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Punktspiele 2016 / 17

Relegationsrückspiel, 30.05.2017, 18 Uhr

1860 München – SSV Jahn Regensburg 0:2 (0:2)
 

Bitterer Abend: 1860 unterliegt Regensburg 0:2 & steigt ab.

Enttäuschung pur (v. li.): Abdoulaye Ba, Stefan Aigner und Michael Liendl sind mit den Löwen in die 3. Liga abgestiegen. 
Nach drei Jahren Abstiegskampf hat es die Löwen erwischt. Das Team von Trainer Vitor Pereira unterlag nach dem 1:1 im Relegationshinspiel im Rückspiel vor 62.200 Zuschauern in der Allianz Arena mit 0:2. Kolja Pusch (30.) und Marc Lais (41.) hatten für die Oberpfälzer vor der Pause getroffen. Das reichte zum Aufstieg.

Personal: Löwen-Cheftrainer Vitor Pereira fehlten im Relegationsrückspiel Daylon Claasen (Achillessehnenprobleme), Lucas Ribamar (familiäre Gründe), Frank Boya (muskuläre Probleme), Felix Uduokhai (Muskelverletzung), Amilton (Muskelfaserriss), Victor Andrade (Trainingsrückstand), Marin Pongracic (Gelb-Rot-Sperre) und Romuald Lacazette (Gelb-Sperre). Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften Sebastian Boenisch, Karim Matmour, Krisztian Simon, Nico Karger, Filip Stojkovic und der dritte Torhüter Maximilian Engl. Der Änderungen gab es bei Sechzig im Vergleich zum Hinspiel: Für den gelbgesperrten Lacazette begann Florian Neuhaus, für Pongracic rückte Kai Bülow in die defensive Dreierkette und Christian Gytkjaer stürmte für Sascha Mölders.

TRAINERSTIMMEN Vitor Pereira: „Die Verantwortung liegt bei mir.“

Spielverlauf: Erstmals wurde es in der 2. Minute vorm Regensburger Tor gefährlich, aber Christian Gytkjaer stand beim Zuspiel von Michael Liendl knapp im Abseits. Auf der anderen Seite kamen die Gäste zu einem Freistoß von der linken Außenbahn. Die Hereingabe von Erik Thommy fälschte Gytkjaer zu Sebastian Nachreiner ab, der Innenverteidiger kam halbrechts aus neun Metern zum Abschluss, schoss aber deutlich am Tor vorbei (11.). In der 18. Minute lief Lumor nach Doppelpass mit Levent Aycicek auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch, seine Ablage an den Elfmeterpunkt verpasste Stefan Aigner. Ein Distanzschuss von Florian Neuhaus aus 24 Metern strich knapp übers Jahn-Tor (19.). In der 23. Minute zappelte der Ball im Jahn-Netz: Ein langes Zuspiel kam zu Gytkjaer. Der Däne tauchte frei vor Pentke auf und traf. Aber Schiedsrichter Daniel Siebert gab den Treffer wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht. Eine Fehlentscheidung, wie die TV-Bilder bewiesen. Es war gleiche Höhe! Im Anschluss an einen kurz ausgeführten Eckball kam Kolja Pusch am rechten Strafraumeck zum Abschluss, sein Linksschuss strich am langen Eck übers Löwen-Tor (24.). Kurz danach gestattete der Unparteiische bei über 30 Grad Außentemperatur beiden Teams eine Trinkpause. Nach einem Sololauf steckte Neuhaus den Ball für Aycicek durch, aber Marcel Hofrath brachte gerade noch die Fußspitze vor dem Löwen-Stürmer an die Kugel (28.). Fast im Gegenzug konnte Felix Weber gerade noch einen Schuss von Thommy blocken (29.). In der nächsten überlief Thommy auf der linken Seite Weber, seine scharfe Hereingabe von der Grundlinie nahm Pusch direkt, hämmerte die Kugel aus acht Metern zum 1:0 ins linke Kreuzeck (30.). Im Anschluss an den ersten 1860-Eckball kam Neuhaus halblinks von der Strafraumkante zum Schuss, der Ball wurde aber abgefälscht und Philipp Penthke konnte vor der Tor-Linie zupacken (36.). Kurz danach versuchte es Marnon Busch auf der rechten Strafraumseite mit einem Schuss aufs lange Eck, aber Nachreiner brachte den Körper dazwischen (37.). In der 40. Minute spielte Aigner einen Pass in die Tiefe, Gytkjaer kam am Fünfmeterraum mit der Fußspitze dran, konnte dem Ball aber nicht die entscheidende Richtungsänderung geben, der genau bei Penthke landete (40.). In die Drangphase der Löwen hinein erzielte der Jahn das 2:0. Hofrath hatte einfach aus dem linken Halbfeld den Ball in den Strafraum geschlagen, Lais hielt aus zehn Metern den Kopf hin, traf genau oben in den linken Winkel (41.). Erneut war Ortega machtlos. In der 45. Minute tauchte Marco Grüttner im Strafraum halbrechts auf, sein Schuss aus 14 Metern entschärfte der Löwen-Keeper per Fußabwehr. Kurz danach war Pause.

Löwen-Coach Vitor Pereira brachte mit Sascha Mölders und Ivica Olic für Gytkjaer und Aigner zwei frische Stürmer. In der 56. Minute hatten die Sechzger Platz zum Kontern. Mölders spielte einen Diagonalball auf Lumor, der kam halblinks im Strafraum zum Schuss, aber der zurück sprintente Andreas Geipl rutschte in den Ball, konnte so schlimmeres verhindern (56.). Ein Olic-Kopfball nach einer Ecke von rechts durch Michael Liendl ging weit am langen Eck des Regensburger Tores vorbei (65.). Die Löwen waren zwar bemüht, richtig Druck auf den Jahn brachten sie aber nicht zustande. Ein Fallrückzieher von Abdoulaye Ba rauschte am Gästetor vorbei (79.). Nachdem Böller und Gegenstände aufs Spielfeld flogen, musste Schiedsrichter Siebert die Partie in der 82. Minute unterbrechen. Sicherheitskräfte liefen auf. Es dauerte fast eine Viertelstunde, bis das Spiel fortgesetzt werden konnte. Am Ergebnis indes änderte es nichts. Kai Bülow traf zwar in der Nachspielzeit, wegen einer Abseitsstellung von Olic wurde der Treffer nicht anerkannt. Mölders schoss mit dem Mute der Verzweiflung aus 15 Metern auf den SSV-Kasten, aber Pentke tauchte ab, lenkte den Ball mit einer starken Parade zur Ecke. Es blieb beim 0:2.

Damit steigen alle Mannschaften von den Profis bis zur U16 in dieser Saison ab. Besonders bitter ist es für die U21, die Vize-Meister in der Regionalliga Bayern wurde, aber aufgrund der DFB-Regularien – zwischen erster und zweiter Mannschaft muss eine Spielklasse liegen – zukünftig in der Bayernliga Süd an den Start gehen wird.

STENOGRAMM: Relegationsrückspiel, 30.05.2017, 18 Uhr

1860 München – SSV Jahn Regensburg 0:2 (0:2)

1860: 24 Ortega – 44 Weber, 4 Bülow, 25 Ba– 16 Busch, 19 Neuhaus, 10 Liendl, 28 Lumor – 29 Aigner, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek. 
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 2 Mauersberger, 3 Wittek, 5 Perdedaj, 11 Adlung, 13 Mölders, 40 Olic.

SSV: 1 Pentke – 6 Saller, 28 Nachreiner, 10 Knoll, 7 Hofrath – 18 Lais, 8 Geipl – 9 George, 20 Pusch, 25 Thommy – 15 Grüttner. 
Ersatz: 26 Lerch (Tor) –5 Odabas, 13 Kopp, 16 Palionis, 24 Luge, 31 Hesse, 34 Hyseni.

Wechsel: Mölders für Gytkjaer (46.), Olic für Aigner (46.), Wittek für Weber (57.) – Hesse für George (67.), Hyseni für Pusch (77.), Palionis für Lais (90.). 

Tore: 0:1 Pusch (30.), 0:2 Lais (41.).
Gelbe Karten: Neuhaus, Ba, Mölders – Thommy.
Zuschauer: 62.200 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin); Assistenten: Rafael Foltyn (Wiesbaden), Thomas Gorniak (Bremen); Vierter Offizieller: Alexander Sather (Grimma).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2037.htm
 


Relegationshinspiel, 26.05.2017, 18 Uhr

SSV Jahn Regensburg – 1860 München 1:1 (1:0)
 

Löwen mit 1:1 im Relegations-Hinspiel in Regensburg

Felix Weber (li.) und Lumor (re.) beglückwünschen Löwen-Keeper Stefan Ortega zum gehaltenen Elfmeter. 
Relegationsdrama mit einem halbwegs versöhnlichen Abschluss. Bereits in der 2. Minute brachte Marc Lais Jahn Regensburg in Führung. Erst im zweiten Durchgang wurde Sechzig stärker, glich durch Florian Neuhaus aus (78.). Zwei Minuten später sah Marin Pongracic Gelb-Rot (80.). Dann verschuldete Abdoulaye Ba einen Elfmeter, den aber Stefan Ortega gegen den Ex-Löwen Andreas Geipl parieren konnte (84.). Damit blieb es beim 1:1.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste im Relegationshinspiel in Regensburg auf Daylon Claasen (Achillessehnenprobleme), Lucas Ribamar (familiäre Gründe), Frank Boya (muskuläre Probleme), Felix Uduokhai (Muskelverletzung), Amilton (Muskelfaserriss) und Victor Andrade (Trainingsrückstand) verzichten. Nicht den Sprung in den 18er-Kader schafften Jan Mauersberger, Sebastian Boenisch, Karim Matmour, Daniel Adlung, Krisztian Simon, Nico Karger, Filip Stojkovic und als dritter Torhüter Maxi Engl. Ansonsten vertraute Pereira auf die gleiche Elf wie in Heidenheim.

STIMMEN Pereira warnt vorm Rückspiel: „Schwierige Prüfung!“

Spielverlauf: Schlechter hätte der Auftakt für die Löwen kaum sein können. Bereits mit der ersten gefährlichen Szene gingen die Regensburger in Führung. Erik Thommy hatte eine Ecke von links mit rechts vors Tor geflankt, Marc Lais lief am ersten Pfosten in die Hereingabe, kam ungehindert zum Kopfball und traf aus fünf Metern zum 1:0 ins kurze Eck (2.). Nur um Zentimeter köpfte Sascha Mölders in der 11. Minute eine Hereingabe von links durch Lumor aus acht Metern am linken Pfosten vorbei. Nach einer Rechtsflanke von Uwe Hesse kam Lais im Rücken von Felix Weber an den Ball, schlug aber aus sieben Meter ein Luftloch (21.). Erneut war es in der 30.Minute Lais, der nach Thommy-Zuspiel an der Strafraumgrenze den Abschluss suchte, aber deutlich links am Löwen-Tor vorbeizielte (30.). Eine scharfe Hereingabe von rechts durch Hesse verpassten nacheinander Marco Grüttner und Andreas Geipl (34.). Die Sechzger bekamen keinen Zugriff, produzierten zu viele Fehler im Spielaufbau und liefen immer wieder ins Abseits. Zu allem Überfluss kassierte Romuald Lacazette völlig unnötig die 5. Gelbe Karte vom kleinlich pfeifenden Schiedsrichter Patrick Ittrich, als er den Assistenten nach einer Einwurf-Entscheidung gegen ihn angebrüllte (36.). Damit ist der Franzose im Rückspiel gesperrt. Ein Freistoß von Thommy aus dem linken Halbfeld setzte in der 41. Minute gefährlich auf, ging durch eine Spielertraube und strich knapp über das rechte Kreuzeck. Kurz danach nahm Vitor Pereira den unglücklich agierenden Lacazette vom Feld, brachte für ihn Florian Neuhaus (42.). Den 0:1-Rückstand nahmen die Löwen mit in die Kabine.

Kurz nach der Pause stieß Lumor auf der linken Seite nach vorne, brachte die Kugel scharf nach innen, wo Mölders zwar an die Hereingabe kam, aber der Abschluss aus acht Metern von Marvin Knoll geblockt werden konnte (48.). Auf der anderen Seite flankte Grüttner von rechts flach nach innen, Thommy verlängerte den Ball am kurzen Pfosten, der links am langen Eck vorbeistrich (52.). Kurz danach wurde Thommy im Strafraum gestoppt, der Ball kam zu Kolja Pusch, dessen 19-Meter-Schuss knapp über den Querbalken strich (54.). Einen 21-Meter-Freistoß aus leicht nach links versetzter Position schoss Levent Aycicek in die Mauer (58.). In der 64. Minute nahm Pereira einen Doppelwechsel vor, brachte für Mölders und Aigner mit Christian Gytkjaer und Ivica Olic zwei frische Offensivkräfte (64.). Olic brachte mit seiner ersten Aktion den Ball von links zu Neuhaus. Der Neun-Meter-Schuss des 20-Jährigen aus halblinker Position wurde von Geipl entscheidend geblockt (65.). Eine Linksflanke von Lumor hätte in der 75. Minute beinahe Sebastian Nachreiner im Zweikampf mit Gytkjaer ins eigene Tor gegrätscht. Doch Philipp Pentke packte zu, verhinderte den Ausgleich. Der fiel drei Minuten später. Busch überlief auf der rechten Seite Mrcel Hofrath, kam das erste Mal im Spiel bis zur Grundlinie, seine Hereingabe nahm Neuhaus am Elfmeterpunkt direkt aus der Luft, traf zum 1:1 ins rechte Eck (78.). Doch kaum war der Jubel verklungen, standen die Löwen nur noch mit zehn Mann auf dem Spielfeld. Der bereits vorbelastete Marin Pongracic kassierte nach einem Foul gegen Pusch Gelb-Rot, fehlt ebenfalls im Rückspiel (80.). Pereira stellte danach auf eine Viererkette um. Aber es kam noch schlimmer für die Sechzger. Abdoulaye Ba musste im Strafraum in einen Zweikampf mit Pusch. Der Regensburger hob theatralisch ab und Schiedsrichter Ittrich pfiff Elfmeter (83.). Ex-Löwe Geipl lief an, Stefan Ortega reagierte glänzend, parierte den Schuss (84.). In der Schlussphase passierte nicht mehr viel, so dass die Sechzger mit einer guten Ausgangsposition ins Rückspiel am Dienstag gehen.

TRAININGSZEITEN

STENOGRAMM: Relegationshinspiel, 26.05.2017, 18 Uhr

SSV Jahn Regensburg – 1860 München 1:1 (1:0)

Jahn: 1 Pentke – 6 Saller, 28 Nachreiner, 10 Knoll, 7 Hofrath – 18 Lais, 8 Geipl – 31 Hesse, 20 Pusch, 25 Thommy – 15 Grüttner.
Ersatz: 26 Lerch (Tor) – 5 Odabas, 13 Kopp, 16 Palionis, 24 Luge, 33 Urban, 34 Hyseni.

1860: 24 Ortega – 44 Weber, 25 Ba, 35 Pongracic – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 29 Aigner, 13 Mölders, 33 Aycicek. 
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 3 Wittek, 4 Bülow, 5 Perdedaj, 9 Gytkjaer, 19 Neuhaus, 40 Olic.

Wechsel: Luge für Hesse (74.), Palionis für Lais (76.), Hyseni für Pusch (85.) – Neuhaus für Lacazette (42.), Olic für Aigner (64.), Gytkjaer für Mölders (64.).

Tore: 1:0 Lais (2.), 1:1 Neuhaus (78.).
Gelbe Karten: Nachreiner – Lacazette, Aycicek.
Gelb-Rote Karte: Pongracic (80., wiederholtes Foulspiel).
Besonderes Vorkommnis: Ortega hält Foulelfmeter von Geipl (84.).
Zuschauer: 15.224 in der Continental Arena (ausverkauft).
Schiedsrichter: Patrick Ittrich (Hamburg); Assistenten: Norbert Grudzinski (Hamburg), Holger Henschel (Braunschweig); Vierter Offizieller: Robert Kempter (Stockach).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2035.htm


34. Spieltag, 21.05.2017, 15.30 Uhr

1. FC Heidenheim – 1860 München 2:1 (0:0)
 

Löwen müssen nachsitzen: 1:2-Niederlage in Heidenheim.

Die Löwen gingen nach einem Standardtor durch Stefan Aigner in der 62. Minute in Führung. Am Ende reichte der Treffer nicht zum Sieg. 
Bis zur 86. Minute hatten die Löwen in Heidenheim den Klassenerhalt sicher, nachdem Stefan Aigner in der 62. Minute die Führung erzielte. Doch in der Schlussphase trafen Marc Schnatterer (86.) und Tim Kleindienst in der 4. Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Sieg für den FCH. Damit muss der TSV 1860 nachsitzen, trifft nun in der Relegation auf den SSV Jahn Regensburg. 

TICKETHINWEISE Brülle für die Löwen in der Relegation gegen Regensburg.

Personal: Löwen-Trainer Vitor Pereira musste im letzten Saisonspiel auf Victor Andrade (Trainingsrückstand), Felix Uduokhai, Sebastian Boenisch und Amilton (alle muskuläre Probleme) verzichten. Krisztian Simon und Nico Karger sammelten nach Verletzung Spielpraxis in der U21. Nicht im 18er-Kader von Heidenheim standen Jan Mauersberger, Daylon Claasen, Karim Matmour, Daniel Adlung, Lucas Ribamar, Frank Boya, Filip Stojkovic und als dritter Torhüter Maximilian Engl. Marnon Busch kehrte nach verbüßter Gelb-Rot-Sperre für Maxi Wittek in die Startelf zurück, der erfahrene Sascha Mölders ersetzte im Sturmzentrum Christian Gytkjaer. Sein Debüt in der Dreierkette feierte U21-Kapitän Felix Weber, nachdem Uduokhai nicht mehr rechtzeitig fit wurde.

STIMMEN Pereira: „Frust abschütteln & aufs nächste Match schauen!“

Spielverlauf: Die Löwen versuchten von Beginn an die Kontrolle zu übernehmen, hatten auch einige Standards, die aber nichts einbrachten. Auf der anderen Seite landete ein 22-Meter-Freistoß von Marc Schnatterer in der Mauer (8.). Ansonsten neutralisierten sich beide Teams gegenseitig. Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe es gefährlich vor dem Heidenheimer Tor wurde. Stefan Aigner hatte ein Zuspiel aus der eigenen Hälfte direkt in die Mitte auf Sascha Mölders weitergeleitet, doch Hauke Wahl klärte an der Strafraumgrenze vor dem Löwen-Stürmer. Nach der ersten Ecke der Gastgeber durch Schnatterer von links kam der einlaufende Tim Kleindienst aus sieben Metern zum Kopfball, der Aufsetzer landete aber genau in den Armen von Stefan Ortega (39.). In der Nachspielzeit nochmals eine Chance für die Sechzger: Abdoulaye Ba stieg nach einem Eckball von rechts durch Michael Liendl am höchsten, es fehlte jedoch die Präzision und der Druck, um Kevin Müller im FCH-Tor vor Probleme zu stellen. Damit ging es torlos in die Kabinen.

Kurz nach Wiederanpfiff konterten die Löwen im Anschluss an einen abgewehrten Eckball, Aigner kam an der rechten Grundlinie zum Flanken, Mölders ließ die Kugel passieren, Levent Aycicek in seinem Rücken sprang der Ball etwas zu weit vom Fuß. Dadurch konnte Müller seinen Schuss aus sieben Meter parieren (49.). Nach einem Freistoß von Schnatterer aus dem rechten Halbfeld kam Ex-Löwe Mathias Wittek am zweiten Pfosten einen Schritt zu spät (55.). In der 62. Minute die Führung für die Löwen. Ausgangspunkt war ein Eckball von rechts durch Liendl. Aigner rannte in die Hereingabe, traf per Kopf aus sechs Metern zum 1:0 ins lange Eck. Kurz davor hatte Dresden zudem gegen Bielefeld die Führung erzielt, was zu diesem Zeitpunkt den direkten Klassenerhalt für die Sechzger bedeutete. Ein Distanzschuss von Aycicek strich wenig später knapp am langen Pfosten vorbei (67.). Ein zu kurz abgewehrter Standard nahm Kleindienst aus zwölf Metern direkt aus der Luft, schoss aber rechts am 1860-Tor vorbei (70.). Nach einer Flanke von rechts durch Schnatterer kam der eingewechselte Thomalla nicht zum Kopfball, die Kugel kam jedoch zu Kleindienst, dessen Drehschuss aus 13 Metern ging aber weit übers Tor (78.). Ein Handspiel von Marin Pongracic am rechten Strafraumeck brachte dem 19-Jährigen nicht nur die Gelbe Karte ein, sondern für Heidenheim eine gute Freistoßposition. Schnatterer flankte die Kugel an den zweiten Pfosten, aber keiner seiner Mitspieler kam an die Hereingabe (82.). In der 86. Minute kassierten die Löwen den Ausgleich. In einen Freistoß von Schnatterer aus dem rechten Halbfeld sprintete Wahl am Fünfmeterraum, irritierte so Ortega. Der Ball schlug zum 1:1 im langen Eck ein (86.). Dadurch, dass Bielefeld in Dresden ausgleichen konnte, rutschte Sechzig wieder auf den Relegationsplatz ab. Kurz vor Schluss vertändelte Ba den Ball, aber Ortega rettete vor Kleindienst (90.). Nach Zuspiel von Romuald Lacazette in der 2. Minute der Nachspielzeit verlängerte der kurz zuvor eingewechselte Christian Gytkjaer per Kopf auf Olic, der brachte den Ball am herausstürzenden Müller vorbei, rutschte dann aber beim Torschuss weg. Zwei Minuten später kam Kleindienst gegen die aufgerückten Löwen nochmals zum Abschluss, sein Schuss wurde von Bas Brust unhaltbar für Ortega abgefälscht und landete zum 1:2 im Netz. Damit war endgültig klar, dass es gegen Jahn Regensburg in die Relegation geht. Direkt danach pfiff Schiedsrichter Guido Winkmann ab.

STENOGRAMM: 34. Spieltag, 21.05.2017, 15.30 Uhr

1. FC Heidenheim – 1860 München 2:1 (0:0)

FCH: 1 Müller – 29 Strauß, 25 Wahl, 30 Theuerkauf, 28 Feick - 18 Griesbeck, 5 Wittek, 26 Titsch-Rivero – 35 Lankford, 21 Kleindienst, 7 Schnatterer.
Ersatz: 22 Eicher (Tor) – 8 Rasner, 11 Thomalla 16 Becker, 20 Philp, 31 Widemann, 36 Gnasse.

1860: 24 Ortega – 44 Weber, 25 Ba, 35 Pongracic – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 29 Aigner, 13 Mölders, 33 Aycicek. 
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) –3 Wittek, 4 Bülow, 5 Perdedaj, 9 Gytkjaer, 19 Neuhaus, 40 Olic.

Wechsel: Thomalla für Griesbeck (68.), Widemann für Titsch-Rivero (78.) – Olic für Mölders (78.), Wittek für Aycicek (81.), Gytkjaer für Weber (90.).

Tore: 0:1 Aigner (62.), 1:1 Schnatterer (86.), 2:1 Kleindienst (90.). 
Gelbe Karten: Schnatterer, Philp – Ba, Liendl, Mölders, Pongracic.
Zuschauer: 15.000 in der Voith-Arena (ausverkauft).
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken); Assistenten: Christian Fischer (Hemer); Andreas Steffens (Mechernich); Vierter Offizieller: Dr. Martin Thomsen (Kleve)
 

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2033.htm

33. Spieltag, 14.05.2017, 18.30 Uhr

1860 München – VfL Bochum 1848 1:2 (1:1)
 

Das Zittern geht weiter: Löwen unterliegen Bochum.

Abdoulaye Ba (Mitte) wuchtete in der 34. Minute den Ball zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Bochumer Netz. 
Die Sechzger müssen nach der 1:2-Niederlage gegen den VfL Bochum weiter zittern. Ex-Löwe Peniel Mlapa hatte die Gäste in der 31. Minute in Führung gebracht. Abdoulaye Ba glich drei Minuten später per Kopf aus (34.). Der eingewechselte Tom Weilandt traf in der 79. Minute zum Endstand. Durch die Niederlage rutschte der TSV 1860 vor dem letzten Spieltag auf den Relegationsplatz ab.

Personal: Wegen Trainingsrückstands stand Victor Andrade gegen Bochum nicht zur Verfügung, Karim Matmour, Krisztian Simon und Nico Karger sind derzeit bei der U21, Marnon Busch fehlte wegen Gelb-Rot-Sperre und Felix Uduokhai wegen muskulärer Probleme. Für ihn rückte Kai Bülow in die Dreierkette, Maximilian Wittek ersetzte Busch. Nicht im 18er-Kader standen Jan Mauersberger, Fanol Perdedaj, Daylon Claasen, Daniel Adlung, Lucas Ribamar, Frank Boya und Maxi Engl als überzähliger Torwart.

STIMMEN Pereira: „Wir waren zu übereifrig, ohne Geduld!“

Spielverlauf: Kollektives Aufatmen bei den Löwen in der 2. Minute. Thomas Eisfeld hatte einen Eckball von links scharf nach innen geflankt, Anthony Losilla kam aus sechs Metern frei zum Kopfball, wuchtete die Kugel aber an die Latte, bevor sie endgültig geklärt werden konnte. Einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Michael Liendl verlängerte Ex-Löwe Peniel Mlapa aufs eigene Tor, der Ball ging nur knapp am linken Pfosten vorbei (6.). Nach einem weiten Abschlag von Stefan Ortega hatte Stefan Aigner auf der rechten Seite freie Bahn, seine Hereingabe auf den mitgelaufenen Christian Gytkjaer kam aber zu ungenau, so dass die Chance verpuffte (10.). Ein Freistoß fünf Meter vorm rechten Strafraumeck von Liendl wurde zu kurz abgewehrt, Maxi Wittek kam halblinks aus 19 Meter zum Abschluss, sein Flachschuss aufs lange Eck wurde von einem Bochumer geblockt (17.). Glück hatten die Löwen in der 23. Minute, als der VfL nach Ballgewinn schnell konterte, Johannes Wurtz und Eisfeld im Zentrum nur noch Kai Bülow vor sich hatten, der Löwen-Kapitän aber den Pass von Wurtz erahnte und an der Strafraumgrenze klären konnte. Felix Bastians setzte sich wenig später auf der rechten Seite durch, flankte an den zweiten Pfosten, wo Mlapa an die Hereingabe kam, aber die Kugel aus fünf Meter über den Querbalken setzte (27.). Auf der anderen Seite kam Levent Aciceyk aus 18 Metern halblinks zum Abschluss, sein Schuss aufs kurze Eck wurde sichere Beute von Manuel Riemann (28.). Drei Minuten später lag der Ball im Löwen-Tor. Marin Pongracic hatte sich bei einem Zuspiel auf Wurtz verschätzt, der VfL-Stürmer legte quer auf Mlapa, der kam an der Strafraumkante zum Schuss. Ortega rutschte die Kugel unterm Körper durch, landete zum 1:0 für die Gäste im Netz (31.). Aber keine drei Minuten später war der Ausgleich wieder hergestellt. Nach einem Freistoß aus dem rechten Halbfeld, den Liendl mit viel Schnitt an den zweiten Pfosten geflankt hatte, kam Abdoulaye Ba angeflogen, wuchtete die Kugel aus sechs Metern zum 1:1 ins lange Eck (34.). Es war bereits der dritte Kopfballtreffer des Innenverteidigers. Aigner erreichte in der 42. Minute gerade noch den Ball vor der rechten Grundlinie, seine Hereingabe nahm Romuald Lacazette an der Strafraumkante mit vollem Risiko, zielte aber deutlich links am Tor vorbei. Im Gegenzug kam Mlapa halblinks aus spitzem Winkel zum Schuss, diesmal war Ortega aber rechtzeitig unten, begrub die Kugel unter sich (42.). So ging es mit 1:1 in die Pause.

Die Löwen begannen die 2. Halbzeit druckvoll, aber immer wieder schlichen sich Fehler oder Passungenauigkeiten ein. So auch in der 51. Minute, als Aigner auf der rechten Seite freie Bahn hatte, in den Strafraum reinzog, doch dann den richtigen Zeitpunkt des Abspiels verpasste. Sein Zuspiel von der Grundlinie in den Rückraum erreichte keinen Adressaten. Nach einem Konter in Überzahl schloss Wittek überhastet ab. Sein Schuss vom rechten Strafraumeck ging weit übers Tor (55.). Einen Eckball von links brachte Ayciek in die Mitte, Ba stieg am höchsten, köpfte aber aus sechs Metern links am Tor vorbei (59.). Kurz danach zog Wittek halbrechts aus 20 Metern ab, sein Schuss ging nur knapp am langen Eck vorbei (60.). Ein abgewehrter Aycicek Freistoß landete bei Wittek, der aus zentraler Position sofort draufhielt, aber aus 18 Metern links am Tor vorbeizielte (61.). Bei einer Freistoßflanke von rechts durch Liendl übersah VfL-Keeper Riemann Gytkjaer in seinem Rücken. Der Däne konnte den Ball jedoch nicht aufs Tor drücken (64.). In der 77. Minute musste Lacazette gegen Eisfeld alles riskieren, um den Mittelfeldspieler am Abschluss zu hindern. Mit einer Grätsche im Strafraum vereitelte der Franzose die Chance. Wenig später blockte Lumor den neun-Meter-Schuss von Tom Weilandt in halbrechter Position (79.). Nur wenig später war es passiert. Ein Steckpass von Felix Bastians erreichte Weilandt, der halblinks aus zwölf Metern abschloss, sein Drehschuss landete zum 2:1 im kurzen Eck (79.). Kurz danach kam auf der Gegenseite Wittek an der Strafraumgrenze zum Abschluss, sein Schuss ging um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei (81.). Ein 14-Meter-Schuss von Aycicek blockte Fabian zur Ecke (85.). Eine Hereingabe von Marco Stiepermann schlenzte Weilandt freistehend aus fünf Metern über den Querbalken (86.). Bis zum Schluss versuchten die Löwen alles, in der Nachspielzeit hatte Sascha Mölders noch eine Kopfball-Möglichkeit, die aber Riemann im VfL-Tor vereitelte. Zu allem Überfluss übersah Schiedsrichter Daniel Schlager noch ein klares Handspiel im Bochumer Strafraum. Damit war die Niederlage besiegelt, womit die Löwen auf den Relegationsplatz abrutschten.

STENOGRAMM: 33. Spieltag, 14.05.2017, 18.30 Uhr

1860 München – VfL Bochum 1848 1:2 (1:1)

1860: 24 Ortega – 35 Pongracic, 4 Bülow, 25 Ba – 3 Wittek, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 29 Aigner, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek. 
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 6 Boenisch, 13 Mölders, 19 Neuhaus, 22 Stojkovic, 30 Amilton, 40 Olic.

VfL: 1 Riemann – 5 Bastians, 19 Fabian, 2 Hoogland –10 Eisfeld, 8 Losilla - 7 Gündüz, 26 Saglam, 39 Stiepermann – 9 Wurtz, 14 Mlapa.
Ersatz: 32 Dornebusch (Tor) – 4 Canouse, 6 Wydra, 15 Merkel, 23 Weilandt.

Wechsel: Amilton für Aigner (68.), Mölders für Gytkjaer (80.), Olic für Bülow (85.) – Weilandt für Mlapa (70.), Merkel für Saglam (78.), Canouse für Eisfeld (84.).

