nicholas Helmbrecht standen nicht im 18er-Kader.

Spielverlauf: Pokal pur: Von Beginn an kämpften beide Teams um jeden Zentimeter. Die erste Chance hatten die Gäste. Yann Rolim kam in zentraler Position nach Zuspiel von Enrico Valentini an den Ball, sein 18-Meter-Schuss ging nur knapp am linken Pfosten vorbei (4.). Kurz danach bot sich den Badener eine exzellente Konterchance, aber der Pass von Manuel Torres auf Dimitris Diamantakos geriet zu steil, so dass diese verpuffte (5.). Aufregung in der 12. Minute vor dem KSC-Tor. Stefan Aigner spielte zwei Mal den Ball in die Mitte. Zunächst klärten die Karlsruher, dann kam die Kugel zu Daylon Claasen, der am langen Pfosten aus extrem spitzem Winkel aufs kurze Eck zielte, aber Valentini anschoss. Von dem Verteidiger prallte der Ball über Karim Matmour ins Tor-Aus. Selten konnte der KSC in dieser Phase Aigner an seinem 29. Geburtstag bremsen. In der 17. Minute wurde er von Jordi Figueras kurz vorm Strafraum gefällt, der Karlsruher Verteidiger sah dafür Gelb. Den anschließenden Freistoß vom rechten Sechzehnmetereck brachte Michael Liendl nach innen, Matmour war zur Stelle, köpfte die Hereingabe aber übers Tor. Nach einem geblockten Schuss halblinks aus 18 Metern von Moritz Stoppelkamp fiel die Kugel Gaetan Krebs vor die Füße. Der Franzose zielte aus zwölf Metern aufs linke Kreuzeck, doch Jan Zimmermann machte sich lang, lenkte den Ball mit beiden Händen am Tor vorbei (21.). Jan Mauersberger und Maxi Wittek brachten in der 32. Minute auf der Seite die Kugel nicht unter Kontrolle, die kam zu Stoppelkamp im Zentrum. Dessen Schuss aus 15 Metern mit der Innenseite fischte Zimmermann aus der Ecke (32.). Drei Minuten später musste der Löwen-Keeper erneut Kopf und Kragen riskieren. Yann Rolim trieb den Ball durch die Mitte nach vorne, keiner attackierte ihn. Am Strafraum steckte der Brasilianer für Torres durch, der tauchte alleine vor Zimmermann auf, scheiterte aber an dem Torhüter aus kurzer Distanz (35.). Ein 18-Meter-Schuss von Diamantakos ging in der 39. Minute links am Pfosten vorbei. Im Gegenzug konnte Martin Stoll den Abschluss von Ivica Olic im KSC-Strafraum im letzten Moment mit einer Grätsche verhindern (40.). Ein Schuss aus 19 Metern von Stoppelkamp nach Doppelpass mit Diamantakos senkte sich über Zimmermann hinweg, ging aber über die Querlatte (41.). Unterm Strich waren die Sechzger mit dem 0:0 zur Pause gut bedient. Nach gutem Beginn übernahm nach 20 Minuten der KSC das Kommando, hatte die besseren Chancen.

Kurz nach Wiederbeginn ein Eckball für die Löwen. Erneut kam Matmour an die Hereingabe von Liendl, köpfte aber aus sechs Metern neben das Tor (46.). Ein Schuss von Stoppelkamp aus 19 Metern landete haarscharf neben dem rechten Pfosten des 1860-Gehäuses (48.). In der 52. Minute versuchte es Valentini aus 18 Metern mit einem Schlenzer aufs lange Eck, aber erneut wehrte Zimmermann den Schuss ab. Nach einem Ballverlust von Claasen im eigenen Strafraum gegen Valentini brannte es lichterloh, Milos Degenek konnte gerade noch Torres im Fünfmeterraum am Abschluss hindern (55.). Im Gegenzug hatten die Sechzger die Chance zur Führung. Witteks Flanke aus dem linken Halbfeld kam zu Olic am zweiten Pfosten, dessen Kopfball gegen die Laufrichtung von Dirk Orlishausen ging nur um Zentimeter am linken Eck vorbei (56.). In der 59. Minute musste Zimmermann erneut eingreifen. Stoppelkamps Schrägschuss aus neun Metern wehrte er zur Seite ab (59.). Kurz danach ein Konter über die linke Angriffseite der Löwen. Claasen hatte an der Außenlinie auf Olic durchgespielt, der verlängerte direkt auf Matmour. Der Algerier ging in der Mitte auf und davon, ließ zwei Karlsruher stehen, spielte dann mit viel Übersicht am Strafraum nach rechts auf Aigner. Das Geburtstagskind zog nach innen, wartete lange und schlenzte aus elf Metern überlegt den Ball zum 1:0 ins linke untere Eck (60.). Die Freude über den Führungstreffer währte nicht lange. Torres wurde rechts im Strafraum angespielt, der Spanier konnte nur halbherzig bedrängt nach innen auf Diamantakos flanken, der vollkommen frei aus sechs Metern per Seitfallzieher den Ball zum 1:1 unter die Latte hämmerte (67.). Beinahe hätte Aigner zwei Minuten später mit der erneuten Führung geantwortet, doch sein Abschluss von der Strafraumkante nach einem Konter strich am rechten Pfosten vorbei (69.). Eine Hereingabe von Aigner rutschte Claasen in der 76. Minute neun Meter vor dem Tor über den Spann. Der eingewechselte Victor Andrade brachte kurz danach gegen zwei Karlsruher den Ball nach innen, Olic kam zwar noch dran, aber abgefälscht von einem KSC-Bein ging der Ball am langen Pfosten vorbei (78.). Die anschließende Ecke von Liendl landete auf dem Kopf von Mauersberger, doch der zielte knapp daneben (79.). Einen Aufsetzer von Olic vom linken Strafraumeck wehrte Orlishausen per Hecht zur Ecke ab (80.). Beide Teams versuchten in der Schlussphase der regulären Spielzeit den Lucky Punch zu setzen. Der gelang den Löwen in der 2. Minute der Nachspielzeit. Aigner war seinem Gegenspieler auf der rechten Seite enteilt, seine scharfe Hereingabe drückte Matmour am langen Pfosten zum 2:1 über die Linie. Das war der Sieg!

STENOGRAMM: DFB-Pokal, 1. Hauptrunde, 20.08.2016, 18.30 Uhr

1860 München  – Karlsruher SC 2:1 (0:0)

1860: 21 Zimmermann – 5 Perdedaj, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 3 Wittek – 10 Liendl, 21 Krebs – 29 Aigner, 8 Matmour, 11 Adlung, 7 Claasen – 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 4 Bülow, 9 Mugosa, 13 Mölders, 17 Uduokhai, 31 Andrade, 33 Aycicek.

KSC: 1 Orlishausen – 22 Valentini, 14 Jordi Figueras, 4 Stoll, 20 Sallahi – 6 Kom, 23 Rolim – 18 Torres, 21 Krebs, 7 Stoppelkamp – 9 Diamantakos.
Ersatz: 25 Stritzel (Tor) – 8 Hoffer, 10 Yamada, 11 Barry, 17 Kinsombi, 33 Hoffmann, 35 Bader.

Wechsel: Andrade für Wittek (70.), Bülow für Adlung (87.) - Barry für Rolim (82.).

Tore: 1:0 Aigner (60.), 1:1 Diamantakos (67.), 2:1 Matmour (90.).
Gelbe Karten: Matmour, Perdedaj, Mauersberger- Jordi Figueras, Diamantakos.
Zuschauer: 16.800 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel); Assistenten: Christian Fischer (Hemer), Frederick Assmuth (Köln); Vierter Offizieller: Pascal Müller (Löchgau).

Bildergallerie:


Testspiel, 30.07.2017, 16.30 Uhr

SC Freiburg – 1860 München 0:0
 

Generalprobe gegen den SC Freiburg endet torlos.

Sascha Mölders und Ivica Olic gegen Ex-Löwe Aleksandar Ignovski auf der Jagd nach dem Ball. 
Im achten und letzten Testspiel der Saisonvorbereitung spielten die Löwen gegen Bundesligist SC Freiburg torlos. Gleich vier Spieler gaben beim 0:0 im EBRA-Stadion in Ravensburg ihr Saison-Debüt im Trikot der Weiß-Blauen. Es war die Generalprobe für den Zweitligastart in acht Tagen.

Drei Spieler gaben ihr Debüt im Löwen-Trikot: Fanol Perdedaj, Filip Stojkovic und natürlich Ivica Olic. Daylon Claasen war nach Verletzung erstmals in der Saisonvorbereitung für die Sechzger am Ball, während die zuletzt verpflichteten Lucas Ribamar und Stefan Aigner in Ravensburg noch nicht auf dem Platz standen.