Tore: 0:1 Mlapa (31.), 1:1 Ba (34.), 1:2 Weilandt (79.). 
Gelbe Karten: – Saglam, Stiepermann.
Zuschauer: 40.300 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Rastatt); Assistenten: Tobias Fritsch (Frankfurt), Jonas Weickenmeier (Frankfurt); Vierter Offizieller: Marcel Göpferich (Bad Schönborn)

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2027.htm



32. Spieltag, 05.05.2017, 18.30 Uhr

SG Dynamo Dresden – 1860 München 1:2 (0:1)
 

Löwen siegen 2:1 in Dresden - Gytkjaer & Aycicek treffen.

Endlich ein Tor! Christian Gytkjaer erzielte nach langer Durststrecke in Dresden die Führung für die Löwen. 
Nach fünf sieglosen Spielen holten die Löwen bei Dynamo Dresden einen 2:1-Erfolg. Christian Gytkjaer traf kurz vor der Pause (43.), Levent Aycicek direkt nach Wiederanpfiff (46.). Nach der Gelb-Roten Karte gegen Marnon Busch (68.) und dem Anschlusstreffer von Marco Hartmann (89.) mussten die Sechzger nochmals zittern, brachten aber die Führung in einer dramatischen Schlussphase über die Zeit. 

Personal: Wegen Trainingsrückstands stand Victor Andrade nicht zur Verfügung, Karim Matmour, Krisztian Simon und Nico Karger trainieren bei der U21. Nicht mit die Reise nach Dresden traten Jan Mauersberger, Fanol Perdedaj, Sebastian Boenisch, Daylon Claasen, Daniel Adlung, Lucas Ribamar, Frank Boya und Filip Stojkovic. Maxi Engl kam als überzähliger Torwart nicht zum Einsatz. Gegenüber dem Heimspiel gegen Braunschweig nahm Vitor Pereira drei Änderungen vor: In der Dreierkette ersetzten Abdoulaye Ba nach verbüßter Gelbsperre und Felix Uduokhai nach überstandener Muskelverletzung Kai Bülow und Sebastian Boenisch. Für Amilton bekam Levent Aycicek eine Chance von Beginn an.

STIMMEN Vitor Pereira: „Wir haben wie Löwen gekämpft!“

Spielverlauf: Riesenchance für die Löwen in der 2. Minute, aber Christian Gytkjaer übersah den in der Mitte vollkommen freistehenden Levent Aycicek. Der anschließende 16-Meter-Schuss des Dänen aus halbrechter Position stellte Marvin Schwäbe vor keine Probleme. Im Anschluss an eine Ecke verlängerte Felix Uduokhai den Ball per Kopf vors Tor, Gytkjaer ersprintete die Kugel, kam aus sieben Metern zum Abschluss, zielte aber knapp rechts am Pfosten vorbei (4.). In der 8. Minute hatte Marvin Stefaniak für die Sachsen eine Doppelchance. Erst grätschte Marin Pongracic im letzten Moment dem Stürmer den Ball in aussichtsreicher Position vom Fuß, wenig später schoss er mit der Hacke aus acht Metern aufs lange Eck, Stefan Ortega streckte sich, lenkte die Kugel am Pfosten vorbei. Nach einer Ecke von links durch Aycicek löste sich Gytkjaer von seinem Gegenspieler, kam am Fünfmeterraum halblinks zum Schuss, traf aber nur den kurzen Pfosten (13.). Wenig später flankte Marnon Busch von der rechten Seite, Gytkjaer am langen Eck legte per Kopf den Ball nach innen, fand aber keinen Mitspieler (15.). Ein 19-Meter-Schuss von Romuald Lacazette aus dem Zentrum ging in der 17. Minute knapp über das Dresdener Tor (17.). Nach einer Kopfballverlängerung von Gytkjaer kam Stefan Aigner halbrechts zum Abschluss, seine Direktabnahme aus der Drehung landete neben dem linken Pfosten (21.). Ein Schrägschuss von Aycicek aus 20 Metern aufs rechte Eck wehrte Schwäbe mit zwei Fäusten zur Seite ab (26.). Kurz danach war der Dynamo-Torhüter auch bei einem Schuss von Michael Liendl aufs linke Eck rechtzeitig unten (27.). Nur selten kamen die Gastgeber gefährlich vors 1860-Tor. Ein Schuss von Akaki Gogia aus 17 Metern aufs lange Eck strich nur knapp am rechten Pfosten vorbei (34.). Ansonsten waren die Löwen im Angriff. Eine scharfe Hereingabe von rechts durch Liendl nach Zuspiel von Abdoulaye Ba nahm Aigner am ersten Pfosten direkt, brachte den schwer zu kontrollierenden Ball aber aus sieben Metern nicht aufs Tor (40.). Eine Minute später flankte Aigner von rechts nach innen, Gytkjaers Direktabnahme aus sieben Metern strich am rechten Pfosten vorbei (41.). Zwei Minuten später platzte endlich der Knoten bei dem Dänen. Pongracic hatte in der eigenen Hälfte den Ball gegen Gogia erobert, Aycicek schickte Busch auf der rechten Seite steil, der flankte in die Mitte auf Gytkjaer, der ließ mit dem Rücken zum Tor debn Ball passieren, legte ihn dann per Hacke an Fabian Müller vorbei. Anschließend behielt er bei seinem Schuss aus neun Metern die Nerven und schob zum 1:0 ins rechte Eck ein (43.). Anschließend kannte der Jubel keine Grenzen. Alle bei den Löwen gönnten es dem Stürmer, dem zuletzt das Pech förmlich an den Schuhen klebte. Mit dieser Führung gingen die Sechzger in die Kabine.

Bereits 30 Sekunden nach Wiederanpfiff legten die Löwen nach. Gytkjaer lief nach einem Rückpass aggressiv Schwäbe an, der schlug den Ball unkontrolliert in die Mitte auf Lacazette. Der Franzose steckte auf Aycicek durch, der freistehend den Dynamo-Torhüter aus 15 Metern zum 2:0 überwand (46.). Ein Schuss von Aycicek aus dem Rückraum strich nur um Millimeter am rechten Kreuzeck vorbei (50.). Der Torschütze zum 2:0 prüfte in der 58. Minute erneut Schwäbe, der den harten 20-Meter-Schuss nur abklatschen konnte. Den Nachschuss setzte der kurz zuvor eingewechselte Amilton weit übers Dresdener Tor. Der Brasilianer glänzte wenig später als Vorbereiter. Vom rechten Strafraumeck passte er flach auf Gytkjaer, der sich um Müller drehte, sein Schrägschuss aus sechs Metern lenkte Schwäbe per Fußabwehr am langen Eck vorbei (62.). Ab der 68. Minute waren die Sechzger nur noch zu Zehnt. Busch, der bereits die Gelbe Karte gesehen hatte, brachte Gogia am linken Strafraumeck zu Fall, sah Gelb-Rot. Aus heiterem Himmel kam der eingewechselte Marcos Alvarez aus zehn Metern zum Abschluss, als er eine Kopfballablage direkt nahm. Doch freistehend setzte der Dresdner den Ball neben den rechten Pfosten (78.). Marcel Hilßner schloss in der 80. Minute in zentraler Position ab setzte die Kugel aber aus 14 Metern neben das 1860-Tor. Einen Freistoß halblinks aus 22 Metern von Niklas Kreuzer konnte Ortega gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken (82.). Die Sachsen hielten den Druck in Überzahl hoch, Sechzig konnte sich zwar selten davon befreien. Nach einer Linksflanke von Philip Heise kam Marco Hartmann am Torraum zum Kopfball, traf zum 1:2 ins rechte Eck (89.). In der 4. Minute der Nachspielzeit tauchte Gogia halbrechts frei vor Ortega auf, doch der Löwen-Keeper machte sich breit, wehrte den Schuss aus fünf Metern mit dem Fuß zur Ecke ab, verhinderte somit den Ausgleich. Den Sechzgern gelang damit nach fünf sieglosen Spielen ein wichtiger Dreier im Kampf um den Klassenerhalt.

STENOGRAMM: 32. Spieltag, 05.05.2017, 18.30 Uhr

SG Dynamo Dresden – 1860 München 1:2 (0:1)

SGD: 1 Schwäbe – 7 Kreuzer, 23 Ballas, 18 J. Müller, 16 Heise – 36 Hauptmann, 6 Hartmann, 28 Aosman – 2 Gogia, 40 Berko, 10 Stefaniak.
Ersatz: 24 Wiegers (Tor) – 8 Teixeira, 17 Lambertz, 20 F. Müller, 21 Starostzik, 31 Alvarez, 33 Hilßner.

1860: 24 Ortega – 35 Pongracic, 25 Ba, 17 Uduokhai – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor –29 Aigner, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek. 
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 3 Wittek, 4 Bülow, 13 Mölders, 19 Neuhaus, 30 Amilton, 40 Olic.

Wechsel: Alvarez für Stefaniak (64.), Hilßner für Hauptmann (67.), Teixeira für Aosman (87.) – Amilton für Aigner (58.), Wittek für Gytkjaer (72.), Olic für Aycicek (83.).

Tore: 0:1 Gytkjaer (43.), 0:2 Aycicek (46.), 1:2 Hartmann (89.). 
Gelbe Karten: Hartmann, Aosman, Kreuzer –.
Gelb-Rote Karte: Busch (68., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 29.564 im DDV-Stadion.
Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover); Assistenten: Felix-Benjamin Schwermer (Magdeburg), Timo Klein (Neunkirchen); Vierter Offizieller: Marcel Unger (Halle/Saale).

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31. Spieltag, 30.04.2017, 13.30 Uhr

1860 München – Eintracht Braunschweig 0:1 (0:0)
 

Sechzger im Pech: 0:1-Niederlage gegen Braunschweig.

Stefan Aigner vergab kurz vor und direkt nach der Pause die Chance zur Führung. 
Die Münchner Löwen verloren mit einer beherzten Leistung gegen Eintracht Braunschweig mit 0:1. Das einzige Tor erzielte Christoffer Nyman in der 54. Minute. Kai Bülow und Stefan Aigner (45.) kurz vor dem Pausenpfiff und Aigner direkt nach Wiederbeginn (47.) vergaben die besten Chancen der Sechzger. Aus dem Nichts heraus erzielten die Niedersachsen den Siegtreffer.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste gegen die Löwen aus Braunschweig auf Krisztian Simon und Victor Andrade (beide Aufbautraining) verzichten. Kurzfristig fiel auch noch Felix Uduokhai aus (muskuläre Probleme). Abdoulaye Ba fehlte wegen seiner fünften Gelben Karte. Nico Karger sammelte Spielpraxis in der U21. Jan Mauersberger, Fanol Perdedaj, Daylon Claasen, Daniel Adlung, Lucas Ribamar und Filip Stojkovic standen nicht im 18er-Kader, Karim Matmour trainiert bei der U21. Durch das Fehlen von Ba und Uduokhai musste Pereira die Dreierkette kräftig umbauen. Für die beiden rückten Sebastian Boenisch und Kai Bülow in die Startelf.

STIMMEN Vitor Pereira: „Irgendwann wird das Glück zurückkehren.“

Spielverlauf: Erstmals wurde es vor dem Braunschweiger Tor in der 3. Minute gefährlich, als Lumor auf der linken Seite Stefan Aigner bediente. Die Flanke des Stürmers von der Grundlinie wurde jedoch vor dem lauernden Christian Gytkjaer zur Ecke geklärt. Im Anschluss an diese kam Amilton aus dem Rückraum zum Abschluss, den Schuss brachte Jasmin Fejzic erst im Nachfassen unter Kontrolle. Nach einer Ecke von rechts durch Nik Omladic wurden auch die Gäste gefährlich, aber Ken Reichel hatte etwas zu viel Rücklage, setzte die Kugel aus neun Metern in halblinker Position weit übers 1860-Tor (12.). In der 26. Minute tankte sich Onel Hernandez durch den Sechzger-Strafraum, kam halblinks zum Abschluss, den Acht-Meter-Schuss aufs kurze Eck wehrte Stefan Ortega nach vorne ab. Die Nachschuss-Chance verwirkte Jan Hochscheidt durch ein Foulspiel bei der Ball-Annahme. Im Anschluss an einen Konter zog Lumor von der Mitte nach links, Amiton lief ein, nahm ihm den Ball vom Fuß. Sein Schuss von der Strafraumgrenze war aber zu unplatziert, so dass Fejzic die Kugel unter sich begraben konnte (31.). In der 38. Minute stand Aigner nach Zuspiel von Michael Liendl knapp im Abseits, sonst wäre er zusammen mit Gytkjaer frei vor Fejzic aufgetaucht. Kurz vor dem Pausenpfiff hatte Kai Bülow die Riesenchance zur Führung. Nach einer Ecke von links durch Liendl kam der Kapitän aus sieben Metern zum Kopfball, traf aber nur den rechten Pfosten. Noch besser die Möglichkeit für Aigner. Nach einer Rechtsflanke von Marnon Busch köpfte er jedoch freistehend aus vier Metern genau auf Fejzic, den Abpraller klärte Maximilian Sauer im Liegen (45.). Danach schickte Schiedsrichter Sören Storks die beiden Mannschaften in die Kabine.

Kurz nach Wiederanpfiff vergab Aigner erneut eine Großchance. Lumor überlief auf der linken Strafraumseite seinen Gegenspieler, legte die Kugel fast von der Grundlinie quer auf Aigner, der hinter Fejzic aus fünf Metern am leeren kurzen Eck vorbeizielte (47.). In der 50. Minute trat Saulo Decarli Aigner auf der linken Außenbahn voll ins Gesicht. Der Schweizer erhielt aber nur die Gelbe Karte. Für den Münchner ging’s mit einem zugeschwollenen rechten Auge weiter. Kurz danach passte Romuald Lacazette auf rechts raus zu Aigner, der zog aus 15 Metern sofort ab, Fejzic fischte die Kugel aus dem kurzen Eck, konnte auch den Nachschuss abwehren (54.). Im Gegenzug erzielte Braunschweig die glückliche Führung aus dem Nichts. Omladic ließ fast an der rechten Grundlinie Sebastian Boenisch aussteigen, passte nach innen, wo Christoffer Nyman sich links um Marin Pongracic herum drehte, aus acht Metern den Ball rechts unter die Latte hämmerte (55.). Die Sechzger brauchten einige Zeit, sich von dem Schock zu erholen, während Torsten Lieberknecht mit Joseph Baffo einen weiteren Verteidiger für Mittelfeldspieler Mirko Boland einwechselte. Ein 17-Meter-Schuss von Liendl strich knapp über den Querbalken (68.). Nach einer Ecke von Liendl und ein er Kopfballverlängerung von Pongracic köpfte Omladic den Ball am zweiten Pfosten für seinen geschlagenen Keeper weg. Die Sechzger wollten die Kugel hinter der Linie gesehen haben, doch Schiri Storks winkte ab (70.). In der Schlussphase setzte Pereira alles auf eine Karte, brachte noch für Bülow mit Ivica Olic einen weiteren Stürmer (78.). Nach einem Foul an Sascha Mölders kamen die Löwen zu einer Freistoßchance 20 Meter vor dem Tor, Liendl schnippelte den Ball über die Mauer, doch zu zentral, so dass Fejzic damit keine Probleme hatte (82.). Auf der anderen Seite hämmerte Hochscheidt nach einer Ablage von Domi Kumbela aus 14 Metern die Kugel an die Unterkante der Latte (83.). In der 85. Minute hob Pongracic den Ball an den Elfmeterpunkt, Mölders nahm ihn mit dem Rücken zum Tor mit der Brust an, sein Drehschuss ging knapp über die Querlatte (86.). Im Gegenzug traf Hochscheidt halbrechts aus 13 Metern den linken Pfosten (87.). Nach einer Liendl-Ecke in der Nachspielzeit kam Olic aus sechs Metern zum Kopfball. Fejzic lenkte die Kugel mit einem Reflex an die Oberkante der Latte. Das war die letzte Chance der Sechzger, die unglücklich verloren und damit auf den Relegationsplatz abrutschten.

STENOGRAMM: 31. Spieltag, 30.04.2017, 13.30 Uhr

1860 München – Eintracht Braunschweig 0:1 (0:0)

1860: 24 Ortega – 35 Pongracic, 4 Bülow, 6 Boenisch – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 30 Amilton, 9 Gytkjaer, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 3 Wittek, 13 Mölders, 15 Boya, 19 Neuhaus, 33 Aycicek, 40 Olic.

BTSV: 16 Fejzic – 24 Sauer, 3 Decarli, 5 Valsvik, 19 Reichel – 27 Kijewski, 10 Boland – 12 Omladic, 23 Hernandez, 11 Hochscheidt –15 Nyman.
Ersatz: 1 Engelhardt (Tor) – 4 Baffo, 6 Moll, 7 Kumbela, 9 Biada, 17 Ofosu-Ayeh, 20 Abdullahi, 22 Khelifi.

Wechsel: Mölders für Gytkjaer (71.), Neuhaus für Lacazette (71.), Olic für Bülow (78.) – Kumbela für Kijewski (46.), Baffo für Boland (61.), Moll für Nyman (73.).

Tor: 0:1 Nyman (54.). 
Gelbe Karten: Aigner, Amilton, Pongracic – Decarli Fejzic.
Zuschauer: 39.500 im Günwalder Stadion.
Schiedsrichter: Sören Storks (Velen); Assistenten: Bastian Börner (Dortmund), Markus Wollenweber (Mönchengladbach); Vierter Offizieller: Nicolas Winter (Scheibenhardt).

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30. Spieltag, 21.04.2017, 18.30 Uhr

1. FC Kaiserslautern – 1860 München 1:0 (0:0)
 

Löwen verlieren durch Eigentor von Gytkjaer gegen den FCK.

Christian Gytkjaer traf in dieser Szene ins eigene Tor, wurde so zur tragischen Figur auf dem Betzenberg. 
Die Löwen stecken mitten im Abstiegskampf nach der 0:1-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern. Dabei dominierte das Team von Vitor Pereira über weite Strecken das Spiel auf dem Betzenberg. Zur tragischen Figur wurde Christian Gytkjaer. Der Däne markierte per Eigentor den Siegtreffer für die Pfälzer (73.).

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste am Betzenberg auf Sebastian Boenisch (Gehirnerschütterung), Krisztian Simon und Victor Andrade (beide Aufbautraining) verzichten. Nico Karger sammelte unter der Woche Spielpraxis in der U21. Jan Mauersberger, Fanol Perdedaj, Daylon Claasen, Daniel Adlung, Lucas Ribamar, Frank Boya und Filip Stojkovic standen nicht im 18er-Kader, Karim Matmour trainiert bei der U21. Maxi Engl trat die Reise nach Kaiserslautern als dritter Torwart mit an, kam aber nicht zum Zuge. Kai Bülow machte Platz für den wiedergenesenen Felix Uduokhai in der Dreierkette, Christian Gytkjaer erhielt den Vorzug gegenüber Ivica Olic. Die Kapitänsbinde trug Michael Liendl.

Spielverlauf: Erstmals kamen die Löwen in der 7. Minute gefährlich vors Tor. Michael Liendl hob die Kugel an den Fünfmeterraum, wo aber Christian Gytkjaer im Abseits stand. Im Anschluss an einen Eckball von Sebastian Kerk schloss Tim Heubach halbrechts aus zwölf Metern ab, seine Direktabnahme aufs kurze Eck faustete Stefan Ortega ins Tor-Aus (11.). Eine Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld von Michael Liendl ging an Freund und Feind vorbei, kam gefährlich aufs lange Eck. FCK-Torhüter Julian Pollersbeck zeigte sich überrascht, konnte die Kugel aber zur Ecke um den Pfosten lenken (20.). Nach dem anschließenden Eckball von links durch Liendl sprang Abdoulay Ba am höchsten, konnte den Ball aber aus sechs Metern nicht aufs Tor drücken (20.). Gefährlich wurde es in der 34. Minute vorm Gehäuse von Ortega, als Osayamen Osawe über die linke Seite angriff. Über Christoph Moritz und Jacques Zoua kam die Kugel zu Kerk, der mit dem Rücken zum Tor im Zentrum aber zu lange zögerte, so dass er am Abschluss gehindert werden konnte. Kurz vor der Pause verlor Stipe Vurcur am eigenen Strafraum die Kugel gegen Amilton. Der Brasilianer flankte fast von der linken Grundlinie flach an den ersten Pfosten, wo Gytkjaer zum Abschluss kam. Sein Acht-Meter-Schuss aus spitzem Winkel wehrte Pollersbeck reaktionsschnell mit dem Fuß ab. Den Nachschuss setzte Lumor per Direktabnahme aus 14 Meter rechts neben den Pfosten (43.). In der 44. Minute versuchte es Gytkjaer aus der Distanz. Sein Schuss aus 23 Metern strich knapp am linken Kreuzeck vorbei (44.). So ging es torlos in die Kabine.

Zum zweiten Durchgang wurde bei den Roten Teufeln Ex-Löwe Daniel Halfar für Kerk eingewechselt. Die erste Chance hatten die Sechzger. Nach Ecke von rechts durch Liendl kam Stefan Aigner am ersten Pfosten frei zum Kopfball, setzte die Kugel aus sieben Metern knapp über den Querbalken am kurzen Eck (47.). Richtig gefährlich fürs Löwen-Tor wurde es in der 53. Minute. Eine Kopfball-Abwehr von Ba landete bei Moritz, der steckte die Kugel für Marcel Gaus halblinks durch. In der Mitte stand Zoua vollkommen frei, doch der Querpass von Gaus geriet zu lang, so dass der Stürmer nicht an die Hereingabe kam. Nach einer Kontersituation über halblinks passte Gytkajaer auf Amilton, doch dessen Zuspiel war zu ungenau. Anschließend scheiterten Romuald Lacazette und Lumor mit dem Schussversuch (61.). Einen Freistoß von der linken Seite durch Moritz faustete Ortega nach hinten weg, Heubach köpfte mit dem Hinterkopf aufs leere Tor, wo Ba per Kopf auf der Linie klärte (67.). Nach Doppelpass mit Aigner legte sich Lumor den Ball etwas zu weit vor, Pollersbeck warf sich ihm entgegen, klärte zur Ecke (71.). In der 73. Minute lag der Ball völlig überraschend im Löwen-Tor. Eine Freistoßflanke durch Halfar von der rechten Seite köpfte Gytkjaer zum 1:0 ins eigene Netz. Zu allem Überfluss erhielt Ba in der 76. Minute seine 5. Gelbe Karte, wird damit im Heimspiel gegen Braunschweig fehlen. Ex-Löwe Robert Glatzel kam nach Doppelpass mit Moritz halblinks zum Abschluss, setzte die Kugel aus zwölf Metern aber weit über den Querbalken (84.). Auf der anderen Seite verpassten die eingewechselten Ivica Olic und Sascha Mölders eine Hereingabe von Liendl (85.). Ein Schuss von Glatzel aus spitzem Winkel wurde sichere Beute von Ortega (89.). Die Löwen waren bis zum Abpfiff bemüht, fanden in der Schlussphase aber nicht mehr die Lücke in der Lauterer Defensive. So verloren sie ein Spiel, das sie über weite Strecken dominierten.

STENOGRAMM: 30. Spieltag, 21.04.2017, 18.30 Uhr

1. FC Kaiserslautern – 1860 München 1:0 (0:0)

FCK: 22 Pollersbeck – 29 Vucur, 5 Ewerton, 3 Heubach – 25 Koch – 21 Mwene, 18 Moritz, 27 Kerk, 19 Gaus – 35 Osawe, 11 Zoua.
Ersatz: 1 Weis (Tor) – 4 Ziegler, 9 Görtler, 20 Przybylko, 28 Halfar, 31 Glatzel, 34 Aliji.

1860: 24 Ortega – 35 Pongracic, 25 Ba, 17 Uduokhai – 16 Busch, 38 Lacazette, 19 Neuhaus, 28 Lumor – 30 Amilton, 9 Gytkjaer, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 3 Wittek, 4 Bülow, 10 Liendl, 13 Mölders, 33 Aycicek, 40 Olic.

Wechsel: Halfar für Kerk (46.), Glatzel fürZoua (69.), Przybylko für Osawe (87.) – Neuhaus für Lacazette (74.), Mölders für Aigner (78.), Olic für Amilton (78.).

Tor: 1:0 Gytkjaer (73., Eigentor). 
Gelbe Karten: – Gytkjaer, Ba, Mölders.
Zuschauer: 27.906 im Fritz-Walter-Stadion.
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart); Assistenten: Justus Zorn (Freiburg), Pascal Müller (Löchgau); Vierter Offizieller: Marcel Gasteier (Weisel).

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29. Spieltag, 16.04.2017, 13.30 Uhr

1860 München – SV Sandhausen 1:1 (1:0)

Löwen verpassen Sieg: Nur 1:1 gegen Sandhausen.

Kai Bülow erzielte in der Nachspielzeit der 1. Halbzeit per Kopf das 1:0 für die Löwen. 
Die Löwen vergaben beim 1:1 gegen den SV Sandhausen wichtige Punkte. Kai Bülow hatte die Sechzger per Kopf kurz vor dem Pausenpfiff in Führung gebracht (45.). Der eingewechselte Markus Karl glich ebenfalls per Kopf in der 83. Minute für die Kurpfälzer aus, die damit vor dem TSV 1860 München in der Tabelle bleiben.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste gegen Sandhausen auf Sebastian Boenisch (Rot-Sperre), Krisztian Simon, Victor Andrade (alle Aufbautraining), Felix Uduokhai (Erkältung) und Nico Karger (Trainingsrückstand) verzichten. Kai Bülow und Amilton fehlten wegen der 5. Gelben Karte. Jan Mauersberger, Fanol Perdedaj, Daniel Adlung, Lucas Ribamar, Frank Boya und Filip Stojkovic standen nicht im 18er-Kader, Karim Matmour trainiert bei der U21. Sein Debüt bei den Profis gab der 19-jährige Marin Pongracic – und das gleich in der Startelf, weil Pereira mit Boenisch und Uduokhai gleich zwei Innenverteidiger fehlten. Das waren auch die beiden einzigen Änderungen im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen den VfB Stuttgart.

Spielverlauf: Geduld war angesagt. Sandhausen stand sehr kompakt in der Defensive, ließ den Löwen wenig Räume. Erstmals gefährlich wurden die Sechzger nach knapp zehn Minuten – durch zwei Standards. Erst gab es einen Eckball, der abgewehrt wurde. Daraus resultierte dann ein Freistoß aus 21 Metern in zentraler Position, den Michael Liendl knapp neben den linken Pfosten setzte (10.). Nach einem Doppelpass zwischen Stefan Aigner und Amilton kam der Brasilianer von der rechten Grundlinie zum Flanken, doch Tim Kistner wehrte zur Ecke ab (13.). Kurz danach hätte Romuald Lacazette mit einem abgefälschten Schuss aus 24 Metern beinahe Marco Knaller überwunden, doch der SVS-Keeper konnte gerade noch den Ball mit den Fingern über die Latte lenken (14.). Ein Zuspiel von Aigner nahm Amilton halbrechts direkt, zielte aus zehn Metern aufs kurze Eck, aber Knaller brachte die Hand dazwischen, lenkte den Schuss um den Pfosten (24.). Nach einem weiten Ball von Lacazette aus der eigenen Hälfte behinderten sich Kister und Tim Knipping gegenseitig, lachender Dritter war Aigner, der alleine auf Knaller zusteuerte, doch irgendwie brachte der Österreicher erneut die Hand an den 15-Meter-Schuss des Löwen, lenkte ihn entscheidend zur Seite ab (29.). Das war bis dahin die beste Löwen-Chance! Eine zu kurze Kopfball-Abwehr von Kai Bülow nahm Daniel Lukasik direkt, sein Schuss aus 28 Metern ging aber deutlich am Tor von Stefan Ortega vorbei (35.). Ansonsten spielten vor allem die Löwen. Zweimal hintereinander kam der Ball in der 40. Minute von rechts flach in den Fünfmeterraum, erst von Marnon Busch, dann von Michael Liendl, aber beide Mal kam kein Sechzger zum Abschluss. In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit gab es noch einen Freistoß für die Löwen. Diesen schlug Liendl aus dem linken Halbfeld vors Tor, Bülow kam in Rücklage zum Kopfball, verlängerte das Spielgerät ins rechte untere Eck zur Pausenführung. Schiedsrichter Thorben Siewer pfiff die Partie nicht mehr an, schickte die Teams direkt in die Kabine.

Die Löwen versuchten nach Wiederanpfiff nachzulegen, machten zunächst mächtig Druck. Doch Sandhausen blieb mit Kontern gefährlich. In der 52. Minute hatte Lumor nicht aufgepasst, Thomas Pledl war in seinem Rücken entwischt, aber die Hereingabe des Ex-Löwen klärte Abdoulaye Ba vor Lucas Höler. Eine ähnlich Situation wie beim 1:0 führte zur Riesenchance für Lacazette. Erneut hatte Liendl einen Freistoß aus dem linken Halbfeld vors Tor geflankt, der Franzose kam völlig unbedrängt aus neun Metern zum Kopfball, setzte aber die Kugel weit übers Tor (56.). Nach einer Ecke von links durch Pledl verlängerte Kister mit der Hacke, setzte den Ball aber über die Latte (61.). Kurz danach kam der eingewechselte Richard Sukuta-Pasu halbrechts im Strafraum aus 14 Metern zum Abschluss, der Schuss wurde sichere Beute von Ortega (62.). Eine Freistoßflanke direkt vor der linken Strafraumseite, die Pledl scharf nach ihnen gab, wehrte Ortega mit einer Faust ab (75.). Für die letzten zehn Minuten brachte Pereira mit Christian Gytkjaer und Levent Aycicek nochmals zwei frische Offensivkräfte, um für Entlastung gegen stärker werdende Gäste zu sorgen (80.). Doch kurz danach war es trotzdem passiert. Markus Karl kam nach einer Freistoßflanke aus dem rechten Halbfeld von Pledl frei zum Kopfball, traf ins linke untere Eck zum 1:1 (83.). Zwei Minuten später setzte Pledl einen 15-Meter-Schrägschuss mit dem rechten Innenrist nur knapp über die Querlatte (85.). Die Löwen waren zwar bis zum Schluss bemüht, aber nach dem Schock des Gegentores brachten sie keine gelungene Offensivaktion mehr zustande. Kurz vor dem Abpfiff forderten die Sechzger noch einen Elfmeter. Nach einer Hereingaeb von Aycicek kam Lacazette gegen Knipping im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Thorben Siewer pfiff das Spiel ab. Im nachfolgenden Gerangel zeigte der Unparteiische Knipping und Amilton noch die Gelbe Karte. Durch das 1:1 gegen den direkten Konkurrenten Sandhausen misslang den Löwen der erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf. 

STENOGRAMM: 29. Spieltag, 16.04.2017, 13.30 Uhr

1860 München – SV Sandhausen 1:1 (1:0)

1860: 24 Ortega – 4 Bülow, 25 Ba, 35 Pongracic – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 30 Amilton, 40 Olic, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 3 Wittek, 7 Claasen, 9 Gytkjaer, 13 Mölders, 19 Neuhaus, 33 Aycicek.

SVS: 1 Knaller – 24 Klingmann, 5 Gordon, 14 Kister, 34 Knipping – 6 Linsmayer, 31 Kulovits – 30 Pledl, 22 Vollmann, 35 Lukasik – 9 Höler.
Ersatz: 33 Wulle (Tor) – 7 Thiede, 10 Sukuta-Pasu, 13 Kosecki, 21 Stiefler, 23 Karl, 37 Derstroff.

Wechsel: Neuhaus für Olic (71.), Gytkjaer für Liendl (80.), Aycicek für Aigner (80.) – Karl für Gordon (36.), Sukuta-Pasu für Knipping (54.), Kosecki für Vollmann (71.).

Tore: 1:0 Bülow (45.), 1:1 Karl (83.). 
Gelbe Karten: Pongracic, Lacazette, Amilton – Kister, Karl, Knaller, Knipping.
Zuschauer: 17.600 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Thorben Siewer (Olpe); Assistenten: Sven Waschitzki (Essen), Fabian Maibaum (Hagen); Vierter Offizieller: Asmir Osmanagic (Stuttgart).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2022.htm
 


28. Spieltag, 09.04.2017, 13.30 Uhr

FC Erzgebirge Aue – 1860 München 3:0 (1:0)
 

Löwen verlieren Boenisch mit Rot und unterliegen 0:3 in Aue.

Florian Neuhaus (li.) bereitete mit einem Traumpass die beste Chance der Löwen in der 1. Halbzeit vor. 
 
Die Löwen unterlagen in einem kuriosen Spiel bei Erzgebirge Aue mit 0:3. Die Schlüsselszene spielte sich in der 41. Minute ab, als Sebastian Boenisch im Strafraum Dimitrij Nazarov zu Fall brachte und die Rote Karte sah. Der Gefoulte verwandelte mit dem ersten Torschuss der Sachsen den Elfmeter zum 1:0 (42.). Direkt nach der Pause erhöhte Cebio Soukou auf 2:0 (49.). Erneut traf Nazarov in der 73. Minute vom Punkt zum Endstand.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste in Aue auf Sascha Mölders, Krisztian Simon, Victor Andrade (alle Aufbautraining) und Nico Karger (Trainingsrückstand) verzichten. Kai Bülow und Amilton fehlten wegen der 5. Gelben Karte. Fanol Perdedaj, Lucas Ribamar, Frank Boya und Filip Stojkovic standen nicht im 18er-Kader, Karim Matmour trainiert bei der U21. Gegenüber dem Spiel gegen den VfB Stuttgart vier Tage zuvor nahm der Coach drei Änderungen in der Startelf vor. Für den gesperrten Amilton stürmte Levent Aycicek, Florian Neuhaus erhielt im Zentrum den Vorzug gegenüber Michael Liendl und für Ivica Olic spielte Christian Gytkjaer in der Sturmspitze. Die Kapitänsbinde trug Sebastian Boenisch.

STIMMEN Vitor Pereira: „Das war ein sehr undankbares Spiel!“

Spielverlauf: Die erste gefährliche Szene hatten die Löwen in der 7. Minute, als sich Stefan Aigner auf dem rechten Flügel durchsetzte, seine Hereingabe aber von Fabian Kalig vor Christian Gytkjaer geklärt wurde (7.). Wenig später legte Aigner nach links auf Levent Aycicek ab, der aus 18 Metern abzog, aber nur das Außennetz traf (7.). In der 12. Minute eroberte Aigner den Ball im Auer Spielaufbau gegen Steve Breitkreuz, passte auf Gytkjaer. Der Däne sah, dass Torhüter Martin Männel weit vor seinem Tor stand, versuchte den Erzgebirge-Keeper aus 22 Meter zu überlupfen. Im Zurücklaufen konnte Männel den Schuss gerade noch über die Querlatte lenken. Eine Riesenchance vergab Gytkjaer in der 27. Minute. Florian Neuhaus hatte durch die Schnittstelle der Innenverteidigung gepasst, der Däne kam aus dem Rücken der Abwehr, tauchte frei vor Männel auf, schloss halblinks aus sieben Metern mit dem Außenrist ab, schob aber die Kugel am langen Pfosten vorbei. Völlig ohne Not handelten sich die Löwen in der 41. Minute einen Elfmeter und eine Rote Karte ein. Marnon Busch hatte von außen zurück in die Mitte auf Sebastian Boenisch gepasst, der ließ den Ball passieren, Dimitrij Nazarov kam im Vollsprint von hinten angeprescht, der Löwen-Verteidiger konnte dem Kasachen nicht folgen, lief ihm von hinten in die Beine. Schiedsrichter Sascha Stegemann bewertete die Situation als Notbremse. Den fälligen Elfmeter verwandelte der Gefoulte sicher zur Führung der Sachsen (42.). Durch den Platzverweis musste Vitor Pereira umstellen, beorderte Lumor in die Dreierkette. Mit 0:1 aus Löwen-Sicht ging’s auch in die Kabine nach einer dominanten 1. Halbzeit.

Nach dem Seitenwechsel kam Jan Mauersberger für Stefan Aigner, ordnete sich in der Dreierkette auf der linken Seite ein. Stabilität verlieh er der Abwehr zunächst nicht. Christian Tiffert spielte in der 49. Minute aus der eigenen Hälfte einen Pass in die Tiefe durch die Schnittstelle, Cebio Soukou lief auf und davon, Abdoulaye Ba grätschte im Strafraum, fälschte den Ball noch ab. Dieser stieg hoch, schlug unhaltbar für Stefan Ortega zum 2:0 ein (49.). Fußball paradox! Zwei Angriffe der Auer, zwei Tore, ohne dass der Löwen-Keeper bis dahin eingreifen musste. Mit seinem ersten Ballkontakt hatte Ivica Olic wenige Sekunden nach seiner Einwechslung den ersten Abschluss. Der 14-Meter-Schuss des Kroaten aus halblinker Position strich knapp am kurzen Eck vorbei (55.). Nach einem Doppelpass zwischen Lumor und Gytkjaer wurde der Schuss des Ghanaer gerade noch von einem Auer zur Ecke geklärt (58.). Diese brachte Neuhaus von links mit rechts gefährlich vors Tor, aber Kahlig am zweiten Pfosten lenkte die Kugel für seinen geschlagenen Torhüter über den Querbalken (59.). Eine Gytkjaer-Flanke von links war etwas zu hoch angesetzt, so dass Olic den Ball nicht mehr aufs Tor drücken konnte (66.). Bei einem Distanzschuss von Breitkreuz musste sich Ortega strecken, um die Kugel um den linken Pfosten zu lenken. Es war die erste Parade des 1860-Keepers in diesem Spiel und erst der dritte Torschuss der Gastgeber (70.). In der 72. Minute gab’s den zweiten Elfmeter gegen die Sechzger. Nach einer Linksflanke war Nazarov als erster am Ball, Ba traf ihm am Fuß. Erneut zeigte Stegemann auf den Punkt. Nazarov wählte die gleiche Ecke wie beim ersten Strafstoß, aber Ortega war gegen den platzierten Schuss machtlos: 3:0 (73.). Lumor ließ in der 82. Minute an der linken Grundlinie zwei Auer stehen, seine Hereingabe klärte jedoch Breitkreuz zur Ecke. Bis zum Schluss waren die Löwen um eine Ergebniskorrektur bemüht, aber es war einfach ein Tag, an dem überhaupt nichts ging. Trotz guten Spiels kassierten sie eine deutliche Niederlage.

STENOGRAMM: 28. Spieltag, 09.04.2017, 13.30 Uhr

FC Erzgebirge Aue – 1860 München 3:0 (1:0)

FCE: 1 Männel – 4 Kalig, 27 Samson, 24 Breitkreuz – 20 Rizzuto, 5 Fandrich, 33 Tiffert, 3 Hertner – 23 Bertram, 19 Soukou, 30 Nazarov.
Ersatz: 34 Haas (Tor) – 2 Riedel, 8 Adler, 14 Köpke, 16 Kvesic, 17 Riese, 21 Susac.

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 16 Busch, 38 Lacazette, 19 Neuhaus, 28 Lumor – 29 Aigner, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 2 Mauersberger, 3 Wittek, 7 Claasen, 10 Liendl, 11 Adlung, 40 Olic.

Wechsel: Adler für Bertram (54.), Köppke für Soukou (68.), Riese für Fahndrich (80.) – Mauersberger für Aigner (46.), Olic für Aycicek (54.), Liendl für Lacazette (62.).

Tore: 1:0 Nazarov (42., Foulelfmeter), 2:0 Soukou (49.), 3:0 Nazarov (73., Foulelfmeter). 
Gelbe Karten: – Lacazette, Mauersberger, Neuhaus.
Rote Karte: Boenisch (41., Notbremse)
Zuschauer: 10.000 im Sparkassen-Erzgebirgsstadion (ausverkauft).
Schiedsrichter: Sascha Stegemann (Niederkassel); Assistenten: Norbert Grudzinski (Hamburg), Christoph Bornhorst (Damme); Vierter Offizieller: Tim Skorczyk (Braunschweig).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2019.htm
 


27. Spieltag, 05.04.2017, 17.30 Uhr

1860 München – VfB Stuttgart 1:1 (1:0)
 

Löwen verpassen Sieg - VfB gleicht in der Nachspielzeit aus.

Romuald Lacazette erzielte mit seinem ersten Saisontreffer in der 23. Minute die Führung gegen den VfB. 
Die Löwen verpassten gegen Spitzenreiter VfB Stuttgart den sicher geglaubten Sieg in der Nachspielzeit. Nach der Führung von Romuald Lacazette (23.) gelang Marcin Kaminski in der 2. Minute der Nachspielzeit der glückliche Ausgleich für die Schwaben.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste gegen Stuttgart auf Sascha Mölders, Krisztian Simon und Victor Andrade (alle Aufbautraining) sowie Nico Karger (Trainingsrückstand) verzichten. Jan Mauersberger, Fanol Perdedaj, Daniel Adlung, Lucas Ribamar, Frank Boya und Filip Stojkovic standen nicht im 18er-Kader, Karim Matmour trainiert mit der U21. Gegenüber dem Spiel in Düsseldorf nahm der Coach in der Startelf keine Veränderungen vor.

STIMMEN Vitor Pereira: „Der späte Ausgleich ist hart!“

Spielverlauf: Es herrschte Bundesliga-Atmosphäre. Beide Fangruppen sorgten von Beginn an für mächtig Stimmung in der Allianz Arena. Die Löwen versuchten vom Anpfiff weg Stuttgart unter Druck zu setzen, hatten auch in der 3. Minute die erste gefährliche Aktion. Nach Ivica Olics Flanke von der linken Seite kam Stefan Aigner in der Mitte jedoch einen Tick zu spät. Wenig später erreichte Olic einen Freistoß von Michael Liendl aus dem linken Halbfeld. Der Kopfballaufsetzer des Kroaten aus sieben Metern in zentraler Position war aber zu unplatziert, so dass Mitchell Langerak die Kugel sicher aufnehmen konnte (4.). Aber auch die Schwaben hatten ihre Chancen. Nach einem Diagonalzuspiel von Anto Grgic legte Takuma Asano von der rechten Grundlinie zurück auf Simon Terodde. Doch Abdoulaye Ba blockte den Sieben-Meter-Schuss zur Ecke (11.). Wenig später flankte Benjamin Pavard von rechts, Christian Gentner kam unbedrängt zum Kopfball, setzte die Kugel aus zwölf Metern aber deutlich neben das 1860-Tor (12.). In der 17. Minute lief Aigner in einen Rückpass von Pavard, zog aus 21 Metern ab, Langerak wehrte die Kugel nach vorne ab, wo ein VfB-Verteidiger vor Olic endgültig klären konnte. Dann startete Romuald Lacazette von der Mittellinie einen Sololauf, kam aber kurz vorm Strafraum ins Straucheln, setzte nach, stocherte den Ball zu Amilton, der mit der Hacke wieder auf den Franzosen passte. Mit der Fußspitze legte Lacazette erneut auf den Brasilianer ab, der halbrechts auf Langerak zulief, mit seinem Schuss aber am Torhüter scheiterte. Die Kugel kam erneut zu ihm zurück. Amilton legte mit viel Übersicht quer, wo Lacazette freistehend nur noch zum 1:0 einschieben brauchte (23.). Es war der erste Saisontreffer des Franzosen. Ein 25-Meter-Freistoß in zentraler Position von Liendl wurde in der 30. Minute von der Mauer abgefälscht, Langerak konnte sich die Kugel schnappen. Auf der anderen Seite wurde ein Aufsetzer von Grgic aus 20 Metern sichere Beute von Löwen-Keeper Stefan Ortega (34.). Nach einem schönen Pass von Marnon Busch in die Tiefe flankte Amilton von der rechten Grundlinie über Langerak hinweg in die Mitte, setzte die Hereingabe allerdings zu hoch an, so dass Aigner und Olic am zweiten Pfosten nicht an den Ball kamen (40.). So blieb es zur Pause bei der knappen Führung für die Sechzger.

Stuttgart, mit dem Rückstand im Nacken, versuchte die Löwen nach Wiederbeginn unter Druck zu setzen. Aber die Sechzger-Defensive stand gut, versuchte immer wieder gegen die aufgerückten Gäste Konter einzuleiten. Nach einer Linksflanke kam Asano am zweiten Pfosten an den Ball, doch Felix Uduokhai entschärfte die Situation gegen den zögerlich abschließenden Japaner (60.). Mit Daniel Ginczek, Tobias Werner und Berkay Öczan zog VfB-Coach Hannes Wolf all seine Offensivoptionen. In der 76. Minute eroberte Aigner am Stuttgarter Strafraum den Ball gegen Emiliano Insua, spielte Doppelpass mit dem eingewechselten Kai Bülow, wollte die Kugel auf den gebürtigen Rostocker zurückchippen, doch ein VfB-Verteidiger ging im letzten Moment dazwischen. Auf der anderen Seite verlängerte Pavard eine Freistoßflanke durch Grgic von rechts mit dem Kopf. Die Kugel streifte um Zentimeter am linken Pfosten vorbei (80.). In der 85. Minute strich ein Drehschuss von Insua aus 18 Metern nur knapp über den Querbalken. In der 2. Minute der Nachspielzeit gelang den Schwaben dann doch noch der Ausgleich. Einen weiten Schlag an den Löwenstrafraum verlängerte Ginczek mit dem Kopf, Sebastian Boenisch sprang der Ball vom Fuß, Marcin Kaminski war zur Stelle, traf aus sieben Metern zum 1:1. Kurz danach war Schluss in einem spannenden und hochklassigen Spiel.

STENOGRAMM: 27. Spieltag, 05.04.2017, 17.30 Uhr

1860 München – VfB Stuttgart 1:1 (1:0)

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 30 Amilton, 40 Olic, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 3 Wittek, 4 Bülow, 7 Claasen, 9 Gytkjaer, 19 Neuhaus, 33 Aycicek.

VfB: 1 Langerak –2 Insua, 5 Baumgartl, 35 Kaminski, 21 Pavard –22 Ofori, 8 Grgic –37 Green 20 Gentner, 11 Asano – 9 Terodde.
Ersatz: 32 Uphoff (Tor) – 6 Zimmer, 16 Klein, 17 Werner, 25 Zimmermann, 31 Özcan, 33 Ginczek.

Wechsel: Neuhaus für Liendl (65.), Bülow für Olic (66.), Aycicek für Aigner (82.) – Ginczek für Asano (61.), Werner für Ofori (72.), Özcan für Gentner (72.).

Tor: 1:0 Lacazette (23.), 1:1 Kaminski (90.). 
Gelbe Karten: Amilton – Ofori.
Zuschauer: 47.100 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler); Assistent: Benjamin Bläser (Niederzier), Katrin Rafalski (Bad Zwesten); Vierter Offizieller: Tobias Christ (Münchweiler an der Rodalb).


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26. Spieltag, 31.03.2017, 18.30 Uhr

Fortuna Düsseldorf – 1860 München 0:1 (0:0)
 

Aigner beendet schwarze Serie: 1:0-Sieg in Düsseldorf.

Stefan Aigner brachte mit seinem zweiten Saisontreffer den Sieg in Düsseldorf unter Dach und Fach. 
Die Löwen beendeten mit einem 1:0-Sieg bei Fortuna Düsseldorf die schwarze Serie von acht Auswärtsniederlagen in Folge. Das „Tor des Tages“ erzielte Stefan Aigner in der 55. Minute per Kopf. Mit dem Erfolg vergrößerten die Sechzger den Abstand auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste in Düsseldorf auf Sascha Mölders (Schambeinentzündung), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Nico Karger (Aufbautraining), Victor Andrade (Reha nach Kreuzbandriss) und Maximilian Engl (Sehnenriss) verzichten. Jan Mauersberger, Fanol Perdedaj, Daylon Claasen, Daniel Adlung, Frank Boya und Filip Stojkovic standen nicht im 18er-Kader, Karim Matmour trainiert mit der U21. Gegnüber dem Spiel gegen Würzburg nahm der Coach zwei Änderungen in der Startelf vor. Marnon Busch begann für Maxi Wittek im rechten Mittelfeld, Michael Liendl erhielt im Zentrum den Vorzug gegenüber Florian Neuhaus.

STIMMEN Pereira: „Der Sieg war die logische Konsequenz.“

Spielverlauf: Erstmals wurde es in der 4. Minute vor dem Tor der Fortuna gefährlich. Ivica Olic hatte auf einen Rückpass von Lukas Schmitz spekuliert, war auch im Strafraum vor Michael Rensing am Ball, legte ihn rechts am Keeper vorbei, konnte ihn aber nicht mehr vor der Tor-Auslinie erreichen. Eine misslungene Kopfballabwehr von Felix Uduokhai eröffnete Ihlas Bebou eine Möglichkeit. Der Düsseldorfer dribbelte in den Strafraum, wurde aber beim Abschluss geblockt (15.). Ein Flachschuss aus 25 Meter von Stefan Aigner stellte Rensing vor keine großen Probleme (22.). Auch die zahlreichen Standards der Löwen verpufften ungenutzt. Gefährlich wurde die Fortuna in der 37. Minute nach einer Ecke von rechts durch Rouwen Hennings an den ersten Pfosten. Die Sechzger konnten zunächst per Kopf klären, doch Michael Liendl verlor die Kugel an Bebou in seinem Rücken. Der Togolese passte auf rechts zu Kevin Akpoguma. Der Innenverteidiger drang in den Strafraum ein, sein Schuss wurde jedoch geblockt. Vier Minuten später grätschte Abdoulaye Ba in höchster Not eine Hereingabe von Marcel Sobottka vor dem hinter ihm lauernden Hennings zur Ecke (41.). Bis auf die Schlussphase der 1. Halbzeit hatten die Löwen die Gastgeber gut im Griff, konnten sich selbst aber auch keine klaren Chancen erspielen.

Vitor Pereira sagt Danke.

Auch nach der Pause nahm das Spiel nur langsam Fahrt auf. Ein Standard brachte dann die Führung für die Sechzger. Akpoguma hatte Olic auf der linken Strafraumseite gefoult. Liendl zirkelte den Ball mit links vors Tor, Aigner kam am zweiten Pfosten freistehend zum Kopfball, versenkte die Kugel aus sieben Metern zum 1:0 im linken unteren Eck (55.). Auf der anderen Seite erreichte Hennings eine Linksflanke von Schmitz mit dem Kopf, konnte den Ball aber aus neun Metern nicht aufs Tor drücken (57.). Nur um einen Tick zu spät kam Olic am Fünfmeterraum bei einer Hereingabe von links durch Amilton (64.). Glück hatten die Sechzger in der 66. Minute. Oliver Fink hatte in die Schnittstelle der Dreier-Kette gepasst, Hennings steuerte frei Richtung 1860-Tor. Der Schuss von der Strafraumkante rutschte ihm aber über den Span, so dass der Ball weit übers Tor ging. Eine Minute später eroberte Romuald Lacazette am Mittelkreis den Ball, passte auf Aigner. Der 29-Jährige verlängerte auf Amilton. Dessen Schuss halblinks aus neun Metern blockte Akpoguma. Den Nachschuss von Olic parierte Rensing (67.). In der Schlussphase ergaben sich Räume zum Kontern. Im Anschluss an eine abgewehrte Ecke passte Amilton auf Aigner, der zog links im Strafraum an Rensing vorbei, doch der Winkel war zu spitz, so dass der 29-Jährige nur das Außennetz traf (82.). Ein Schuss des eingewechselten Florian Neuhaus aus 20 Metern nach schnellem Umschaltspiel ging links am Tor vorbei (85.). Auf der anderen Seite zielte Akpoguma mit einer Direktabnahme aus 18 Metern nur knapp übers Löwen-Tor (90.). In der 2. Spielminute kam der eingewechselte Alexander Madlung nach einer Ecke aus sieben Metern zum Kopfball, doch die Kugel war zu unplatziert, so dass Ortega damit keine Probleme damit hatte. Bei einem Freistoß drei Meter vor dem rechten Strafraumeck ging Rensing mit nach vorne, doch dem Torwart sprang die Hereingabe von Yildirim an den Oberarm. Nach fünf Minuten Nachspielzeit pfiff Schiedsrichter Manuel Gräfe ab. Damit feierten die Löwen nach acht Auswärtsniederlagen in Folge wieder einen Sieg und den ersten unter Vitor Pereira in der Fremde.

STENOGRAMM: 26. Spieltag, 31.03.2017, 18.30 Uhr

Fortuna Düsseldorf – 1860 München 0:1 (0:0)

F95: 1 Rensing – 4 Schauerte, 6 Akpoguma, 32 Bormuth, 15 Schmitz – 13 Bodzek – 37 Bebou, 31 Sobottka, 5 Ayhan, 7 Fink – 28 Hennings
Ersatz: 19 Unnerstall (Tor) – 3 Hoffmann, 8 Kiesewetter, 9 Yildirim, 20 Iyoha, 21 Gartner, 39 Madlung.

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 16 Busch, 38 Lacazette, 10 Liendl, 28 Lumor – 30 Amilton, 40 Olic, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 3 Wittek, 4 Bülow, 9 Gytkjaer, 12 Ribamar, 19 Neuhaus, 33 Aycicek.

Wechsel: Iyoha für Ayhan (60.), Yildirim für Bodzek (73.), Madlung für Bormuth (89.) – Neuhaus für Liendl (73.), Bülow für Olic (79.), Gytkjaer für Aigner (86.).

Tor: 0:1 Aigner (55.). 
Gelbe Karten: Fink, Sobottka, Schmitz –.
Zuschauer: 23.778 in der ESPRIT arena.
Schiedsrichter: Manuel Gräfe (Berlin); Assistenten: Guido Kleve (Nordhorn), Henrik Bramlage (Vechta); Vierter Offizieller: Oliver Lossius (Sondershausen).

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25. Spieltag, 17.03.2017, 18.30 Uhr

1860 München - Würzburger Kickers 2:1 (0:0)
 

Löwen besiegen Würzburg durch Tore von Ba und Liendl.

Die Löwen, hier Stefan Aigner gegen David Pisot, taten sich gegen aggressive Würzburger schwer. 
Die Serie von drei Niederlagen in Folge ist beendet. In einem kampfbetonten Spiel besiegten die Löwen die Würzburger Kickers mit 2:1. Abdoulaye Ba hatte in der 67. Minute per Kopf die Führung erzielt, Michael Liendl traf per Elfmeter – Stefan Aigner war gefoult worden – zum 2:0 (78.). In der Nachspielzeit verkürzte Peter Kurzweg zum Endstand.

Personal: Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste gegen Würzburg auf Sascha Mölders (Schambeinentzündung), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Nico Karger (Aufbautraining) und Victor Andrade (Reha nach Kreuzbandriss) verzichten. Jan Mauersberger , Fanol Perdedaj, Daniel Adlung, Lucas Ribamar, Frank Boya, Filip Stojkovic und Maxi Engl schafften nicht den Sprung in den 18er-Kader, Karim Matmour trainiert mit der U21. Gegnüber dem Spiel in Hannover gab’s nur eine Veränderung in der Startelf. Florian Neuhaus begann für Kai Bülow. Die Kapitänsbinde trug Ivica Olic.

STIMMEN Der fordernde Vitor Pereira freut sich über die Punkte.

Spielverlauf: Erstmals wurde es in der 4. Minute gefährlich vorm Löwen-Tor, als Tobias Schröck nach Pass von Junior Diaz am linken Torraumeck auftauchte, aber die Kugel nicht unter Kontrolle brachte. Überraschend dominierten die Würzburger in der Anfangsphase durch ihre aggressive Spielweise die Partie. Nach einem Fehlpass von Romuald Lacazette drang Ex-Löwe Peter Kurzweg in den Strafraum ein, kam aber nicht zum Abschluss (15.). Danach bekamen die Sechzger das Spiel besser in den Griff, taten sich aber gegen die kompakt stehende Defensive der Unterfranken weiter schwer. Nach einem weiten Ball von Abdoulaye Ba kam Stefan Aigner im Strafraum zum Abschluss, sein Schuss halbrechts aus 14 Metern rutschte ihm aber über den Span, ging dadurch deutlich am FWK-Gehäuse vorbei (24.). Bei einem Linksschuss von Maximilian Wittek aus 21 Metern hatte Wulnikowski große Probleme, konnte den Ball gerade noch über die Querlatte lenken (34.). Eine Minute später prüfte Sebastian Boenisch den Würzburger Keeper aus 26 Metern, auch hier bekam er den Schuss erst im Nachfassen unter Kontrolle (35.). In der 41. Minute war es Felix Uduokhai, der Wulnikowski mit einem 19-Meter-Flachschuss aus halblinker Position zur nächsten Parade zwang. Kurz vor der Pause die Riesenchance für die Unterfranken zur Führung. Wittek ließ auf der linken Außenbahn Kurzweg ziehen, der legte von der Grundlinie zurück auf Elia Soriano. Dessen Schuss aus 14 Meter wehrte der eigene Kollege Patrick Weihrauch am Torraum ab (45.). Damit ging es torlos in die Kabine.

Die Würzburger brachten mit Jörg Siebenhandl für Wulnikowski, der sich am Knie verletzt hatte, einen neuen Keeper zur 2. Halbzeit. Bei den Löwen kam Michael Liendl, der für Lacazette eingewechselt wurde, zu seinem 100. Zweitliga-Spiel. Kurz nach Wiederbeginn hatte Olic nach einem Konter die Führung auf dem Fuß. Der Kroate traf halblinks aber aus zwölf Metern nur das Außennetz. In der Mitte ärgerte sich der mitgelaufene Stefan Aigner, dass er nicht angespielt wurde (47.). Es folgte eine Viertelstunde ohne nennenswerte Strafraumszenen. In der 67. Minute dann das 1:0 für die Löwen. Nach einer abgewehrten Ecke kam die Kugel zu Schütze Liendl auf der rechten Seite zurück. Mit links flankte der Österreicher in die Mitte auf Ba, der aus neun Metern per Kopf zur Führung ins rechte untere Eck traf. Vier Minuten später beinahe der Ausgleich. Weihrauch drang in den Strafraum ein, legte auf Valdet Rama ab. Der schoss sofort, traf aber den Ball nicht richtig. Dieser flog als Aufsetzer zum rechts im Strafraum postierten Soriano. Ortega warf sich dem Stürmer entgegen, der aus kurzer Distanz am langen vorbeizielte (71.). Wenig später passte Soriano von rechts in die Mitte auf Schröck, der aber die Kugel in aussichtsreicher Position verstolperte (73.). Nach Amilton-Pass tauchte Aigner frei vor Siebenhandl auf, Kurzweg hinderte den 29-Jährigen per Foul am Abschluss. Schiedsrichter Anre Aarnik zögerte keinen Moment, entschied sofort auf Elfmeter (77.). Liendl lief an und traf souverän zum 2:0 ins rechte untere Eck (78.). In der Nachspielzeit scheiterte Aigner mit einem Schuss vom rechten Strafraumeck an Siebenhandl. Auf der anderen Seite erzielte Kurzweg auf Pass von Rama in der 2. Minute der Nachspielzeit den Anschlusstreffer aus sieben Metern. Es war nur noch Ergebniskosmetik, denn kurz danach pfiff Schiedsrichter Aarnik die Partie ab. Die Löwen haben damit ihre Serie von drei Niederlagen in Folge beendet, überholten Kaiserslautern in der Tabelle und sind Würzburg bis auf einen Punkt auf die Pelle gerückt.

STENOGRAMM: 25. Spieltag, 17.03.2017, 18.30 Uhr

1860 München - Würzburger Kickers 2:1 (0:0)

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 3 Wittek, 38 Lacazette, 19 Neuhaus, 28 Lumor – 30 Amilton, 40 Olic, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 4 Bülow, 7 Claasen, 9 Gytkjaer, 10 Liendl, 16 Busch, 33 Aycicek.

FWK: 28 Wulnikowski – 5 Schoppenhauer, 29 Neumann, 12 Junior Diaz – 8 Taffertshofer – 25 Pisot, 21 Schröck, 23 Weihrauch, 16 Kurzweg – 33 Soriano, 10 Daghfous.
Ersatz: 31 Siebenhandl (Tor) – 4 Benatelli, 13 Fröde, 14 Karsanidis, 17 Ernst, 24 Rama, 27 Königs.

Wechsel: Liendl für Lacazette (46.), Gytkjaer für Olic (64.), Bülow für Neuhaus (75.) – Siebenhandl für Wulnikowski (46.), Rama für Daghfous (55.), Königs für Pisot (72.).

Tore: 1:0 Ba (67.), 2:0 Liendl (78., Foulelfmeter), 2:1 Kurzweg (90.).
Gelbe Karten: Amilton, Aigner – Soriano, Schoppenhauer, Kurzweg.
Zuschauer: 22.600 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn); Assistenten: Holger Henschel (Braunschweig), Andreas Steffens (Mechernich); Vierter Offizieller: Justus Zorn (Freiburg).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2010.htm


24. Spieltag, 11.03.2017, 13 Uhr

Hannover 96 - 1860 München 1:0 (0:0)
 

Überzeugende Löwen verlieren unglücklich 0:1 in Hannover.

Stefan Aigner scheiterte kurz vor der Pause frei vor Ex-Löwen Philipp Tschauner. 
 
Erneut gut gespielt, aber wieder keine Punkte: Die Löwen verloren bei Bundesliga-Absteiger Hannover 96 mit 0:1. Amilton (234.) und Stefan Aigner (45.) scheiterten vor der Pause jeweils im Eins-gegen-Eins an Philipp Tschauner. Eine Unachtsamkeit in der 1860-Hintermannschaft nutzte in der 55. Minute Martin Harnik zum überaus glücklichen Siegtreffer für die Niedersachsen.

Personal: Verletzungsbedingt musste Vitor Pereira auf Sascha Mölders (Schambeinentzündung), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Nico Karger (Aufbautraining) und Victor Andrade (Reha nach Kreuzbandriss) verzichten. Karim Matmour trainiert bei der U21, Jan Mauersberger, Daylon Claasen, Michael Liendl, Frank Boya und Marnon Busch blieben in München. Maximilian Engl und Fanol Perdedaj waren zwar mit nach Niedersachsen gereist, standen aber nicht im 18er-Kader. Die Sechzger begannen mit der gleichen Aufstellung wie im Heimspiel zuvor gegen den FC St. Pauli.