Gleich in der 1. Minute tauchte Florian Niederlechner gefährlich im Löwen-Strafraum auf, doch Jan Zimmermann warf sich auf den Ball, hielt ihn fest. Drei Minuten später stand erneut der Löwen-Keeper im Blickpunkt. Erst parierte er einen Schuss von Niederlechner aufs kurze Eck, dann von der Strafraumgrenze einen Schlenzer von Jonas Meffert hoch aufs lange Eck (4.). Nach Flanke von rechts durch Marnon Busch tauchte Ivica Olic erstmals gefährlich vorm Freiburger Tor auf, brachte den Ball aber nicht unter Kontrolle (14.). Freiburg war in dieser Phase die wesentlich aktivere Mannschaft. Die Riesenchance zur Führung hatten die Breisgauer in der 31. Minute. Nach einer Hereingabe von links stand Karim Guede am Elfmeterpunkt völlig frei, traf aber den Ball bei seiner Direktabnahme nicht voll, so dass er neben dem rechten Pfosten des Löwen-Tores landete. Ex-Löwe Aleksandar Ignovski setzte sich in der 39. Minute auf der rechten Seite durch, passte auf Janik Haberer, der legte zurück auf Niederlechner. Dessen Flachschuss aus 13 Metern aufs rechte untere Eck wehrte Zimmermann zum Eckball ab. Die erste richtig gute Löwen-Chance bereitete in der 39. Minute Busch vor. Seine Flanke erreichte Olic am vorderen Torraumeck. Der Kopfball des 36-Jährigen ging aber knapp übers rechte Kreuzeck. Eine Minute später legte Karim Matmour einen weiten Ball von Danel Adlung auf Olic ab. Der Kroate traf die Kugel bei seinem Schuss aus 18 Metern nicht voll, so dass Patric Klandt im SCF-Tor sie problemlos aufnehmen konnte (40.). Kurz vor der Pause musste Klandt sein ganzes Können bei einer Direktabnahme von Matmour aus 23 Metern aufbieten, um den gefährlichen Schuss zur Ecke abzuwehren (44.).

Die erste gute Chance nach Wiederanpfiff hatten die Löwen. Der eingewechselte Stefan Mugosa tauchte nach einem Pass in die Tiefe alleine vor Klandt auf, ließ sich aber zu sehr abdrängen, weshalb er nicht zum Abschluss kam. Seine Hereingabe in den Torraum verlängerte Olic auf den Freiburger-Kasten, der Ball wurde jedoch zur Ecke geblockt (54.). In der 61. Minute wechselte SCF-Coach Christian Streich gleich neun frische Spieler ein. Jan Mauersberger stoppte Lucas Hufnagel kurz vor dem Strafraum mit unfairen Mitteln. Den anschließenden Freistoß setzte Vincenzo Grifo knapp über die Latte (67.). In der 71. Minute klärte Zimmermann am eigenen Tor mit dem Fuß. Der Ball kam zu Victor Andrade auf Höhe der Mittellinie. Der Brasilianer ging auf der linken Seite auf und davon, flankte fast von der Grundlinie flach nach innen. Mugosa nahm die Kugel am vorderen Torraumeck direkt aus der Drehung, sein Schuss landete um Zentimeter neben dem kurzen Pfosten. Auf der anderen Seite setzte Marc Torrejon eine Eckballflanke von Grifo per Kopf im Zurücklaufen über die Querlatte (76.). Christian Günter setzte sich in der 87. Minute auf der linken Seite gegen Kai Bülow durch. Zwar kam anschließend Maximilian Philipp nach seiner Flanke zum Kopfball, brachte die Kugel aber nicht aufs Löwen-Tor. Nach Ende der regulären Spielzeit verfehlte Florian Neuhaus noch mit einem Drehschuss aus 19 Metern das Freiburger Tor (90.). Kurz danach pfiff Robert Kempter ab. Damit blieb die Generalprobe der Löwen für den Punktspielstart in Fürth - sowohl vorne als auch hinten - torlos.

„Man kann mit der Generalprobe zufrieden sein“, fand Löwen-Coach Kosta Runjaic. „Wir haben heute wieder etwas ausprobiert, haben gleich vier Neue gebracht.“ Sein Team sei über die komplette Spielzeit diszipliniert aufgetreten. „Freiburg war der erwartet spielstarke Gegner. Chancen gab es auf beiden Seiten. Wir haben zwar leider kein Tor geschossen, aber wichtiger war mir, dass wir hinten keinen Gegentreffer bekommen haben“, so die Spielanalyse des 45-Jährigen.

STENOGRAMM: Testspiel, 30.07.2017, 16.30 Uhr

SC Freiburg – 1860 München 0:0

SCF: 21 Klandt - 25 Föhrenbach, 24 Muijdza, 4 Söyüncü, 2 Ignjovski - 22 Meffert, 23 Schuster - 16 Daehli, 19 Haberer - 7 Niederlechner, 31 Guede.
Ersatz: 29 Eisele (Tor) - 3 Torrejon, 8 Frantz, 13 Stenzel, 20 Kempf, 26 Philipp, 27 Höfler, 30 Günter, 32 Grifo, 35 Hufnagel.

1860: 21 Zimmermann - 16 Busch, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 22 Stojkovic - 8 Matmour, 5 Perdedaj, 11 Adlung, 7 Claasen - 13 Mölders, 40 Olic.
Ersatz: 1 Eicher, 24 Ortega (Tor) - 3 Wittek, 4 Bülow, 9 Mugosa, 10 Liendl, 15 Sukalo, 17 Uduokhai, 19 Neuhaus, 20 Rodnei, 23 Helmbrecht, 31 Andrade.
Nicht eingesetzt: Eicher, Ortega, Rodnei.
Nicht dabei: 6 Sanchez (Knieverletzung), 12 Ribamar (Trainingsrückstand), 14 Simon (Kreuzband-OP), 18 Karger (Kapseleinriss im rechten Knie), 27 Heinrich (U21), 29 Aigner (Trainingsstart morgen), 33 Aycicek (muskuläre Probleme), 37 Yegenoglu (U21), 38 Lacazette (Ermüdungsbruch im Mittelfuß).

Wechsel: Stenzel für Föhrenbach (61.), Torrejon für Söyüncü (61.), Kempf für Ignjovski (61.), Günter für Mujdza (61.),  Frantz für Daheli (61.), Höfler für Meffert (61), Grifo für Haberer (61.) – Hufnagel für Niederlechner (61.), Philipp für Guede (61.) - Liendl für Peredaj (46.), Mugosa für Mölders (46.), Andrade für Olic (58.), Uduokhai für Stojkovic (69.), Bülow für Adlung (69.), Neuhaus für Claasen (77.), Wittek für Mauersberger (77.), Sukalo für Degenek (77.), Helmbrecht für Busch (83.).

Tore: -.
Gelbe Karten:  Mauersberger - Perdedaj.
Zuschauer: 2.000 im EBRA-Stadion.
Schiedsrichter: Robert Kempter (Sauldorf).

Bildergallerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1912.htm


Testspiel, 20.07.2017, 19.30 Uhr

SV Werder Bremen – 1860 München 1:2 (1:2)
 

Drei Löwen-Tore gegen Werder, aber nur ein 2:1-Sieg.

Die Löwen feiern den Treffer von Milos Degenek zum 2:1 gegen Werder Bremen. 
Die Löwen bezwangen Werder Bremen in Zell am Ziller mit 2:1. Dabei erzielten alle drei Treffer Sechzger-Spieler. Sascha Mölders hatte die Bremer in der 18. Minute per Eigentor in Führung gebracht. Stefan Mugosa (33.) und Milos Degenek drehten noch vor der Pause die Partie (39.).

Beide Teams spielten im Gedenken an die Opfer des Anschlags am Abend zuvor am Münchner OEZ in Trauerflor. Die Partie begann mit einer Schweigeminute. Daniel Adlung trug diesmal die Kapitänsbinde bei den Löwen.