STIMMEN Vitor Pereira: „Wir müssen erwachsener werden!“

Spielverlauf: In der 4. Minute musste Stefan Ortega erstmals eingreifen, als er sich in ein Zuspiel auf Martin Harnik hechtete. Die erste Chance hatten die Löwen zwei Minuten später. Kai Bülow spielte mit Amilton auf der rechten Seite Doppelpass, der Brasilianer drang anschließend in den Strafraum ein, passte fast von der Grundlinie scharf an den ersten Pfosten, wo aber Florian Hübner vor Ivica Olic zur Ecke klärte (6.). Ein 18-Meter-Schuss aus dem Zentrum von Kenan Karaman wurde in der 10. Minute sichere Beute von Ortega. Einen Freistoß von der linken Strafraumseite nach Foul an Olic spielte Maxi Wittek mit Wucht flach nach innen, doch kein Löwe kam im Torraum an das Spielgerät (21.). In der 26. Minute prallten Hübner und Olic im Luftkampf mit den Köpfen zusammen, mussten behandelt werden. Für den Kroaten ging es mit Turban weiter. Zwei Minuten später hatten die Sechzger zwei Schussgelegenheiten an der Strafraumkante, jedoch schlug Romuald Lacazette ein Luftloch, dann traf Wittek die Kugel nicht voll (29.). Im Gegenzug profitierten die Niedersachsen von einem Fehler von Abdoulaye Ba. Karaman passte an die rechte Strafraumkante zu Harnik, der flach nach innen flankte, wo Karaman die Kugel um Haaresbreite verfehlte (30.). Auf der anderen Seite rutschte Stefan Aigner am ersten Pfosten an einer Hereingabe von Olic vorbei (33.). Wenig später die Riesenchance für die Löwen. Salif Sané vertändelte den Ball gegen Amilton, der alleine auf Philipp Tschauer zulief, aber halbrechts aus acht Metern am ehemaligen 1860-Keeper scheiterte (34.). In der 2. Minute der Nachspielzeit lief Stefan Aigner nach Amilton-Pass in die Tiefe frei auf Tschauner zu. Der Löwe wollte den Ball am Torhüter vorbeilegen, doch der warf sich ihm entgegen, wehrte mit einer Hand die Kugel ab. So ging es torlos in die Kabine.

In der 55. Minute ging Amilton mit Tempo durch die Mitte, legte dann links raus auf Lumor, doch dessen pass auf Olic war zu ungenau, so das Tschauner dazwischen kam (55.). Das Tor fiel im Gegenzug auf der anderen Seite, nach einem Pressschlag vor dem Löwen-Strafraum kam Noah Sarenren Bazee an den Ball, der legte nach links ab auf Harnik, der vollkommen frei aus 15 Metern zum 1:0 flach ins linke Eck vollendete (55.). Damit war der Spielverlauf komplett auf den Kopf gestellt! Ein Flankenball von Wittek, der ihm über den Span rutschte, lenkte Tschauner gerade noch an die Querlatte. Aigner war zwar zur Stelle, brachte den Abpraller aus extrem spitzem Winkel aber nicht mehr aufs Tor (71.). In der Schlussphase setzte Vitor Pereira komplett auf Offensive, brachte nach Florian Neuhaus und Christian Gytkjaer noch Levent Aycicek. Einen Freistoß von Olic halbrechts zwei Meter vor der Strafraumkante wurde von der Mauer zur Ecke abgelenkt. Die segelte von links in den Strafraum, Tschauner unterlief die Hereingabe, anschließend flipperte der Ball durch den Fünfmeterraum, Olic brachte ihn aufs Tor, aber Iver Fossum klärte auf der Linie (83.). In der 85. Minute zielte Lumor halbrechts aus 16 Metern knapp am langen Pfosten vorbei. Bis zum Schluss versuchten die Sechzger alles, doch der Ausgleich wollte nicht mehr gelingen. Damit verloren die Löwen auch das achte Auswärtsspiel in Folge.

STENOGRAMM: 24. Spieltag, 11.03.2017, 13 Uhr

Hannover 96 - 1860 München 1:0 (0:0)

H96: 1 Tschauner – 31 Anton, 19 Hübner, 5 Sané, 7 Prib – 6 Bakalorz, 18 Fossum – 26 Karaman, 10 Maier, 11 Klaus – 14 Harnik.
Ersatz: 30 Sahin-Radlinger (Tor) – 3 Albornoz, 17 Bech, 24 Füllkrug, 33 Arkenberg, 37 Sarenren Bazee.

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 3 Wittek, 38 Lacazette, 4 Bülow, 28 Lumor – 30 Amilton, 40 Olic, 29 Aigner.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 9 Gytkjaer, 11 Adlung, 12 Ribamar, 19 Neuhaus, 22 Stojkovic, 33 Aycicek.

Wechsel: Sarenren Bazee für Karaman (40.), Bech für Maier (69.), Albornoz für Klaus (77.) – Neuhaus für Bülow (63.), Gytkjaer für Aigner (74.), Aycicek für Wittek (77.).

Tor: 1:0 Harnik (55.). 
Gelbe Karten: Sané, Maier, Prib – Lacazette.
Zuschauer: 34.600 in der HDI-Arena.
Schiedsrichter: Daniel Schlager (Rastatt); Assistenten: Tobias Fritsch (Frankfurt/Main), Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main); Vierter Offizieller: Daniel Riehl (Bremen).

Bildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2007.htm


22. Spieltag, 24.02.2017, 18.30 Uhr

1. FC Union Berlin – 1860 München 2:0 (1:0)
 

Löwen unterliegen bei Union Berlin mit 0:2.

Hatte einen schweren Stand gegen die Union-Defensive: Christian Gytkjaer. 
Auswärts klappt’s einfach nicht! Auch im siebten Spiel in Folge blieben die Löwen in der Fremde ohne Punkte. In der Alten Försterei ging der 1. FC Union Berlin kurz vor der Pause durch Steven Skrzybski in Führung (41.). Simon Hedlund traf in der 61. Minute zum 2:0-Endstand. Mehr als ein Aluminiumtreffer durch Sebastian Boenisch gelang den Sechzgern nicht (76.).

Personal: Verletzungsbedingt musste Vitor Pereira bei den Eisernen auf Jan Mauersberger (Muskelfaserriss), Sascha Mölders (Schambeinentzündung), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Marnon Busch (muskuläre Probleme), Nico Karger (Sprunggelenksverletzung), Florian Neuhaus (Aufbautraining nach Knöchelverletzung) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Afrika-Cup-Sieger Frank Boya wurde geschont, Fanol Perdedaj blieb ebenfalls in München. Karim Matmour trainiert bei der U21. Daylon Claasen und Maxi Engl, die ebenfalls mit nach Berlin gefahren waren, standen nicht im 18er-Kader. Ansonsten begannen die Löwen mit der gleichen Startelf wie bei den Erfolgen gegen den KSC und gegen den Club. Erneut war Mehrheitsgesellschafter Hasan Ismaik im Stadion.

STIMMEN Kapitän Kai Bülow: „Analysieren, abhaken und arbeiten!“

Spielverlauf: Den ersten Torschuss des Spiels gab Abdoulaye Ba nach 51 Sekunden ab. Aus 22 Meter zielte der Senegalese aber weit über das Union-Gehäuse (1.). Nach einem Fehler von Ba bediente Simon Hedlund in der Mitte Sebastian Polter, Felix Uduokhai ging dazwischen, behinderte den Berliner entscheidend beim Abschluss. Der Schuss von Polter aus neun Metern ging links am Tor vorbei (4.). Im Anschluss an einen Einwurf von Christopher Trimmel verlängerte Polter auf Damir Kreilach, der den Ball ebenfalls per Kopf weiterleitete. Hedlund hatte dadurch frei Bahn, doch Stefan Ortega eilte aus seinem Tor, warf sich dem Schweden entgegen und klärte den Schuss zur Ecke ab (12.). Ein Freistoß von Felix Kroos wurde in der 16. Minute von Trimmel an den zweiten Pfosten verlängert, wo sich Roberto Puncec und Kreilach gegenseitig behinderten, den Ball aus kurzer Distanz am Löwen-Tor vorbeiköpften. Fünf Minuten später sah Steven Skrzybski den freistehenden Kroos auf der rechten Strafraumseite, seine Direktabnahme aus 14 Metern strich nur knapp am langen Eck vorbei (21.). Nach einem Freistoß von Levent Aycicek von der linken Strafraumseite ging Ba am zweiten Pfosten zu Boden, doch Schiedsrichter Timo Gerach ließ weiterspielen (29.). Im Anschluss an eine Konter-Situation versuchte Hedlund von der linken Strafraumseite Polter am Torraum zu bedienen, doch Sebastian Boenisch hatte aufgepasst, klärte per Grätsche zur Ecke (36.). Drei Minuten später legte Polter mit der Brust auf Toni Leistner ab. Der nahm die Kugel per Dropkick, setzte sie aus 22 Metern knapp über den Querbalken (39.). In der 41. Minute war es dann passiert. Ba konnte nach einer Ecke den Distanzschuss von Michael Parensen noch blocken. Der Ball kam zu Skrzybski, der aus halblinker Position aus 13 Metern zum 1:0 ins lange Eck einschob. Aufregung in der 44. Minute, als Hedlung im Strafraum gegen Wittek zu Boden ging. Aber anstatt Elfmeter gab’s die Gelbe Karte für den Schweden. Somit nahmen die Eisernen die knappe Führung mit in die Kabine.

Die 2. Halbzeit gingen die Löwen aggressiver an. Chancen gab es aber keine. Nach knapp einer Stunde nahm Vitor Pereira einen Doppelwechsel vor, brachte die Routiniers Ivica Olic und Stefan Aigner für Gytkjaer und Aycicek (58.). Kurz danach fiel auch ein Treffer – jedoch auf der falschen Seite. Polter spielte den Ball von der rechten Strafraumseite an den zweiten Pfosten, der heransprintende Hedlund musste nur noch den Fuß hinhalten, traf zum 2:0 (61.). In der 64. passte Aigner von rechts in die Mitte auf Olic, der drehte sich um Trimmel. Sein Schuss vom Elfmeterpunkt wurde jedoch zur Ecke geblockt. Im Gegenzug bediente Skrzybski den schnellen Hedlund, der frei vor Ortega auftauchte, aber am Löwen-Keeper scheiterte. Den Nachschuss von Skrzybski entschärfte Romuald Lacazette (65.). Pereira setzte danach alles auf eine Karte, nahm Verteidiger Uduokhai vom Feld und brachte mit Michael Liendl eine weitere Offensivkraft (67.). Ein hohes Zuspiel von Liendl aus dem Zentrum auf Aigner entschärfte Jakob Busk, der weit aus seinem Tor geeilt war, mit einer Faust (71.). Einen abgewehrten Ball von Leistner nahm Sebastian Boenisch aus 20 Metern direkt, traf aber mit seinem Schuss nur die Oberkante der Latte (76.). Initialwirkung hatte diese Szene nicht. Berlin brachte ohne allzu große Mühe die Führung über die Zeit. Im Gegenteil: Bei einem Distanzschuss des eingewechselten Raffael Korte musste sich Ortega strecken, um die Kugel über die Querlatte zu lenken (90.). Die Löwen sind damit seit sieben Spiele ohne Auswärtspunkte.

STENOGRAMM: 22. Spieltag, 24.02.2017, 18.30 Uhr

1. FC Union Berlin – 1860 München 2:0 (1:0)

Union: 12 Busk – 28 Trimmel, 37 Leistner, 4 Puncec, 29 Parensen – 8 Fürstner – 23 Kroos, 19 Kreilach – 24 Skrzybski, 9 Polter, 17 Hedlund.
Ersatz: 1 Mesenhöler (Tor) – 3 Pogatetz, 5 Kessel, 13 Korte, 16 Hosiner, 18 Redondo, 34 Schönheim.

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 3 Wittek, 38 Lacazette, 4 Bülow, 28 Lumor – 30 Amilton, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) –10 Liendl, 11 Adlung, 12 Ribamar, 22 Stojkovic, 29 Aigner, 40 Olic.

Wechsel: Redondo für Hedlund (69.), Korte für Skrzybski (82.), Hosiner für Polter (88.) – Olic für Gytkjaer (58.), Aigner für Aycicek (58.), Liendl für Uduokhai (67.).

Tore: 1:0 Skrzybski (41.), 2:0 Hedlund (61.).
Gelbe Karten: Kreilach, Hedlund, Parensen – Ba.
Zuschauer: 20.176 im Stadion An der Alten Försterei.
Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau); Assistenten: Marcel Göpferich (Bad Schönborn), Viatcheslav Paltchikov (Lübeck); Vierter Offizieller: Henry Müller (Cottbus).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2004.htm
 


21. Spieltag, 20.02.2017, 20.15 Uhr

1860 München – 1. FC Nürnberg 2:0 (2:0)


Furiose 1. Halbzeit: Löwen besiegen Club mit 2:0.

Die Löwen bejubeln die Führung durch Innenverteidiger Abdoulaye Ba. 
Die Löwen besiegten nicht nur nach einer grandiosen 1. Halbzeit den 1. FC Nürnberg mit 2:0. Sie verschafften sich damit auch sieben Punkte Abstand auf die Abstiegsplätze. Vor der Pause gab es gleich eine doppelte Torpremiere für zwei Winterzugänge. Erst traf Abdoulaye Ba (16.), dann Lumor (39.).

Personal: Verletzungsbedingt musste Vitor Pereira gegen den Club auf Jan Mauersberger (Muskelfaserriss), Sascha Mölders (Schambeinentzündung), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Marnon Busch (muskuläre Probleme), Nico Karger (Sprunggelenksverletzung), Florian Neuhaus (Knöchelverletzung) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Afrika-Cup-Sieger Frank Boya kam erst am Spieltag in München an, Fanol Perdedaj, Karim Matmour und Filip Stojkovic schafften nicht den Sprung in den Kader. Die Löwen begannen mit der gleichen Startelf wie beim 2:1-Erfolg gegen den KSC.

Spielverlauf: Eine Doppelchance hatte Christian Gytkjaer bereits in der 2. Minute. Nach einer Flanke von Levent Aycicek brachte er den Ball nicht aufs Tor. Kurz danach kam das Spielgerät erneut zum Dänen. Sein Drehschuss von der Torraumkante traf aber nur den Kopf von FCN-Schlussmann Thorsten Kirschbaum. Auf der anderen Seite wurde es nach einem Eckball von Kevin Möhwald gefährlich, weil kein Löwe die Situation klären konnte. Ondrej Petraks Schuss aus zwölf Metern war aber zu harmlos, um Stefan Ortega vor ernsthafte Probleme zu stellen (8.). Ein Standard brachte die Sechzger in Front. Ayciceks Eckball von links nickte der 1,97 Meter große Ba, der seinen Gegenspieler Petrak übersprang, am ersten Pfosten zum 1:0 hoch ins linke Eck (16.). Nach der furiosen  Anfangsphase der Löwen beruhigte sich etwas die Partie, hatte aber immer noch viel Tempo und wurde von beiden Seiten äußerst aggressiv geführt. Ein weiter Ball von Felix Uduokhai erlief sich Lumor auf der linken Seite, seine Hereingabe fand aber nicht Gytkjaer im Zentrum (34.). In der 39. Minute mustergültig vorgetragener Angriff der Sechzger. Amilton legte die Kugel von der rechten Außenbahn in die Mitte auf Romuald Lacazette. Der dribbelte gegen drei Nürnberger, sah dann die Lücke, passte auf links zum mitgeilten Lumor, der aus 15 Metern zum 2:0 flach ins kurze Eck traf. Einen 30-Meter-Freistoß von Aycicek, der sich gefährlich aufs rechte untere Eck senkte, konnte Kirschbaum mit Mühe zur Seite abwehren (45.). Das war auch die letzte gefährliche Szene vor der Pause, die den Löwen zeitweise stehende Ovationen ihrer Fans einbrachte.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs kontrollierten die Sechzger Spiel und Gegner. In der 54. Minute setzte Gytkjaer erneut Lumor auf der linken Seite ein, doch diesmal rutschte ihm die Kugel beim Abschluss von der Strafraumkante über den Spann und landete links neben dem Tor. Vier Minuten später dribbelte Lacazette durchs FCN-Zentrum, steckte dann den Ball auf Aycicek durch, der gegen den sich hechtenden Kirschbaum im Strafraum einen Schritt zu spät kam (58.). Auf der anderen Seite strich ein 28-Meter-Freistoß von Abdelhamid Sabiri nur knapp über die Querlatte (61.). Fünf Minuten später fast aus der gleichen Distanz die nächste Freistoß-Chance. Kevin Möhwald zirkelte aus 25 Metern die Kugel über die Mauer, aber auch knapp übers linke Eck (66.). Zur Abwechslung wurden die Cluberer auch mal aus dem Spiel heraus gefährlich. Eine weite Flanke verlängerte Hanno Behrens am zweiten Pfosten auf Rurik Gislason, der zu einem Fallrückzieher am Torraum ansetzt, jedoch die Kugel dabei nicht richtig traf (73.). Kurz danach fiel Möhwald im Löwen-Strafraum ohne berührung des Gegners, der gut postierte Schiedsrichter Frank Willenborg zeigte ihm Gelb für diese Aktion (74.). Eine Rechtsflanke von Kammerbauer in der 78. Minute wurde immer länger. Ortega musste sich strecken, prallte bei seiner Rettungstat gegen den linken Pfosten und blieb zunächst verletzt liegen. Nach kurzer Behandlung konnte der Torhüter jedoch weiterspielen. Ein 20-Meter-Freistoß von Maxi Wittek landete in der Mauer, wurde gefährlich abgefälscht, ging aber am langen Eck vorbei (83.).  Ein Schuss von Shawn Parker touchierte noch in der Nachspielzeit das Gebälk des 1860-Gehäuses. Somit gewannen die Sechziger das dritte Heimspiel in Folge, sind seit sieben Spielen in der Allianz Arena unbesiegt.

STENOGRAMM: 21. Spieltag, 20.02.2017, 20.15 Uhr

1860 München – 1. FC Nürnberg 2:0 (2:0)

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 3 Wittek, 38 Lacazette, 4 Bülow, 28 Lumor – 30 Amilton, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 7 Claasen, 10 Liendl, 11 Adlung, 12 Ribamar, 29 Aigner, 40 Olic.

FCN: 26 Kirschbaum – 39 Kammerbauer, 3 Hovland, 28 Mühl, 34 Lippert – 18 Behrens, 14 Möhwald, 31 Petrak – 10 Kempe, 19 Gislason, 27 Sabiri.
Ersatz: 1 Schäfer (Tor) – 8 Hufnagel, 9 Ishak, 13 Eder, 15 Djakpa, 20 Parker, 36 Teuchert.

Wechsel: Olic für Gytkjaer (69.), Claasen für Aycicek (75.), Aigner für Amilton (90.) – Parker für Kempe (62.), Hufnagel für Sabiri (62.), Ishak für Möhwald (77.).

Tore: 1:0 Ba (16.), Lumor (39.).
Gelbe Karten: Ba, Amilton, Bülow – Lippert, Hovland, Möhwald.
Zuschauer: 24.100 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Frank Willenborg (Osnabrück); Assistenten: Christoph Bornhorst (Damme), Christian Fischer (Hemer); Vierter Offizieller: Pascal Müller (Löchgau).


20. Spieltag, 11.02.2017, 13 Uhr

1860 München – Karlsruher SC 2:1 (0:0)
 

Bülows Last-Minute-Tor sichert 2:1-Sieg gegen den KSC.

Erzielte mit seinem ersten Ballkontakt den wichtigen 1:1-Ausgleich: Ivica Olic. 
Die Löwen betrieben gegen den Karlsruher SC Wiedergutmachung für das Pokal-Aus in Lotte. Die Führung der Badener durch Jordi Figueras (48.) glich  Ivica Olic wenige Sekunden nach seiner Einwechslung aus (57.). In der Nachspielzeit war es Kai Bülow, der per Kopf den vielumjubelten Siegtreffer erzielte.

Personal: Verletzungsbedingt musste Trainer Vitor Pereira gegen Karlsruhe auf Jan Mauersberger (Muskelfaserriss), Sascha Mölders (Schambeinentzündung), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Nico Karger (Sprunggelenksverletzung), Florian Neuhaus (Knöchelverletzung) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Frank Boya ist nach dem Africa-Cup noch nicht ins Training eingestiegen. Fanol Perdedaj, Karim Matmour, Lucas Ribamar, Filip Stojkovic und Torhüter Maximilian Engl standen nicht im 18er-Kader. Im Vergleich zum Pokalspiel gegen Lotte drei Tage zuvor gab es vier Änderungen. Felix Uduokhai verteidigte für den verletzten Mauersberger, Romuald Lacazette und Kai Bülow kamen für Stojkovic und Michael Liendl ins Team und vorne stürmte Levent Aycicek für Stefan Aigner. Bülow übernahm auch die Kapitänsbinde.

STIMMEN Vitor Pereira: „Das waren drei Punkte für die Fans!“

Spielverlauf: In der Anfangsphase standen beide Teams kompakt, attackierten früh, hielten sich gegenseitig von den Strafräumen fern. Erstmals wurde es in der 9. Minute vor dem KSC-Tor gefährlich. Christian Gytkjaer hatte in die Tiefe auf Amilton gepasst. Der Brasilianer flankte von links aus vollem Lauf an den zweiten Pfosten, wo Levent Aycicek stand. Der brachte aber den Ball nicht unter Kontrolle, geriet ins Straucheln, sodass ein Gästeverteidiger zur Ecke klären konnte. Der anschließende Eckball von Maxi Wittek wurde zu Felix Uduokhai nach hinten verlängert, wo der Kapitän mit seinem Schuss aus spitzem Winkel nur den linken Pfosten traf (10.). In der 21. Minute spielte Amilton einen genialen Pass durch die Schnittstelle auf Gytkjaer, der beim Zuspiel klar hinter seinem Gegenspieler stand. Aber Linienrichter Dominik Jolk hob die Fahne, entschied auf Abseits. Krasse Fehlentscheidung! Amilton entwischte auf der linken Seite Charalampos Mavrias, legte fast an der Grundlinie quer, aber ein KSC-Verteidiger konnte im Torraum gerade noch vor dem lauernden Gytkjaer klären (28.). Nach einem Einwurf auf der linken Seite bediente Aycicek Wittek halbrechts im Strafraum.  Dieser legte erst den Ball auf seinen stärkeren linken Fuß um, Enrico Valentini warf sich in den 13-Meter-Schuss, wehrte dabei eindeutig den Ball mit dem ausgestreckten Arm ab. Doch Schiedsrichter Dr. Martin Thomsen winkte ab, ließ weiterspielen (32.). Nach einem Freistoß von Aycicek von der linken Strafraumseite fast an der Grundlinie kam Gytkjaer am langen Pfosten aus sieben Meter zum Abschluss. Der Schuss wurde geblockt und auch der zweite Versuch des Dänen blieb in den Beinen eines KSC-Verteidigers hängen (40.). So blieben die Löwen trotz Dominanz und klarem Chancenplus in der 1. Halbzeit ohne Treffer.

Direkt nach Wiederanpfiff die Führung für den KSC. Ein Eckball von rechts wurde an den zweiten Pfosten verlängert, wo Valentini aus dem Hinterhalt wuchtig abzog. Abdoulaye Ba klärte drei Meter vor der Torlinie klärt genau vor die Füße von Jordi Figueras. Im Fallen traf der Spanier zum 1:0 ins rechte untere Eck (48.). Im Anschluss an einen schnellen Konter über die rechte Seite legte Wittek quer auf Lumor. Der zog am linken Strafraumeck ab, doch KSC-Torhüter René Vollath tauchte ab, hielt den Schuss fest (52.). Dann bewies Vitor Pereira ein goldenes Händchen. Sein Joker Ivica Olic traf gleich bei der ersten Szene nach seiner Einwechslung. Ein Eckball von rechts durch Wittek verwertete er aus sechs Metern mit dem Kopf zum 1:1 (57.). In der 62. Minute erkämpfte sich der eingewechselte Stefan Aigner gegen Valentini den Ball, ging Richtung Tor, sein Schuss von der Strafraumkante bekam Vollath erst im Nachsetzen zu fassen. Die Löwen drängten zwar auf den Siegtreffer, aber die Aktionen waren zu überhastet, keine klare Linie mehr erkennbar. Ein Kopfball von Aigner nach Wittek-Flanke landete deutlich neben dem linken Pfosten (86.). Mavrias wollte auf der anderen Seite im Zweikampf noch einen Elfmeter schinden, doch Schiri Dr. Thomsen winkte ab. In der Nachspielzeit überschlugen sich die Ereignisse. Erst musste Moritz Stoppelkamp nach einem von ihm verschuldeten Foulspiel besinnungslos ausgewechselt werden. Dann sah der Karlsruher Grischa Prömel in der fünfminütigen Nachspielzeit die Gelb-Rote Karte, anschließend traf Kai Bülow nach Linksflanke von Amilton zum vielumjubelten 2:1-Siegtreffer für die Löwen. Für den KSC war es die erste Niederlage unter ihrem neuen Trainer Mirko Slomka im dritten Spiel.

STENOGRAMM: 20. Spieltag, 11.02.2017, 13 Uhr

1860 München – Karlsruher SC 2:1 (0:0)

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 3 Wittek, 38 Lacazette, 4 Bülow, 28 Lumor – 30 Amilton, 9 Gytkjaer, 33 Aycicek.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 7 Claasen, 10 Liendl, 11 Adlung, 16 Busch, 29 Aigner, 40 Olic.

KSC: 24 Vollath – 27 Mavrias, 17 Kinsombi, 14 Jordi Figueras, 22 Valentini – 7 Stoppelkamp, 19 Prömel, 2 Meffert, 10 Yamada – 8 Hoffer, 9 Diamantakos.
Ersatz: 1 Orlishausen (Tor) – 3 Gimber, 6 Kom, 30 Mehlem, 35 Bader, 39 Zawada, 40 Reese.

Wechsel: Olic für Gytkjaer (56.), Liendl für Lacazette (57.), Aigner für Aycicek (60.) – Zawada für Diamantakos (77.), Reese für Hoffer (84.), Gimber für Stoppelkamp (90.).

Tore: 0:1 Jordi Figueras (48.), 1:1 Olic (57.), 2:1 Bülow (90.).
Gelbe Karten: Boenisch –  Kinsombi, Yamada, Meffert, Stoppelkamp.
Gelb-Rote Karte: Prömel (90., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 18.100 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Dr. Martin Thomsen (Kleve); Assistenten: Tobias Reichel (Stuttgart), Dominik Jolk  (Mannheim); Vierter Offizieller: Markus Wollenweber (Mönchengladbach).
Bildergalerie:   http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/2000.htm


19. Spieltag, 03.03.2017, 18.30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld - 1860 München 2:1 (2:1)
 

Gytkjaer trifft bei 1:2-Niederlage in Bielefeld.

Amilton bereitete mit einem Tempo-Dribbling das 1:1 durch Christian Gytkjaer vor. 
 
Die Löwen verloren mit vier Neuzugängen in der Startelf beim Arminia Bielefeld mit 1:2. Der Führung der Ostwestfalen durch Fabian Klos (11.) ließ Christian Gytkjaer nur zwei Minuten später das 1:1 folgen (13.). Klos erzielte noch vor der Pause den Treffer zum Endstand (38.), obwohl Sechzig die 2. Halbzeit dominierte, sich aber keine einzige klare Torchance erspielen konnte.

Personal: Wegen Krankheit oder Verletzung musste Vitor Pereira in Bielefeld auf Jan Zimmermann (Erkältung), Sascha Mölders (Schambeinentzündung), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Nico Karger (Sprunggelenksverletzung), Florian Neuhaus (Knöchelverletzung) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Der leicht angeschlagene Levent Aycicek musste nach der Aufwärmphase passen, Frank Boya steht mit Kamerun im Afrika-Cup-Finale gegen Ägypten. Nicht im 18er-Kader fanden sich Kai Bülow, Karim Matmour, Marnon Busch, Rodnei, Kilian Jakob und Stefan Aigner. Alle vier mit nach Bielefeld gereisten Neuzugänge spielten von Beginn an. Erstmals als Ersatztorhüter saß Maximilian Engl auf der Bank.

STIMMEN Pereira: „Wir hätten mindestens einen Punkt verdient.“

Spielverlauf: Bielefeld machte zu Beginn des Spiels viel Druck. Die hohen Flanken auf Arminia-Torjäger Fabian Klos waren aber sichere Beute des neuen Löwen-Verteidigers Abdoulaye Ba. Die Führung kam dann etwas überraschend. Felix Uduokhai hatte per Kopf eine Flanke in die Mitte abgewehrt, Klos nahm den Ball aus 18 Metern in zentraler Position direkt, traf unhaltbar für Stefan Ortega halbhoch ins rechte Eck (11.). Zwei Minuten später der Ausgleich. Amilton ging halbrechts an der Mittellinie ins Dribbling, legte den Ball vorm DSC-Strafraum quer auf Romauld Lacazette, der sofort auf den links freistehenden Christian Gytkjaer weiterleitete. Der Däne schlenzte die Kugel aus 15 Metern mit dem Innenrist zum 1:1 ins lange Eck (13.). In der 23. Minute bekamen die Löwen fünf Meter vor dem rechten Strafraumeck einen Freistoß zugesprochen. Maxi Wittek drehte den Ball mit links nach innen, wo Ba per Kopf im zurücklaufen verlängerte, die Kugel aber deutlich über die Latte köpfte. Bei einem Schrägschuss von Amilton aus 15 Metern aufs kurze Eck hatte Wolfgang Hesl Probleme, konnte den Ball erst im Nachfassen und Kontrolle bringen (26.). Nach einem weiten Ball wollte Ivica Olic per Kopf quer auf Gytkjaer ablegen, doch Malcolm Cacutalua ging dazwischen, klärte zur Ecke (34.). Vollkommend überraschend die erneute Führung der Arminen. Nach einer Freistoßflanke aus dem Halbfeld von Tom Schütz flipperte der Ball durch den Löwen-Strafraum, der geblockte Schuss von Reinhold Yabo landete vor den Füßen von Klos, der aus acht Metern ins rechte Eck mit den Innenseite zum 2:1 einschob (38.). Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.

Die Löwen hatten die erste gute Szene im zweiten Durchgang. Amilton hatte sich rechts durchgesetzt, flankte auf den zweiten Pfosten, wo Gytkjaer lauerte, doch ein Bielefelder verhinderte die Chance per Kopf (50.). In der 57. Minute kam Michael Liendl für Daniel Adlung ins Spiel, übernahm von seinem Kollegen die Kapitänsbinde. Nach einem Freistoß von der rechten Strafraumseite durch Wittek flipperte die Kugel durch den Torraum, unter anderem war Lumor mit dem Kopf dran, am Ende noch Olic, im Tor brachte sie aber kein Löwe unter (61.). Die Sechzger dominierten in dieser Phase die Partie deutlich, klare Chancen erspielten sie sich aber gegen tiefstehende Bielefelder keine. Einen Bielefelder Konter schloss Schütz in der 68. Minute aus 19 Metern ab, der Ball landete zwei Meter neben linken Pfosten. Einen Schuss von Lumor auf der anderen Seite nach Gytkjaer-Ablage aus 14 Metern wurde im letzten Moment geblockt (77.). Angriff auf Angriff rollte aufs Arminen-Tor, doch die Lücke fanden die Löwen nicht. So verloren die Sechziger in der jüngeren Zweitliga-Geschichte zum ersten Mal gegen Bielefeld. Es war zudem die sechste Auswärtsniederlage in Folge.

STENOGRAMM: 19. Spieltag, 03.03.2017, 18.30 Uhr

DSC Arminia Bielefeld - 1860 München 2:1 (2:1)

DSC: 1 Hesl – 7 Görlitz, 13 Börner, 4 Cacutalua, 27 Schuppan – 6 Schütz, 25 Yabo – 21 Voglsammer, 18 Nöthe – 16 Brandy, 9 Klos.
Ersatz: 34 Davari (Tor) – 3 Behrendt, 11 Salger, 17 Hemlein, 20 Junglas, 28 Hartherz, 29 Putaro.

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 25 Ba, 17 Uduokhai – 3 Wittek, 38 Lacazette, 11 Adlung, 28 Lumor – 30 Amilton, 9 Gytkjaer, 40 Olic.
Ersatz: 39 Engl (Tor) – 2 Mauersberger, 5 Perdedaj, 7 Claasen, 10 Liendl, 12 Ribamar, 22 Stojkovic.