Gefährlich wurde es erstmals vor dem Löwen-Tor in der 3. Minute, als Milos Degenek angelaufen wurde, sein Rückpass auf Vitus Eicher als Querschläger im Tor-Aus landete. Wenig später vergaben die Sechzger eine gute Kontersituation leichtfertig. Victor Andrade im Zentrum legte nach links zu Sascha Mölders ab. Der Pass geriet aber etwas zu lang und die Hereingabe des gebürtigen Esseners war zu unplatziert, so dass ein Bremer klären konnte (6.). In der 11. Minute kam ein Abpraller zu Andrade, sein Schlenzer halblinks aus 14 Metern aufs lange Eck blockte ein Werder-Abwehrspieler über das eigene Tor. Bei einem Zweikampf rasselten Karim Matmour und Clemens Fritz zusammen. Der Löwe musste später ausgewechselt werden. Für ihn kam Levent Aycicek ins Spiel. Die Führung der Hanseaten fiel durch ein Eigentor der Löwen. Florian Kainz hatte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld fast an der Seitenlinie hoch nach innen geflankt, Sascha Mölders wollte per Kopf klären, überwand den verdutzten Eicher, der noch mit den Fingern dran war, mit einer Bogenlampe ins lange Eck (18.). Nach einer Unstimmigkeit in der Werder-Abwehr lief Aycicek von rechts auf Felix Wiedwald zu. Der Keeper klärte per Fußabwehr zur Ecke (24.). Bei einem 25 Meter-Schuss von Mölders musste sich Wiedwald strecken, um den Ball aus dem rechten unteren Eck zu holen (26.). Aber nun dominierten die Weiß-Blauen die Partie. Nach einem weiten Ball legte Mölders die Kugel nach innen auf Stefan Mugosa ab, der kam am Elfmeterpunkt zum Abschluss, sein Schuss sprang vom rechten Innenpfosten zum 1:1 ins Werder-Netz (33.). Einen Freistoß kurz vor dem rechten Strafraumeck schoss Maxi Wittek frech mit links direkt aufs Bremer Tor, Wiedwald riss die Arme nach oben, faustete die Kugel weg (38.). Eine Minute später nahm Milos Degenek auf der rechten Seite acht Meter vor der Außenlinie einen zu kurz geklärten Eckball direkt aus der Luft, hämmerte den Ball vorbei am verdutzten Wiedwald zum 2:1 in den Torwinkel des kurzen Ecks (39.). Nach einem Querschläger von Wiedwald nahm Andrade, der für die Werder-Defensive ein ständiger Unruheherd darstellte, an der Strafraumkante den Ball direkt, schoss mit vollem Risiko weit über die Querlatte (43.). Kurz danach war Pause.

Neun Mal wechselte SVW-Coach Viktor Skripnik zur Pause. Sein Team versuchte direkt nach Wiederanpfiff, die Löwen unter Druck zu setzen. In der 50. Minute konnte Wittek gerade noch vor dem eingewechselten Johannes Eggestein klären. Der Bruder von Maximilian Eggestein nahm vor dem Sechzger-Kasten den Ball mustergültig mit der Brust an, doch der Löwen-Verteidiger spritzte im letzten Moment dazwischen. Das Runjaic-Team störte im zweiten Durchgang nicht mehr so früh, stand jedoch kompakt und spekulierte auf Konter. Eine Hereingabe von Janek Sternberg von rechts klärte Jan Mauersberger auf Kosten einer Ecke am Torraum (73.). Zwei Mal musste Eicher in der 77. Minute bei Bremer Schüssen von Leon Guwara und Izat Hajrovic retten. In der 87. Minute fast das 3:1. Eric Weeger hatte von der rechten Grundlinie scharf nach innen gepasst, Luca Caldirola hätte beinahe beim Klärungsversuch den Ball ins eigene Tor bugsiert. Knapp ging die Kugel über die eigene Querlatte. Bei einem 30-Meter-Freistoß von Michael Liendl verschätzte sich Wiedwald, die Kugel schrammte am linken Pfosten vorbei (90.). In der Nachspielzeit traf Lukas Fröde per Kopfball noch die Latten-Oberkante des Löwen-Tores (90.). Trotz der vielen Wechsel der Sechzger in der Schlussphase hatten sie die Partie gut im Griff, hielten Werder von ihrem Tor weg und gewannen am Ende verdient mit 2:1 gegen den Bundesligisten.

Löwen-Coach Kosta Runjaic wollte den Sieg gegen Werder Bremen nicht überbewerten. „Die Ergebnisse sind in dieser Phase der Vorbereitung immer noch unwichtig“, erklärte er. „Was man heute aber gesehen hat: Die Mannschaft war etwas frischer, wir sind besser ins Spiel gekommen und haben besser in die Zweikämpfe gefunden. Aber wir sind immer noch weit von der Frische entfernt, die wir haben werden, wenn die Wettkampfphase beginnt.“ Sein Team habe „heute wieder einen kleinen Schritt nach vorne gemacht. Alle ziehen voll mit, sind sehr lernwillig und diszipliniert.“ Für alle, die gegen die Hanseaten mehr als eine Halbzeit auf dem Feld standen, steht am Sonntag eine regenerative Einheit auf dem Programm. Der Rest wird normal trainieren. „Dabei werden Daylon Claasen und Filip Stojkovic voll belasten“, kündigt der 45-jährige Runjaic an. Anschließend stehen für das Team zwei freie Tage auf dem Programm, bevor es in den Vorbereitungsendspurt mit der Generalprobe gegen den SC Freiburg geht. „Daylon und Filip sollen dann auch ihren ersten Einsatz bekommen“, so die Planung von Coach Kosta.

STENOGRAMM: Testspiel, 20.07.2017, 19.30 Uhr

SV Werder Bremen – 1860 München 1:2 (1:2)

SVW, 1. Halbzeit: 42 Wiedwald - 23 Gebre Selassie, 4 Gálvez, 21 Diagne, 2 S. Garcia - 8 Fritz, 7 Kainz, 16 Junuzovic, 35 M. Eggestein, 22 Bartels - 14 Pizarro.
SVW, 2. Halbzeit: 42 Wiedwald - 37 Sternberg, 4 Gálvez (70., 3 Caldirola), 39 Fröde, 29 Guwara - 13 Veljkovic, 25 Petsos - 15 Hajrovic, 11 Thy, 20 U. Garcia - 24 J. Eggestein.
Nicht eigesetzt: 33 Drobny (Tor).

1860: 1 Eicher - 16 Busch (79., 25 Weeger), 2 Mauersberger (73., 4 Bülow), 17 Uduokhai (68., 20 Rodnei), 3 Wittek (79., 37 Yegenoglu) - 30 Degenek (73., 15 Sukalo) - 8 Matmour (18., 33 Aycicek), 11 Adlung (73., 10 Liendl), 31 Andrade (52., 23. Helmbrecht) - 13 Mölders (79., 19 Neuhaus), 9 Mugosa (73., 27 Heinrich).
Nicht eingesetzt: 21 Zimmermann, 24 Ortega (beide Tor).
Nicht dabei: 6 Sanchez (Knieverletzung), 7 Claasen (Aufbautraining), 14 Simon (Kreuzband-OP), 18 Karger (Kapseleinriss im rechten Knie), 22 Stojkovic (Trainingsrückstand), 38 Lacazette (Ermüdungsbruch im Mittelfuß).

Tore: 1:0 Mölders (18., Eigentor), 1:1 Mugosa (33.), 1:2 Degenek (39.).
Gelbe Karten:  Galvez, Hajrovic, Petsos - Andrade.
Zuschauer: 1.500 im Parkstadion im Zell am Ziller.
Schiedsrichter: Christoph Schiefer (Österreich).

Bildergallerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1909.htm


Testspiel, 20.07.2017, 19.30 Uhr

Borussia Mönchengladbach – 1860 München 3:1 (1:0)


Müde Löwen unterliegen Mönchengladbach 1:3.

 
Stefan Mugosa erzielte kurz vor dem Ende den Ehrentreffer für die Löwen. 
Die Löwen unterlagen im malerischen Rottach-Egern Borussia Mönchengladbach mit 1:3. Raffael per  Foulelfmeter vor der Pause (25.) und Andre Hahn per Handelfmeter (65.) trafen zur 2:0-Führung für den Bundesligisten. Den ersten Treffer aus dem Spiel heraus erzielte Lars Stindl in der 68. Minute. Der Ehrentreffer gelang Stefan Mugosa kurz vor Abpfiff im Anschluss an einen schnell ausgeführten Freistoß (88.).

Die Gladbacher übernahmen von Anfang an die Initiative. In der 4. Minute konnte Sertan Yegenoglu gerade noch mit einem Foul Ibrahim Traore an der rechten Strafraumseite bremsen. Einen Schuss von Mahmoud Dahoud aus 17 Meter lenkte Stefan Ortega gerade noch mit den Fingerspitzen über den Querbalken (10.). Die beste Chance in der Anfangsviertelstunde hatten die Löwen durch Rodnei. Nach einem Eckball von Michael Liendl und einer Kopfballverlängerung durch Sascha Mölders herrschte Unordnung im Strafraum der Fohlen. Rodnei kam halblinks aus acht Metern zum Schuss, Trarore am kurzen Pfosten klärte auf der Linie für seinen geschlagenen Keeper Tobias Sippel (14.). Auch drei Minuten später stand der frühere Lauterer im Blickpunkt. Eine Rückgabe von Jannik Vestergaard per Kopf geriet zu kurz, Mölders ging dazwischen, brachte aber aus spitzem Winkel den Ball nicht an Sippel vorbei (17.). In die Druckphase der Sechzger gelang den Gladbachern die Führung. Jan Mauersberger konnte Oscar Wendt im Strafraum nur per Foul bremsen, Wolfgang Stark entschied sofort auf Elfmeter. Raffael lief an, verlud Ortega und traf zum 1:0 ins linke untere Ecke (25.). Fast im Gegenzug vergab Liendl den Ausgleich. Karim Matmour hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt, legte zurück auf den Österreicher, der aus neun Metern mit rechts zum Abschluss kam, leicht abgefälscht von Tony Jantschke ging die Kugel knapp links am Pfosten vorbei (26.). Beinahe hätten die Gladbacher in der 34. Minute die Löwen ausgekontert. Raffael legte den Ball auf die linke Seite, Wendt tauchte frei vor Ortega auf. Der Keeper machte sich breit, der Schwede zielte aus acht Metern rechts am Tor vorbei. Ebenfalls nach einer Kontersituation konnte sich Yegenoglu gegen Tarore nur mit einem Foul helfen. Der Löwe sah dafür Gelb (37.). Den anschließenden Freistoß brachte Raffael in die Mitte, Jantschke kam aus sieben Metern vollkommen frei an die Kugel, köpfte sie aber über den Querbalken (38.). Nach einem Heber in den Strafraum  gewann Wendt das Laufduell gegen Rodnei, setzte aber frei vor Ortega den Ball aus zehn Metern neben den linken Pfosten (40.). Kurz vorm Pausenpfiff kam Liendl nochmals an der Strafraumkante zum Abschluss, sein Schuss strich knapp übers linke Kreuzeck (45.).

Unordnung herrschte kurz nach Wiederanpfiff im Anschluss an einen Eckball in der Löwen-Defensive. Zwei Mal kam der eingewechselte Lars Stindl in aussichtsreicher Position an den Ball, einen erfolgreichen Abschluss brachte er zum Glück der Sechziger nicht zustande (48.). Sein ganzes Können musste Ortega in der 55. Minute aufbieten. Jannik Vestergaard war nach einem Steckpass halblinks frei vor dem Keeper aufgetaucht, den Schuss aus neun Metern parierte Ortega. Erst traf Stindl in der 62. Minute nur den rechten Innenpfosten, der Ball kam zu Traore, der legte zurück auf Andre Hahn, dessen Schuss aus 18 Metern blockte Goran Sukalo mit dem Arm. Erneut zeigte Stark auf den Elfmeterpunkt. Diesmal ahnte Ortega die Ecke, aber gegen den platzierten Schuss von Hahn ins rechte Eck war er chancenlos (63.). In der 68. Minute der erste Treffer aus dem Spiel heraus. Traore war die Tor-Auslinie entlang gezogen, in seine scharfe Hereingabe grätschte Stindl, der sie aus kurzer Distanz zum 3:0 ins Tor drückte. Danach verflachte die Partie. Bei den Löwen machte sich bemerkbar, dass sie aus dem vollen Training gegen den Champions-League-Qualifikanten spielten, Gladbach musste den vielen Wechseln Tribut zollen. Kurz vor Schluss gelang Stefan Mugosa noch der Ehrentreffer. Im Anschluss an einen schnell ausgeführten Freistoß tauchte er alleine vor Christofer Heimroth auf, überlupte den Keeper zum 1:3-Endstand.

Wie schon den Sieg am Samstag gegen Dortmund, relativierte Löwen-Coach Kosta Runjaic auch die Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach. "Es war nur ein verlorenes Testspiel. In der 1. Halbzeit hatten wir die eine oder andere gute Chance, dennoch konnte man einen Qualitätsunterschied sehen. In der 2. Halbzeit war es sogar ein Klassenunterschied", resümierte der 45-Jährige. "Aber wir haben trotzdem wichtige Erkenntnisse gewonnen." Im Hinblick auf den Ligastart macht sich der 1860-Cheftrainer trotzdem keine Sorgen. "In 18 Tagen spielen wir gegen Fürth und nicht gegen Gladbach. Da werden wir weiter sein. Natürlich liegt bis dahin noch viel Arbeit vor uns. Wir werden uns jetzt mehr und mehr auf Fürth fokussieren."

STENOGRAMM: Testspiel, 20.07.2017, 19.30 Uhr

Borussia Mönchengladbach – 1860 München 3:1 (1:0)

Borussia: 21 Sippel - 27 Korb, 24 Jantschke, 4 Vestergaard - 17 Wendt, 6 Kramer, 8 Dahoud, 23 Hofmann, 16 Traore - 11 Raffael, 10 Hazard.
Ersatz: 43 Heimroth (Tor) - 5 Strobl, 13 Stindl, 14 Schulz, 20 Sow, 26 Ndenge, 28 Hahn, 32 Sezer, 44 Simakla, 45 van den Berg.

1860: 24 Ortega - 16 Busch, 2 Mauersberger, 20 Rodnei, 37 Yegenoglu - 4 Bülow - 11 Adlung, 10 Liendl, 3 Wittek - 8 Matmour, 13 Mölders.
Ersatz: 1 Eicher, 21 Zimmermann (Tor) - 9 Mugosa, 15 Sukalo, 17 Uduokhai, 19 Neuhaus, 23 Helmbrecht, 25 Weeger, 26 Jakob, 27 Heinrich, 30 Degenek, 33 Aycicek.
Nicht eingesetzt: 1 Eicher, 21 Zimmermann (Tor), 19 Neuhaus, 26 Jakob, 27 Heinrich.
Nicht dabei: 6 Sanchez (Knieverletzung), 7 Claasen (Aufbautraining), 14 Simon (Kreuzband-OP), 18 Karger (Kapseleinriss im rechten Knie), 22 Stojkovic (Trainingsrückstand), 31 Andrade (muskuläre Probleme), 38 Lacazette (Ermüdungsbruch im Mittelfuß).

Wechsel: Heimeroth für Sippel (46.), Schulz für Wendt (46.) , Stindl für Hazard (46.), Hahn für Raffael (46.), Strobl für Dahoud (46.), Ndenge für Kramer (60.), van den Berg für Vestergaard (68.), Sezer für Traoré (68.), Sow für Hofmann (60.), Simakala für Korb (74.) - Weeger für Busch (46.), Sukalo für Mauersberger (46.), Mugosa für Adlung (46.), Aycicek für Wittek (46.), Neuhaus für Matmour (46.), Degenek für Liendl (66.), Helmbrecht für Mölders (73.), Uduokhai für Rodnei (73.).  

Tore: 1:0 Raffael (25., Foulelfmeter), 2:0 Hahn (63., Handelfmeter), 3:0 Stindl (68.), 3:1 Mugosa (88.).
Gelbe Karten: Mauersberger, Yegenoglu, Bülow - .
Zuschauer: 3.500 im Sportpark Birkenmoos in Rottach-Egern.
Schiedsrichter: 
Wolfgang Stark (Ergolding).
 

Bildergallerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1907.htm

Testspiel, 16.07.2017, 17 Uhr

1860 München – Borussia Dortmund 1:0 (1:0)

Heimatgefühle: Levent Aycicek trifft zum 1:0-Sieg gegen den BVB.

Stefan Mugosa und Torschütze Levent Aycicek bejubeln den 1:0-Führungstreffer für die Löwen. 
Tolle Atmosphäre: Die Löwen gewannen das Testspiel beim Heimatabend gegen Borussia Dortmund im ausverkauften Grünwalder Stadion mit 1:0. Das Tor des Tages erzielte in der 37. Minute Levent Aycicek. Drei Minuten zuvor hatte Jan Zimmermann ein von ihm selbst verschuldeten Elfmeter gegen BVB-Mittelfeldspieler Gonzalo Castro gehalten (34.).