Wechsel: Junglas für Brandy (62.), Hartherz für Nöthe (83.), Behrendt für Yabo (88.) – Liendl für Adlung (57.), Claasen für Olic (65.), Ribamar für Lacazette (77.).

Tore: 1:0 Klos (11.), 1:1 Gytkjaer (13.), 2:1 Klos (38.).
Gelbe Karten: Voglsammer, Schuppan, Börner – Olic, Ba, Amilton.
Zuschauer: 16.243 in der SchücoArena.
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock); Assistenten: Nicolas Winter (Scheibenhardt), Viatcheslav Paltchikov (Lübeck); Vierter Offizieller: Franz Bokop (Vechta).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1998.htm


18. Spieltag, 27.01.2017, 18.30 Uhr

1860 München - SpVgg Greuther Fürth 2:1 (1:1)


Löwen besiegen Fürth nach Rückstand mit 2:1

Ivica Olic gelang kurz vor der Pause per Elfmeter der Ausgleich zum 1:1. 
Geglückte Premiere für Trainer Vitor Pereira beim 2:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth. Die Führung der Gäste durch Serdar Dursun aus der 13. Minute konnte Ivica Olic per Foulelfmeter kurz vor der Pause egalisieren (43.). Nach dem Platzverweis von Stephan Sama (49.) spielten die Sechzger ünber 40 Minuten in Überzahl. Der eingewechselte Michael Liendl sorgte in der 86. Minute für den Siegtreffer.

Personal: Der neue Löwen-Chefcoach Vitor Pereira musste gegen Fürth auf Fanol Perdedaj und Sascha Mölders (beide 5. Gelbe Karte), Krisztian Simon (Knochenreizung im Knie), Nico Karger (OP am Sprunggelenk), Florian  Neuhaus (Knöchelverletzung) sowie Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Die Neuzugänge Abdoulaye Ba, Amilton und Lumar hatten noch keine Spielberechtigung. Karim Matmour, Goran Sukalo, Rodnei und Kilian Jakob schafften nicht den Sprung in den 18er-Kader. Kurz vor Spielbeginn wurde noch die Verpflichtung des dänischen Stürmers Christian Gytkjær verkündet.

STIMMEN ZUM SPIEL Vitor Pereira: „Es war nicht die Qualität, die ich erwarte!“

Spielverlauf: Die erste gefährliche Aktion des Spiels hatten die Kleeblättler. Khaled Narey tankte sich über rechts durch, seine scharfe Hereingabe auf Sebastian Freis klärte Sebastian Boenisch zur Ecke (8.). In der 13. Minute das 1:0 für Fürth. Nach einem Rückpass wollte Jan Mauersberger blind auf Stefan Ortega zurückspielen. Doch der Torwart war aus seinem Tor gelaufen, wollte die Situation selbst bereinigen. Der Ball ging am Keeper vorbei und der nachsetzende Serdar Dursun hatte keine Mühe, die Kugel im verwaisten Kasten unterzubringen. Die Löwen waren in der Folge bemüht, den Fauxpas auszubügeln, doch gegen die kompakt stehenden Franken fanden sie keine adäquaten Mittel. Nur einmal wurde es gefährlich, als Ivica Olic an der rechten Strafraumkante den Ball behauptete, ihn in den Lauf von Stefan Aigner passte. Aber der 1860-Kapitän legte den Ball zu weit an Stephen Sama vorbei, erreichte ihn nicht mehr vor dem Tor-Aus (23.). Eine flache Hereingabe durch Narey von rechts ging an Ortega vorbei, quer durch den Fünfmeterraum etwa einen Meter vor der Torlinie, aber zum Glück für die Löwen war kein Fürther zur Stelle (29.). Nach einem Konter tauchte plötzlich Olic halblinks frei vor Balázs Megyeri auf. Sein Schrägschuss begrub der SpVgg-Keeper unter sich (31.). Einen Freistoß an der Strafraumkante knapp vorm Tor-Aus versuchte Robert Zulj in der 35. Minute direkt aufs Tor zu schießen, doch Aigner in der Mauer wehrte den Ball ab. Der kam zu Niko Gießelmann am Elfmeterpunkt, der mit vollem Risiko draufhielt, aber übers Tor zielte. Einen 30-Meter-Hammer von Romuald Lacazette konnte Megyeri gerade noch mit den Fingerspitzen über die Latte lenken (42.). Bei der anschließenden Ecke von links durch Levent Aycicek wurde Mauersberger von Sama beim Kopfballversuch umgerissen, Schiedsrichter Sven Jablonski zeigte sofort auf den Punkt. Olic zielt ins linke untere Eck, Megyeri war mit den Fingerspitzen dran, konnte das 1:1 aber nicht verhindern (43.). Mit diesem Ergebnis wurden auch die Seiten getauscht.

Kurz nach Wiederanpfiff konnte Stojkovic im letzten Moment den am Elfmeterpunkt stehenden Dursun am Abschluss hindern (48.). Nur eine Minute später war für Sama nach einem Foul an Stojkovic das Spiel beendet. Schiedsrichter Jablonski zeigt dem Fürther die Gelb-Rote Karte (49.). Nach einem Pass von Stojkovic in die Tiefe tauchte Aigner über rechts alleine vor Megyeri auf, aber erneut konnte der Keeper den Schuss aus spitzem Winkel abwehren (59.). Eine Hereingabe von links durch Maxi Wittek nahm der eingewechselte Daylon Claasen in der Mitte direkt, zielte aber deutlich neben das Fürther Tor (64.). Die Löwen versuchten in dieser Phase den Druck gegen die dezimierten Gäste hochzuhalten, doch immer wieder schlichen sich Abspielfehler in das Passspiel ein. In der 77. Minute gab Lucas Ribamar sein Punktspieldebüt für die Löwen. Der Brasilianer fiel die komplette Vorrunde verletzungsbedingt aus. Kurz danach ein Konter der Fürther in 3:2-Überzahl. Zum Glück für Sechzig suchte Zulj eigensinnig den Abschluss im Zentrum, sein Schuss wurde von Felix Uduokhai geblockt, bevor Ortega das Spielgerät aufnehmen konnte (78.). Wenig später tauchte der eingewechselte Mathis Bolly vor dem Löwen-Keeper auf, der wehrte mit einem Spreizschritt den 14-Meter-Schuss des Fürther Stürmers ab (80.). Der eingewechselte Michael Liendl sorgte in der 86. Minute für den Siegtreffer. Claasen hatte von links in den Strafraum geflankt, die Kugel flipperte zum Österreicher, der aus zwölf Metern Maß nahm und mit rechts zum 2:1-Endstand traf.

STENOGRAMM: 18. Spieltag, 27.01.2017, 18.30 Uhr

1860 München - SpVgg Greuther Fürth 2:1 (1:1)

1860: 24 Ortega – 6 Boenisch, 2 Mauersberger, 17 Uduokhai – 22 Stojkovic, 3 Wittek – 38 Lacazette, 11 Adlung – 29 Aigner, 33 Aycicek – 40 Olic.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) – 4 Bülow, 7 Claasen, 9 Mugosa, 10 Liendl, 12 Ribamar, 16 Busch.

Fürth: 24 Megyeri – 13 Caligiuri, 28 Franke, 2 Sama – 40 Sontheimer, 6 Hofmann,– 21 Narey, 20 Zulj, 7 Gießelmann – 15 Dursun, 9 Freis.
Ersatz: 30 Burchert (Tor) – 4 Gugganig, 14 Bolly, 18 Kirsch, 27 Derflinger, 31 Steininger, 39 Raum.

Wechsel: Liendl für Adlung (57.), Claasen für Aycicek (57.), Ribamar für Mauersberger (77.) - Bolly für Dursan (60.), Raum für Freis (75.), Steininger für Sontheimer (87.).

Tore: 0:1 Dursun (13.), 1:1 Olic (43., Foulelfmeter), 2:1 Liendl (86.).
Gelbe Karten: Adlung,Stojkovic, Aigner, Claasen -.
Gelb-Rote Karte: Sama (49., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 15.800 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen); Assistenten: Eric Müller (Bremen), Daniel Riehl (Bremen); Vierter Offizieller: Tobias Endriß (Bad Ditzenbach).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1994.htm



17. Spieltag, 16.12.2016, 18.30 Uhr

1860 München - 1. FC Heidenheim 1:1 (1:0)
 

Löwen gehen mit 1:1 gegen Heidenheim in die Winterpause.

Sascha Mölders brachte in der 27. Minute mit seinem dritten Saisontor die Löwen in Führung. 
Die Löwen können einfach nicht gegen den 1. FC Heidenheim gewinnen. Nach der Führung von Sascha Mölders (27.) spielten nur noch die Hausherren, aber das 2:0 wollte einfach nicht gelingen. Dann brachte Felix Uduokhai Ex-Löwe Arne Feick im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Robert Kempter, der zuvor den Sechzgern einen klaren Elfmeter verweigerte, zeigte auf den Punkt. Marc Schnatterer verwandelte sicher zum 1:1-Endstand (72., Foulelfmeter).

Personal: Löwen-Interimscoach Denis Bushuev musste im letzten Spiel vor der Winterpause auf die langzeitverletzten Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Dazu fehlten Sebastian Boenisch (Muskelfaserriss), Karim Matmour (Magen-/Darm-Virus), Stefan Mugosa (Bronchitis), Goran Sukalo  (Patellasehnenprobleme), Nico Karger (grippaler Infekt) und Ivica Olic (Knieprobleme). Nicht im 18er-Kader standen Vitus Eicher, Rodnei, Nicholas Helmbrecht, Kilian Jakob, Moritz Heinrich und Milos Degenek. Vier Änderungen gab es in der Anfangsformation: Fanol Perdedaj kam für Romuald Lacazette, Daniel Adlung für Michael Liendl, Daylon Claasen für den noch nicht ganz fitten Stefan Aigner und Sascha Mölders für den verletzten Olic ins Team.

STIMMEN Denis Bushuev: „Das war ein Riesenspiel von uns.“

Spielverlauf: In der Anfangsphase musste Stefan Ortega nur bei einer Eckballflanke von Marc Schnatterer eingreifen, die er per Faust aus der Gefahrenzone beförderte (7.). Ansonsten neutralisierten sich beide Teams weitgehend, standen sehr kompakt. Es dauerte eine Viertelstunde, ehe die Löwen erstmals gefährlich in den Heidenheimer Strafraum kamen, doch da der letzte Pass zweimal keinen Adressaten fand, verpuffte die Chance (16.). Einen 20-Meter-Schuss von Fanol Perdedaj wurde in der 24. Minute zur Ecke geblockt. Drei Minuten später die Führung für die Sechzger. Levent Aycicek hatte einen Freistoß aus dem linken Halbfeld fast an der Außenlinie mit rechts Richtung Strafraum geflankt. Jan Mauersberger verlängerte mit dem Kopf, Sascha Mölders kam aus dem Rücken der Abwehr, stand vollkommen frei vor Kevin Müller und traf aus acht Metern zum 1:0 (27.). Eine Linksflanke von Maximilian Wittek an den zweiten Pfosten konnte Ex-Löwe Arne Feick gerade noch vor Filip Stojkovic ins Tor-Aus befördern (30.). In der 36. Minute wurde Daylon Claasen nach einem Pass in die Tiefe von Aycicek von zwei Gegenspieler im Sechzehnmeterraum in die Zange genommen. Klarer Elfmeter! Doch was macht Schiedsrichter Robert Kempter? Er lässt weiterspielen. Nach einer Ecke von links durch Aycicek gewann Mauersberger erneut das Kopfballduell, doch Müller bekam den gefährlichen Aufsetzer gerade noch vor der Linie zu fassen (38.). Einen Schrägschuss von Schnatterer aus 15 Metern lenkte Stefan Ortega mit den Fingern ans rechte Außennetz seines Tores (39.). So blieb es bei der 1:0-Führung zur Pause, die sich die Sechzger nach durchwachsenem Auftakt in der zweiten Hälfte der 1. Halbzeit redlich verdienten.

Nach Wiederanpfiff hatten die Löwen die erste Chance. Claasen steckte auf Perdedaj durch, der kam aus 17 Metern zum Schuss. Abgefälscht beförderte Keeper Müller die Kugel ins Tor-Aus (48.). Im Anschluss an eine Ecke leitete Claasen den Konter ein, schickte Mölders auf die Reise. Der zog von links in die Mitte, ließ Timo Beermann noch stehen, trat dann aber vor Müller in den Boden. Sein Schuss aus zwölf Metern wurde deshalb sichere Beute des FCH-Schlussmanns (50.). Einen Freistoß von der linken Seite durch Aycicek verlängerte am ersten Pfosten Adlung per Kopf aufs lange Eck, doch ein Heidenheimer köpfte den Ball vor der Linie aus der Gefahrenzone (57.). Wenig später ließ Müller einen 21-Meter-Schuss von Aycicek durch die Finger rutschen, bekam den Ball aber gerade noch auf der Linie zu fassen (58.). Ein Freistoß von Feick drei Meter vor dem rechten Strafraumeck mit links getreten blieb in der Löwen-Mauer hängen (62.). Auch ein Schrägschuss von Feick von der linken Seite aus 15 Metern konnte Ortega am kurzen Eck erst im Nachfassen entschärfen (64.). In der 66. Minute fast das 2:0. Einen 25-Meter-Freistoß leicht nach rechts versetzt hämmerte Aycicek aufs Heidenheimer Tor, Mölders kam nicht ganz mit dem Kopf an den Abpraller. Dafür aber Mauersberger, der aus sechs Metern zum Abschluss kam, aber am glänzend reagierenden Müller scheiterte.  Wenig später chippte Adlung die Kugel aus spitzem Winkel aufs Tornetz (67.). In der 70. Minute brachte Felix Uduokhai auf der linken Strafraumseite Feick, der mit Schwung in den Strafraum lief, zu Fall. Diesmal entschied Schiedsrichter Kempter sofort auf Elfmeter. Schnatterer lief an, täuschte Ortega und traf zum vollkommen unverdienten 1:1-Ausgleich (72.). Nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft der Löwen lief John Verhoek frei aufs 1860-Tor zu, schloss aber aus 17 Metern überhastet ab und setzte die Kugel links neben das Tor (86.). Obwohl die Sechzger die Partie über eine Stunde klar dominierten, entführte das Team von der Brenz einen Punkt aus München. Damit blieben die Löwen auch im fünften Zweitliga-Vergleich mit Heidenheim ohne Sieg. 

STENOGRAMM: 17. Spieltag, 16.12.2016, 18.30 Uhr

1860 München - 1. FC Heidenheim 1:1 (1:0)

1860: 24 Ortega – 22 Stojkovic, 2 Mauersberger, 17 Uduokhai, 3 Wittek - 4 Bülow -  7 Claasen, 5 Perdedaj, 11 Adlung, 33 Aycicek - 13 Mölders.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) - 10 Liendl, 16 Busch, 19 Neuhaus, 28 Weber, 29 Aigner, 38 Lacazette.

FCH: 1 Müller – 29 Strauß, 5 Wittek, 33 Beermann, 28 Feick – 18 Griesbeck, 26 Titsch-Rivero – 11 Thomalla, 21 Kleindienst, 7 Schnatterer – 15 Verhoek.
Ersatz: 24 Schnitzler (Tor) – 10 Finne, 12 Halloran, 20 Philp, 30 Theuerkauf, 36 Gnaase, 38 Skarke.

Wechsel: Aigner für Claasen (80.), Lacazette für Adlung (86.) – Skarke für Strauß (61.), Halloran für Griesbeck (61.), Philp für Thomalla (83.).

Tore: 1:0 Mölders (27.), 1:1 Schnatterer (72., Foulelfmeter).
Gelbe Karten: Stojkovic, Aycicek, Perdedaj, Uduokhai, Mölders, Adlung – Strauß, Griesbeck, Beermann, Halloran.
Zuschauer: 15.300 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Robert Kempter (Stockach); Assistenten: Marcel Schütz (Worms), Marcel Gasteier (Weisel); Vierter Offizieller: Jan Neitzel (Hamburg).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1963.htm


16. Spieltag, 10.12.2016, 13 Uhr

VfL Bochum  – 1860 München 1:0 (0:0)
 

Irreguläres Tor sichert Bochum das glückliche 1:0.

Levent Aycicek hier im Zweikampf mit seinem Gegenspieler Jan Gyamerah. 
Passend an diesem Nachmittag in Bochum war, dass der VfL den Siegtreffer durch Russell Canouse in der 77. Minute irregulär erzielte. Damit endete das Engagement von Daniel Bierofka als Cheftrainer der Löwen mit einer 0:1-Niederlage in einer Partie, in der für die Sechzger wesentlich mehr drin gewesen wäre.

Personal: Löwen-Interimscoach Daniel Bierofka musste in seinem letzten Spiel beim VfL Bochum auf die langzeitverletzten Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Sebastian Boenisch fehlte mit einem Muskelfaserriss. Nicht im 18er-Kader standen Vitus Eicher, Fanol Perdedaj, Stefan Mugosa, Goran Sukalo, Marnon Busch, Nicholas Helmbrecht, Kilian Jakob, Moritz Heinrich, Felix Weber und Milos Degenek. Ansonsten begannen die Löwen mit der gleichen Formation wie beim 1:0-Heimsieg gegen Dresden.

STIMMEN Bierofka: „Wir waren zu hektisch & fahrig im Abschluss.“

Spielverlauf: Die erste gefährliche Offensivaktion hatten die Bochumer. Ex-Löwe Peniel Mlapa legte auf Nils Quaschner ab, der links im Strafraum Filip Stojkovic umkurvte, dann aber mit seinem Schuss an Kai Bülow scheiterte. Er blockte den Ball zur Ecke (5.).  Nach einem Außenrist-Schlenzer von Romuald Lacazette tauchte Stefan Aigner am Elfmeterpunkt alleine vor Manuel Riemann auf, doch der Löwen-Stürmer brachte die Kugel nicht unter Kontrolle, so dass der Torhüter die Situation bereinigen konnte. Vielleicht hätte er besser direkt abgeschlossen (10.). Auf der anderen Seite kam Johannes Wurtz aus 14 Metern zum Abschluss, nachdem Quaschner von der linken Seite an die Sechzehnerkante zurückgelegt hatte. Der Schuss kam aber zu zentral, Stefan Ortega im Löwen-Tor hatte damit keine Mühe (11.). In der 21. Minute musste Ortega erneut eingreifen. Timo Perthel war nach einem Pass in die Tiefe von Marco Stiepermann seinem Gegenspieler Filip Stojkovic im Rücken entwischt, lief von links in den Strafraum ein, doch seinen Schuss aus spitzem Winkel lenkte der 1860-Keeper mit einem Reflex über die Latte. Auf der anderen Seite passte Michael Liendl aus dem Zentrum nach links auf Ivica Olic raus, der nahm das Zuspiel aus 13 Metern direkt mit links, rutschte dabei aber weg, so dass Riemann den Schrägschuss parieren konnte (24.). Nach einer halben Stunde schickte Schiedsrichter Benedikt Kempkes VfL-Trainer Gertjan Verbeek, der nach einer strittigen Entscheidung den Ball wegschoss, hinter die Bande (31.). In der 38. Minute setzte sich Maximilian Wittek nach einem weiten Abschlage von Ortega auf der linken Seite durch, seine Hereingabe zurück an den Elfmeterpunkt nahm Liendl direkt, aber dem Schuss fehlte die Härte und Präzision, so dass Riemann abwehren konnte. Nach einer Linksflanke von Perthel kam Mlapa gegen Felix Uduokhai aus acht Metern zum Kopfball, Ortega fischte den gefährlichen Aufsetzer jedoch aus dem rechten Eck (42.). Drei Minuten später prüfte Rechtsverteidiger Gyamerah Ortega mit einem 18-Meter-Schuss, der aber zu zentral kam, um den Löwen-Keeper vor ernsthafte Probleme zu stellen (45.). So blieb es beim 0:0 zur Pause.

Für Liendl brachte Daniel Bierofka im zweiten Durchgang Florian Neuhaus. Kurz danach kam Perthel im Löwen-Strafraum zum Abschluss. Sein Linksschuss aus 14 Metern schräg aufs Tor hielt Ortega fest (47.). Ein Freistoß von Levent Aycicek fünf Meter vorm linken Strafraumeck landete in der Bochumer Mauer (49.). Vier Minuten später prüfte Wurtz mit einem Schuss aus 17 Metern Ortega (53.). Wenig später war der Löwen-Keeper auch bei einem Kopfball von Mlapa zur Stelle. Er wischte den Aufsetzer aus sechs Metern aus dem linken unteren Eck (54.). In der 55. Minute hob Russell Canouse die Kugel ans rechte Fünfmetereck auf Quaschner, der scheiterte aus kurzer Distanz am herausstürzenden Ortega. Auf der anderen Seite hatte Aigner die Riesenchance zur Führung Aycicek setzte sich im Strafraum links gegen zwei Bochumer durch, sein Querpass nahm der Löwen-Kapitän aus acht Metern direkt, schoss dabei aber den sich in den Schuss werfenden Perthel an (63.). Einen 24-Meter-Freistoß hob Aycicek deutlich übers linke Kreuzeck (70.). Im Anschluss an einen Eckball von links fiel die Führung für den VfL. Mlapa hatte den Kopfball verlängert,Canouse am langen Eck pflückte den Ball mit der Hand herunter, schloss dann sofort ab. Die Kugel senkte sich als Bogenlampe und mit Hilfe des linken Innenpfostens zum 1:0 ins Löwen-Tor senkte (77.). Ein irregulärer Treffer, den das Schiedsrichtergespann trotzdem gab! Nun versuchten es die Sechzger mit der Brechstange, doch richtig zwingend wurden sie in der Schlussphase nicht. So ging ein typisches 0:0-Spiel am Ende verloren.

STENOGRAMM: 16. Spieltag, 10.12.2016, 13 Uhr

VfL Bochum  – 1860 München 1:0 (0:0)

VfL: 1 Riemann – 18 Gyamerah, 8 Losilla, 29 Leitsch, 24 Perthel – 4 Canouse, 39 Stiepermann – 15 Merkel, 9 Wurtz, 36 Quaschner – 14 Mlapa.
Ersatz: 32 Dornebusch (Tor) – 6 Wydra, 7 Gündüz, 11 Novikovas, 16 Gül, 23 Weilandt, 27 Rieble.

1860: 24 Ortega – 22 Stojkovic, 2 Mauersberger, 17 Uduokhai, 3 Wittek – 4 Bülow – 38 Lacazette, 10 Liendl – 29 Aigner, 33 Aycicek  –  40 Olic.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) - 7 Claasen, 8 Matmour, 11 Adlung, 13 Mölders, 19 Neuhaus, 20 Rodnei.

Wechsel: Gündüz für Quaschner (71.), Gül für Leitsch (81.), Rieble für Merkel (89.). – Neuhaus für Liendl (46.), Claasen für Aigner (68.), Mölders für Olic (75.).

Tor: 1:0 Canouse (77.).
Gelbe Karten: Riemann, Wurtz – Neuhaus, Wittek, Bülow.
Zuschauer: 15.239 im VONOVIA Ruhrstadion.
Schiedsrichter: Benedikt Kempkes (Thür); Assistenten: Marcel Göpferich (Bad Schönborn), Patrick Kessel (Norheim); Vierter Offizieller: Oliver Lossius (Sondershausen).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1961.htm


15. Spieltag, 03.12.2016, 13 Uhr

1860 München – SG Dynamo Dresden 1:0 (0:0)

Löwen beenden schwarze Serie gegen Dresden beim 1:0-Sieg.

Levent Aycicek erzielte mit einer genialen Einzelaktion in der 89. Minute den Siegtreffer. 
Die Löwen haben ihre Schwarze Serie in der Allianz Arena gegen Dynamo Dresden beendet. Mit 1:0 besiegten sie die Sachsen. Den Siegtreffer erzielte Levent Aycicek vor 43.400 Zuschauer in der 89. Minute.

Personal: Löwen-Interimscoach Daniel Bierofka musste gegen Dresden auf die langzeitverletzten Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Sebastian Boenisch fehlte mit einem Muskelfaserriss, Daniel Adlung wegen Gelbsperre. Nicht im 18er-Kader standen Vitus Eicher, Fanol Perdedaj, Stefan Mugosa, Goran Sukalo, Marnon Busch, Rodnei, Nicholas Helmbrecht, Kilian Jakob, Moritz Heinrich und Felix Weber. Für Perdedaj spielte Filip Stojkovic als Rechtsverteidiger, für Adlung rückte Michael Liendl in die Anfangsformation und für Sascha Mölders Levent Aycicek.

Spielverlauf: Levent Aycicek setzte mit einem 30-Meter-Freistoß das erste Ausrufezeichen. Nur knapp strich sein Schuss über den Querbalken (2.). Nach einer Rechtsflanke von Stefan Aigner konnte Jannik Müller am ersten Pfosten gerade noch vor dem einschussbereiten Ivica Olic klären (9.). Erstmals kamen die Dresdner in der 12. Minute gefährlich vors Löwen-Tor. Nach einer Balleroberung von Niklas Kreuzer spielte dieser Doppelpass mit Akaki Gogia, doch 1860-Keeper warf sich Kreuzer am Torraum entgegen, begrub die Kugel unter sich (12.). Im Gegenzug kam Olic halblinks im Strafraum zum Abschluss. Sein Schuss aus spitzem Winkel ging am langen Eck vorbei (13.). Im Anschluss an ein Dribbling an zwei Dresdenern vorbei schloss Aycicek an der Strafraumkante die Szene ab, sein Schuss wurde jedoch geblockt (24.). Die Löwen hatten in der Folge einige schöne Spielzüge, kamen aber nicht entscheidend zum Abschluss, weil sich entweder ein Dresdener dazwischen warf oder der letzte Pass nicht den Adressaten fand. In der 36. Minute landete eine Direktabnahme von Aias Aosman aus 15 Meter, die einem Zufallsprodukt entsprang, etwa einen Metern neben derm linken Pfosten des Löwen-Tores. Einen Konter über Gogia schloss Stefan Kutschke halblinks aus 14 Metern ab, der Schuss ging knapp übers linke Kreuzeck (39.). Kurz vor pausenpfiff verpassten Jannik Müller und Aosman eine scharfe Hereingabe von Kutschke im Fünfmeterraum (45.). So blieb es nach einer temporeichen, aber chancenarmen 1. Halbzeit beim 0:0.

Auch nach Wiederanpfiff hatten die Sechzger die erste Chance. Eine flache Hereingabe von links durch Olic verpasste Aigner am zweiten Pfosten nur knapp (46.). Ein 18-Meter-Flachschuss von Romuald Lacazette ging rund einen Meter links am langen Eck vorbei (53.). Einen Konter nach einem Ballverlust von Aigner schloss Kutschke nach Zuspiel von Gogia halbrechts ab, sein Drehschuss vor Ortega aus elf Metern strich über den Querbalken (61.). Eine Rückgabe konnte Dresdens-Keeper Marvin Schwäbe in der 65. Minute gerade noch vor dem eingewechselten Sascha Mölders klären. Wenig später ging ein Freistoß von Ayciecek aus dem linken Halbfeld an Freund und Feind vorbei, Schwäbe konnte mit einem Reflex gerade noch die Kugel um den rechten Pfosten lenken (66.). In der 71. Minute kam Mölders nach einem Pass in die Tiefe von Filip Stojkovic am Fünfmeterraum einen  Schritt zu spät. Auf der anderen Seite scheiterte Kutschke mit einem 13-Meter-Schuss aus halbrechter Position an Ortega (78.). In der 84. Minute tauchte plötzlich der eingewechselte Pascal Testroet frei vor Ortega auf, scheiterte aber mit seinem Schuss aus 14 Metern am glänzend regierenden Löwen-Keeper. Ein Schuss des eingewechselten Daylon Claasen von der linken Strafraumkante ging links am Tor vorbei (87.). Im Gegenzug scheiterte Testroet  erneut, zeilte am langen Eck vorbei (87.). Nach einer hereingabe von links rutschte Aosman in den ball, setzte ihn aber aus acht Metern weit übers Tor (89.). Die Entscheidung fiel vollkommen überraschend auf der anderen Seite, als Aycicek von Lacazette angespielt, halblinks noch einen Dresdener austanzte, dann von der Strafraumgrenze abzog und zum 1:0 halbhoch ins kurze Eck traf (89.). Damit gewannen die Löwen erstmals in der Allianz Arena gegen Dynamo Dresden, beendeten die Schwarze Serie.

STENOGRAMM: 15. Spieltag, 03.12.2016, 13 Uhr

1860 München – SG Dynamo Dresden 1:0 (0:0)

1860: 24 Ortega – 22 Stojkovic, 2 Mauersberger, 17 Uduokhai, 3 Wittek - 4 Bülow, 38 Lacazette - 29 Aigner, 10 Liendl, 33 Aycicek - 40 Olic.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) - 7 Claasen, 8 Matmour, 13 Mölders, 18 Karger, 19 Neuhaus, 30 Degenek.

Dynamo: 25 Schwäbe – 7 Kreuzer, 18 J. Müller, 23 Ballas, 20 F. Müller – 6 Hartmann – 2 Gogia, 11 Aosman, 17 Lambertz, 40 Berko – 30 Kutschke.
Ersatz: 24 Wiegers (Tor) – 3 Wachs, 5 Konrad, 8 Teixeira, 33 Hilßner, 37 Testroet, 39 Awassi.

Wechsel: Mölders für Olic (63.), Claasen für Aigner (68.), Matmour für Liendl (80.). - Testroet für Lambertz (59.), Hilßner für Berko (79.).

Tor: 1:0 Aycicek (89.).
Gelbe Karten: Mauersberger, Wittek, Liendl, Bülow, Mölders – Aosman.
Zuschauer: 43.400 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Sören Storks (Velen); Assistenten: Bastian Börner (Dortmund), Markus Wollenweber (Mönchengladbach); Vierter Offizieller: Asmir Osmanagic (Stuttgart).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1960.htm


14. Spieltag, 27.11.2016, 13.30 Uhr

Eintracht Braunschweig – 1860 München 2:1 (1:0)


Bierofka-Einstand endet mit 1:2-Niederlage in Braunschweig.

Löwen-Kapitän Stefan Aigner hatte nicht nur hier gegen Saulo Decarli einen schweren Stand. 
Am Ende wurde es nochmals eng für Eintracht Braunschweig, das weitgehend die Partie gegen den TSV 1860 München dominiert hatte und nach Treffern von Christoffer Nyman (16.) und Domi Kumbela (65.) mit 2:0 führte. Nach dem Anschlusstor von Ivica Olic keimte bei den Weiß-Blauen nochmals Hoffnung auf (72.). Doch der Tabellenführer aus Niedersachsen brachte das 2:1 über die Zeit.

Personal: Löwen-Interimscoach Daniel Bierofka musste in Braunschweig auf die langzeitverletzten Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Karim Matmour fehlte wegen Gelbsperre, Daylon Classen und Sebastian Boenisch aufgrund muskulärer Probleme. Nicht im 18er-Kader standen Vitus Eicher, Stefan Mugosa, Goran Sukalo,  Rodnei sowie Marnon Busch und Nicholas Helmbrecht, die beide freitags zuvor beim 2:1-Sieg der U21 gegen Garching Spielpraxis sammelten. Insgesamt fünf Änderungen in der Startelf nahm bzw. musste Bierofka vornehmen: Für Torhüter Jan Zimmermann, Milos Degenek, Boenisch, Matmour und Levent Aycicek spielten Stefan Ortega, Jan Mauersberger, Maximilian Wittek, Kai Bülow und Sascha Mölders.