Mit einer Überraschung wartete Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic auf: Er brachte von Beginn an Yougster Felix Uduokhai in der Innenverteidigung. Dortmund übernahm sofort die Initiative. In der 6. Minute klärte Udokhai eine Hereingabe von rechts mit dem Kopf vor Ousmane Dembele, anschließend wurde der Nachschuss von Marcel Schmelzer im Strafraum von Karim Matmour geblockt. Ansonsten passierte in der Anfangsphase nicht viel. Ein Freistoß aus halbrechter Position setzte Gonzalo Castro aus 30 Metern rechts neben das Löwen-Tor (13.). Die erste gute Möglichkeit hatten die Sechzger nach einer Viertelstunde. Daniel Adlung passte auf Michael Liendl im Zentrum, der Österreicher schloss mit seinem schwächeren rechten Fuß aus 25 Metern ab, doch Hendrik Bonmann tauchte ab, hielt die Kugel fest (15.). Auf der anderen Seite verlor Milos Degenek im Spielaufbau den Ball, Shinji Kagawa passte auf links zu Dembele, der nahm den Ball aus 14 Metern direkt. Den gefährlichen Aufsetzer parierte Jan Zimmermann zur Ecke (21.). Kurz danach kam Kagawa im Strafraum gefährlich über rechts, legte sich aber die Kugel zu weit vor (23.). Einen Freistoß aus 25 Metern leicht nach links versetzt schnippte Castro über die Mauer ins linke untere Eck, doch Zimmermann war erneut zur Stelle, wehrte den Schuss ab (30.). Kurz danach kam Sebastian Rohde nach einer Flanke von links durch Dembele zum Kopfball, Zimmermann lenkte ihn über den Querbalken (30.). Beinahe wäre die Dortmunder Führung durch ein Eigentor der Löwen gefallen. Nach einer Rechtsflanke rutschte Uduokhai beim Klärungsversuch der Ball über den Spann, ging nur knapp am rechten Pfosten des eigenen Tores vorbei (32.). Eine Minute später holte Zimmermann im Strafraum nach einem Ballverlust Rhode von den Beinen. Schiedsrichter Florian Kornblum entschied sofort auf Elfmeter (33.). Castro lief an, Zimmermann tauchte nach links ab und parierte den Schuss des Dortmunders (34.). Das Tor fiel wenig später auf der anderen Seite. Nach einem weiten Abschlag von Zimmermann legte Stefan Mugosa links am Strafraum auf Aycicek ab, der tanzte Innenverteidiger Matthias Ginter aus, zog nach innen und traf unhaltbar für BVB-Keeper Bonmann aus 15 Metern zum 1:0 ins rechte untere Eck (37.). Einen Konter der Löwen über Matmour schloss Mugosa von der Strafraumgrenze ab, der Schuss kam aber zu zentral, so dass der BVB-Keeper abwehren konnte (39.). Mit der Führung gins's für die Sechziger in die Kabine.

Zur Pause gab es keine Wechselorgien: Runjaic brachte drei frische Leute, Thomas Tuchel sogar nur zwei. Die erste gefährliche Szene der Dortmunder entsprang einem Freistoß, den Marcel Schmelzer in die Mauer setzte. Die Kugel fiel Matthias Ginter vor die Füße. Doch bevor der Borusse abschließen konnte, drosch Jan Mauersberger den Ball ins Tor-Aus (49.). Kurz danach brachte Zimmermann Dembele auf der Strafraumgrenze zu Fall, Schiri Kornblum gab diesmal nur Freistoß. Schmelzer schoss vom rechten Strafraumeck mit links etwa 20 Zentimeter über den Querbalken (53.). In der 61. Minute wehrte Zimmermann mit dem Fuß den Schuss des alleine vor ihm aufgetauchten Dembele ab. Sechs Wechsel nahm Tuchel zwei Minuten später vor (63.). Neu ins Spiel beim BVB kam auch Ex-Löwe Moritz Leitner. In der 72. Minute verpasste der eingewechselte Flo Neuhaus das 2:0. Nach einer Hereingabe von rechts durch Marnon Busch drosch er am Fünfmeterraum über den Ball. Victor Andrade kam nach einem Zuspiel von Neuhaus halblinks im Strafraum aus zwölf Metern zum Abschluss, der Ball landete am linken Außennetz (77.). Eine flache Hereingabe von rechts durch Burak Camoglu setzte Orel Mangala aus zwölf Metern - gestört von Rodnei - rechts neben den Pfosten (80.). In der Schlussphase prüfte noch Felix Passlack Zimmermann mit einem Schrägschuss aus zehn Metern aufs kurze Eck. Der Keeper wehrte den Ball aber sicher zur Ecke ab (85.). Viel mehr passierte nicht mehr. Die Löwen feierten somit gegen den Deutschen Vize-Meister einen 1:0-Erfolg.

"Das fühlt sich gut an", kommentierte Löwen-Cheftrainer Kosta Runjaic den 1:0-Sieg. "Aber das war nicht das Sechzig, das wir in der Zweiten Liga sehen werden." Seinem Team bescheinigte er, gut gegen den Ball gearbeitet zu haben. "Felix war am Anfang nervös", sagte er über den Startelf-Einsatz des 19-Jährigen Felix Udokhai, "das Spiel war etwas zu schnell für ihn, aber wir werden ihn langsam an das Niveau heranführen." Trotzdem ist er von dem Potential des Youngsters überzeugt. "Das Spiel war gut in dieser Phase - auch für die Fans", so das Resümee des 45-Jährigen. Kritik übte er an Victor Andrade, der etwas hitzig gegen seinen Gegenspieler auftrat. "So wie er sich präsentiert hat, werden wir keine Freunde", ließ er den Brasilianer wissen. Über den Treffer von Levent Aycicek freute sich Runjaic. "Er hat etwas gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Levent ist ein fleißiger Junge, das war ein schönes Tor."

Der von Bremen ausgeliehene Levent Aycicek scherzte: "Das heute war mein zweites Spiel gegen Dortmund. Jedes Mal habe ich getroffen. Irgendwie scheint mir der BVB zu liegen." Dortmund hätte mehr Ballbesitz gehabt, "aber wir haben gut verschoben". Das Spiel im Grünwalder Stadion bezeichnete Aycicek als "ein Erlebnis. Ich habe schon oft bei der U21 zugeschaut, aber auf dem Spielfeld war es für mich eine Premiere. Die Kulisse und die Stimmung hier war einfach geil." Die Vorfreude auf das nächste Testspiel gegen Werder Bremen und das Wiedersehen mit seinen alten Kollegen ist bei ihm riesig. "Ich war ja selbst schon oft mit Werder in Zell am Ziller."

STENOGRAMM: Testspiel, 16.07.2017, 17 Uhr

1860 München – Borussia Dortmund 1:0 (1:0)

1860: 21 Zimmermann – 16 Busch, 2 Mauersberger, 17 Uduokhai, 3 Wittek – 30 Degenek, 10 Liendl, 11 Adlung – 8 Matmour, 9 Mugosa, 33 Aycicek.
Ersatz: 1 Eicher, 24 Ortega (Tor) - 4 Bülo, 13 Mölders, 15 Sukalo, 18 Karger, 19 Neuhaus, 20 Rodnei, 25 Weeger, 26 Jakob, 27 Heinrich, 31 Andrade, 37 Yegenoglu.
Nicht eingesetzt: Eicher, Ortega, Heinrich.
Nicht dabei: 6 Sanchez (Knieverletzung), 7 Claasen (Aufbautraining), 14 Simon (Kreuzband-OP), 22 Stojkovic (Trainingsrückstand), 23 Helmbrecht (Aufbautraining), 38 Lacazette (Ermüdungsbruch im Mittelfuß).

BVB: 39 Bonmann - 44 Scuderi, 28 Ginter, 25 Sokratis, 29 Schmelzer - 24 Merino, 18 Rode, 27 Castro, 23 Kagawa - 7 Dembélé, 30 Passlack.
Ersatz: 1 Reckert (Tor) - 2 Hober, 14 Leitner, 21 Bruun Larsen, 31 Zimmermann, 32 Burnic, 41 Mangala, 45 Camoglu, 46 Pieper.

Wechsel: Andrade für Aycicek (46.), Mölders für Mugosa (46.), Karger für Liendl (46.), Rodnei für Uduokhai (55.), Bülow für Adlung (67.), Neuhaus für Matmour (67.), Sukalo für Degenek (67.), weeger für Busch (77.), Jakob für Wittek (77.), Yegenoglu für Mauersberger (77.) - Brunn Larsen für Kagawa (46.), Zimmermann für Merino (46.), Leitner für Ginter (63.), Camoglu für Sokratis (63.), Hober für Schmelzer (63.), Burnic für Rode (63.), Pieper für Castro (63.), Mangala für Dembele (63.).

Tor: 1:0 Aycicek (37.).  
Besonderes Vorkommnis: Zimmermann hält Foulelfmeter von Castro (34.).
Zuschauer: 12.500 im Grünwalder Stadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Florian Kornblum (Furth); Assistenten: Luka Beretic (Friedberg), Tobias Schultes (Betzigau).

Bildergallerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1904.htm


Testspiel, 10.07.2017, 16 Uhr

SK Sturm Graz - 1860 München 0:1 (0:0)

Löwen besiegen Sturm Graz 1:0 - Liendl trifft per Elfmeter.

In der 1. Halbzeit scheiterte Jan Mauersberger in dieser Szene per Kopfball an Sturm-Torhüter Christian Gratzei. 