STIMMEN Bierofka: „Auf die letzte halbe Stunde kann man aufbauen!“

Spielbericht: Erste Schrecksekunde für die Löwen in der 2. Minute. Stefan Aginer schien am eigenen Torraum gegen Onel Hernandez bereits geklärt, aber der Braunschweiger setzte nach, kam erneut an den Ball, doch Felix Uduokhai hatte aufgepasst, bereinigte die Situation. Glück hatten die Sechzger vier Minuten später. Ken Reichel kam auf der linken Strafraumseite zum Flanken, Stefan Ortega warf sich in die Hereingabe, wehrte genau vor die Füße von Domi Kumbela ab. Dessen Schuss aus sieben Metern lenkte der bereits am Boden liegende 1860-Keeper über die Querlatte (6.). Nach einem Pass in die Tiefe grätschte Ortega gegen Kumbela gerade noch die Kugel an der Strafraumgrenze weg. Der Ball kam zu Christoffer Nyman, der aus 15 Metern rechts am verwaisten Tor vorbeischob (8.). Kurz danach verlor Uduokhai gegen Kumbela den Ball im Spielaufbau, der Stürmer passte ihn sofort in die Mitte. Dort war Ortega im Herauslaufen einen Tick schneller als der anstürmende Nyman, warf sich auf das Spielgerät (10.). Eine misslungene Abwehraktion von Fanol Perdedaj führte zur Eintracht-Führung. Nach einer abgefälschten Flanke kam der 1860-Verteidiger zwar im Luftkampf gegen Kumbela an die Kugel, köpfte sie aber genau auf Nyman. Der nahm den Ball halbrechts aus neun Metern direkt aus der Luft, traf zur hochverdienten Führung der Niedersachsen ins kurze Eck (16.). In der 20. Minute der erste Löwen-Schuss aufs Braunschweiger Tor durch Romuald Lacazette, der aber Jasmin Fejzic vor keinerlei Probleme stellte. Danach waren die Sechzger aber präsenter. Nachdem sich Ivica Olic am linken Flügel an Saulo Decarli vorbeigewühlt hatte, passte er von der Grundlinie zurück in die Mitte, aber die Braunschweiger Defensive bereinigte die Situation auf Kosten einer Ecke (26.). Zwei Minuten später konnte der Schweizer Decarli gerade noch nach einem Ballgewinn von Stefan Aigner gegen Marcel Correia mit dem langen Bein an der Strafraumgrenze schlimmeres verhindern (28.). Einen 16-Meter-Schuss von Nik Omladic klärte Jan Mauersberger im Torraum per Kopf (33.). In der 34. Minute sah Daniel Adlung seine fünfte Gelbe Karte. Er wird im Heimspiel gegen Dresden fehlen. Die letzte Chance in der 1. Halbzeit hatten die Sechzger. Nach einem Eckball von links durch Maximilian Wittek verlängerte Sascha Mölders am ersten Pfosten die Hereingabe per Flugkopfball, doch Correia schlug den Ball aus der Gefahrenzone (38.). Somit blieb es zur Pause beim knappen 0:1-Rückstand aus 1860-Sicht.

Daniel Bierofka reagierte, brachte mit Michael Liendl und Levent Aycicek für Adlung und Mölders zwei frische Offensivkräfte zur 2. Halbzeit. Und Liendl passte gleich mit dem Außenrisst von halblinks ans rechte Torraumeck, Aigner nahm die Flanke direkt aus der Luft, sein Schuss aus spitzem Winkel wehrte BTSV-Keeper Fejzic jedoch ab (52.). Ortega kam am Elfmeterpunkt in der 54. Minute nach einer Kontersituation und Flanke von Reichel gerade noch mit einer Hand vor Nyman an die Kugel. Halblinks ließ der Schwede Nyman im Laufduell Uduokhai stehen, setzt seinen 14-Meter-Schuss aber übers Tor (64.). Eine Minute später war es dann passiert. Erst konnte Uduokhai nach einem weiten Ball den Schuss von Kumbela am Torraum noch blocken. Die Kugel kam zu Nyman, der im Zentrum nicht einfach abzog, sondern mit viel Übersicht nach links auf Kumbela passte, der aus sechs Metern an Uduokahi und Mauersberger vorbei zum 2:0 einschob (65.). Aus heiterem Himmel fiel der Anschluss. Aycicek zog per Drehschuss halblinks aus acht Metern mit rechts ab, Fejzic klatschte den Schuss nach vorne ab, Olic war zur Stelle, stocherte die Kugel zum 1:2 ins Brauschweiger Tor (72.). Es war der dritte Treffer im dritten Spiel hintereinander für den Kroaten. Einen Schuss des eingewechselten Nico Karger von der Strafraumkante lenkte Fejzic um den linken Pfosten (75.). Drei Minuten später wehrte der Braunschweiger Keeper einen gefährlichen Aufsetzer von Aycicek aus 22 Metern zur Seite ab (78.). Nach dieser Druckphase hatten sich die Gastgeber wieder besser sortiert, hielten die Sechziger geschickt von ihrem Tor weg. Nach einem Fehler von Uduokhai tauchte der eingewechselte Julius Biada frei vor Ortega auf, der Löwen-Keeper wehrte per Fußabwehr zur Ecke ab (89.). Beinahe hätte Lacazette in der 2. Minute der Nachspielzeit nach einer Kopfballverlängerung von Mauersberger das 2:2 erzielt. Sein Heber aus 20 Metern ging knapp übers rechte Kreuzeck. Damit war die Niederlage der Sechzger besiegelt und auch die erste von Bierofka als Interimscoach.

STENOGRAMM: 14. Spieltag, 27.11.2016, 13.30 Uhr

Eintracht Braunschweig – 1860 München 2:1 (1:0)

BTSV: 16 Fejzic – 24 Sauer, 25 Correia, 3 Decarli, 19 Reichel – 6 Moll, 10 Boland, – 12 Omladic, 23 Hernandez – 15 Nyman, 7 Kumbela.
Ersatz: 1 Engelhardt (Tor) - 5 Valsvik, 9 Biada, 17 Ofosu-Ayeh, 21 Schönfeld, 22 Khelifi, 30 Zuck.

1860:  24 Ortega - 5 Perdedaj, 2 Mauersberger, 17 Uduokhai, 3 Wittek - 4 Bülow - 38 Lacazette, 11 Adlung - 29 Aigner, 40 Olic - 13 Mölders.
Ersatz: 21 Zimmermann (Tor) - 10 Liendl, 18 Karger, 19 Neuhaus, 22 Stojkovic, 30 Degenek, 33 Aycicek.

Wechsel: Biada für Nyman (71.), Schönfeld für Boland (80.), Ofosu-Ayeh für Omladic (90.) - Liendl für Adlung (46.), Aycicek für Mölders (46.), Karger für Aigner (67.).

Tore: 1:0 Nyman (16.), 2:0 Kumbela (65.), 2:1 Olic (72.).
Gelbe Karten: Decarli - Lacazette, Aigner, Adlung, Mauersberger.
Zuschauer: 20.850 im Eintracht-Stadion.
Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler); Assistenten:  Benjamin Bläser (Niederzier), Katrin Rafalski (Bad Zwesten); Vierter Offizieller: Henry Müller (Cottbus).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1959.htm


13. Spieltag, 21.11.2016, 20.15 Uhr

1860 München – 1. FC Kaiserslautern 1:1 (1:1)

Löwen verspielen Führung beim 1:1 gegen Kaiserslautern.

Optimaler Auftakt: Ivica Olic brachte die Löwen in der 9. Minute in Führung. 
Die Löwen können einfach nicht in der Allianz Arena gegen den 1. FC Kaiserslautern gewinnen. Dabei erwischten sie einen optimalen Start. Ivica Olic erzielte in der 9. Minute die Führung, vergab wenig später das 2:0 (15.). Kurz vor der Pause glich Zoltan Stieber zum 1:1 aus. Trotz größter Anstrengungen der Sechzger nach der Pause - ein Tor wurde wegen angeblicher Abseitsposition nicht gegeben (48.) - reichte es nicht zum Siegtreffer.

Personal: Löwen-Trainer Costa Runjaic musste gegen Kaiserslautern auf die langzeitverletzten Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Nicht im 18er-Kader standen Kai Bülow, Daylon Claasen, Stefan Mugosa, Michael Liendl, Goran Sukalo, Marnon Busch, Rodnei, Kilian Jakob, Felix Weber sowie Vitus Eicher und Nicholas Helmbrecht, die beide am Wochenende für die U21 in Rosenheim aufgelaufen waren (0:2). Erstmals wieder im Team und gleich in der Startelf nach zehn Wochen Verletzungspause: Kapitän Stefan Aigner. Er absolvierte sein 100. Zweitliga-Spiel für die Löwen. Ansonsten mischte 1860-Coach Runjaic kräftig durch, brachte neben Aigner Heimdebütant Sebastian Boenisch, Fanol Perdedaj und Milos Degenek neu in die Startelf.

Spielbericht: Erstmals wurde es in der 5. Minute fürs Löwen-Tor gefährlich, als Osayamen Osawe mit viel Tempo an der linken Strafraumseite an Milos Degenek vorbeizog, der Australier nachsetzte und den FCK-Stürmer im letzten Moment stellen konnte. Den Schuss blockte Degenek zur Ecke. Der erste gelungene Löwen-Angriff führte gleich zur Führung. Lukas Görtler versuchte Jan Zimmermann nach einem Rückpass den 1860-Keeper unter Druck zu setzen. Zimmermann schlug den Ball weit auf die linke Seite, Phillip Mwene verschätzte sich, dadurch hatte Levent Aycicek freie Bahn, sein Querpass in die Mitte nahm Ivica Olic unbedrängt an, traf vom Elfmeterpunkt am herausstürzenden Julian Pollersbeck vorbei zum 1:0 (9.). Nach einer kurz ausgeführten FCK-Ecke auf der linken Seite flankte Zoltan Stieber an den ersten Pfosten, Marcel Gaus verlängerte die Kugel per Kopf, zielte aber über die Querlatte (12.). Nach einem fatalen Rückpass von FCK-Verteidiger Naser Aliji lief Olic alleine auf Pollersbeck zu, doch diesmal parierte der Torhüter den 15-Meter-Schuss (15.). Der schnelle Osawe konnte sich in der 20. Minute gegen Degenek im Strafraum durchsetzen. In seine flache Hereingabe lief am ersten Pfosten Görtler, setzte die Kugel aber aus kurzer Distanz neben den linken Pfosten. Heikel die Szene fünf Minuten später, als Zimmermann außerhalb des Strafraums gegen Görtler den Ball verpasste, Felix Uduokhai jedoch die Kugel ins Seiten-Aus klären konnte (25.).  Zimmermann zeigte sich auch in der 36. Minute wenig souverän. Nach einem Rückpass von Uduokhai zögerte er gegen den nachsetzenden Stieber zu lange mit dem Abschlag. So musste er gegen den Ungarn kurz vorm Fünfmeterraum ins Eins-gegen-Eins, bereinigte die Situation aber elegant. Vor der Pause fiel dann doch noch der Ausgleich. Christoph Moritz hatte den Ball aus der eigenen Hälfte nach vorne geschlagen, Degenek und Uduokhai ließen Stieber zwischen sich entweichen, der Ungar lupfte die Kugel an der Strafraumkante über den herausstürzenden Zimmermann hinweg zum 1:1 in die Maschen (44.). Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Kabinen.

Löwen-Jubel in der 48. Minute, als Olic eine Kopfballverlängerung von Stefan Aigner einköpfte. Aber der Abwehrspieler stand bei der Freistoßflanke von Aycicek im Abseits - zumindest nach Einschätzung von Assistent Marcel Unger. Knifflige Entscheidung! Ein artistischer Seitfallzieher von Matmour aus 21 Metern wurde sichere Beute von Pollersbeck (50.). Vier Minuten später passte Aigner auf der rechten Seite auf Matmour, der ging bis zur Grundlinie, seine Hereingabe auf Olic am ersten Pfosten klärte Pollersbeck mit dem Fuß. Auf der anderen Seite rettete Sebastian Boenisch in der 60. Minute in höchster Not gegen Moritz, als er dessen Schuss am Elfmeterpunkt mit einer Grätsche blockte. Eine Freistoßflanke aus dem zentralen Halbfeld verpasste Görtler nur knapp am rechten Torraumeck (68.). In der 73.Minute war der Arbeitstag für Stefan Aigner zu Ende. Dem Kapitän war seine zehnwöchige Verletzungspause anzumerken. Für ihn kam Sascha Mölders, der sich gleich im Zentrum einordnete. Einen direkten 24-Meter-Freistoß von Aycicek fischte Pollersbeck aus dem linken Eck (82.). In der 86. Minute hatten die Roten Teufel nochmals eine Chance. Görtler hob die Kugel hoch in den Strafraum, Osawe nahm ihn am rechten Torraumeck mit der Brust, zielte aber aus kurzer Distanz übers Tor. Ein Distanzschuss von Romuald Lacazette in der Nachspielzeit strich knapp über die Querlatte. Im Gegenzug scheiterte Osawa nach einem Freistoß aus dem zentralen Halbfeld aus kurzer Distanz an Zimmermann. So blieb es beim Remis.

STENOGRAMM: 13. Spieltag, 21.11.2016, 20.15 Uhr

1860 München – 1. FC Kaiserslautern 1:1 (1:1)

1860: 21 Zimmermann – 5 Perdedaj, 30 Degenek, 17 Uduokhai, 6 Boenisch – 38 Lacazette 11 Adlung – 29 Aigner, 8 Matmour, 33 Aycicek – 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 22 Stojkovic, 2 Mauersberger, 3 Wittek, 13 Mölders, 18 Karger, 19 Neuhaus.

FCK: 22 Pollersbeck – 21 Mwene, 25 Koch, 5 Ewerton, 34 Aliji – 4 Ziegler – 18 Moritz, 19 Gaus – 10 Stieber – 9 Görtler, 35 Osawe. 
Ersatz: 1 Weis (Tor) – 3 Heubach, 6 Ring, 11 Zoua, 17 Dittgen, 28 Halfar, 31 Glatzel.

Wechsel: Mölders für Aigner (73.), Karger für Olic (83.), Neuhaus für Olic (88.) – Halfar für Aliji (75.), Zoua für Görtler (87.), Ring für Stieber (90.).

Tore: 1:0 Olic (9.), 1:1 Stieber (44.).
Gelbe Karten: Matmour - .
Zuschauer: 17.600 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Bibiana Steinhaus (Langenhagen); Assistent: Patrick Schult (Hamburg), Marcel Unger (Halle/Saale); Vierter Offizieller: Dominik Schaal (Tübingen).

Bildergalerie: http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1956.htm


12. Spieltag, 06.11.2016, 13.30 Uhr

SV Sandhausen - 1860 München 3:2 (1:2)
 

Löwen verlieren nach Führung 2:3 in Sandhausen.

Da war die Löwen-Welt noch in Ordnung: Innenverteidiger Felix Uduokhai erzielte mit seinem ersten Profitor die zwischenzeitliche 2:1-Führung. 
Es begann und endete enttäuschend für die Löwen beim SV Sandhausen. Bereits nach 14 Sekunden gelang Julian Derstroff die Führung für die Gastgeber (1.). Ivica Olic (12.) und Felix Uduokhai (43.) drehten jeweils mit ihrer Torpremiere die Partie bis zur Pause. In einem schwachen zweiten Durchgang der Sechzger trafen Daniel Gordon (64.) und Andrew Wooten (73.) zum 3:2-Sieg für die Kurpfälzer.

Personal:  Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic musste beim SV Sandhausen auf Jan Mauersberger (Gelbsperre), Lucas Ribamar, Krisztian Simon, Goran Sukalo, Stefan Aigner (alle Aufbautraining) und Victor Andrade (Kreuzbandriss) verzichten. Marnon Busch, Nico Karger, Nicholas Helmbrecht spielten in der U21, Kilian Jakob in der U19.  Nicht im 18er-Kader standen Vitus Eicher, Kai Bülow und Daylon Claasen. Nach verbüßter Gelbsperre rückte  Maximilian Wittek wieder für Jakob auf die Linksverteidigerposition, Rodnei ersetzte in der Innenverteidigung Mauersberger und für Fanol Perdedaj kam Florian Neuhaus in die Startelf. Erstmals in einem Pflichtspiel stand Sebastian Boenisch im Kader. Die Kapitänbinde trug Sascha Mölders.

STIMMEN Kosta Runjaic: „Wir waren nach der Pause viel zu passiv.“

Spielverlauf: Bereits nach 14 Sekunden zappelte der Ball im Löwen-Tor. Romuald Lacazette hatte an der Mittellinie die Kugel verloren, Andrew Wooten spielte Doppelpass mit Julian Derstroff, der über links alleine auf Jan Zimmermann zustürmte und über den am Torraum stehenden Löwen-Schlussmann aus 15 Metern zum 1:0 traf (1.). Doch die Sechzger zeigten sich nicht geschockt, übernahmen die Initiative. In der 11. Minute grätschte Tim Kister seinen Gegenspieler Sascha Mölders drei Meter vor der Strafraumgrenze um. Den fälligen Freistoß aus halblinker Position führte Levent Aycicek aus, doch die Mauer blockte den Schuss zur Ecke. Im Anschluss an den Standard kamen die Sechzger durch Michael Liendl auf der rechten Seite wieder an den Ball. Marco Knaller faustete die Flanke des Österreichers weg, Romuald Lacazette nahm ihn aus 18 Metern direkt. Sein verunglückter Schuss wurde zum genialen Zuspiel für Ivica Olic, der halblinks am Torraum zum Abschluss kam und zum 1:1 ins lange Eck traf (12.). Es war der erste Treffer des Kroaten im 1860-Trikot. In der 28. Minute versuchte es Florian Neuhaus mit einem Rechtsschuss vom linken Strafraumeck, abgefälscht landete der Ball am Außennetz (28.). Den anschließenden Eckball von Michael Liendl nahm Olic mit der Brust an, zog sofort ab, sein Schuss aus acht Metern ging aber rechts am Tor vorbei (29.). Die Löwen waren immer gefährlich nach Standards. Einen abgewehrten Eckball nahm Filip Stojkovic aus 19 Metern direkt, sein gefährlicher Schuss wurde aber erneut zur ins Tor-Aus geblockt (35.). Das 2:1 für die Löwen fiel ebenfalls nach einer Ecke. Liendl hatte von rechts  mit links scharf nach innen geflankt, Sascha Mölders verlängerte die Hereingabe mit dem Kopf, Felix Uduokhai am zweiten Pfosten bugsierte aus kurzer Distanz den Ball über die Linie (43.). Auch für den 19-Jährigen war es die Tor-Premiere bei den Profis. Die Führung nahmen die Sechzger verdient mit in die Pause.

Die erste Großchance nach der Pause hatten die Gastgeber. Einen Freistoß von der rechten Strafraumseite spielte Thomas Pledl quer, Wooten kam zentral vollkommen frei aus 14 Metern zum Schuss, hatte aber zu viel Rücklage und setzte die Kugel weit übers Löwen-Tor (56.). Nach einem Eckball von Pledl fiel der Ausgleich. Den Seitfallzieher von Lucas Höler aus elf Metern konnte Maximilian Wittek auf der Linie noch abwehren, doch der Ball landete genau vor den Füßen von Daniel Gordon, der aus fünf Metern zum 2:2 einschoss (64.). Damit wurden die Löwen für ihre Passivität zu Beginn des zweiten Durchgangs bestraft. Die Kurpfälzer hatten in der 68. Minute die nächste Großchance durch einen Freistoß halbrechts 17 Meter zum Tor. Doch Kister rutschte bei der Ausführung weg, so dass der Schuss geblockt werden konnte. Auf der anderen Seite lenkte SVS-Keeper Knaller einen Zwölf-Meter-Hammer von Neuhaus um den linken Pfosten (69.). Völlig überraschend und unnötig fiel das 3:2 für Sandhausen. Dabei machte die 1860-Hintermannschaft einmal mehr keine gute Figur. Eine Flanke von José Pierre Vunguidica aus dem linken Halbfeld verlängerte Uduokhai mit dem Kopf Richtung eigenes Tor, Höler am Fünfmeterraum konnte die Bogenlampe gegen Zimmermann verteidigen, Wittek stocherte den Ball dann beim Klärungsversuch genau vor die Füße von Wooten, der völlig freistehend aus zehn Metern zur erneuten Führung der Gastgeber einschob (73.). Der SVS machte weiter Druck. In der 82. Minute traf Wooten aus acht Metern nur das Außennetz. In der 83. Minute gab Sebastian Boenisch sein Punktspieldebüt im Löwen-Trikot. Zwei Minuten später versuchte es Lacazette mit einem Distanzschuss. Der Ball kam aber zu zentral, bereitete deshalb Knaller keine großen Probleme. Ebenso der Zwölf-Meter-Schuss von Olic in der 88. Minute. In der Nachspielzeit ging Zimmermann bei einer Ecke mit nach vorne. Sandhausen konterte, aber Stefan Kulovits schoss nach einem 50-Meter-Sprint die Kugel am 1860-Tor vorbei. So blieb es beim 2:3 aus Löwensicht nach einer enttäuschenden Leistung in der 2. Halbzeit.

STENOGRAMM: 12. Spieltag, 06.11.2016, 13.30 Uhr

SV Sandhausen - 1860 München 3:2 (1:2)

SVS: 1 Knaller – 24 Klingmann, 5 Gordon, 14 Kister, 19 Paqarada – 6 Linsmayer, 31 Kulovits – 30 Pledl, 37 Derstroff – 8 Wooten, 9 Höler.
Ersatz: 33 Wulle (Tor) – 4 Roßbach, 10 Sukuta-Pasu, 20 Vunguidica, 23 Karl, 34 Knipping, 35 Lukasik.

1860: 21 Zimmermann – 22 Stojkovic, 17 Uduokhai, 20 Rodnei, 3 Wittek – 33 Aycicek 38 Lacazette, 10 Liendl, 19 Neuhaus – 13 Mölders, 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 5 Perdedaj, 6 Boenisch, 8 Matmour, 9 Mugosa, 11 Adlung, 30 Degenek.

Wechsel: Vunguidica für Derstroff (61.), Sukuta-Pasu für Höler (84.), Karl für Wooten (90.)  - Matmour für Neuhaus (70.), Mugosa für Aycicek (77.), Boenisch für Wittek (83.).

Tore: 1:0 Derstroff (1.), 1:1 Olic (12.), 1:2 Uduokhai (43.), 2:2 Gordon (64.), 3:2 Wooten (73.).
Gelbe Karten: Kister, Paqarada, Vunguidica - Olic, Mölders, Rodnei.
Zuschauer: 5.435 im Hardtwaldstadion.
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz); Assistenten: Holger Henschel (Braunschweig), Viatcheslav Paltchikov (Groß Grönau); Vierter Offizieller: Justus Zorn (Freiburg).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1949.htm


10. Spieltag, 21.10.2016, 18.30 Uhr

VfB Stuttgart - 1860 München 2:1 (2:1)


Löwen zeigen Moral beim unglücklichen 1:2 in Stuttgart.

Victor Andrade war von der VfB-Abwehr nur durch Fouls zu bremsen. 
Am Ende verhinderte der Linienrichter einen Punktgewinn der Löwen, als er beim Treffer von Nico Karger in der Nachspielzeit eine nicht vorhandene Abseitsposition ahndete. So gewann der VfB Stuttgart mit 2:1. Berkay Özcan hatte die Schwaben in Führung gebracht (6.). Nach dem 2:0 durch Simon Terrode (18.) schaffte Levent Aycicek per Freistoß nur noch den Anschlusstreffer (36.).

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen Trainingsrückstandes musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic im Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart auf Neuzugang Sebastian Boenisch (Muskelprobleme), Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining), Goran Sukalo (Muskelbündelriss), Felix Uduokhai (Trainingsrückstand), Filip Stojkovic (Zerrung im Oberschenkel), Stefan Aigner (Innenbandteilruptur am rechten Knie), Milos Degenek (Abriss des Innenmeniskus am Innenband) und Ivica Olic (Sperre nach Sportgerichtsurteil) verzichten. Vitus Eicher, Kai Bülow, Karim Matmour, Michael Liendl und Marnon Busch standen nicht im 18er-Kader, dagegen saßen A-Junior Kilian Jakob und U21-Kapitän Felix Weber bei den Profis auf der Bank. Romuald Lacazette spielte erstmals in dieser Saison nach seinem Mittelfußbruch, Florian Neuhaus feierte sein Debüt im Zweitliga-Team und durfte gleich von Beginn an ran. Gleich sechs (!) Veränderungen im Vergleich zur 1:3-Niederlgae nahm Coach Kosta in der Startelf vor.

Spielbericht: Victor Andrade ließ gleich zu Beginn auf der linken Seite seinen Gegenspieler Kevin Großkreutz stehen, in der Mitte lief Sascha Mölders ein, traf den Ball aber aus zehn Metern nicht richtig und setzte ihn deutlich übers Tor (3.). Den Treffer erzielten auf der Gegenseite die Stuttgarter mit der ersten Chance. Daylon Claasen brachte an der Strafraumgrenze den Ball nicht weg, Carlos Mané kam an die Kugel, passte auf Berkay Özcan, der ließ noch mit einer Körpertäuschung den grätschenden Rodnei aussteigen, erzielte dann aus sieben Metern das 1:0 (6.). Drei Minuten später traf Takuma Asano aus halblinker Position mit seinem 14-Meter-Schuss nur das Außennetz (9.). Nach einer Hereingabe von links durch Asano warf sich Rodnei in den Sieben-Meter-Schuss von Simon Terrodde, wehrte ihn mit dem Körper gerade noch zur Ecke ab (10.). Einen 32-Meter-Flatterfreistoß von Maximilian Wittek aus dem Zentrum faustete VfB-Keeper Mitchell Langerak sicherheitshalber über den Querbalken (12.). Das 2:0 für die Stuttgarter fiel nach einem Eckball von rechts durch Özcan, Gentner köpfte die Kugel am ersten Pfosten aufs lange Eck, Jan Zimmermann sie noch abwehren, Carlos Mané schaltet am schnellsten, stocherte den Ball zurück, Terrode bugsierte ihn aus kurzer Distanz ins Netz (18.). Ein 18-Meter-Schuss aus halblinker Position mit rechts von Andrade konnte Langerak in der 22. Minute unter sich begraben. Den Anschluss für die Löwen stellte Levent Aycicek mit einem 25-Meter-Freistoß her. Der 22-Jährige zirkelte aus leicht nach links versetzter Position die Kugel über die Mauer, traf zum 1:2 ins kurze Eck (36.). Ein Distanzschuss von Gentner fälschte Rodnei ab, erwischte Zimmermann, der schon in die andere Ecke unterwegs war, auf dem falschen Fuß. Zum Glück landete der Ball neben dem rechten Pfosten (41.). Nach einem weiten Einwurf von Maximilian Wittek setzte Mölders am Torraum zu einem Drehschuss an, brachte aber keinen Druck auf den Ball (44.). So blieb es beim 1:2 zur Pause. Nach dem frühen Rückstand kamen die Sechzger gegen Ende der 1. Halbzeit besser ins Spiel. Besonders der agile Andrade stellte die Abwehr der Schwaben vor einige Probleme.

In der 48. Minute ließ Andrade einmal mehr Großkreutz auf der linken Seite stehen, Toni Sunjic grätschte ihn um und sah bereits die fünfte Gelbe Karte für den VfB. Für den ehemaligen deutschen Nationalspieler war kurz danach Schluss, zu deutlich zeigte ihm der Löwen-Brasilianer seine Grenzen auf. Aber auch der eingewechselte Florian Klein hatte in der 53. Minute gleich das Nachsehen gegen den Löwen-Stürmer, dessen Pass in die Mitte auf Mölders war aber nicht präzise genug. Drei Minuten später sah Wittek seine 5. Gelbe Karte, wird damit im Heimspiel gegen Erzgebirge Aue fehlen. Kurz danach hatte VfB-Kapitän Gentner Glück, dass der ansonsten nicht mit Karten geizende Schiedsrichter Arne Aarnik nach einem gelbwürdigen Foul an Andrade nicht die Ampelkarte zückte. Nach einem Freistoß von Öczan verlängerte Gentner den Ball auf Asano, der aber bei seinem Drehschuss aus zwölf Metern zu viel Rücklage hatte, die Kugel übers 1860-Tor setzte (59.). Eine Eckballflanke von links durch Özcan setzte Gentner ans Außennetz. Im Gegenzug flankte Andrade von rechts flach in die Mitte, der mitgelaufene Florian Neuhaus kam aber nicht an die Hereingabe (66.). Nach Zuspiel von Özcan kam am rechten Strafraumeck Terrode zum Schuss, setzte die Kugel aber am langen Eck vorbei (70.). In der 72. Minute hatten die VfB-Fans den Torjubel bereits auf den Lippen. Einen missglückten Rückpass von Jan Mauersberger auf Zimmermann erlief sich Terrode, passte in die Mitte, wo Carlos Mané das Kunststück fertigbrachte, den Ball aus einem Meter nicht über die Torlinie zu bringen. Sein Schuss parallel zur Torlinie nahm Zimmermann auf (72.). Zwei Minuten später der nächste Aussetzer. Aycicek verlor gegen zwei Stuttgarter den Ball, Gentners Hereingabe köpfte Carlos Mané völlig freistehend aus acht Metern am linken Eck vorbei (74.). Und wieder Carlos Mané in der 78. Minute. Eine Freistoßflanke köpfte der 22-Jährige vollkommen freistehend am langen Eck vorbei (78.). Einen Schuss von Matthias Zimmermann aus 17 Metern parierte dessen Namenskollege im 1860-Tor mit Bravour (79.). In der Schlussphase brachte Kosta Runjaic für den gelb-rot-gefährdeten Wittek mit Stefan Mugosa einen weiteren Stürmer. Wenig Mühe hatte Langerak bei einem Schuss von Nico Karger vom linken Strafraumeck (88.). Die Löwen waren bis zum Ende bemüht. In der Nachspielzeit wurde ihnen zu allem Überfluss ein klares Tor nicht anerkannt, weil Linienrichter Johann Pfeifer fälschlicherweise Mugosa im Abseits sah, bevor Karger die Kugel per Kopf im VfB-Tor versenkte. Damit war die Niederlage endgültig besiegelt.

STENOGRAMM: 10. Spieltag, 21.10.2016, 18.30 Uhr

VfB Stuttgart - 1860 München 2:1 (2:1)

VfB: 1 Langerak – 19 Großkreutz, 5 Baumgartl, 4 Sunjic, 2 Insua – 25 Zimmermann – 15 Carlos Mané, 20 Gentner, 31 Özcan,  11 Asano – 9 Terrode.
Ersatz: 32 Uphoff (Tor) – 6 Zimmer, 10 Maxim, 16 Klein, 21 Pavard, 33 Ginczek, 35 Kaminski.

1860: 21 Zimmermann – 7 Claasen, 2 Mauersberger, 20 Rodnei, 3 Wittek – 38 Lacazette, 5 Perdedaj,  – 33 Aycicek, 19 Neuhaus, 31 Andrade – 13 Mölders.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 9 Mugosa, 11 Adlung, 18 Karger 23 Helmbrecht, 26 Jakob, 28 Weber.

Wechsel: Klein für Großkreutz (51.), Maxim für Asano (71.), Ginczek für Terrode (82.) - Karger für Neuhaus (68.), Mugosa für Wittek (84.).