Die Löwen zeigten sich von der Niederlage gegen Austria Wien gut erholt, gewannen zum Abschluss des Trainingslagers in Bad Waltersdorf mit 1:0 gegen Sturm Graz. Für die Steirer war es bereits die Generalprobe fünf Tage vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal. Den Siegtreffer für die Sechzger erzielte Michael Liendl per Foulelfmeter (79.). Noch nicht zum Einsatz kam der am Morgen verpflichtete Verteidiger Filip Stojkovic.

Bereits nach 70 Sekunden lief Sascha Mölders nach einem Pass in die Tiefe auf Sturm-Torhüter Christian Gratzei zu, der aber kurz vor seinem Strafraum vor dem Löwen-Stürmer am Ball war, gerade noch klären konnte. Einen Freistoß von Daniel Adlung aus dem linken Halbfeld wollte ein Grazer am ersten Pfosten klären, die Kugel rutschte ihm über den Spann und ging knapp am langen Pfosten vorbei (6.). Nach der anschließenden Ecke kam Mölder aus 14 Metern zum Schuss, Torhüter Gratzei tauchte ab, fischte den Ball aus dem langen Eck (7.). Auf der anderen Seite traf völlig überraschend James Jeggo mit einem Schuss aus 18 Metern den Innenpfosten. Jan Zimmermann konnte dem Ball nur hinterherschauen (9.). Drei Minuten später die nächste gute Chance für die Österreicher. Uros Matic hatte für Marc Schmerböck halblinks am Strafraum durchgesteckt, dessen Schrägschuss ging aber knapp am langen Eck vorbei (12.). Auf der anderen Seite kam Jan Mauersberger nach einer Ecke von Maximilian Wittek am ersten Pfosten an die Kugel, köpfte aber Gratzei genau in die Arme (23.). Im Gegenzug war Zimmermann bei einem Schuss von Schmerböck gefordert, aber auch er bestand diese Prüfung (24.). In der 31. Minute war es wieder der agile Schmerböck, der seinen Schuss von Strafraumgrenze aus halblinker Position deutlich verzog. Karim Matmour dribbelte von der rechten Seite in die Mitte, kam aber nicht zum Abschluss. Also versuchte er es mit einem Steckpass in den Strafraum für Daniel Adlung. Leider geriet dieser viel zu steil, der Torhüter konnte aufnehmen (37.). Einen Freistoß von Adlung verlängerte Goran Sukalo per Kopf in die Mitte, Mölders setzte am Torraum zur Grätsche an, kam aber einen Schritt zu spät (44.). So ging es torlos in die Kabine.

Sechs Wechsel nahm Löwen-Coach Kosta Runjaic direkt zur Pause vor. Nach einem Eckball von Andi Gruber sah die Sechzger-Defensive nicht gut aus, konnte erst im Nachfassen die Kugel aus der Gefahrenzone bringen (54.). Schmerböck setzte sich in der 64. Minute einmal mehr auf der linken Seite durch, überlief dann auch noch Kai Bülow, sein Schrägschuss aufs kurze Kreuzeck lenkte Stefan Ortega über die Latte. Levent Aycicek zögerte nach Zuspiel von Nico Karger im Strafraum mit dem Abschluss, dadurch verpuffte eine gute Möglichkeit (69.). Gratzei musste in der 75. Minute sein ganzes Können unter Beweis stellen, um die Führung der Löwen zu verhindern. Einen Freistoß von Michael Liendl aus dem rechten Halbfeld erreichte Stefan Mugosa mit dem Kopf, der Grazer Torhüter lenkte den scharfen Kopfball aus acht Metern mit einem Reflex über die Latte. Noch besser die Chance drei Minuten später. Der Montenegriner hatte halbrechts bereits Keeper Gratzei ausgespielt, schoss aber um Zentimeter am langen Eck des leeren Tores vorbei (77.). Zwei Minuten später schickte Aycicek Mugosa mit einem Lupfer halblinks auf die Reise, Christian Schoissengeyr versuchte ihn im Strafraum zu stellen, holte ihn dabei mit einer Grätsche von den Beinen. Schiedsrichter Christian-Petru zeigte sofort auf den Punkt. Liendl lief an, verlud Gratzei und versenkte die Kugel zum 1:0 im linken Eck (79.). Der Führungstreffer hatte sich zuvor angedeutet, war in dieser Phase nicht unverdient. Bis zum Abpfiff tat sich nicht mehr viel, sodass es bei dem knappen Sieg für die Löwen blieb.

Löwen-Cheftrainer Kosta Runjaic stellte überrascht fest: „Beide Mannschaften haben heute nicht frisch gewirkt.“ Dabei hatte der 45-Jährige gedacht, dass die Grazer wesentlich weiter in der Vorbereitung seien, da sie bereits am Freitag in die Pflichtspielsaison starten. „Ich habe gute Ansätze bei meinem Team gesehen“, konstatierte Runjaic, „aber vor uns liegt noch viel Arbeit.“ Trotz des Sieges findet Runjaic das Ergebnis nicht relevant. Wichtig war ihm, die Fortsetzung der guten Vorbereitungszeit.

Nach 18 Tagen Training in Folge gab der Löwen-Coach seinen Jungs nun zwei frei Tage. Die nächste Übungseinheit findet am kommenden Mittwoch um 17 Uhr statt. „Die beiden freien Tage sind sehr wichtig. Hier in Bad Waltersdorf war die Belastung sehr hoch. Im Hinblick auf die letzten vier Wochen bis zum Saisonstart ist es wichtig, dass sich die Mannschaft körperlich erholt und sich mal zwei Tage nicht sieht.“

STENOGRAMM: Testspiel, 10.07.2017, 16 Uhr

SK Sturm Graz - 1860 München 0:1 (0:0)

SK Sturm: 1 Gratzei - 19 Potzmann, 5 Schoissengeyr, 23 Spendlhofer, 14 Lykogiannis - 18 Huspek (51., 22 Gruber), 8 Matic (69., 42 Kienast) - 6 Jeggo (81., 35 Maresic), 29 Horvath (46., 37 Dobras/47., 34 Edomwonyi), 24 Schmerböck (78., 27 Skrivanek) - 9 Alar (51., 10 Stankovic).

1860, 1. Halbzeit: 21 Zimmermann – 16 Busch, 2 Mauersberger, 20 Rodnei, 3 Wittek – 30 Degenek, 15 Sukalo, 11 Adlung – 8 Matmour, 13  Mölders, 31 Andrade.
1860, 2. Halbzeit: 24 Ortega - 25 Weeger, 2 Mauersberger (72., 26 Jakob), 20 Rodnei (62., 17 Uduokhai), 37 Yegenoglu - 15 Sukalo (62., 19 Neuhaus), 4 Bülow, 10 Liendl - 8 Matmour (62., 33 Aycicek), 13 Mölders (55., 9 Mugosa), 18 Karger.
Nicht eingesetzt: 1 Eicher (Tor), 27  Heinrich.
Nicht dabei: 6 Sanchez (Knieverletzung), 7 Claasen (Aufbautraining), 14 Simon (Krezband-OP), 22 Stojkovic (Trainingsrückstand), 23 Helmbrecht (Aufbautraining), 38 Lacazette (Ermüdungsbruch im Mittelfuß).

Tor: 0:1 Liendl (79., Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Potzmann -.
Zuschauer: 1.000 Stadion Kumberg.
Schiedsrichter: Christian-Petru Ciochirca (Österreich).

Bildergallerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1902.htm


Testspiel, 07.07.2017, 18.45 Uhr

FK Austria Wien - 1860 München 2:0 (1:0)

Erste Testspiel-Niederlage: Löwen unterliegen Austria Wien 0:2.

Marnon Busch im Zweikampf mit Olarenwaju Kayode, der kurz vor Schluss das 2:0 für die Austria erzielte. 

Die Löwen kassierten ihre erste Niederlage in der Vorbereitung. Durch Treffer von Jens Larsen (25.) und Olarenwaju Kayode (88.) unterlagen sie Austria Wien mit 0:2. Mehr als ein wegen Abseits von Sascha Mölders nicht anerkannter Treffer gelang den Sechzgern nicht (68). Trotz der harten Trainingseinheiten der letzten Tage konnte das Runjaic-Team die Partie ausgeglichen gestalten, jedoch fehlte in einigen Szenen die Spritzigkeit.