Tore:  1:0 Özcan (6.), 2:0 Terrode (18.), 2:1 Aycicek (36.).
Gelbe Karten: Carlos Mané, Gentner, Zimmermann, Großkreutz, Sunjic, Maxim - Rodnei, Wittek, Neuhaus, Mauersberger.
Zuschauer: 55.100 in der Mercedes-Benz-Arena..
Schiedsrichter: Arne Aarnink (Nordhorn); Assistenten: Johann Pfeifer (Rodgau), Andreas Steffens (Mechernich); Vierter Offizieller: Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1945.htm



8. Spieltag, 02.10.2016, 13.30 Uhr

Würzburger Kickers - 1860 München 2:0 (1:0)


Erneut keine Punkte: Löwen unterliegen Würzburg 0:2

Karim Matmour und die Löwen hatten einen schweren Stand bei Aufsteiger Würzburger Kickers. 
Wiesn und Löwen-Spiele - das passt nicht zusammen. Bei den Würzburger Kickers gab es für das Team von Coach Kosta erneut keine Punkte. Nach einem individuellen Fehler fiel Elia Soriano im Eins-gegen-Eins mit 1860-Keeper Jan Zimmermann im Strafraum, der Schiedsrichter gab Elfmeter, den der Gefoulte sicher zur Führung verwandelte (27.). Als die Sechzger alles auf eine Karte setzten konterten die Unterfanken, trafen durch Felix Müller zum 2:0-Endstand (83.).

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen Trainingsrückstandes musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic in Würzburg auf Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining), Goran Sukalo (Muskelbündelriss), Felix Uduokhai (Beschwerden an der Patellasehne), Filip Stojkovic (Zerrung im Oberschenkel), Stefan Aigner (Innenbandteilruptur am rechten Knie), Milos Degenek (Abriss des Innenmeniskus am Innenband) und Ivica Olic (Knieprobleme) verzichten. Nicholas Helmbrecht und der rekonvaleszenten Romuald Lacazette sammelten Spielpraxis tags zuvor bei der U21 in Illertissen (0:2). Vitus Eicher als überzähliger Torhüter stand nicht im Kader. Aufgrund der Verletzung stellte Trainer Kosta Runjaic auf ein 4-1-4-1-System um, zog Fanol Perdedaj auf die Sechs und brachte Marnon Busch für die Position des Rechtsverteidigers.

STIMMEN Thomas Eichin: „Analysieren und zusammenreißen.“

Spielverlauf: Die Löwen versuchten, von Beginn an die Initiative zu ergreifen. Die erste Chance hatten aber die Unterfranken. Nach einem Eckball von rechts durch Nejmeddin Daghfous kam Elia Soriano relativ ungehindert zum Kopfball, setzte die Kugel aus sieben Metern links am langen Eck vorbei (5.). Auf der anderen Seite prallte nach einem Eckball von Michael Liendl der Ball wie eine Billardkugel durch den Kickers-Strafraum, ohne dass ein Löwe zum Abschluss kam (8.). Vier Minuten später erneut eine Ecke für Würzburg, diesmal von links. Daghfous‘ Hereingabe strich Soriano über den Scheitel, ging rechts am Tor vorbei (12.). Nach einem Pass von Fanol Perdedaj aus der eigenen Hälfte durch die Schnittstelle der Kickers wäre Karim Matmour frei durchgewesen, aber Keeper Robert Wulnikowski hatte aufgepasst, war aus seinem Tor geeilt und klärte vor dem Löwen-Angreifer (15.). In der 19. Minute ein Freistoß für die Sechzger aus dem Halbfeld. Liendl passte flach auf Adlung, der halbrechts mit einem Drehschuss aus 14 Metern Wulnikowski zu einer Parade zwang, anschließend wurde Jan Mauersberger beim Nachschussversuch von Daghfous' gestrecktem Fuß entscheidend gestört, aber Schiedsrichter Martin Petersen gab trotz Löwen-Protesten nur Eckball. Kurz danach flankte Liendl von links in die Mitte, Sascha Mölders kam zum Kopfball, setzte die Kugel aber deutlich über die Querlatte (20.). In der 26. Minute verlor Kai Bülow als letzter Mann gegen Sorino den Ball, der steuerte alleine auf Jan Zimmermann zu. Beim Versuch den Keeper im Strafraum zu umkurven, fädelte der Stürmer ein, hob spektakulär ab. Diesmal entschied Petersen auf Elfmeter und zeigte Zimmermann die Gelbe Karte. Die TV-Aufnahmen bewiesen, dass es ein Schwalbe des Würzburgers war. Soriano lief selbst an, verwandelte sicher rechts ober zum 1:0 für die Unterfranken (27.). Einmal mehr begünstigte ein individueller Fehler der Löwen das Gegentor! Matmour legte in der 36. Minute für Mölders ab, der hatte aber bei seinem Schuss aus 16 Metern zu viel Rücklage, setzte die Kugel deutlich über die Latte. Auf der anderen Seite kam Daghfous gegen Maximilian Wittek auf der rechten Strafraumseite zum Flanken, Patrick Weihrauch lief in die Hereingabe am ersten Pfosten, doch Zimmermann war zur Stelle, klärte die Situation (42.). Marnon Busch flankte in der 45. Minute von rechts, Matmour kam aus 14 Metern per Seitfallzieher zum Abschluss, seinem Aufsetzer fehlte aber der Druck, so dass Wulnikowski den Ball aus dem linken oberen Eck abfangen konnte (45.). In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit kam Mauersberger nach einer Freistoßflanke von Liendl aus acht Metern zum Kopfball, zielte aber über den Querbalken. So blieb es beim Ein-Tore-Rückstand der Sechzger zur Pause.

Die erste Chance der 2. Halbzeit hatten die Kickers. Felix Müller behauptete im Zentrum den Ball, legte ihn nach links raus zu Daghfous, dessen flache Hereingabe von der Strafraumkante verpasste Soriano in der Mitte (51.). Nach einem schnell ausgeführten Einwurf setzte sich Müller auf der linken Strafraumseite gegen Busch durch, legte zurück auf Soriano, der aus 14 Metern mit etwas Rücklage freistehend über das 1860-Tor zielte (53.). Nach einem Pass in die Tiefe ließ Mölders Schoppenhauer aussteigen, schlenzte die Kugel aus 19 Metern hoch aufs linke Eck, doch Wulnikowski wehrte den Schuss mit seinem guten Stellungsspiel ab (58.). Der eingewechselte Ex-Löwe Valdet Rama war in der 65. Minute auf der linken Seite auf und davon, seine Hereingabe kam zu Soriano, doch Wittek grätschte den Schuss aus 13 Metern im letzten Moment ab. Nach einem Schussversuch des eingewechselten Nico Kargers kam die Kugel zu Mölders, dessen Abschluss aus acht Metern wurde zur Ecke geblockt (70.). Einen Distanzschuss von Victor Andrade hoch aufs rechte Eck wurde sichere Beute von Wulnikowski (72.). Die Löwen waren nun für Konter anfällig. In der 76. Minute schloss Junior Diaz aus 19 Metern ab, obwohl links Daghfous mitgelaufen war. Sein Schuss wurde sichere Beute von Zimmermann. Einen Kopfball von Mauersberger im Anschluss an eine Freistoßflanke von Matmour wischte Wulnikowski über die Latte (77.). Eckball um Eckball erarbeiteten sich die Sechzger. In der 82. Minute kam Andrade nach einer Kopfballabwehr von Soriano aus zwölf Metern zum Abschluss, sein Drehschuss ging aber weit übers Tor (82.). Im Gegenzug konterte Würzburg. Nach einem weiten Abschlag von Wulnikowski verlängerte David Pisot auf Daghfous, der bediente Müller, der frei vor Zimmermann auftauchte und zum 2:0 traf (83.). Damit war die Partie vorzeitig entschieden. Nur einen Punkt holten die Löwen aus den letzten vier Partien.

STENOGRAMM: 8. Spieltag, 02.10.2016, 13.30 Uhr

Würzburger Kickers - 1860 München 2:0 (1:0)

Kickers: 28 Wulnikowski – 25 Pisot, 5 Schoppenhauer, 29 Neumann, 12 Junior Diaz – 21 Schröck, 7 Müller – 23 Weihrauch, 4 Benatelli, 10 Daghfous – 33 Soriano.
Ersatz: 31 Siebenhandl (Tor) –8 Taffertshofer, 11 Weil, 16 Kurzweg, 20 Nagy, 24 Rama, 27 Königs.

1860: 21 Zimmermann – 16 Busch, 2 Mauersberger, 4 Bülow, 3 Wittek – 5 Perdedaj - 8 Matmour, 11 Adlung, 10 Liendl, 7 Claasen – 13 Mölders.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 9 Mugosa, 18 Karger, 19 Neuhaus, 20 Rodnei, 31 Andrade, 33 Aycicek.

Wechsel: Rama für Weihrauch (60.), Weil für Müller (85.), Taffertshofer für Daghfous (90.) - Andrade für Liendl (63.), Karger für Adlung (70.), Mugosa für Matmour (83.).

Tore: 1:0 Soriano (27., Foulelfmeter), 2:0 Müller (83.).
Gelbe Karten: Schoppenhauer, Pisot - Adlung, Zimmermann, Mölders, Andrade.
Zuschauer: 12.475 in der FLYERARLARM Arena (ausverkauft).
Schiedsrichter: Martin Petersen (Stuttgart); Assistenten: Justus Zorn (Freiburg), Pascal Müller Löchgau); Vierter Offizieller: Patrick Kessel (Norheim).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1938.htm


7. Spieltag, 25.09.2016, 13.30 Uhr

1860 München - Hannover 96 0:2 (0:0)


Löwen verlieren Wiesn-Heimspiel gegen Hannover 96.

Sascha Mölders hatte gegen Stefan Strandberg einen schweren Stand. 
Irgendwie klappt es bei den Löwen nicht mit Punkten bei Wiesn-Heimspielen. Lange war die Partie trotz bester Chancen von Hannover 96 torlos, ehe Kenan Karaman nach einer Ecke zur Führung einköpfte (67.). Trotz intensiver Bemühungen der Sechzger danach, sollte der Ausgleich nicht gelingen. Im Gegenteil: Der eingewechselte Martin Harnick traf nach einem Konter zum 2:0-Endstand (87.).

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen Trainingsrückstandes musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic beim Wiesnheimspiel gegen Hannover auf Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining), Goran Sukalo (Muskelbündelriss), Felix Uduokhai (Beschwerden an der Patellasehne), Filip Stojkovic (Zerrung im Oberschenkel), Moritz Heinrich  (Muskelfaseranriss), Stefan Aigner (Innenbandteilruptur am rechten Knie), Milos Degenek (Abriss des Innenmeniskus am Innenband) und Romuald Lacazette (Aufbautraining) verzichten. Vitus Eicher, Florian Neuhaus und Nicholas Helmbrecht sammelten Spielpraxis tags zuvor bei der U21 gegen die Club-Reserve (1:4). Für den verletzten Degenek rückte Kai Bülow in die Anfangsformation und Daylon Claasen kam für Levent Aycicek in die Startelf.

STIMMEN Thomas Eichin: „Wir haben mehr falsch als richtig gemacht.“

Spielverlauf: In der 5. Minute tauchte plötzlich Felix Klaus nach einem Pass in die Tiefe von Manuel Schmiedebach aus stark abseitsverdächtiger Position vor Jan Zimmermann auf. Der Löwen-Keeper wehrte den Schuss des 96er ab und auch den Nachschuss von Miiko Albornoz parierte er zur Ecke. Nach einer Freistoßflanke von Iver Fossum fünf Meter vorm rechten Strafraueck kam Waldemar Anton im Rückraum zum Abschluss, sein Aufsetzer aus zwölf Metern strich knapp über die Querlatte (9.). Eine Riesenchance hatten die Niedersachsen nach einer Viertelstunde. Kenan Karaman überlief an der rechten Strafraumseite Jan Mauersberger, seine flache Hereingabe landete abgefälscht bei  Klaus, der am zweiten Pfosten aus sieben Metern vollkommen frei zum Abschluss kam, doch erneut reagierte Zimmermann Weltklasse, parierte den Schuss mit dem Fuß (16.). Den ersten gelungen Spielzug der Löwen sahen die Zuschauer in der 18. Minute. Eine Rechtsflanke nach schnellem Umschaltspiel von Fanol Perdedaj erreichte Sascha Mölders mit dem Kopf, doch er brachte keinen Druck hinter den Ball, so dass Philipp Tschauner problemlos aufnehmen konnte (18.). Hannover kam in der 28. Minute in Überzahl zu einer Kontersituation, nachdem ein Zuspiel von Perdedaj auf der rechten Seite Claasen nicht erreicht hatte, doch Innenverteidiger Mauersberger klärte per Kopf in höchster Not vor Sobiech zur Ecke. Zwei Minuten später kamen die Niedersachsen durch Fossum erneut über die rechte Seite vors Löwen-Tor, diesmal blockte Mauersberger den Fünf-Meter-Schuss von Klaus (30.). Im Anschluss an einen abgewehrten Eckball flankte Karim Matmour von rechts in die Mitte, Mauersberger köpfte im Zurücklaufen, setzte die Kugel aber deutlich neben das 96er-Tor (37.). Gefährlicher die Szene in der 39. Minute. In einen Freistoß von Michael Liendl aus dem rechten Halbfeld liefen Mölders und Kai Bülow, doch beide kamen am Fünfmeterraum einen Schritt zu spät (39.). Unterm Strich war das 0:0 zur Pause aber eher für die Sechzger schmeichelhaft. Hannover wirkte viel gefährlicher im letzten Spieldrittel.

Nach Wiederbeginn nahm die Partie nur langsam Fahrt auf. Die erste Möglichkeit hatte erneut Hannover. Klaus setzte sich halblinks durch, in der Mitte kam Karaman an die Kugel, doch Claasen spitzelte ihm das Spielgerät bei seinem Schussversuch aus 15 Metern vom Fuß (54.). Ein Schuss von Matmour aus 22 Metern ging in der 61. Minute am linken Pfosten vorbei. Eine weitere Riesenmöglichkeit besaßen die Gäste drei Minuten später. Albornoz hatte von links geflankt, im Rücken der Abwehr stahl sich Fossum davon, setzte seinen Flugkopfball aus sechs Metern jedoch über das leere Tor (64.). In der 67. Minute fiel die längst überfällige Führung. Fossum hatte einen Eckball von rechts an den kurzen Pfosten gelupft, Karaman kam gegen Mauersberger zum Kopfball, drückte aus kurzer Distanz die Kugel zum 1:0 unter die Latte. Danach brachte Löwen-Coach Kosta Runjaic mit Victor Andrade, Stefan Mugosa und Levent Aycicek in kurzer Zeit drei frische Offensivkräfte. Daniel Adlung hatte bei einem Schuss aus 18 Meter zu viel Rücklage, zielte nur knapp über das Tor von Tschauner (77.). Plötzlich war mehr Leben im Spiel der Sechzger. Doch das Tor gelang den Gästen nach einem Konter. Der eingewechselte Martin Harnik blieb vor Zimmermann cool, traf vom rechten Strafraumeck unten links zum 2:0-Endstand (87.). Danach war die Luft endgültig raus, die zweite Heimniederlage in Folge besiegelt.

STENOGRAMM: 7. Spieltag, 25.09.2016, 13.30 Uhr

1860 München - Hannover 96 0:2 (0:0)

1860: 21 Zimmermann – 5 Perdedaj, 2 Mauersberger, 4 Bülow, 3 Wittek – 11 Adlung, 10 Liendl – 8 Matmour, 7 Claasen – 13 Mölders, 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (beide Tor) – 9 Mugosa, 16 Busch, 18 Karger, 20 Rodnei, 31 Andrade, 33 Aycicek.

96: 1 Tschauner – 25 Sorg, 4 Strandberg, 31 Anton, 3 Albornoz – 6 Bakalorz, 8 Schmiedebach – 11 Klaus, 18 Fossum, 26 Karaman – 9 Sobiech.
Ersatz: 30 Sahin-Radlinger (Tor) – 7 Prib, 10 Maier, 14 Harnik, 19 Hübner, 24 Füllkrug, 28 Bähre.

Wechsel: Andrade für Liendl (66.), Mugosa für Mölders (70.), Aycicek für Claasen (73.) - Harnik für Sobiech (59.), Maier für Fossum (82.), Prib für Klaus (88.).

Tore: 0:1 Karaman (67.), 0:2 Harnik (87.).
Gelbe Karten: Matmour - Albornoz.
Zuschauer: 26.100 in der Allianz Arena..
Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau); Assistenten: Nicolas Winter (Scheibenhardt), Viatcheslav Paltchikov (Groß Grönau); Vierter Offizieller: Marcel Göpferich (Bad Schönborn).
Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1935.htm


6. Spieltag, 22.09.2016, 20.15 Uhr

FC St. Pauli – 1860 München 2:2 (1:0)


Zwei Mal zurückgekommen: Andrade trifft zum 2:2-Endstand auf St. Pauli.

Um jeden Ball wurde gefightet, hier Sascha Mölders gegen Philipp Ziereis. 
Die Löwen bewiesen Moral, kam am Millerntor zwei Mal zurück. Am Ende hoalten sie beim 2:2 auf St. Pauli einen Punkt. Christopher Buchtmann hatte die Hamburger nach einem Abwehrfehler der Sechzger in Führung gebracht (16.), die Michael Liendl per Foulelfmeter in der 70. Minute ausglich. Nach der erneuten Führung von Bernd Nehrig (76.) traf Victor Andrade 58 Sekunden nach seiner Einwechslung zum Endstand  in einer hart umkämpften Partie (77.).

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen Trainingsrückstandes musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic in Hamburg  auf Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining), Goran Sukalo (Muskelbündelriss), Felix Uduokhai (Beschwerden an der Patellasehne), Filip Stojkovic (Zerrung im Oberschenkel), Stefan Aigner (Innenbandteilruptur am rechten Knie) und Romuald Lacazette (Aufbautraining) verzichten. Vitus Eicher, Florian Neuhaus, Nicholas Helmbrecht und Moritz Heinrich sammeln Spielpraxis bei der U21. Nico Karger war als 19. Profi mit ans Millerntor gereist, schaffte es aber nicht in den 18er-Kader. Die einzige Änderung zum Union-Spiel: Levent Aycicek rückte für Daylon Claasen in die Startformation.

Spielverlauf: Gleich in der 1. Minute hatten die Löwen eine gute Szene. Nach einem Einwurf von Fanol Perdedaj versuchte es Daniel Adlung per Direktabnahme aus zwölf Metern, sein Schussversuch wurde jedoch geblockt. Auf der anderen Seite kam Aziz Bouhaddouz nach einer Ecke im Luftkampf gegen Sascha Mölders zum Kopfball, setzte die Kugel aber übers Löwen-Tor (5.). Eine Flanke von Michael Liendl vom rechten Strafraumeck erreichte Ivica Olic am zweiten Pfosten erst kurz vor der Linie, köpfte den Ball aufs Außennetz (8.). In der 16. Minute unterlief Maximilian Wittek ein folgenschwerer Fehler, als er zehn Meter vorm eigenen Strafraum wegrutschte. Ryo Miyaichi schnappte sich den Ball, lief über rechts in den Strafraum, sein Schuss klärte Jan Mauersberger im Torraum mit dem Fuß. Die Kugel kam zu Christopher Buchtmann, der in zentraler Position aus zwölf Metern zum 1:0 für St. Pauli traf. Drei Minuten später behauptete Mölders mit dem Rücken zum Tor den Ball an der Strafraumgrenze, legte dann quer in den Lauf von Liendl, der alleine auf Keeper Philipp Himmelmann zulief, aber aus zehn Metern übers Hamburger Tor zielte (19.). Eine Hereingabe von Perdedaj klärte Lasse Sobiech am ersten Pfosten gegen Olic gerade noch zur Ecke (26.). Auf der Gegenseite wurde zunächst ein Schuss von Waldemar Sobota geblockt, den Nachschuss aus 15 Metern setzte Vegar Eggen Hedenstad knapp über den Querbalken (28.). Eine Rechtsflanke von Karim Matmour erreichte Mölders am Fünfmeterraum, köpfte aber bedrängt von Sobiech am langen Eck vorbei (32.). Olic eroberte in der 41. Minute auf der rechten Strafraumseite den Ball, versuchte mit einem Lupfer aufs linke obere Eck Himmelmann zu überwinden, zielte aber übers Tor. Choi kam im Gegenzug nach einer Unstimmigkeit in der Löwen-Defensive zum Abschluss, sein Schrägschuss aus 17 Metern ging knapp am rechten Pfosten vorbei (42.). Nach einem Pass von Mölders in die Tiefe drang Perdedaj in den Strafraum ein, rutschte dann aber beim Schussversuch weg (45.). In der Nachspielzeit noch eine Riesenchance für die Sechzger. Wittek hatte von links flach in die Mitte geflankt, Mölders nahm die Kugel am Elfmeterpunkt mit dem Rücken zum Tor an, sein anschließender Drehschuss ging nur um Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (45.). So blieb es beim vollkommen unnötigen 0:1-Rückstand zur Pause.

Die Löwen machten nach Wiederbeginn Druck, spielten aber zu umständlich, um klare Chancen zu generieren. In der 50. Minute übersah Schiedsrichter Dr. Robert Kampka eine klare Tätlichkeit von Sobiech gegen Mauersberger am Fünfmeterraum, der ihm ohne Ball gegen das Knie trat. Auch der Assistent hatte es nicht gesehen. Eine Flanke von Aycicek an der linken Strafraumseite rutschte dem 22-Jährigen über den Spann, kam gefährlich aufs kurze Eck, ging aber knapp drüber (57.). St. Pauli ließ sich immer mehr zurückfallen, überließ Sechzig die Initiative und verlegte sich aufs Kontern. In der 68. Minute wurden die Kiezkicker für ihre Passivität bestraft. Bernd Nehrig brachte Matmour im Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Dr. Kampa entschied sofort auf Elfmeter (68.). Liendl lief an, schickte Himmelmann in die falsche Ecke und traf flach unten rechts zum 1:1 (70.). In der 74. Minute blockte Mauersberger im letzten Moment einen Neun-Meter-Schuss des eingewechselten Cenk Sahin zur Ecke. Kurz danach fiel vollkommen überraschend das 2:1 für die Hamburger. Eine abgefälschte Flanke verlängerte Philipp Ziereis per Kopf vors Löwen-Tor, Nehrig kam vollkommen frei im Torraum zum Flugkopfball, versenkte die Kugel (76.). Direkt danach kam Victor Andrade ins Spiel. Der schnappte sich auf der rechten Seite die Kugel, zog am Strafraumeck ab und traf zum 2:2 hoch ins lange Eck (77.). Es war das erste Tor des Brasilianers im Löwen-Trikot! Nach einem weiten Ball kam Bouhaddouz am linken Torraumeck zum Schuss, legte die Kugel an Jan Zimmermann vorbei, aber Kai Bülow klärte zur Ecke (84.). In der 1. Minute traf Andrade mit einem Schuss von der rechten Strafraumseite nur den Außenpfosten.

STENOGRAMM: 6. Spieltag, 22.09.2016, 20.15 Uhr

FC St. Pauli – 1860 München 2:2 (1:0)

St. Pauli: 30 Himmelmann – 2 Hedenstad, 3 Sobiech, 4 Ziereis, 15  Buballa – 7 Nehrig, 10 Buchtmann – 13 Miyaichi, 37 Choi, 28 Sobota – 11 Bouhaddouz.
Ersatz: 1 Heerwagen (Tor) – 6 Avevor, 16 Hornschuh, 22 Cenk Sahin, 27 Kalla, 31 Lika, 34 Ducksch.

1860: 21 Zimmermann – 5 Perdedaj, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 3 Wittek – 11 Adlung, 10 Liendl – 8 Matmour, 33 Aycicek – 13 Mölders, 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 4 Bülow, 7 Claasen, 9 Mugosa, 16 Busch, 20 Rodnei, 31 Andrade.

Wechsel:  Kalla für Miyaichi  (67.), Cenk Sahin für Choi (72.), Avevor für Nehrig (80.) - Bülow für Degenek (57.), Andrade für Perdedaj (77.), Mugosa für Aycicek (87.).

Tore: 1:0 Buchtmann (16.), 1:1 Liendl (70., Foulelfmeter), 2:1 Nehrig (76.), 2:2 Andrade (77.).
Gelbe Karten: Buballa, Hedenstad, Nehrig - Mauersberger, Mölders, Matmour, Perdedaj, Andrade, Adlung, Wittek.
Zuschauer: 29.000 im Millerntor-Stadion.
Schiedsrichter: Dr. Robert Kampka (Mainz); Assistenten: Rafael Foltyn (Mainz-Kastel), Jonas Weickenmeier (Frankfurt/Main); Vierter Offizieller: Henry Müller (Cottbus).
Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1934.htm


5. Spieltag, 16.09.2016, 18.30 Uhr

1860 München – 1. FC Union Berlin 1:2 (1:2)
 

Stürmend in die Niederlage: Löwen unterliegen Union 1:2.

Löwe Daniel Adlung im Zweikampf mit Unions Stephan Fürstner. 
Die Löwen machten sich das Leben bei der 1:2-Niederlage gegen Union Berlin selbst schwer. Beim 0:1 durch Steven Skrzybski gab Fanol Perdedaj eine unglückliche Figur ab (5.), beim 1:2 unterlief Milos Degenek (40.) ein folgenschwerer Rückpass. Dazwischen hatte Michael Liendl per Handelfmeter getroffen (25.). In der 2. Halbzeit drängten die Sechzger vehement auf den Ausgleich, nach der Ampelkarte gegen Fabian Schönheim sogar mit einem Mann mehr (53.). Doch trotz vieler guter Chancen gelang kein Treffer mehr.

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen Trainingsrückstandes musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic im Heimspiel gegen Union Berlin auf Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining), Goran Sukalo (Muskelbündelriss), Stefan Aigner (Innenbandteilruptur am rechten Knie) und Romuald Lacazette (Aufbautraining) verzichten. Nicht im Kader standen Vitus Eicher, Marnon Busch, Florian Neuhaus, Nicholas Helmbrecht, Moritz Heinrich und Nico Karger.

STIMMEN Zwei saudumme Tore & das fehlende Quäntchen Glück.

Spielverlauf: Mit der ersten Chance des Spiels traf Union zum 1:0. Kenny Prince Redondo setzte sich im zweiten Versuch am linken Strafraumeck mit etwas fraglichen Mitteln gegen Fanol Perdedaj durch, sein Linksschuss aufs lange Eck wehrte Jan Zimmermann nach vorne ab, Steven Skrzybski schaltete am schnellsten, traf aus fünf Metern zur Gäste-Führung (5.). Eine Hereingabe von links durch Ivica Olic wollte Sascha Mölders am Fünfmeterraum mit der Hacke spielen, brachte die Kugel aber nicht aufs Tor der Eisernen (7.). Von Rechts flankte in der 13. Minute Karim Matmour halbhoch nach innen, Mölders nahm die Hereingabe volley aus der Luft, setzte den Drehschuss aber weit neben den Kasten. Nach einem Foul an Olic kurz vor der Sechzehnerlinie gab es Freistoß vorm linken Strafraumeck. Rechtsfuß Daniel Adlung führt aus, Collin Quaner in der Mauer wehrte den Schuss mit dem gestreckten Arm ab. Schiedsrichter Florian Heft zögerte keinen Augenblick, zeigt auf den Elfmeterpunkt (24.). Michael Liendl lief an, Jakob Busk ahnte die linke Ecke, kam aber nicht an den platzierten Schuss des Österreichers: 1:1 (25.). Eine Berliner Chance aus heiterem Himmel hätte beinahe erneut die Führung für die Gäste gebracht. Einen von der Löwen-Abwehr geblockten Schuss nahm Redondo aus 18 Metern direkt aus der Luft, der Lupfer ging über Zimmermann hinweg, klatschte an die Latte. Erst den Abpraller konnte der 1860-Keeper aus der Luft pflücken (38.). Zwei Minuten später war es dann doch passiert. Nach einem weiten Abschlag von Union-Keeper Busk schien die Szene schon geklärt. Milos Degenek übersah aber bei seinem Rückpass Stürmer Redondo, der aus seinem Rücken angesprintet kam. Der Berliner lief mit Tempo auf den Löwen-Keeper zu, legte die Kugel mit dem ersten Kontakt an Zimmermann vorbei zum 2:1 ins Sechzger-Netz (40.). Eine Rechtsflanke von Perdedaj erreichte Mölders, dessen Kopfball aus neun Metern aber der Druck fehlte, um Busk vor ernsthafte Probleme zu stellen (45.). Kurz danach war Pause.

Die Löwen begannen den zweiten Durchgang druckvoll. Eine Volleyabnahme von Liendl aus 20 Metern konnte gerade noch geblockt werden (48.). In der 53. Minute war die Partie für Fabian Schönheim beendet. Nach der Elfmeterszene hatte er wegen Meckerns schon Gelb gesehen, nun hielt er Mölders fest. Die Folge war die Ampelkarte. Damit spielten die Löwen die dritte Partie in Folge mit einem Mann mehr zu Ende. Ein Distanzschuss von Liendl strich in der 56. Minute knapp über die Querlatte. Kurz danach traf Maxi Wittek von der Strafraumgrenze nur den rechten Pfosten (59.). Auch Liendl zielte aus 18 Metern nur um Zentimeter am kurzen Eck vorbei (60.). Eine flache Hereingabe von Olic aus dem linken Halbfeld verpasste Mölders am Elfmeterpunkt um einen Schritt (66.). Kurz danach hätte eigentlich Felix Kroos ebenfalls die Ampelkarte nach einem Foul an Wittek verdient, aber Schiedsrichter Heft beließ es bei einer letzten Ermahnung (67.). Kurz danach nahm ihn Union-Trainer Keller vom Platz. Nach einer Ablage von Liendl hatte Adlung zu viel Rücklage, setzte den Ball aus 16 Metern deutlich übers Tor (72.). Eine Hereingabe von Wittek nahm aus der Drehung Levent Aycicek direkt, zielte aber am linken Pfosten vorbei (74.). Einen Schuss von Matmour wehrte Busk nach vorne ab, Aycicek machte nochmals eine Drehung im Strafraum, schoss dann aus acht Metern am kurzen Eck vorbei (75.). In der 77. Minute reklamierte Mölders vehement Handspiel, aber diemal gab Heft den Strafstoß nicht. Nach einer Nachlässigkeit in der Löwen-Defensive kam Quaner frei vor Zimmermann zum Abschluss, traf aber nur das Außennetz (78.). Eine Hereingabe von Aycicek verlängerte Mölders mit der Hacke aufs lange Eck, der Ball trudelte aber am Tor vorbei (80.). Angetrieben von den Fans starteten die Sechzger Angriff auf Angriff. Ein Schuss von Stefan Mugosa aufs lange Eck wurde von einem Berliner geblockt (83.). Quaner hatte nochmals in der 87. Minute eine Konterchance für die Gäste, zielte aber über den Querbalken. In der 90. Minute köpfte Mugosa eine Aycicek-Flanke Busk genau in die Arme. So blieb es bei der unglücklichen 1:2-Niederlage, die das Resultat von zwei individuellen Fehlern war. 

STENOGRAMM: 5. Spieltag, 16.09.2016, 18.30 Uhr

1860 München – 1. FC Union Berlin 1:2 (1:2)

1860: 21 Zimmermann – 5 Perdedaj, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 3 Wittek – 11 Adlung, 10 Liendl – 8 Matmour, 7 Claasen – 13 Mölders, 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 4 Bülow, 9 Mugosa, 17 Uduokhai, 20 Rodnei, 31 Andrade, 33 Aycicek.
Union: 12 Busk – 28 Trimmel, 37 Leistner, 34 Schönheim, 6 Pedersen – 8 Fürstner – 23 Kroos, 19 Kreilach – 24 Skrzybski, 21 Quaner, 18 Redondo. 
Ersatz: 1 Mesenhöler (Tor) – 4 Puncec, 10 Daube, 14 Nikci , 16 Hosiner, 27 Zejnullahu, 29 Parensen.