Diesmal führte Kai Bülow die Mannschaft als Kapitän auf den Platz. Die Sechzger kamen erstmals in der 6. Minute gefährlich vors Tor der Veilchen. Eine Hereingabe von rechts durch Karim Matmour schoss Stefan Mugosa in Bedrängnis aus elf Metern weit übers Tor. Ohnehin hätte der Treffer wegen eines irregulären Körpereinsatzes des Montenegriners  nicht gezählt. Ein Distanzschuss von Victor Adrade aus 22 Metern kam zu zentral auf den Austria-Torhüter, der damit keine Probleme hatte (10.). In der 14. Minute lief Mugosa halbrechts nach einer Balleroberung alleine aufs Wiener Tor zu, kam aber kurz vorm Strafraum ins Stolpern. Damit verpuffte die bis dahin beste Chance. Nach einer von Daniel Adlung kurz auf Maximilian Wittek ausgeführten Ecke auf der linken Seite flankte der Verteidiger gefährlich in die Mitte, doch die Kugel ging an Freund und Feind vorbei durch den Torraum (20.). Völlig überraschend die Führung für die Österreicher in der 25. Minute. Jens Larsen kam auf der rechten Seite an die Kugel, wurde nicht entscheidend angegriffen. Auch Rodnei lief ihm im Strafraum nur halbherzig entgegen, sodass der Däne halbrechts aus zwölf Metern abziehen konnte und Vitus Eicher zum 1:0 überwand. Ein Zuspiel von Adlung schlenzte Andrade aus 19 Metern auf den langen Pfosten. Nur knapp ging die Kugel übers rechte Kreuzeck (37.). An eine Ecke von links durch Adlung kam Veilchen-Keeper Osman Hadzikic nicht richtig dran, aber die Sechzger konnten kein Kapital aus der Unsicherheit des Keepers schlagen (39.). Die Löwen drängten in dieser Phase auf den Ausgleich. Rodnei verpasste eine Eckball-Flanke von Adlung am zweiten Pfosten nur knapp (42.). Beinahe hätte Felipe Pires das 2:0 erzielt. In der 44. Minute dribbelte der Nigerianer in den Löwen-Strafraum. Sein Schuss aus zehn Metern aufs kurze Eck fälschte Karim Matmour ins Tor-Aus ab (44.). Kurz danach war Pause.  

Löwen-Trainer Kosta Runjaic wechselte komplett durch, brachte elf neue Spieler zur 2. Halbzeit. Nico Karger hatte in der 56. Minute den Ausgleich auf dem Fuß, als er alleine aufs Tor der Veilchen zustürmte. Jedoch legte sich der Angreifer die Kugel zu weit vor, sodass der Torhüter klären konnte. In der 68. Minute lag der Ball im Wiener Tor. Michael Liendl hatte halbrechts mit links einen Freistoß an den Torraum geflankt, Sascha Mölders ging mit dem Kopf Richtung Kugel. Diese landete im langen Eck. Doch der Assistent wollte eine Abseitsstellung des Stürmers gesehen haben. Trotz lautstarker Proteste von Mölders wurde der Treffer nicht anerkannt. Bei einem 23-Meter-Schuss traf Liendl wenig später den Ball nicht voll – keine Probleme für den Austria-Keeper (72.). Trotz aller Bemühungen der Sechzger in der Schlussphase: Es fehlte die Kraft, um die Österreicher, die bereits nächste Woche um den Einzug in die Europa League spielen, entscheidend unter Druck zu setzen. Kurz vor dem Abpfiff schloss dann Olarenwaju Kayode einen Konter erfolgreich ab. Alleine vor Jan Zimmermann überlupfte er den Löwen-Keeper zum 2:0-Endstand (88.).

Sportdirektor Thomas Eichin, der sich in Österreich ein Bild von der Löwen-Mannschaft machen wollte, fand das 0:2 „zum jetzigen Zeitpunkt wenig aussagekräftig. Beide Teams sind auf einem völlig unterschiedlichen Stand der Vorbereitung. Die Austria war frisch und spritzig im Gegensatz zu uns“, erklärte der 49-Jährige. Das einzige, was er zu bemängeln hatte: „Es waren zwei blöde Tore, die wir bekommen haben. Dennoch war die Leistung für den jetzigen Stand der Vorbereitung okay.“

STENOGRAMM: Testspiel, 07.07.2017, 18.45 Uhr

FK Austria Wien - 1860 München 2:0 (1:0)

Austria: 31 Hadzikic – 17 Larsen, 33 Rotpuller, 4 Filipovic, 28 Martschinko – 15 Serbest, 26 Holzhauser – 11 Venuto (74., 7 Tajouri), 16 Prokop (69., 27 Kvasina), 95 Pires (74., 21 Pechlivanis) – 8 Kayode (90., 24 Borkovic).

1860, 1. Halbzeit: 1 Eicher – 16 Busch, 30 Degenek, 20 Rodnei, 3 Wittek – 4 Bülow, 33 Aycicek, 11 Adlung – 8 Matmour, 9 Mugosa, 31 Andrade.
1860, 2. Halbzeit: 21  Zimmermann – 25  Weeger, 17 Uduokhai, 2 Mauersberger, 37 Yegenoglu – 15 Sukalo, 10 Liendl, 19 Neuhaus – 18  Karger, 13  Mölders, 27  Heinrich (71., 26 Jakob).
Nicht eingesetzt:  24  Ortega (Tor).
Nicht dabei: 6 Sanchez (Knieverletzung).

Tore: 1:0 Larsen (25.), 2:0 Kayode (88.).
Zuschauer: 1.500 im Weststadion Kirchschlag.

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1896.htm


Testspiel, 04.07.2017, 18 Uhr

TSV Sparkasse Pöllau - 1860 München 0:9 (0:4)


Löwen besiegen Pöllau 9:0 – Fünferpack von Mugosa in Halbzeit zwei.

War hungrig auf Tore, erzielte in 45 Minuten fünf Treffer: Stefan Mugosa. 

Am Schluss musste der österreichische Viertliga-Aufsteiger TSV Sparkasse Pöllau froh sein, dass es nicht zweistellig wurde. Nach der 4:0-Führung zur Pause drehte der eingewechselte Stefan Mugosa nach Wiederbeginn auf. Ein Hattrick innerhalb von drei Minuten (60. bis 62. Minute). Danach ließ er noch zwei weitere Treffer folgen. Am Ende gewannen die Löwen standesgemäß mit 9:0.

Von Beginn an übernahmen die Sechzger das Kommando. Trotz guter Möglichkeiten dauerte es bis zur 18. Minute, ehe der Zweitligist zum ersten Mal jubeln konnte. Im Anschluss an eine Ecke von Michael Liendl flankte Daniel Adlung in die Mitte, Innenverteidiger Rodnei sprang höher als sein Gegenspieler, köpfte per Bogenlampe unhaltbar zum 1:0 in die Maschen. Fünf Minuten später war erneut ein Standard der Ausgangspunkt. Das Üben am Vormittag machte sich somit bezahlt. Liendl hatte an den Elfmeterpunkt geflankt, Goran Sukalos Kopfball wurde von einem Verteidiger geblockt, Kai Bülows Nachschuss ebenfalls. Dann reagierte Karim Matmour am schnellsten, staubte aus kurzer Distanz zum 2:0 ab (23.). Auch Tor Nummer drei bereitete der sehr agile Liendl vor. Nach einem perfekten Anspiel steuerte Mölders auf den Torhüter zu, überlupfte ihn zum 3:0 (43.). Gerade mal 60 Sekunden später war der Angreifer erneut erfolgreich. Karim Matmour hatte auf Mölders durchgesteckt. Der 31-Jährige fackelte nicht lange und hämmerte den Ball zum 4:0-Pausenstand ins Tor der Österreicher (44.).

Mit Start der Zweiten Halbzeit schickte Coach Kosta Runjaic ein komplett neues Team aufs Feld. Darunter auch Victor Andrade, der sein Debüt im Löwen-Trikot gab. Der Brasilianer war auch gleich in die erste gute Szene involviert. Nach einem Ballgewinn passte er auf Levent Aycicek, der mit seinem Schuss an einem Verteidiger scheiterte. Der Abpraller fiel Stefan Mugosa vor die Füße. Der Angreifer schob zum 5:0 ein (60.). Per Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze aus halblinker Position erhöhte der Montenegriner wenig später auf 6:0 (62.). Und noch in der gleichen Minute tauchte Mugosa erneut vor dem Tor des österreichischen Viertligisten auf, vollendete seinen Hattrick in knapp drei Minuten zum 7:0 (62.). Weltrekordverdächtig! Sieben Minuten später ließ Mugosa noch das 8:0 folgen (69.). Kurz vor Schluss das 9:0 (86.). Damit erzielte der 24-Jährige fünf Treffer in einer Halbzeit. Beinahe hätten die Löwen das Team aus der Steiermark sogar zweistellig besiegt, doch Aycicek scheiterte mit seinem Schlenzer knapp (89.).

Coach Kosta Runjaic zeigte sich mit der Vorstellung seines zufrieden. „Wir haben uns sehr viele Chancen herausgespielt – gerade in den ersten 20 Minuten. In dieser Phase haben wir ein paar Angriffe nicht konsequent genug zu Ende gespielt und so einige Chancen liegengelassen“, analysierte der 45-Jährige. Das Tor von Rodnei war dann so etwas wie der Dosenöffner. „Erfreulich, dass wir heute wieder zu Null gespielt haben. Das ist auch unser Ansatz für die nächsten Wochen. Wir wollen in erster Linie Kompaktheit herstellen“, so das Credo des Fußball-Lehrers. Wichtig für Runjaic: „Wir sind verletzungsfrei geblieben. Und obwohl die Jungs gestern zwei harte Einheiten absolvierten, haben sie sich heute gut bewegt und den Ball laufen lassen.“ Das Ergebnis sei seiner Meinung nach nicht selbstverständlich. „Auf diesen Gegner muss man sich erst einmal einstellen“, lautete seine Begründung. „In der 1. Halbzeit gab es knackige Zweikämpfe.“ Besonders freute sich der Löwen-Trainer über seine beiden Stürmer. Sascha Mölders, der bereits gegen Basel getroffen hatte, erzielte diesmal einen Doppelpack. Stefan Mugosa gelangen fünf Treffer. „Tore sind für die Stürmer am wichtigsten. Das tut ihnen gut. Sie haben den Konkurrenzkampf aufgenommen." Fünf-Tore-Mann Mugosa, den er bereits in Kaiserslautern unter seinen Fittichen hatte, „wollte heute unbedingt treffen, das hat man gesehen. Dafür ist er viele Wege gegangen.“

STENOGRAMM: Testspiel, 04.07.2017, 18 Uhr

TSV Sparkasse Pöllau - 1860 München 0:9 (0:4)

1860, 1. Halbzeit: 1 Eicher – 16 Busch, 4 Bülow, 20 Rodnei, 3 Wittek – 10 Liendl, 15 Sukalo, 11 Adlung – 8 Matmour, 13 Mölders, 18 Karger.
1860, 2. Halbzeit: 24  Ortega- 25  Weeger,  17 Uduokhai), 2 Mauersberger,  37 Yegenoglu - 6 Sanchez, 30  Degenek, 33 Aycicek, 27 Heinrich, 9 Mugosa, 31 Andrade (71., 26 Jakob).
Nicht eigesetzt: 21 Zimmermann (Tor), 19 Neuhaus.

Tore: 0:1 Rodnei (18.), 0:2 Matmour (23.), 0:3 Mölders (43.), 0:4 Mölders (44.), 0:5 Mugosa (60.), 0:6 Mugosa (62.), 0:7 Mugosa (62.), 0:8 Mugosa (69.), 0:9 Mugosa (86.).
Gelbe Karten: - Andrade.
Zuschauer: 600 im Sparkassen Stadion Pöllau.
Schiedsrichter: Serdar Altun; Assistenten: Franz Gmeiner, Franz Nöst (alle Österreich).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1888.htm


Testspiel, 01.07.2017, 17.30 Uhr

1860 München – FC Basel 1:1 (0:0)

Saisonpremiere gegen Basel: Mölders trifft zum 1:1-Endstand.

Karim Matmour deutete nach seiner Einwechslung an, welches Potential in ihm steckt. 

Dem neuen Löwen-Team gelang im ersten Test der Vorbereitung ein 1:1 gegen den Schweizer Meister FC Basel. Daniel Hoegh hatte die Eidgenossen in der 64. Minute in Führung gebracht, Sascha Mölders glich 20 Minuten nach seiner Einwechslung zum 1:1 aus (83.), scheiterte wenig später noch am Aluminium (88.). Direkt vom Test in Geretsried ging es für die Sechzger weiter ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf in der Steiermark.

Die Löwen begannen forsch, hatten auch gleich den ersten Torschuss durch Stefan Mugosa. Nur knapp schrammte der Ball am linken Pfosten vorbei (4.). Noch in der Anfangsviertelstunde verletzte sich  Romuald Lacazette. Nach der Behandlung an der Außenlinie ging es zunächst für den Franzosen weiter, kurz danach musste er mit Problemen am rechten Fuß passen. Für ihn kam der Schütze des „Tor des Monats“ im Mai 2016, Florian Neuhaus, ins Spiel. Doch auch der Schweizer Meister hatte eine gute Chance. Nach einem Fehler in der 1860-Abwehr tauchte Neftali Manzambi vor Stefan Ortega auf, der Löwen-Keeper parierte jedoch den Schuss (23.). Dann passierte lange nichts. Kurz vor der Pause hatte Sechzig noch zwei gute Möglichkeiten. Erst kam Sertan Yegenoglu nach gelungenem Diagonalpass von Neuhaus auf der linken Außenbahn zum Flanken, Mugosa brachte den scharf gespielten Ball aber nicht mehr aufs Tor (40.). In der 43. Minute wurde der Montenegriner kurz vor dem Strafraum gefoult. Den fälligen Freistoß aus 22 Metern führte Levent Aycicek aus. Abgefälscht von der Baseler Mauer ging der Ball knapp über den Querbalken (43.). Die anschließende Ecke von rechts flankte Liendl in die Mitte. Der per Kopf von Mugosa verlängerte Ball landete bei Kai Bülow, der völlig überrascht aus drei Metern über das Gehäuse köpfte (44.). Kurz danach war die 1. Halbzeit vorbei.

Sechs Mal wechselte Löwen-Coach Kosta Runjaic zur Pause. Lange tat sich nach Wiederanpfiff nichts nennenswertes. Bis zur 64. Minute. Eine weite Freistoßflanke erreichte Daniel Hoegh im Luftkampf mit Felix Uduokhai, der sich dabei eine Kopfverletzung zuzog, überwand Jan Zimmermann zum 1:0 für die Eidgenossen. Das hatte sich abgezeichnet, denn der Schweizer Meister war in dieser Phase das stärkere Team. Der Ausgleich für die Löwen fiel in der 83. Minute. Goran Sukalo hatte einen Diagonalball auf die linke Seite auf Maximilian Wittek gespielt. Seine flache Hereingabe nahm Sascha Mölders mit dem Rücken zum Tor an. Sein Drehschuss aus acht Metern landete zum 1:1 im kurzen Eck. Beinahe sogar wäre den Sechzgern noch der Siegtreffer gelungen. Auf Zuspiel von Wittek war es erneut Mölders, der diesmal aber nur die Querstange traf (88.). Im Gegenzug hielt Zimmermann bei einem Baseler Konter gegen Nicolas Hunziker das Remis fest (89.).

Löwen-Coach Kosta Runjaic war zufrieden. „Schön, dass wir uns gegen einen starken Gegner gut präsentieren konnte“, erklärte der 45-Jährige. „Besonders erfreulich war, wie die Mannschaft nach dem Rückstand gegen die Niederlage gewehrt und eine Reaktion gezeigt hat. Sie konnte sich mit dem 1:1 nach einer harten Trainingswoche selbst belohnen.“ Runjaic fand, dass sich sein Team „gut bewegt und sich bei den hohen Temperaturen bis zum Schluss“ gezeigt habe. Positiv bewertete er auch das Chancenplus in der 1. Halbzeit. „Das Remis ist gut für die Seele und den Kopf.“

Einziger Wehrmutstropfen war die Verletzung von Romuald Lacazette. Der Franzose trat die Reise mit ins Trainingslager nicht an.

STENOGRAMM: Testspiel, 01.07.2017, 17.30 Uhr

1860 München – FC Basel 1:1 (0:0)

1860, 1. Halbzeit: 24 Ortega – 16 Busch, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 37 Yegenoglu – 4 Bülow, 38 Lacazette (19., 19 Neuhaus) – 33 Aycicek, 10 Liendl, 18 Karger – 9 Mugosa.
1860, 2. Halbzeit: 21 Zimmermann – 25 Weeger, 30 Degenek (68., 20  Rodnei), 17 Uduokhai, 3 Wittek – 19 Neuhaus, 15 Sukalo, 6 Sanchez (68., 8 Matmour), 27 Heinrich – 9 Mugosa (61., 13 Mölders), 18 Karger (68., 11 Adlung).
Nicht eigesetzt: 1 Eicher, (Tor), 26 Jakob.

Tore: 0:1 Hoegh (64.), 1:1 Mölders (83.).
Zuschauer: 1.100 im Isaraustadion Geretsried.
Schiedsrichter: Robert Hartmann (Wangen); Assistenten: Wolfgang Haslberger (St. Wolfgang), Jürgen Steckermeier (Altfraunhofen).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1882.htm

zurück