Wechsel: Aycicek für Claasen (46.), Mugosa für Olic (74.), Bülow für Perdedaj (89.) - Puncec für Redondo (54.), Parensen für Kroos (69.), Hosiner für Skrzybski (86.).

Tore: 0:1 Skrzybski (5.)., 1:1 Liendl (25., Handelfmeter), 1:2 Redondo (40.).
Gelbe Karten: Perdedaj, Adlung, Wittek - Kroos, Busk.

Gelb-Rote Karte: Schönheim (53., wegen wiederholten Foulspiels)
Zuschauer: 19.300 in der Allianz Aren  hen); Assistenten: Tim Skorczyk (Braunschweig), Henrik Bramlage (Vechta); Vierter Offizieler: Tobias Fritsch (Frankfurt).
Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1931.htm


4. Spieltag, 12.09.2016, 20.15 Uhr

1. FC Nürnberg – 1860 München 1:2 (1:1)
 

Löwen siegen nach 13 Jahren wieder in Nürnberg.

Sascha Mölders (li.) brachte die Löwen in der 11. Minute in Führung und bereitete den Siegtreffer vor. 
Die Löwen beendeten nach 13 Jahren die Sieglosserie beim Club, gewannen mit 2:1 im Stadion Nürnberg. Sascha Mölders hatte die Sechzger in Führung gebracht (11.), Tim Matavz glich sechs Minuten später mit der ersten FCN-Chance aus (17.). Nach der Ampelkarte für Guido Burgstaller nutzte Michael Liendl die numerische Überlegenheit zum Siegtreffer (79.).

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen Trainingsrückstandes musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic beim Club auf Kai Bülow (Adduktorenverletzung), Lucas Ribamar, Krisztian Simon (beide Aufbautraining), Goran Sukalo (Muskelbündelriss), Nico Karger (Aufbautraining), Filip Stojkovic (Zerrung im Oberschenkel), Stefan Aigner (Innenbandteilruptur am rechten Knie) und Romuald Lacazette (Aufbautraining) verzichten. Vitus Eicher, Florian Neuhaus, Nicholas Helmbrecht und Moritz Heinrich sammelten Spielpraxis in der U21. In der Startelf gab es nur eine Veränderung. Für den verletzten Kapitän Aigner rutschte Sascha Mölders in die Anfangsformation.

STIMMEN Coach Kosta: „So ein Sieg gibt Kraft und setzt Energien frei.“

Spielverlauf: Den ersten Schuss aufs Tor gab Daniel Adlung ab. Mit dem Rücken zum Tor versuchte er einen Scherenschlag aus 15 Metern, die Kugel ging knapp über die Querlatte des FCN-Gehäuses (5.). Wenig später nahm Sascha Mölders bedrängt im Torraum ein Zuspiel von der Mittellinie im Lauf direkt, den Linksschuss aus 13 Metern wehrte Thorsten Kirschbaum zur Seite ab (6.). Eine Hereingabe vom linken Strafraumeck durch Maximilian Wittek köpfte Adlung aus neun Metern deutlich über den Kasten (8.). Völlig verdient erzielte Mölders in der 11. Minute die Führung. Daylon Claasen hatte halbrechts einen Pass in die Tiefe gespielt, Lukas Mühl schoss Ivica Olic in vollen Lauf an. Dadurch hatte der Kroate freie Bahn. Seiner flachen Hereingabe kam Mölders entgegen, verlängerte aus elf Metern den Ball vor Innenverteidiger Dave Bulthuis an Kirschbaum vorbei ins lange Eck. Völlig überraschend sechs Minuten später der Ausgleich. Miso Brecko hatte sich halbrechts durchgewühlt, legte quer auf Tim Matavz, dessen Schuss aus 22 Metern wurde noch leicht abgefälschte, landete zum 1:1 im linken unteren Eck (17.). Eine Minute später hatte Matavz die nächste Großchance. Nach einem Zuspiel von Guido Burgstaller tauchte der Slowene frei vor Jahn Zimmermann auf, scheiterte aber von der Strafraumkante am Löwen-Keeper (18.). In der 25. Minute spielte Degenek einen Pass in die Spitze, Mölders legte mit einem Kontakt in den Lauf von Matmour, dieser scheiterte mit seinem strammen Schuss an Kirschbaum. An einen Schrägschuss von Wittek, der durch den Nürnberger Strafraum ging, kam kein Mitspieler mehr ran. Der Ball strich knapp am rechten Pfosten vorbei (26.). Der agile Matavz legte in der 29. Minute am Strafraum quer auf Edgar Salli, der zielte aus 17 Metern aufs rechte Eck, Zimmermann streckte sich, lenkte die Kugel an den rechten Pfosten.  Nach einer Ecke durch Michael Liendl kam Jan Mauersberger zum Kopfball, doch Matavz konnte den Ball im Luftduell leicht abfälschen, sodass er knapp am Gehäuse vorbei strich (38.). In der 41. Minute brachte Hanno Behrens Fanol Perdedaj per Grätsche im Club-Strafraum zu Fall, Schiedsrichter Bastian Dankert sah aber kein elfmeterreifes Foul. So blieb es beim 1:1 zur Pause.

Die Löwen starteten auch nach Wiederanpfiff druckvoll, doch der letzte Pass fand zu selten den Adressaten. Symptomatisch die Szene in der 67. Minute: Karim Matmour nahm im Mittelkreis Enis Alushi den Ball vom Fuß, aber dann geriet der Pass in die Tiefe auf Mölders zu kurz. Eine Freistoßflanke von Liendl aus dem rechten Halbfeld verpasste Mölders im Luftkampf (70.). Zwei Minuten später setzte sich Matmour auf der rechten Außenbahn gegen Laslo Sepsi durch, an seiner Hereingabe segelte Olic vorbei (72.). Eine Minute später war das Spiel für Burgstaller beendet. Der Nürnberger Torjäger hatte bereits Gelb, senste Mauersberger im Zweikampf um und sah folgerichtig die Ampelkarte (73.). Damit bestritten die Löwen die Schlussphase in Überzahl. In der 78. Minute zog Perdedaj von rechts in den Nürnberger Strafraum, sein Schuss aus acht Metern wurde von Bulthuis geblockt. Kurz danach fiel das 2:1. Matmour kam von rechts, spielte auf Mölders, der verlängerte den Ball mit der Hacke in die Mitte. Liendl lief ein, hämmerte mit einem Linksschuss aus neun Metern die Kugel unter die Latte. Nach einem Eckball des eingewechselten Kevin Möhwald Möhwald flog die Kugel über Behrens hinweg an den zweiten Pfosten. Mühl rauschte von hinten heran, brachte den Ball aufs Tor, Salli bugsierte aus aus kurzer Distanz die Kugel über die Querlatte  (83.). Das war die beste Club-Chance im zweiten Durchgang! Kurz danach war Kirschbaum bei einem Schuss von Adlung aus 16 Metern zur Stelle, kratzte die Kugel aus dem linken unteren Eck (84.). In der 88. Minute eine Premier. Der 19-jährige Felix Uduokhai wurde für Wittek eingewechselt. Es war sein erstes Zweitligaspiel. Nach einem Solo von Perdedaj scheiterte der Kosovare mit seinem 18-Meter-Schuss am FCN-Keeper (89.). Auf der anderen Seite rettete Zimmermann den Sieg, als er einen Drehschuss des eingewechselten Cedric Teuchert aus 14 Metern aus dem unteren kurzen Eck fischte (90.). In der 5. Minute der Nachspielzeit gab’s nochmals eine Ecke für Nürnberg, doch Club-Keeper Kirschbaum köpfte übers Löwen-Tor. Direkt danach pfiff der Unparteiische ab. Es war für die Sechzger der erste Dreier in Nürnberg seit 2003.

STENOGRAMM: 4. Spieltag, 12.09.2016, 20.15 Uhr

1. FC Nürnberg – 1860 München 1:2 (1:1)

FCN: 26 Kirschbaum – 2 Brecko, 28 Mühl, 4 Bulthuis, 6 Sepsi – 18 Behrens, 5 Alushi – 7 Salli, 23 Leibold – 9 Burgstaller, 24 Matavz. 
Ersatz: 22 Rakovsky (Tor) – 3 Hovland, 11 Sylvestr, 14 Möhwald, 20 Parker, 36 Teuchert, 39 Kammerbauer.

1860: 21 Zimmermann – 5 Perdedaj, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 3 Wittek – 11 Adlung, 10 Liendl – 8 Matmour, 7 Claasen – 13 Mölders, 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 9 Mugosa, 16 Busch, 17 Uduokhai, 20 Rodnai, 31 Andrade, 33 Aycicek.

Wechsel: Möhwald für Alushi (69.), Parker für Behrens (88.), Teuchert für Sepsi (88.) - Andrade für Claasen (70.), Uduokhai für Wittek (88.), Mugosa für Mölders (90.).

Tore: 0:1 Mölders (11.), 1:1 Matavz (17.), 1:2 Liendl (79.).
Gelbe Karten: Sepsi, Möhwald, Salli - Claasen, Zimmermann, Andrade.
Gelb-Rote Karte: Burgstaller (73., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 30.635 Stadion Nürnberg.
Schiedsrichter: Bastian Dankert (Rostock); Assistenten: Mark Borsch (Mönchengladbach), Stefan Lupp (Zossen); Vierter Offizieller: Tobias Reichel (Stuttgart).
Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1928.htm


3. Spieltag, 27.08.2016, 13 Uhr

Karlsruher SC – 1860 München  0:0
 

Erster Auswärtspunkt: Löwen spielen 0:0 beim Karlsruher SC.

Daylon Claasen, hier im Zweikampf mit Ex-Löwe Moritz Stoppelkamp, hatte eine der wenigen hochkarätigen Chancen des Spiels. 
Die Löwen konnten zwar die Schwarze Serie von sechs Liga-Niederlagen in Folge gegen den Karlsruher SC beenden. Beim 0:0 in senkender Hitze spielten sie aber nach dem Platzverweis von Manuel Torres (57.) über eine halbe Stunde in Überzahl, schafften es jedoch gegen kompakt stehende Gastgeber nicht, den entscheidenden Treffer zu setzen.

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen fehlender Fitness musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic beim KSC auf Lucas Ribamar (Trainingsrückstand), Krisztian Simon (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Aufbautraining nach Kapseleinriss im Knie), Filip Stojkovic (Zerrung im Oberschenkel) und Romuald Lacazette (Aufbautraining nach Mittelfußbruch) verzichten. Florian Neuhaus, Nicholas Helmbrecht, Moritz Heinrich und Sertan Yegenoglu wurden für das Regionalliga-Derby tags darauf an die U21 abgestellt. Vitus Eicher als dritter Torhüter, Goran Sukalo und Rodnei standen nicht im 18er-Kader. Im Vergleich zum Pokalspiel vor Wochenfrist, das die Sechzger mit 2:1 gegen den KSC gewannen, nahm Runjaic keine Veränderungen in der Startelf vor.

STIMMEN Ergebnis & Leistung okay: Coach Kosta gibt drei Tage frei.

Spielverlauf: Bei tropischer Hitze von 32 Grad im Schatten und wahrscheinlich über 40 Grad in der Mittagssonne begannen beide Teams äußerst verhalten. Chancen in der ersten Viertelstunde: Fehlanzeige! Ein Ballverlust von David Kinsombi an der Mittellinie brachte die Sechzger auf der rechten Seite in eine Kontersituation, aber Ivica Olic wurde von dem Mittelfeldspieler im Strafraum gestellt, kam weder zum Passen noch zum Abschluss (19.). Drei Minuten später flankte Karim Matmour von der rechten Seite, Olic lauerte auf das Zuspiel, doch Innenverteidiger Jordi Figueras konnte gerade noch vor dem Löwen-Angreifer klären (22.). Danach unterbrach Schiedsrichter Guido Winkmann für eine Trinkpause, die 1860-Coach Kosta Runjaic nutze, um intensiv mit seinen Spielern zu sprechen. In der 29. Minute spielte Maximilian Wittek für Daylon Claasen auf der linken Seite in die Tiefe, die Hereingabe des Südafrikaners an den ersten Pfosten konnte Bjarne Thoelke gerade noch vor dem hinter ihm lauernden Olic zur Ecke abwehren. Auf der anderen Seite blockte Olic einen 15-Meter-Schuss von Yann Rolim im Anschluss an eine Ecke von Moritz Stoppelkamp mit dem Kopf (32.). ­Nach einem geblockten Schuss von Manuel Torres fiel Stoppelkamp am linken Fünfmetereck der Ball genau vor die Füße, doch der Ex-Löwe traf die Kugel nur mit der Spitze, so dass Jan Zimmermann parieren konnte (39.). Im Anschluss an eine einstudierte Freistoßvariante kam Dimitrios Diamantakos auf der linken Strafraumseite unbedrängt zum Flanken, seine flache Hereingabe verpassten nacheinander Kinsombi und Torres im Torraum (45.). So blieb es beim 0:0 zur Pause.

Ein Freistoß von Daniel Adlung aus 24 Metern, leicht nach links versetzt, zischte in der 52. Minute knapp über das linke Kreuzeck des KSC-Gehäuses. Fünf Minuten später zeigte Schiedsrichter Winkmann bei einem Ellenbogencheck von Torres gegen Milos Degenek Gelb. Doch der Spanier hatte sechs Minuten zuvor bereits den Karton gesehen, sah folgerichtig die Ampelkarte (57.). Damit agierten die Löwen über eine halbe Stunde in Überzahl. Ein Schuss von Karim Matmour aus 16 Metern blockte Jordi Figueras zur Ecke (65.). In der 73. Minute steckte Matmour für Aigner durch, der legte fast von der rechten Grundlinie quer in die Mitte zu Claasen, dessen Schuss aus kurzer Distanz wurde von Thoelke geblockt. Zwei Minuten später war es Matmour, der an der rechten Torraumseite zum Flanken kam, doch seine Hereingabe klärten die Karlsruher ins Tor-Aus (75.). Die Sechzger waren drückend überlegen, aber ein KSC-Spieler brachte im letzten Moment immer ein Bein dazwischen. Nach einem Konter der Badener, bei dem die Sechzger-Hintermannschaft nicht gut aussah, kam der eingewechselte Erwin Hoffer nicht an die Hereingabe von Stoppelkamp (80.). Auf der anderen Seite klärte Dirk Orlishausen nach einer kurz ausgeführten Ecke und der Flanke von Levent Aycicek einen Kopfball von Stefan Mugosa aus sieben Metern aufs lange Eck mit einem Reflex auf der Linie (81.). Die Löwen zogen ein Powerplay auf, fanden aber kaum Lücken in der dicht gestaffelten KSC-Defensive. Beinahe wär Boubacar Barry in der Nachspielzeit der Lucky Punch gelungen. Nach einem Zuspiel von Hoffer kam er aus fünf Metern zum Abschluss, aber Perdedaj grätschte im letzten Moment dazwischen, verhinderte so den Treffer. Am Ende stand für die Sechzger immerhin der erste Auswärtspunkt in der Saison 2016/2017 auf der Haben-Seite und das Ende einer Schwarzen Serie von sechs Niederlagen in Folge gegen den KSC in der Zweiten Liga.

STENOGRAMM: 3. Spieltag, 27.08.2016, 13 Uhr

Karlsruher SC – 1860 München  0:0

KSC: 1 Orlishausen – 22 Valentini, 26 Thoelke, 14 Jordi Figueras, 20 Sallahi – 19 Prömel, 17 Kinsombi – 18 Torres, 23 Rolim, 7 Stoppelkamp – 9 Diamantakos.
Ersatz: 25 Stritzel (Tor) – 4 Stoll, 6 Kom, 8 Hoffer, 11 Barry, 21 Krebs, 34 Fahrenholz.

1860: 21 Zimmermann – 5 Perdedaj, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 3 Wittek – 10 Liendl – 29 Aigner, 8 Matmour, 11 Adlung, 7 Claasen – 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 4 Bülow, 9 Mugosa, 16 Busch, 17 Uduokhai, 31 Andrade, 33 Aycicek.

Wechsel: Hoffer für Diamantakos (68.), Fahrenholz für Rolim (78.), Barry für Stoppelkamp (85.) - Aycicek für Adlung (72.), Mugosa für Olic (78.), Andrade für Claasen (80.).

Tore: -.
Gelbe Karten: - Mauersberger, Wittek, Perdedaj, Matmour.
Gelb-Rote Karte: Torres (57., wiederholtes Foulspiel).
Zuschauer: 13.246 im Wildparkstadion.
Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken); Assistenten: Christian Bandurski (Oberhausen), Markus Wollenweber (Mönchengladbach); Vierter Offizieller: Benjamin Bläser (Niederzier).
Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1923.htm


2. Spieltag, 14.08.2016, 15.30 Uhr

1860 München  – Arminia Bielefeld 1:0 (0:0)
 

Stefan Aigner trifft, Löwen besiegen Bielefeld mit 1:0.

Stefan Aigner erzielte durch eine Energieleistung in der 67. Minute den entscheidenden Treffer zum 1:0-Sieg über Arminia Bielefeld. 
Die Rückholaktion von Stefan Aigner hat sich gleich im zweiten Spiel bezahlt gemacht. In der 67. Minute erzielte der 28-Jährige das „Tor des Tages“ gegen Arminia Bielefeld in einer Partie, in der bei den Löwen noch nicht alles rund lief.

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen fehlender Fitness musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic im ersten Heimspiel auf Ilie Sanchez (Knieverletzung), Lucas Ribamar (Trainingsrückstand), Krisztian Simon (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Goran Sukalo (Kapseleinriss im Sprunggelenk), Nico Karger (Kapseleinriss im Knie) und Romuald Lacazette (Mittelfußbruch) verzichten. Moritz Heinrich und Sertan Yegenoglu liefen tags zuvor für die U21 gegen Memmingen auf (1:1). Vitus Eicher als dritter Torhüter, Marnon Busch, Florian Neuhaus, Rodnei, Nicholas Helmbrecht und Levent Aycicek schafften nicht den Sprung in den 18er-Kader.

STIMMEN KOSTA RUNJAIC: „SCHÖNES GEBURTSTAGSGESCHENK FÜR HASAN ISMAIK.“

Spielverlauf: Die Löwen begannen offensiv mit Michael Liendl auf der Sechs, davor eine Viererkette mit Stefan Aigner, Karim Matmour, Daniel Adlung und Daylon Claasen. Als einzige Spitze fungierte Ivica Olic. Die erste gute Szene des Spiels hatten die Sechzger in der 4. Minute. Aigner ging auf rechts steil, konnte aber gerade noch von Christopher Nöthe auf Kosten einer Ecke gebremst werden. Vier Minuten später kombinierten Aigner und Filip Stojkovic auf der rechten Außenbahn, die Flanke des Montenegriners an den zweiten Pfosten verlängerte Daylon Claasen per Kopf in die Mitte auf Ivica Olic, dessen Seitfallzieher aus sieben Metern wurde aber wegen gefährlichen Spiels abgepfiffen (8.). Eine Hereingabe von Aigner auf Olic konnte in der 17. Minute Julian Börner gerade noch vor dem Kroaten zur Ecke abwehren. Die Löwen waren immer darauf bedacht, nach vorne zu spielen, doch Bielefeld stand sehr kompakt, ließ kaum Chancen zu. Erstmals kamen die Ostwestfalen nach einer Ecke gefährlich vors Löwen-Tor. Die Flanke von Tom Schütz köpfte Sebastian Schuppan aus sechs Metern über die Latte (27.). Riesenglück hatten die Sechzger zwei Minuten später. Michael Liendl verlor den Ball in der eigenen Hälfte, die Arminia konterte in Überzahl. Fabian Klos legte nach links raus auf Nöthe, der fast von der linken Grundlinie zurück auf Tomasz Holota passte. Der brachte das Kunststück fertig, aus elf Metern die Kugel rechts am leeren Tor vorbeizuschieben (29.). Im Anschluss an die sechste Löwen-Ecke kam Claasen im Zentrum aus 17 Metern zum Abschluss, sein Schuss wurde jedoch geblockt (40.). Kurz vor der Pause versuchte es Andreas Voglsammer nach Klos-Ablage aus 19 Metern, der Schuss landete jedoch in der vielbeinigen Sechzger-Defensive (43.). In der Nachspielzeit der 1. Halbzeit herrschte nochmals Konfusion im Löwen-Strafraum nach einer Ecke, doch die Bielefelder konnte diese nicht nutzen (45.). So ging es torlos in die Kabine.

Ein Linksschuss nach Wiederbeginn von Claasen aus 19 Metern landete deutlich neben dem rechten Pfosten (50.). Ansonsten machten die Sechzger viele leichte Fehler im Aufbau, was immer wieder den Spielfluss störte. Außerdem fehlte im letzten Spieldrittel die Entschlossenheit. Das änderte sich in der 67. Minute. Einen weiten Ball verlängerte Olic auf Claasen. Der Südafrikaner passte im Zentrum steil auf den rechts startenden Aigner. Sein Gegenspieler Florian Hartherz schien die Kugel schon sicher zu haben, doch der Münchner setzte nach, eroberte den Ball zurück, lief über halbrechts auf Torhüter Wolfgang Hesl zu und traf aus 14 Metern zum 1:0 ins lange Eck. Maximilian Wittek versuchte in der 70. Minute, Aigner mit einem weiten Ball zu schicken, doch diesmal war Hartherz aufmerksam, vereitelte die Löwen-Chance. Klos spielte in der 84. Minute Holota im Strafraum an, der loeß Jan Mauersberger aussteigen, doch sein 14-Meter-Schuss wurde sichere Beute von Jan Zimmermann. Im Gegenzug lag der Ball im Arminia-Tor, doch Schiedsrichter Sven Jablonski hatte eine Abseitsposition von Karim Matmour gesehen, gab den Treffer nicht (85.). Bielefeld versuchte in der Schlussphase alles, doch die Löwen standen sicher in der Defensive, feierten den ersten Saisonsieg. 

STENOGRAMM: 2. Spieltag, 14.08.2016, 15.30 Uhr

1860 München  – Arminia Bielefeld 1:0 (0:0)

1860: 21 Zimmermann – 22 Stojkovic, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 3 Wittek – 10 Liendl – 29 Aigner, 8 Matmour, 11 Adlung, 7 Claasen – 40 Olic.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) – 4 Bülow, 5 Perdedaj, 9 Mugosa, 13 Mölders 17 Uduokhai, 31 Andrade.
Arminia: 1 Hesl – 6 Schütz, 3 Behrendt, 13 Börner, 27 Schuppan – 10 Holota, 20 Junglas – 7 Görlitz, 18 Nöthe – 9 Klos, 21 Voglsammer.
Ersatz: 34 Davari (Tor) – 14 Hornig, 17 Hemlein, 23 Dick, 28 Hartherz, 29 Putaro, 32 Staude.

Wechsel: Perdedaj für Stojkovic (60.), Mölders für Aigner (79.), Bülow für Wittek (83.) - Hartherz für Schuppan (44.), Hemlein für Schütz (61.), Putaro für Voglsammer (69.).

Tor: 1:0 Aigner (67.).
Gelbe Karten: Matmour, Stojkovic, Wittek - Schütz, Görlitz.
Zuschauer: 24.800 in der Allianz Arena.
Schiedsrichter: Sven Jablonski (Bremen); Assistenten: Eric Müller (Bremen), Daniel Riehl (Bremen);  Vierter Offizieller: Asmir Osmanagic (Stuttgart).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1921.htm


1. Spieltag, 07.08.2016, 13.30 Uhr

SpVgg Greuther Fürth – 1860 München 1:0 (1:0)

Unachtsamkeit vor der Pause kostet Löwen Punkt in Fürth.

Nicht nur in dieser Szene kamen Stefan Mugosa und die Löwen einen Schritt zu spät. 
Die Löwen kamen nicht gut aus den Startlöchern, verloren ihr Auftaktspiel bei der SpVgg Greuther Fürth mit 0:1. Der Treffer fiel fast mit dem Halbzeitpfiff. Nach einem zu kurz abgewehrten Angriff über die rechte Seite nutzte Robert Zulj eine Kopfballvorlage zum Siegtreffer für die Kleeblättler (45.).

Personal: Verletzungsbedingt oder wegen fehlender Fitness musste Löwen-Chefcoach Kosta Runjaic beim Saisonstart in Fürth auf Ilie Sanchez (Knieverletzung), Lucas Ribamar (Trainingsrückstand), Krisztian Simon (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Nico Karger (Kapseleinriss im Knie) und Romuald Lacazette (Mittelfußbruch) verzichten. Maximilian  Wittek fehlte wegen einer Gelb-Rot-Sperre aus Vorsaison. Florian Neuhaus, Nicholas Helmbrecht, Moritz Heinrich und Sertan Yegenoglu hatten beim 2:1-Erfolg gegen Garching tags zuvor in der U21 gespielt. Vitus Eicher als dritter Torhüter, Kai Bülow, Rodnei und Victor Andrade schafften nicht den Sprung in den 18er-Kader. Sieben Neue standen in der Startelf.

STIMMEN: Coach Kosta fand das Sechzger-Spiel „ein bisschen wild“.

Spielverlauf: Die Sechzger spielten ganz in Gelb. Von Beginn an versuchten die Gastgeber, das Team von Kosta Runjaic unter Druck zu setzen. Trotzdem hatten die Löwen die erste gefährliche Szene. Nach einem Rückpass von Marco Caligiuri konnte Fürths Keeper Balasz Megyeri gerade noch vor dem heranstürmenden Stefan Mugosa klären (5.). Den ersten Torschuss gab Ivica Olic in der 9. Minute ab, stellte Megyeri aber vor keinerlei Probleme. Eine Hereingabe von rechts durch Veton Berisha nach einem schnellen Angriff klärte Marnon Busch an der Strafraumgrenze vor Sebastian Freis (12.). Einen weiten Ball von Filip Stojkovic verlängerte Mugosa per Kopf auf die linke Seite, Olic zog sofort aus 15 Metern ab, verfehlte aber das lange Eck (14.). Glück hatten die Sechzger, als Milos Degenek das Abseits aufhob, Robert Zulj nach Zuspiel von Ante Vukusic im Torraum den leicht abgefälschten Ball von Jan Mauersberger jedoch nicht verarbeiten konnte. Den Abpraller setzte Vukusic wenig später neben das Tor (18.). Einen Freistoß von Jurgen Gjasula aus dem linken Halbfeld faustete Jan Zimmermann mit zwei Fäusten aus der Gefahrenzone (28.). Daniel Adlung prüfte mit einem 28-Meter-Schuss Megyeri. Der Ball hätte genau gepasst, doch es fehlte etwas der Druck hinter dem Abschluss (35.). Freis prüfte mit einem 17-Meter-Schuss aufs kurze Eck in der 38. Minute Löwen-Keeper Zimmermann. Zwei Minuten später stand der 1860-Schlussmann erneut im Blickpunkt. Gjasula schnippelte einen 25-Meter-Freistoß über die Mauer aufs linke untere Eck, doch Zimmermann machte sich lang, kratzte den Ball von der Linie. Kurz danach kam Khaled Narey zum Abschluss. Seine Direktabnahme halbrechts aus acht Metern ging aber deutlich über den Querbalken (40.). Direkt mit dem Pausenpfiff erzielten die Fürther die Führung. Narey hatte von rechts geflankt, Mauersberger wehrte zu kurz ab, verlor anschließend das Kopfballduell gegen Berisha. Der Ball kam zu Zulj, der sich um Milos Degenek drehte und aus sieben Metern durch die Beine von Zimmermann zum 1:0 traf (45.).

Berisha hatte kurz nach Wiederbeginn die Riesenchance für die Kleeblättler zum 2:0. An der Strafraumgrenze kam er frei zum Abschluss, traf aber die Kugel aufgrund eines Platzfehlers nicht richtig und verzog (48.). Zulj passte zwei Minuten später auf Freis, der aus dem Rücken von Stojkovic kam. Der Schuss des Stürmer landete aber nur am Außennetz des 1860-Tores (50.). Auf der Gegenseite passte Mugosa im Strafraum auf Olic, der mit seinem Schrägschuss vom linken Torraumeck an Megyeri scheiterte (52.). Fast im Gegenzug schob Berisha von der Strafraumkante die Kugel am langen Eck vorbei (53.). In der 55. Minute scheiterte erst Berisha mit einem Schuss im Strafraum an Busch, den Abpraller setze Freis aus zwölf Metern vollkommen freistehend über die Querlatte (55.). Einen Freistoß von links durch Gjasula aufs vordere Kreuzeck klärte Mauersberger per Kopf zur Ecke (58.). Keine Minute später stürmten die Fürther in Überzahl aufs Löwen-Tor, doch Narey schloss überhastet ab, hämmerte die Kugel über die Latte (59.). In der 68. Minute wurden zwei Schussversuche des eingewechselten Goran Sukalo jeweils geblockt. Im Gegenzug scheiterte Narey erneut mit einem Distanzschuss an Zimmermann (69.). In der 74. Minute konterten die Fürther über rechts. Der Löwen-Keeper warf sich jedoch in den Querpass von Berisha, rettete vor dem hinter ihm lauernden Freis. Der kurz zuvor eingewechselte Zlatko Tripic hatte die endgültige Entscheidung auf dem Fuß, als er aus 14 Metern frei vor Zimmermann zum Abschluss kam, aber die Kugel über die Latte setzte (79.). Einen 19-Meter-Freistoß vom rechten Strafraumeck setzte Niko Gießelmann in der 83. Minute übers Tor. Eine Minute später zielte Serdar Dursun aus 15 Metern knapp am langen Pfosten vorbei (84.). In der Schlussphase versuchten es die Löwen immer wieder mit hohen Bällen, doch Fürth stand gut, ließ keine Möglichkeiten zu und gewann unterm Strich verdient.

STENOGRAMM: 1. Spieltag, 07.08.2016, 13.30 Uhr

SpVgg Greuther Fürth – 1860 München 1:0 (1:0)

Fürth: 24 Megyeri – 21 Narey, 28 Franke, 13 Caligiuri, 7 Gießelmann – 6 Hofmann, 8 Gjasula – 19 Berisha, 20 Zulj, 9 Freis – 11 Vukusic.
Ersatz: 30 Burchert (Tor) – 4 Gugganig, 5 Rapp, 15 Dursun, 17 Tripic, 18 Kirsch 31 Steininger.

1860: 21 Zimmermann – 16 Busch, 2 Mauersberger, 30 Degenek, 22 Stojkovic – 5 Perdedaj, 11 Adlung – 8 Matmour, 29 Aigner, 40 Olic - 9 Mugosa.
Ersatz: 24 Ortega (Tor) - 7 Claasen, 10 Liendl, 13 Mölders, 15 Sukalo, 17 Uduokhai, 33 Aycicek.

Wechsel: Dursun für Vukusic (70.), Tripic für Freis (76.), Rapp für Gjasula (85.) - Sukalo für Perdedaj (60.), Claasen für Matmour ­­(60.), Mölders für Mugosa (70.).

Tor: 1:0 Zulj (45.).
Gelbe Karten: Gießelmann, Freis, Zulj - Busch, Degenek, Adlung, Claasen.
Zuschauer: 13.205 im Sportpark Ronhof Thomas Sommer (ausverkauft)­­.
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin); Assistenten: Stefan Lupp (Zossen), Sascha Thielert (Buchholz i. d. Nordheide); Vierter Offizieller: Daniel Schlager (Rastatt).

Bildergalerie:  http://www.tsv1860.de/de/Bildergalerie/1917.htm

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